Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Deutschland vor Abschaffung der Quarantäne

Deutschland hat offenbar erkannt, dass die seit 8. November 2020 praktizierte „Zwangsquarantäne“ nicht praktikabel ist. Nun beabsichtigt die Bundesrepublik eine Testpflicht einzuführen, wobei alternativ auch der Nachweis von Antikörpern oder eine bereits erfolgte Impfung anerkannt werden sollen. Vorgesehen ist, dass Personen, die aus „Risikogebieten“, die sich außerhalb der Schengen-Zone befinden, bereits vor der Einreise die Nachweise vorlegen müssen. Dies könnte im Zuge der so genannten „elektronischen Einreiseanmeldung“ erfolgen. Innerhalb des Schengen-Raums können die Dokumente innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise an das jeweilige Gesundheitsamt übermittelt werden. Die neue Regelung sieht vor, dass die Quarantänepflicht dann entfällt. Wer jedoch nichts vorlegen kann, darf in Zukunft nicht mehr in die Bundesrepublik Deutschland befördert werden. Im vorliegenden Entwurf ist explizit die Rede von PCR-Tests, so dass zumindest momentan nicht daran gedacht wird Antigen-Tests als Alternative anzuerkennen. Das kann sich jedoch noch ändern. Es ist derzeit noch völlig unklar wann die geplante Verordnung, die zwar zu mehr Bürokratie, jedoch zu einfacherem Reisen führen wird, erlassen wird. Die Bildzeitung schreibt, dass dies im Laufe des Jänners 2021 geschehen soll. Auch findet sich diese Information im vorliegenden Entwurf der so genannten Musterverordnung, da die Details dann die jeweiligen Bundesländer erlassen müssen.

weiterlesen »

Köln/Bonn bekommt 75 Millionen Euro

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet damit, dass der Umsatz im Krisenjahr 2020 auf 220 Millionen Euro sinken wird. Das operative Ergebnis wird um mindestens 50 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert liegen. Der Personalstand soll durch freiwillige Austritte – gegen Abfindungen – und vorzeitige Pensionierungen reduziert werden. Die Gesellschafter werden dem Airport mit vorerst 75 Millionen Euro unter die Arme greifen. Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrats, CDU-Politiker Friedrich Merz, ab anschließend seinen Rücktritt bekannt. Ob dieser im Zusammenhang mit der Bewilligung der Landeshilfe steht, ist nicht ganz klar. In das Kontrollgremium ziehen neu Arndt Klocke und Gerrit Krupp ein. Der scheidende Vorsitzende Merz sagte: „Ich bin sehr dankbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, eine vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit zu leisten. Nach der Kapitalerhöhung ist der Flughafen trotz der gravierenden Folgen der Corona-Pandemie für die nächsten Monate gut aufgestellt“.

weiterlesen »

AUA-Chef kann Insolvenz nicht ausschließen

Austrian-Airlines-Generaldirektor Alexis von Hoensbroech rechnet nicht damit, dass sich nach der Coronakrise der Preiskampf mit den Lowcostern beruhigen wird. Im Gespräch mit der Tageszeitung Kurier meinte er, dass es „naiv wäre zu glauben, dass sich die Billigflieger irgendwie eines Besseren besinnen“. Der Manager räumt auch ein, dass Austrian Airlines den Preiskampf „ein Stückweit mitgehen“ muss, denn „sonst sind unsere Flugzeuge halb leer“. Das billigste Ticket bei der AUA soll jedoch weiterhin 40 Euro oneway kosten. Diese Schwelle will von Hoensbroech nicht unterschreiten. Dazu sagte er gegenüber dem Kurier: „Bei diesem schmutzigen Geschäft spielen wir sicher nicht mit“. Als Folge der Coronakrise will Alexis von Hoensbroech den Personalstand um 1.100 Mitarbeiter reduzieren. Vor der Krise war der Abbau von 800 Beschäftigten geplant. „Es ist richtig, dass es der Austrian nie so richtig gut ging. Es ist aber auch richtig, dass wir sieben Jahre in Folge schwarze Zahlen geschrieben haben. Wir waren also ein gesundes Unternehmen, wenn auch nicht rentabel genug, um neue Investitionen zu finanzieren“, so der Manager gegenüber dem Kurier. Der Staatskredit soll jedenfalls zurückbezahlt werden, zumindest geht von Hoensbroech davon aus. Das Ausmaß der „zweiten Welle“ habe die AUA allerdings überrascht. Angesprochen auf den Umstand, dass Austrian Airlines täglich rund zwei Millionen Euro verbraucht, sagte der Firmenchef, dass eine Insolvenz nicht ausgeschlossen werden kann. Es wäre dann aber die Ultimaratio, die „wir nur notfalls gehen müssen, wenn wir dazu gezwungen wären, aber sicher nicht wollen“. In diesem Jahr habe das AUA-Management gelernt, dass „es klug ist, grundsätzlich nichts auszuschließen,

weiterlesen »

China greift nach Air Serbia

Dass Etihad Airways bei Air Serbia “raus” will, ist seit dem Kollaps der „Etihad-Partners-Allianz“ ein offenes Geheimnis. Der Staatscarrier aus Abu Dhabi schaffte bereits erste Fakten, denn die Belgrad-Strecke wird eingestellt und das Codeshareabkommen wurde ebenfalls aufgekündigt. Nun hat China ein Auge auf Air Serbia geworden. Laut serbischen Medienberichten soll sich eine Beteiligungsgesellschaft der chinesischen Regierung in Verhandlungen mit Etihad Airways, aber auch mit der serbischen Staatsführung, befinden. Ziel dieser ist es, dass der 49-prozentige Anteil, den momentan der Carrier aus Abu Dhabi hält, verkauft wird. In Serbien hat man hohe Erwartungen an den Einstieg der Chinesen, denn man hofft insbesondere auf verstärkten Incoming-Tourismus. Selbstredend denkt man langfristig und meint dabei die Zeit nach der Corona-Pandemie. Derzeit ist die Informationslage ein wenig verworren, denn ist die Rede davon, dass die Beteiligung entweder seitens einer staatlichen Holding, der wiederum einer der drei staatlichen Airlines Chinas gekauft werden könnte oder aber dass sich eine der drei Fluggesellschaften direkt beteiligt. Sofern die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen, so soll Air Serbia künftig mit einer chinesischen Fluggesellschaft kooperieren. Diese soll im Grunde das, das bislang von Etihad Airways mehr oder weniger halbherzig erbracht wurde, in verbessertem Umfang erbringen. Auch erhofft man sich in Serbien den Zugriff auf neues Fluggerät. In China denkt man auch darüber nach, dass Air Serbia mit Maschinen aus chinesischer Produktion ausgerüstet werden könnte. So schafft man sich Präsenz auf dem europäischen Markt. Die weitere Entwicklung bleibt allerdings abzuwarten, da die Verhandlungen noch in einem sehr frühen Stadium sind.

weiterlesen »

Deutschland: UK-Passagiere müssen in Transitbereichen ausharren

In Deutschland sorgt die Behandlung von Passagieren, die am Sonntag vom Vereinigten Königreich in die Bundesrepublik geflogen sind, für Aufsehen. Diese werden in den Transitbereichen der jeweiligen Airports abgesondert und mussten die Nacht auf Feldbetten verbringen, weil angeblich keine Hotelzimmer zur Verfügung standen. Zuvor kursierte die Information, dass Reisende mit deutschem Pass normal einreisen können, alle anderen jedoch nach einem verpflichtenden PCR-Test bis zum Vorliegen des Befunds im Transitbereich ausharren müssen. Mittlerweile häufen sich Betroffenenberichte, dass auch Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft „festgehalten“ werden. Mehrere Passagiere berichten übereinstimmend, dass ihnen gesagt wurde, dass die Auswertung des Tests mehrere Tage, mindestens aber 24 Stunden dauern kann und bis zum Vorliegen eines negativen Befunds die Einreise nicht möglich ist. Theoretisch ist aber die Ausreise in ein anderes Land möglich. So sollen einige Personen wieder freiwillig ins Vereinigte Königreich zurückgeflogen sein, sofern es überhaupt noch Flüge gab, was nicht an jedem betroffenen Airport in Deutschland der Fall war. Dennoch: Die Kritik an der Vorgehensweise der deutschen Behörden ist enorm. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen kündigte gar an, dass die gerichtlich gekippte Einreiseverordnung ungeachtet des Urteils wieder vollzogen wird. Grund für das Vorgehen an den deutschen Flughäfen ist, dass die Gesundheitsbehörden große Sorge haben, dass sich die im Vereinigten Königreich festgestellte Mutation des Coronavirus in der Bundesrepublik Deutschland ausbreitet. Daher will man nur Personen mit negativem Testergebnis einreisen lassen und die PCR-Abstriche nimmt man selbst. Die Zustände an manchen deutschen Flughäfen sollen aber menschenunwürdig sein, denn die Passagiere schlafen in abgetrennten Teilen der Transitbereiche der Airports auf

weiterlesen »

Kurz: „Kostenlose Antigen-Tests für den Urlaub“

Am Freitag verkündete Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen neuerlichen Lockdown für die Alpenrepublik. Diesen wird man gegen Ende durch „Freitesten“ verlassen können. Dazu will die Regierung in Kooperation mit den Ländern und dem Bundesheer aufbauen eine engmaschige Testinfrastruktur. Eine Aussage des Politikers ist allerdings verwunderlich, denn er hob hervor, dass man dort künftig auch Testungen für Reisen machen lassen kann. „Jeder wird überall in der Nähe eine Teststation haben, wo man sich kostenfrei testen lassen kann. Viele Länder verlangen für die Einreise ein negatives Testergebnis und man kann sich vor einer Reise dann kostenlos ganz in der Nähe testen lassen“, so Kurz während einer Pressekonferenz. „Wenn man also einen für in den Urlaub fliegen braucht, kann man den schnell und gratis bekommen.“ Bislang propagierte Österreichs Regierung stets, dass nicht notwendige Auslandsreisen unterlassen werden sollen. Ein Verbot hierfür gab es nie, jedoch kommen die beiderseitigen Einreise- und Quarantänebestimmungen bei vielen potentiellen Zielen einem „Defacto-Verbot“ gleich. Die Aussage des Sebastian Kurz, dass die künftigen Testmöglichkeiten auch kostenlos vor Urlaubsreisen in Anspruch genommen werden können, um im Zielland Einreiseerleichterungen zu bekommen, ist daher eine 180-Grad-Kehrtwende seiner bisherigen Äußerungen. Die Angelegenheit hat dennoch einen Haken: Die Regierung beabsichtigt Antigen-Schnelltests durchzuführen. Zwar anerkennt Österreich seit 19. Dezember 2020 die Ergebnisse dieses Testtypus für die Einreise in die Alpenrepublik, jedoch pocht die überwiegende Mehrheit der Staaten weiterhin auf negative PCR-Befunde. Das hat zur Folge, dass die Antigen-Ergebnisse für Reisende wertlos sind, wenn der Zielstaat auf PCR pocht. Auch gilt es zu erwähnen, dass viele Länder

weiterlesen »

NOTAM: Österreich bannt UK-Flüge seit Sonntagabend

Am Sonntag um 22 Uhr 42 gab Österreich ein so genanntes NOTAM an Fluggesellschaften und Piloten heraus. In diesem wurden Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich abheben, mit sofortiger Wirkung untersagt. Mit wenigen Ausnahmen dürfen diese nicht mehr in Österreich landen. Fracht- und Ambulanzflüge bleiben weiterhin erlaubt. Passagiere dürfen auch im Rahmen von Repatriation-Flights nach Österreich befördert werden. Das österreichische BMK kann auf Antrag der Airline oder des Piloten Ausnahmen bewilligen, die jedoch mindestens 72 Stunden vor der geplanten Landung beantragt werden müssen Nähere Einzelheiten im NOTAM: “A3587/20 – COVID-19 / SARS-COV-2: FLIGHT RESTRICTIONS. 0) CHANGE-LOG 0.1) EFFECTIVE FROM 22.12.2020 00:00 CET. 1) ACCORDING TO PARA 25 EPIDEMIC ACT 1950 FLIGHTS FROM 1. UNITED KINGDOM ARE PROHIBITED TO LAND AT FIR LOVV.. 2) EXEMPTED ARE: FLIGHTS IN THE INTEREST OF THE REPUBLIC OF AUSTRIA, CARGO FLIGHTS, EMERGENCY FLIGHTS, AMBULANCE FLIGHTS, FERRY FLIGHTS, REPATRIATION FLIGHTS, FLIGHTS TO TRANSPORT SEASONAL WORKERS IN THE AGRICULTURAL OR FORESTRY SECTOR AS WELL AS NURSING AND HEALTH PERSONNEL.. 3) INQUIRIES REGARDING EXEMPTIONS PPR 72 HOURS BEFORE ETD AT AACCC(AT)BMK.GV.AT.. 4) EXEMPTIONS TO THIS PROHIBITATION OF LANDINGS DO NOT RELEASE PAX FROM ANY ENTRY REQUIREMENTS. 20 DEC 22:42 2020 UNTIL 01 JAN 23:59 2021. CREATED: 20 DEC 22:43 2020”

weiterlesen »

Swiss transportierte 14 Tonnen Impfstoff nach Brasilien

Unter der Flugnummer LX96 transportierte die Frachtabteilung von Swiss am Freitag rund 14 Tonnen Covid-19-Impfstoff von Zürich nach São Paulo. Die Maschine hob am Abend des 17. Dezember 2020 in der Schweiz ab. Zuvor war die Lieferung von Peking nach Zürich befördert worden. Die Spezialsendung wurde in zehn Envirotainer RAP-e2 Containern transportiert, welche die Temperatur während des Fluges konstant im Bereich von 2-8 Grad Celsius gekühlt hielten. Zusammen mit dem Speditionspartner PGL Brazil führte Swiss WorldCargo den Transport im Auftrag des brasilianischen Butantan-Instituts durch. Bei der Ankunft wurde das Flugzeug von mehreren prominenten Regierungsvertretern begrüsst, darunter der Gouverneur von São Paulo, Herr João Doria. Die gesamte Sendung enthielt fast 2 Millionen Dosen COVID-19-Impfstoff.

weiterlesen »

Niederlande bannen UK-Flüge

Nachdem im Vereinigten Königreich eine neue Mutation des Coronavirus festgestellt wurde, verhängten die Niederlande einen Bann für Passagierflüge. Dieses gilt bis vorläufig 1. Jänner 2020 und soll verhindern, dass die Mutation vom Inselstaat aufs Festland „importiert“ wird. Der Flugverkehr, ausgenommen Frachtflüge, wird auf Empfehlung des Instituts für Gesundheit und Umwelt vorläufig ausgesetzt. Die Regierung fasste diesen Beschluss kurzfristig. Laut offizieller Mitteilung habe man die nun in UK beschriebene Variante des Virus bereits Anfang dieses Monats auch in den Niederlanden festgestellt. Den Fall wird man weitergehend untersuchen. Die Behörden des Vereinigten Königreichs haben eine neue Mutation des Coronavirus entdeckt, die ersten Erkenntnissen nach noch stärker ansteckend sein soll. Ob diese gefährlicher ist oder aber ob die Impfstoffe gegebenenfalls wirkungslos sind, steht noch nicht fest. Entsprechende Untersuchungen laufen momentan.

weiterlesen »

Österreich und andere Staaten bannen UK-Flüge

Das österreichische Gesundheitsministerium bestätigte am Sonntag, dass ein Bann für Passagierflüge, die im Vereinigten Königreich gestartet sind, erlassen werden soll. Hintergrund ist, dass eine neue Mutation des Coronavirus, die wesentlich ansteckender sein soll, im Inselstaat gefunden wurde. Die Niederlande reagierten als erster Staat und haben bereits am Wochenende ein entsprechendes Flugverbot erteilt. Belgien und Italien haben zwischenzeitlich einen solchen Schritt ebenfalls verkündet. In Deutschland und Frankreich wird das weitere Vorgehen geprüft. Die Niederlande und Belgien kappen auch den Bahn- und Fährverkehr, sofern dieser aus dem Vereinigten Königreich kommt. Ziel ist es, dass durch die Blockade der Verkehrswege die Ausbreitung des Virus auf dem Festland möglichst verhindert werden soll. Wie lange die Flugverbote, die nun nach und nach ausgerollt werden, andauern sollen, ist noch unklar. Momentan peilen die meisten Staaten den 1. Jänner 2021 an. Mit Blick auf die Erfahrungen vom Frühjahr 2020 ist allerdings davon auszugehen, dass der Bann verlängert werden könnte. Das touristische Geschäft in Tirol und Salzburg wäre mit längeren Flugverboten endgültig abgeblasen, wobei dies auch jetzt schon aufgrund beiderseitiger Quarantänebestimmungen äußerst kompliziert ist. Das hinderte Charterfluggesellschaften aber nicht daran am Wochenende kräftig vom Vereinigten Königreich nach Innsbruck zu fliegen. Da es zu diesem Zeitpunkt keine behördliche Untersagung gab, waren alle Flüge selbstverständlich völlig legal. Näheres dazu in diesem Bericht.

weiterlesen »