Jan Gruber

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Jan Gruber

Spohr rechnet mit Impfnachweis-Pflicht auf der Langstrecke

Lufthansa-Chef Carsten Spohr geht davon aus, dass auf der Langstrecke künftig ein Nachweis über eine Impfung gegen Covid-19 oder aber ein negativer Testbefund notwendig werden. Dies will man allerdings nicht als Airline vorschreiben, sondern der Chef der größten Fluggesellschaft Deutschlands vermutet, dass sich dies aus den künftigen Einreisebestimmungen ergeben wird. “Persönlich gehe ich davon aus, dass bei Interkontinentalflügen auf bestimmten Strecken künftig jeder Passagier getestet oder geimpft ist”, erklärte Spohr gegenüber Welt am Sonntag. Zunächst soll die Anzahl der Routen, auf denen vor dem Abflug ein verpflichtender Antigen-Schnelltest absolviert werden muss, steigen. Konkrete Destinationen nannte Spohr nicht, allerdings sind die Vereinigten Staaten von Amerika ein durchaus heißer Kandidat, da beispielsweise Delta genau dieses Verfahren bereits auf einigen Routen testet. Der negative Schnelltest soll dann Einreiseerleichterungen auf beiden Seiten bringen. In Deutschland dürfte das aber noch ein steiniger Weg werden, denn die Regierung stemmt sich gegen Antigen-Schnelltests im Reiseverkehr. In einer zweiten Phase würde – so Spohr – eine Wahlmöglichkeit zwischen einer Testung, einem Impf- oder Antikörpernachweis bestehen. Als Fluggesellschaft will man allerdings Impfungen nicht zur Pflicht machen. Dennoch könnte sich dies indirekt ergeben, denn es ist damit zu rechnen, dass diverse Staaten die Einreise nur noch dann gestatten, wenn eine erfolgte Impfung gegen Covid-19 glaubhaft gemacht wird. Die staatlichen Vorgaben könnten dann vorsehen, dass Passagiere, die dies nicht nachweisen können, nicht befördert werden dürfen. Somit könnte es – analog dem “Visa-Check” – dazu kommen, dass beim Check-In oder am Gate ein Impfzertifikat oder die -karte vorgezeigt werden muss. Wer das

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Lufthansa stockt Pilotengehälter mit Staatshilfe auf

Lufthansa-Chef Carsten Spohr will den gut verdienenden Langstrecken-Kapitänen, die bislang auf dem Airbus A380 flogen, das Kurzarbeitergeld in der Höhe von rund 5.000 Euro “nicht zumuten”. Dieses wird aus Mitteln der Staatshilfe auf etwa 15.000 Euro pro Monat aufgestockt, bestätigte der Konzernchef gegenüber Welt am Sonntag. Spohr führte gegenüber der Zeitung aus, dass sich die Bezüge mit reinem Kurzarbeitergeld “mehr als halbieren”, denn der überwiegende Teil der Pilotengehälter würde über der Bemessungsgrenze liegen. “Das können und wollen wir unseren Piloten nicht zumuten”, so Spohr gegenüber Welt am Sonntag. Die größte Fluggesellschaft Deutschlands nimmt daher Geld aus dem neun Milliarden schweren Staatskredit in die Hand und stockt damit die Gehälter der Piloten auf, so dass diese statt 5.000 Euro eben 15.000 Euro pro Monat erhalten. Das Geschäft lief im Dezember 2020 äußerst miserabel. Spohr erklärt, dass man “weniger als zehn Prozent der Passagiere im Vergleich zum Vorjahr” befördert habe. Bis Jahresende sollen 29.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen haben. Der Manager sagt, dass es sich rechnerisch um jede fünfte Vollzeitstelle handeln würde. „Das können aber nicht in allen Bereichen Vollzeitarbeitsplätze sein. Wir müssen die Arbeit einfach anders verteilen“, so der Lufthansa-Chef gegenüber Welt. Spohr geht davon aus, dass Teilzeitmodelle bis mindestens Mitte der 2020er-Jahre benötigt werden. Es sollen weitere Kosteneinsparungen erzielt werden, denn Lufthansa vermutet, dass sich der Erholung der Branche noch sehr lange hinziehen wird. Mit den Gewerkschaften verhandelt man daher über Lösungen und Modelle, die über das Jahr 2021 hinaus angewandt werden sollen.

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Regierung verkündete Aus für Montenegro Airlines

Für die Bediensteten von Montenegro Airlines war der 24. Dezember 2020 wohl nicht wirklich ein schöner Tag, denn die Regierung verkündete die Schließung der staatlichen Fluggesellschaft. Eine Neugründung soll die Nachfolge antreten, doch diese wird frühestens im Jahr 2022 startklar sein. Anfang Dezember 2020 setzte die montenegrinische Regierung das Management von Montenegro Airlines ab und entsandte Finanzexperten, um die Bücher zu prüfen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde offiziell kommuniziert, dass die Schließung des bestehenden Carriers und anschließende Neugründung eine wahrscheinliche Option ist. Am 24. Dezember 2020 wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Montenegro Airlines wird geschlossen und abgewickelt. Bereits seit einigen Monaten warnte das kürzlich abgesetzte Management davor, dass wenn der Staat nicht hilft, dass dann die Insolvenz und die Einstellung des Flugbetriebs drohen. Die Finanzmittel reichten nicht mehr aus, um die Löhne und Gehälter vollständig oder gar pünktlich bezahlen zu können. Die Regierung sucht die Schuld für das Schlamassel aber indirekt in Brüssel, denn offiziellen Angaben nach habe die EU-Kommission erklärt, dass man jede Form der Staatshilfe für Montenegro Airlines als “illegal” einstufen würde. Montenegro ist allerdings kein Mitglied der Europäischen Union und wäre daher an die Einschätzung der Kommission nicht gebunden. Da man jedoch beitreten will, könnte sich das Missachten der Einstufung als hinderlich erweisen. Finanzminister Mladen Bojanic erklärte während einer Pressekonferenz, dass der Schuldenberg von Montenegro Airlines so hoch wäre, dass man keine Alternative habe. Seiner Ansicht nach hätten dies Vorgängerregierungen und ehemalige Manager der Fluggesellschaft verursacht. Man hätte sich gegenseitig ein Bild der Finanzlage des

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Wir wünschen Ihnen Frohe Weihnachten!

Das Jahr 2020 neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Vieles, das genau heute vor einem Jahr noch für undenkbar gehalten wurde, ist eingetreten. Kaum eine andere Branche ist so stark gebeutelt wie die Luftfahrt und Touristik. Die Hoffnungen liegen nun auf flächendeckender Durchimpfung der Weltbevölkerung. Ob diese zu einer Lösung des Problems und damit zur Aufhebung der Einreise- und Quarantänebeschränkungen führt, ist noch völlig unklar. Auch weiß niemand, ob sich der Markt nicht doch grundlegend verändert und die Nachfrage äußerst langsam wieder anziehen wird. All das werden die Ereignisse der nächsten Wochen und Monate zeigen. Doch nun steht das Weihnachtsfest unmittelbar vor der Tür. Heuer ist alles anders und hoffentlich bei der überwiegenden Mehrheit in kleinerem Kreis als in den Jahren zuvor. Das soll uns alle aber nicht daran hindern ein wenig zur Ruhe zu kommen und Kraft für die Herausforderungen des Jahres 2021 tanken zu können. Diese werden wir alle brauchen. In diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest und danken herzlichst für das Interesse an Aviation Direct. Wir werden Ihnen nach den Weihnachtsfeiertagen wieder im gewohnten Umfang zur Verfügung stehen. Mit dem nachstehenden Zitat „verabschieden“ wir uns in die Weihnachtszeit und wünschen Ihnen nur das Beste und möglichst angenehme und erholsame Tage: Das Ziel des Lebens ist das Gute. (Leo Tolstoi, 1828-1910) IhrAviation Direct Team

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Malta Air und Verdi einigen sich auf Lohnkürzungen

Die Gewerkschaft Verdi und Malta Air haben sich auf Lohnkürzungen für das in Deutschland stationierte Personal geeinigt. Laut Erklärung der Konzernmutter Ryanair umfasst diese “eine langfristige Vereinbarung, die moderate Kürzungen der Löhne, Produktivitätsverbesserungen und Zugang zu staatlichen Unterstützungen vorsieht”. Betroffen ist das Kabinenpersonal. Malta Air betreibt im Auftrag von Ryanair zahlreiche Boeing 737-800 ab Deutschland. Aufgrund der Coronakrise will man die Lohnkosten nach Möglichkeit reduzieren. Die von Lauda betriebenen A320-Bases in Stuttgart und Düsseldorf wurden im Oktober 2020 geschlossen. Die Ver.di-Vereinbarung wurde von der Mehrheit des in Deutschland ansässigen Kabinenpersonals von Malta Air angenommen und folgt einer ähnlichen Vereinbarung, die im Juli dieses Jahres mit der Vereinigung Cockpit für die in Deutschland ansässigen Piloten von Malta Air erzielt wurde.  „Wir begrüßen diese Einigung, die mit Ver.di und unserem deutschen Kabinenpersonal erzielt wurde – sie haben eine langfristige Vereinbarung akzeptiert, die moderate Kürzungen der Löhne (welche innerhalb der Laufzeit der Vereinbarung wieder rückgängig gemacht werden), Produktivitätsverbesserungen und Zugang zu staatlichen Unterstützungen beinhaltet, um so viele deutsche Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten. Dies folgt einer ähnlichen Vereinbarung, die Anfang des Jahres mit den deutschen Piloten von Malta Air abgeschlossen wurde und die ihre gemeinsame Bereitschaft widerspiegelt, während der Covid-19-Krise mit uns zu arbeiten. Die Vereinbarungen, die mit VC und Ver.di getroffen wurden, bieten der in Deutschland ansässigen Crew eine Möglichkeit für den Zugang zu staatlicher Unterstützung in dieser Zeit der beispiellosen Krise. Malta Air fordert die Kölner Arbeitsagentur sowie die Bundesregierung auf, die diskriminierende Vorenthaltung staatlicher Unterstützung für die Piloten und das

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VC und Lufthansa einigen sich auf Krisentarifvertrag

Die Vereinigung Cockpit und Lufthansa haben sich auf einen Krisentarifvertrag für die Piloten geeinigt. Dieser setzt die Zugeständnisse über den 31. Dezember 2020 hinaus fort und kann bis zum 30. Juni 2022 verlängert werden. Die Kurzarbeit kann bis vorerst 31. Dezember 2021 ausgedehnt werden. Betroffen sind Lufthansa sowie die Konzerngesellschaften Germanwings, Lufthansa Aviation Training und Lufthansa Cargo. Laut Vereinigung Cockpit spart sich die Firmengruppe durch die Vereinbarung 450 Millionen Euro. Zusammen mit dem bereits geschlossenen Unterstützungspaket für 2020 ergeben sich durch Kurzarbeit und Krisenvereinbarung lückenlose Einsparungen bis zum 31.03.2022 bzw. maximal bis zum 30.06.2022 in Gesamthöhe von bis zu über 600 Millionen Euro, so die VC in einer Aussendung. Im Gegenzug für die Zugeständnisse erhält das Cockpitpersonal einen Kündigungsschutz bis zum Laufzeitende der Krisenvereinbarung sowie einen mit 24 Millionen Euro dotierten Topf zur Finanzierung sozialverträglicher Maßnahmen im Falle eines Personalabbaus.  „Wir sind erleichtert, dass es uns trotz eines extrem unnachgiebigen Managements gelungen ist, das Cockpitpersonal mindestens bis zum 31.03.2022 gegen betriebsbedingte Kündigungen abzusichern. Die Pilotinnen und Piloten tragen durch die Reduktion der Cockpitkosten den höchsten individuellen Krisenbeitrag aller Mitarbeitergruppen im Konzern und tragen damit zu einer besseren Liquidität der Lufthansa bei“, so Markus Wahl, Präsident der VC. „Ich freue mich über den weiteren substantiellen Beitrag der Cockpitbeschäftigten zur Krisenbewältigung. Wir wollen die Laufzeit des Krisentarifvertrags nutzen, um mit der Vereinigung Cockpit nachhaltige strukturelle Lösungen als Reaktion auf die veränderten Rahmenbedingungen zu vereinbaren und Kündigungen auch nach der Laufzeit vermeiden zu können”, erklärt Lufthansa-Vorstand Michael Niggemann. Die Gespräche zwischen dem Kranich

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Ryanair versucht mit Impfungen Tickets zu verkaufen

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair versucht derzeit unter Hinweis auf nun zugelassene Corona-Impfstoffe Kasse zu machen. Der Carrier wirbt für Sommerurlaube wortwörtlich mit „Impfen und Loslegen“. Noch ist überhaupt nicht klar, ob es mit einem entsprechenden Eintrag in der Impfkarte zu Einreiseerleichterungen kommen wird oder nicht. Auf den zuletzt genannten Umstand weist der irische Carrier selbstredend nicht hin. Auch ist die Verfügbarkeit von Impfungen für die Allgemeinbevölkerung, beispielsweise in Österreich, momentan defacto nicht vorhanden. Europaweit ist keinesfalls sichergestellt, dass alle impfwilligen Personen vor dem Sommerurlaub 2021 die Injektion erhalten können. Ryanair sprach sich wiederholt gegen Testungen vor dem Abflug aus. Daher ist die nunmehrige Werbekampange, die Sommerurlaube mit einer Spritze und einem Gefäß mit der Aufschrift „Vaccine“ bewirbt durchaus ein wenig heuchlerisch. Da können auch die beworbenen 15 Prozent und der Verzicht auf Umbuchungsgebühren nicht hinwegtäuschen, denn eine eventuelle Tarifdifferenz fällt sowieso an. Auch sind die Fristen für den Erlass auf die horrende Gebühr nicht gerade kundenfreundlich ausgelegt.

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Griechenland will UK-Verkehr nicht kappen

Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, darunter auch Österreich, will Griechenland den Flugverkehr mit dem Vereinigten Königreich nicht kappen. Die Regierung verkündete allerdings, dass sämtliche aus UK einreisenden Personen verpflichtend sieben Tage in Quarantäne müssen. Die Dauer der Absonderung wird per 25. Dezember 2020 auf zehn Tage ausgedehnt. Derzeit ist ein „Freitesten“ nicht vorgesehen. Für Personen, die aus dem Vereinigten Königreich kommend nach Griechenland einreisen wollen, gilt folgendes: Ein negativer PCR-Test muss vorgelegt werden, noch am Airport muss ein kostenloser Antigen-Test absolviert werden und im Anschluss muss eine Quarantäne angetreten werden. Während der Absonderung kann das Gesundheitsamt einen PCR-Test anordnen.

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Sunclass Airlines verpasst sich neue Livery

Die dänische Sunclass Airlines verabschiedet sich von der von Thomas Cook Scandinavia übernommenen Livery. Der Airbus A321 mit der Registrierung OY-TCF trägt seit wenigen Tagen das neue Farbenkleid. Der skandinavische Teil der Thomas Cook Group überlebte den Kollaps des Konzerns, weil dieser von Investoren übernommen wurde. Der Fluggesellschaft verpasste man mit Sunclass rasch einen neuen Namen, jedoch blieb die Livery bislang gleich. Das ändert sich nun, denn der erste Airbus A321 erscheint bereits in neuem Design. Nach und nach soll der komplette Markenauftritt aller Aktivitäten entsprechend angepasst werden. Sunclass Airlines betreibt insgesamt 12 Flugzeuge. Dabei handelt es sich um acht Airbus A321, drei Airbus A330-300 und einen Airbus A320. Derzeit sind jedoch insgesamt sieben Maschinen aufgrund der Corona-Pandemie inaktiv. Unklar ist noch wie viele im Sommerflugplan 2021 tatsächlich zum Einsatz kommen werden.

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Lufthansa: Kurzarbeiter sollen bei Ocean anheuern

Lufthansa geht in Sachen der neuen Plattform Ocean einen kuriosen Weg: Intern schreibt man Jobs aus, die sich gezielt an Flugbegleiter richten, die sich momentan bei der Mainline in Kurzarbeit befinden. Diese können sich beim Kranich unbezahlt beurlauben lassen und stattdessen ihren Dienst bei der neuen Langstreckentochter Ocean versehen. Dies geht aus den Stellenausschreibungen, die Lufthansa unter anderem über das Intranet verbreitet hat, hervor. Wie viele sich für dieses Angebot bewerben ist unklar. Die Gewerkschaften VC, Verdi und UFO kritisieren das Ocean-Projekt heftig und werfen der Konzernführung Tarifflucht vor. Die bislang bekannten Gehälter liegen deutlich unter jenen, die bei Lufthansa und Eurowings bezahlt werden.

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