Jan Gruber

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Jan Gruber

Situation in den Bundesländern ist Vorbote für Wien

Noch vor wenigen Wochen sah es in Graz ganz gut aus, denn KLM nahm Amsterdam wieder auf und Austrian Airlines bediente wieder die Nonstop-Strecken nach Düsseldorf und Stuttgart. Doch das war nur ein kurzes Intermezzo. Mittlerweile gibt es nur noch die Anbindung an das AUA-Drehkreuz Wien. Die verschärften Einreise- und Quarantänebestimmungen, die Deutschland per 8. November 2020 in Kraft gesetzt hat, sind ein guter Ausblick darauf was unter Umständen auch in Wien bevorstehen könnte. Die Bundesländerflughäfen traf es schon wesentlich früher knüppelhart, denn Linz und Klagenfurt sind derzeit komplett ohne Linienfüge. In Graz, Salzburg und Innsbruck sieht es nur minimal besser aus: Innsbruck und Graz haben nur noch Anbindungen an das AUA-Drehkreuz Wien, die noch dazu nur noch sporadisch bedient werden, da Austrian Airlines streckennetzweit äußerst häufig Flüge kurzfristig streicht. Ab Salzburg gibt es nur noch wenige Umläufe pro Woche nach Düsseldorf. Zwar sind diverse Wiederaufnahmen angekündigt, doch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, dass Innenminister Karl Nehammer ab 19. Dezember 2020 die Einreise nach Österreich zu einem „großen Mühsal“ machen will und die Regierung sämtliche Personen zehn Tage in Quarantäne stecken will. Freitesten ist frühestens nach fünf Tagen möglich. Dies dürfte sich extrem nachteilig auf die Nachfrage im Flugverkehr auswirken. Daher bleibt es abzuwarten welche Strecken, die unter anderem Lufthansa, Eurowings und Austrian Airlines für die Weihnachtszeit zur Wiederaufnahme angekündigt haben, tatsächlich reaktiveren. In erster Linie trifft es dann wieder mal die Bundesländerflughäfen, denn werden die dortigen Ankündigungen nicht umgesetzt, so bleibt es beim Minimalbetrieb. Graz und Innsbruck

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Graz: Aus Piste 17/35 wird 16/34

Der Flughafen Graz muss erstmalig in seiner Geschichte die Bezeichnung der Start- und Landebahn ändern. Hintergrund ist, dass sich der magnetische Nordpol immer weiter verschiebt. Es handelt sich um ein natürliches Phänomen. Derzeit nennt sich die einzige Piste 17/35. Im kommenden Jahr ändert sich dies auf 16/34. Daraus resultierend muss so einiges geändert werden. Beispielsweise müssen Anflugkarten neu gestaltet bzw. gedruckt werden. Physisch werden die neuen Ziffern zeitnah vor dem „Scharfwerden“ der Änderung auf der Oberfläche der Runway angebracht.

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2021: Stuttgart rechnet mit sechs Millionen Passagieren

Der Flughafen Stuttgart-Echterdingen musste aufgrund der Corona-Pandemie bislang einen starken Rückgang in allen Bereichen verzeichnen. Die Geschäftsleitung rechnet damit, dass bis Jahresende rund 3,2 Millionen Passagiere gezählt werden. Damit liegt der größte Airport des deutschen Bundeslands Baden-Württemberg um 75 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch in 2021 werde man das Rekordjahr 2019 mit mehr als 12 Millionen Fluggästen nicht annähernd erreichen. Prognostiziert werden rund sechs Millionen Reisende. Heuer wird Stuttgart erstmals seit vielen Jahren einen Verlust schreiben. Dieser wird den aktuellen Aussichten nach im zweitstelligen Millionenbereich sein.

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Easyjet: Kaufmännischer Leiter wechselt zu Wizz Air

Der bisherige kaufmännische Leiter der Billigfluggesellschaft Easyjet, Robert Carey, wird zum Mittbewerber Wizz Air wechseln. Seinen neuen Job wird der Manager im Juni 2021 antreten. Er ist direkt Konzernchef József Váradi unterstellt. Bei Easyjet hat bereits Sophie Dekkers die kaufmännische Leitung übernommen. Sie ist seit 2007 für den britischen Billigflieger tätig. Ihre bisherige Position übernimmt Easyjet-Europe-Geschäftsführer Thomas Haagensen, der auch als Group Marketing Director fungiert.

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TAP verscheuert Langstreckenflüge für 75 Euro

Die portugiesische Fluggesellschaft TAP versucht derzeit offensichtlich krampfhaft an Geld zu kommen. Derzeit bietet man Flüge in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Brasilien ab 75 Euro (oneway) an. Der Carrier verdient an diesen Langstreckentarifen rein gar nichts, jedoch dürfte es eher darum gehen möglichst viel Geld einzusammeln. Die Finanzlage des Unternehmens gilt als stark angespannt und die Regierung deutete an, dass gar die Liquidation eine Option ist. Ohne Staatshilfe wird TAP wohl schwer überleben. Die Gewerkschaften stemmen sich gegen den Sanierungsplan, der als Bedingung für die Ausbezahlung der staatlichen Beihilfe im Raum steht. Mitbewerber Ryanair kündigte bereits eine Klage an.

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Gol setzt Boeing 737 Max wieder kommerziell ein

Die brasilianische Fluggesellschaft Gol setzt als weltweit erster Carrier das Muster Boeing 737 Max wieder kommerziell ein. Erst Ende November 2020 hatte die lokale Luftfahrtbehörde das Flugverbot aufgehoben. Vorerst soll die Max allerdings nur im Inland fliegen. Jene sieben Exemplare, die Gol bereits in der Flotte hat, sollen schrittweise bis Jahresende reaktiviert werden. Für die Wiederinbetriebnahme habe man mit den rund 140 Piloten ein spezielles Training in den Vereinigten Staaten absolviert, so der Carrier in einer Medienaussendung. Gol erwartet die Auslieferung von 95 weiteren Boeing 737 Max. Der erste kommerzielle Flug nach über 20 Monaten Zwangs-Grounding wurde am Mittwoch auf der Strecke Sao Paulo-Porto Alegre durchgeführt. Für Europa veröffentlichte die EASA bereits eine Lufttüchtigkeitsanweisung, so dass mit einer Wiederzulassung im Jänner 2021 zu rechnen ist. Die FAA gab bereits grünes Licht. Abwartend verhält sich die Zivilluftfahrtbehörde von China, die die Ermittlungsergebnisse der beiden fatalen Abstürze abwarten will.

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Michael Knitter verlässt Eurowings

Eurowings-Geschäftsführer Michael Knitter wird mit Ende März 2021 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Auf ihn folgt der momentane Austrian-Airlines-COO Jens Ritter. Per 1. April 2021 wird der zuletzt genannte Manager in die Geschäftsleitung des Lufthansa-Billigfliegers einziehen. Der Carrier wird künftig von Jens Bischof (CEO), Frank Bauer (CFO) und Jens Ritter (COO) geleitet. „Wir sind Michael Knitter zu großem Dank verpflichtet“, sagte Christina Foerster, Vorsitzende des Eurowings Aufsichtsrats. „Seit mehr als fünf Jahren steht Michael Knitter bei Eurowings für fliegerische Exzellenz, Kontinuität und Beständigkeit in Zeiten großer Veränderung.“ Knitter hat die Flugbetriebs-Organisation in den vergangenen Jahren so aufgestellt, dass Eurowings inzwischen regelmäßig zu den pünktlichsten Airlines Europas zählt.

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Austrian Airlines baut den Vorstand um

Austrian Airlines baut mit Jahreswechsel das Führungsteam auf. Der momentane Chief Commercial Officer und Finanzchef, Andreas Otto, wird die Lufthansa Group verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen. Die Finanzagenden werden künftig von Alexis von Hoensbroech selbst wahrgenommen. Neuer CCO wird der derzeitige Swiss-Manager Michael Trestl. Chief Operating Officer wird Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino. Jens Ritter wechselt in die Geschäftsleitung von Eurowings und wird dort die Funktion dies COO übernehmen. Der Manager ist erst seit Anfang 2020 im Vorstand der Austrian Airlines. „Ich bedauere sehr, dass wir mit Andreas Otto einen erfahrenen Branchenkenner sowie eine geschätzte Führungspersönlichkeit verlieren, die den Lufthansa Konzern über viele Jahre maßgeblich mitgestaltet hat. Ich danke Andreas Otto für sein langjähriges und erfolgreiches Wirken und wünsche ihm für seine Zukunft alles Gute“, so Aufsichtsratsvorsitzende Christina Foerster. Jens Ritter verlässt Austrian Airlines mit Ende März 2021. Er war rund fünf Jahre lang für Austrian Airlines im Management tätig und wurde Anfang 2020 in den Vorstand berufen. Ritter wird bei Eurowings die Funktion des Chief Operating Officers übernehmen. Sein Nachfolger bei der AUA ist Francesco Sciortino, der am 1. April 2021 in das Leitungsgremium einziehen wird. Derzeit ist er Geschäftsführer und Accountable Manager bei Germanwings. Der Eurowings-Wetlease-Carrier wird abgewickelt. „Ich danke Jens Ritter für fünf Jahre bei Austrian Airlines, in denen er der österreichischen Airline durch seinen unermüdlichen Einsatz sowie hohen Qualitätsanspruch auf jeden Fall seinen Stempel aufgedrückt hat. Ich wünsche ihm für seine neue Herausforderung bei Eurowings viel Erfolg“, sagt Christina Foerster, Aufsichtsratsvorsitzende von Austrian Airlines. „Ich freue

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209 Mitarbeiter wollen Air India kaufen

Nachdem sich der beabsichtigte Verkauf von Air India seit Jahren kompliziert gestaltet, wollen nun 209 Mitarbeiter das Zepter selbst in die Hand genommen und bieten gemeinsam mit einem nicht näher genannten Fonds für die Übernahme des anschlagenen Carriers. Laut Informationen der Nachrichtenagentur IANS soll Vetriebsdirektor Meenakshi Mallik die Interessenten anführen. Aus einem internen Rundschreiben geht hervor, dass sich die 209 Angestellten mit jeweils rund 1.119 Euro beteiligen werden, falls das Angebot Erfolg haben sollte. Die restlichen Finanzmittel sollen von dem nicht näher genannten Fonds aufgebracht werden. „Finanziell weiß ich, dass wir nicht die notwendigen Voraussetzungen haben, um allein an diesem Ausschreibungsverfahren teilzunehmen. Wir haben dementsprechend nach einem Private-Equity-Fonds gesucht und versucht, die Unterstützung zu sichern, der mit uns in das Unternehmen investiert und den Nutzen teilt“, so Mallik in einem Statement. Hat man Erfolg sollen die Beteiligungsverhältnisse wie folgt sein: 51 Prozent Mitarbeiter und 49 Prozent der Fonds.

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Swiss-Chef Klühr rechnet mit steigenden Ticketpreisen

Während Ryanair-Konzernchef Michael O’Leary erst vor wenigen Tagen wieder öffentlich betonte, dass er mit sinkenden Ticketpreisen und dadurch steigender Nachfrage rechnet, sieht man bei der Lufthansa-Tochter Swiss die Lage komplett anders. Man geht in der Schweiz von steigenden Flugscheinpreisen in der Economy-Class aus. Dies würde auch damit zusammenhängen, dass die Nachfrage seitens Geschäftsreisender, die gelegentlich auch Business- und First-Class fliegen und damit für rund 40 Prozent der Einnahmen sorgen, stark eingebrochen ist. Man vermutet bei Swiss, dass auch nach der Corona-Pandemie viele Termine telefonisch oder über Videokonferenzen erledigt werden und somit die Nachfrage seitens der Geschäftsreisendend dauerhaft geringer sein wird. Swiss-Chef Thomas Klühr erklärte gegenüber dem Schweizerischen Rundfunk, dass seiner Meinung nach die Premium-Economy künftig eine wichtige Rolle spielen wird. Diese wäre für Geschäftsreisende, die ein bisschen mehr haben wollen, aber beispielsweise aufgrund von Vorgaben keine Business-Class buchen dürfen relevant. Auch will man jene Privatkunden ansprechen, denen Business oder gar First zu teuer ist, jedoch die Differenz zwischen Eco und Premium-Economy akzeptieren. Da das Kontingent zu Lasten der günstigsten Beförderungsklasse geht, vermutet Swiss-Chef Klühr, dass die Preise in der Economy steigen werden. Er relativiert jedoch, dass es langfristig teurer wird, allerdings noch nicht im kommenden Jahr. Das würde mit dem harten Wettbewerb, der beim Wiederanziehen der Nachfrage bevorsteht, zusammenhängen. Ein weiterer Aspekt, den der scheidende Swiss-Generaldirektor für die steigende Preistendenz anführt sind zusätzlich Abgaben, beispielsweise die Kohlenstoffdioxid-Steuer in der Schweiz.

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