Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Deutscher Luftverkehrsstandort in der Krise

Die deutschen Flughäfen haben im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 99,4 Millionen Passagiere abgefertigt, was einem Rückgang von 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 entspricht. Das Wachstum im Passagierverkehr verlangsamte sich laut dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) deutlich auf 2,8 Prozent, nach zehn Prozent im Vorjahr. BDL-Präsident Jens Bischof macht dafür vor allem hohe staatlich veranlaßte Kosten verantwortlich. Diese steigen in diesem Jahr um rund 1,1 Milliarden Euro auf insgesamt 4,4 Milliarden Euro, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts beeinträchtigt werde. Die hohen Kosten führen laut BDL dazu, daß Fluggesellschaften ihre Flotten aus Deutschland abziehen und in Ländern stationieren, in denen die Betriebsbedingungen günstiger sind. Seit 2019 sank die Zahl der in Deutschland stationierten Flugzeuge von europäischen Punkt-zu-Punkt-Airlines von 190 auf 130. Der BDL schätzt, daß dadurch mehr als 10.000 Arbeitsplätze und über vier Milliarden Euro an Wirtschaftskraft verlorengegangen sind. Die geringere internationale Anbindung wirke sich zudem negativ auf den Tourismus, die Gastronomie und die deutsche Wirtschaft aus. Das Angebot an Flugverbindungen und Frequenzen schrumpft ebenfalls. Die Anzahl der Flüge zwischen Deutschland und anderen europäischen Ländern liegt noch 20 Prozent unter dem Wert von 2019. Der innerdeutsche Flugverkehr stagniert bei nur 49 Prozent des Vorkrisenniveaus. Bischof wies darauf hin, daß die staatlichen Kosten bei Inlandsflügen doppelt anfielen, was den wirtschaftlichen Betrieb weiter erschwere. Der BDL fordert eine Entlastung, um den Standort zu stärken, und schlägt vor, die staatliche Belastung pro Passagier von derzeit 35 Euro auf etwa 17 Euro zu halbieren. Eine Rücknahme der jüngsten Erhöhung der Luftverkehrsteuer hätte

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Gewerkschaft UGT kündigt Streiks des Bodenpersonals an spanischen Flughäfen an

In Spanien droht in den kommenden Monaten eine Welle von Streiks des Bodenpersonals. Die Gewerkschaft UGT hat Arbeitsniederlegungen bei den Dienstleistern Azul Handling und Menzies Aviation Ibérica angekündigt. Die Streiks von Azul Handling, dem Abfertiger von Ryanair, sollen von Mitte August bis zum Jahresende an 27 Flughäfen in Spanien stattfinden. Menzies-Mitarbeiter sind für den 16., 17., 23., 24., 30. und 31. August zu landesweiten 24-stündigen Streiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen bei Azul Handling sind an allen spanischen Basen und Arbeitsplätzen geplant. Die Streiks sollen in drei täglichen Zeitfenstern stattfinden und betreffen große Flughäfen wie Madrid, Barcelona, Málaga, Alicante und Palma. Die Gewerkschaft UGT wirft Azul Handling die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Mißbrauch bei Zusatzstunden und ungerechtfertigte Sanktionen vor. Dies ist nicht der erste Konflikt zwischen der Gewerkschaft und dem Abfertiger, bereits in der Vergangenheit gab es Auseinandersetzungen über die Arbeitsbedingungen. Der zweite Konflikt betrifft Menzies Aviation Ibérica, dessen Personal für zahlreiche Fluggesellschaften wie Emirates, British Airways, American Airlines, Easyjet, Turkish Airlines und Wizz Air tätig ist. Die UGT begründet die Streikaufrufe mit schweren Verstößen gegen Tarifverträge, wie ausstehenden Gehaltszahlungen, fehlerhaften Dienstplänen und einer zu geringen Personaldecke. Die angekündigten Streiks fallen in die Hauptreisezeit und könnten an vielen Flughäfen zu erheblichen Störungen und Verspätungen führen, da das Bodenpersonal für die Gepäckabfertigung, das Catering und andere Dienstleistungen am Boden verantwortlich ist. Die Streiks in Spanien reihen sich in eine Serie von Arbeitskämpfen ein, die in der europäischen Luftfahrtbranche in den letzten Jahren immer wieder aufgetreten sind. Die Fluggesellschaften und Abfertiger stehen unter dem Druck

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Alkoholisierter Pilot sorgt für Eklat: Easyjet-Flugkapitän in Kap Verde suspendiert

Ein Vorfall in einem Luxushotel auf den afrikanischen Kapverden hat zu einer disziplinarischen Untersuchung bei der Fluggesellschaft Easyjet geführt. Berichten zufolge soll sich ein Pilot der Airline nach einem Flug von Großbritannien nach Sal in den frühen Morgenstunden des 5. August 2025 in stark angetrunkenem Zustand und unangezogen in der Hotelanlage aufgehalten haben. Augenzeugen, darunter Passagiere, meldeten den Vorfall, woraufhin Easyjet den Piloten umgehend suspendierte. Das Geschehen wirft ein Schlaglicht auf die strengen Verhaltensregeln für Flugpersonal und die branchenweite Problematik von Alkoholkonsum, die in der Vergangenheit bereits zu ähnlichen Zwischenfällen bei anderen Fluggesellschaften geführt hat. Der Vorfall in der Hotelanlage: Eine Nacht endet in der Suspendierung Der Pilot, dessen Identität von der Fluggesellschaft nicht bekanntgegeben wurde, war am Montag, dem 4. August, von Großbritannien auf die Kapverden geflogen. Er sollte am Mittwoch derselben Woche einen Rückflug antreten. Seine Pläne wurden jedoch durch einen Vorfall in der Nacht von Montag auf Dienstag durchkreuzt. Berichten britischer Medien, wie The Independent und The Sun, zufolge hatte der Pilot nach der Ankunft in seiner Unterkunft, dem Melia Dunas Beach Resort and Spa auf der Insel Sal, eine Nacht mit intensivem Alkoholkonsum verbracht. Gegen 02:30 Uhr morgens soll er sich in stark angetrunkenem Zustand ausgezogen und durch die Empfangshalle, den Fitnessraum und den Spa-Bereich der Hotelanlage gewandelt haben. Die Situation nahm eine Wende, als er von Passagieren, die ebenfalls im Hotel untergebracht waren, erkannt wurde. Die Reisenden kontaktierten daraufhin die Fluggesellschaft Easyjet, um den Vorfall zu melden. Easyjet reagierte umgehend und zog den Piloten von

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Air France-KLM von Hackerangriff betroffen

Der Luftfahrtkonzern Air France-KLM ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Die kriminelle Hackergruppe Shiny Hunters hat sich Zugang zu einer Kundenplattform verschafft und dabei persönliche Daten entwendet. Die genaue Zahl der Betroffenen ist derzeit nicht bekannt, jedoch bestätigte die Fluggesellschaft, ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt und den unbefugten Zugriff gestoppt zu haben. Man stehe in Kontakt mit den betroffenen Kunden, um sie über den Vorfall zu informieren und vor möglichen Phishing-Versuchen zu warnen. Nach weiteren Recherchen erfolgte der Zugriff auf die Kundendaten über eine kompromittierte Drittanbieter-Plattform, die mit der Salesforce-Umgebung des Unternehmens verbunden ist. Die gestohlenen Daten sollen Namen, Kontaktdaten, Flying-Blue-Nummern sowie Betreffzeilen früherer Kundenservice-Meldungen umfassen. Zahlungsinformationen, Passwörter oder Reisepassnummern seien nach Angaben der Airline nicht betroffen. Air France und KLM haben den Vorfall bereits bei den zuständigen Datenschutzbehörden in Frankreich und den Niederlanden gemeldet. Die Hackergruppe Shiny Hunters ist in der Vergangenheit bereits durch Angriffe auf große Unternehmen wie Google, Cisco und Qantas in Erscheinung getreten. Die Gruppe ist bekannt dafür, gestohlene Daten zu verkaufen oder als Druckmittel für Lösegeldforderungen zu nutzen. Bislang liegt keine offizielle Stellungnahme von Air France-KLM vor, ob die Hacker Lösegeld gefordert haben. Branchenexperten weisen darauf hin, daß die Verwendung von Drittanbieter-Plattformen ein wachsendes Risiko für Datensicherheit darstellt. Der Angriff reiht sich in eine Reihe ähnlicher Cyberattacken ein, die in letzter Zeit vermehrt Unternehmen der Luftfahrtbranche betreffen. Dies macht es für Passagiere notwendig, bei unerwarteten Nachrichten oder Anrufen, in denen persönliche Daten abgefragt werden, besonders vorsichtig zu sein. Die Fluggesellschaften raten ihren Kunden, die Echtheit von Mitteilungen sorgfältig

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Lilium-Neustart ungewiss – AAMG zeigt Interesse an Übernahme der Reste

Im Frühjahr 2025 ging dem Flugtaxi-Pionier Lilium nach einem zweiten Insolvenzdurchlauf endgültig das Licht aus. Ein ursprünglicher Rettungsversuch durch das Investorenkonsortium „Mobile Uplift Corporation“ war bereits gescheitert. Nun zeigt sich die Ambitious Air Mobility Group (AAMG) als möglicher neuer Interessent – mit großem Kapitalversprechen und umfangreichem Vorhaben. Lilium, 2015 gegründet, hatte über Jahre hinweg Millionen in die Entwicklung des elektrisch angetriebenen Senkrechtstarters „Lilium Jet“ gepumpt – ohne jedoch jemals ein Serienprodukt auszuliefern. Die Bundesregierung lehnte 2024 eine staatliche Kreditbürgschaft von 50 Millionen Euro ab, woraufhin das Unternehmen im Oktober 2024 Insolvenz anmeldete. Ende Dezember 2024 schien sich eine Rettung abzuzeichnen: Das Konsortium Mobile Uplift Corporation beabsichtigte, die operativen Vermögenswerte der Tochtergesellschaften zu übernehmen und kündigte eine Kapitalunterstützung in Höhe von über 200 Millionen Euro an; zudem sollten etwa 750 von 1 000 entlassenen Mitarbeitenden wieder eingestellt werden. Doch schon im Februar 2025 folgte die zweite Insolvenz: zugesagte Gelder – unter anderem 150 Millionen Euro vom slowakischen Unternehmer Marian Boček – kamen nicht, und der Betrieb wurde eingestellt. AAMG: Neuer Hoffnungsträger mit hoher Investmentbereitschaft Anfang August 2025 bekundete die AAMG Interesse an den Überresten von Lilium. Laut eigener Mitteilung verfügt sie über ein Startkapital von etwa 250 Millionen Euro und Zugang zu weiteren 500 Millionen Euro, um die Marke neu zu formen. Die AAMG strebt konkret an: Im Hintergrund stehen mehrere Firmen: LuxAviation, Sigma Air Mobility (Luxemburg), und die Personalberatung Ambitious Group aus Amsterdam – gemeinsam bilden sie die AAMG. Die zurückliegenden Zusammenhänge mit AAMG datieren bis ins Jahr 2023, als

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Gewerkschaften am Brüsseler Flughafen fordern Stopp von Israel-Flügen

Gewerkschaftsvertreter, die das Gepäckabfertigungspersonal der Firma Alyzia am Brüsseler Flughafen vertreten, haben die Geschäftsleitung aufgefordert, die Abfertigung von Flügen nach Israel einzustellen. Die Forderung betrifft die israelische Fluggesellschaft El Al sowie andere Fluglinien, die Flüge nach Israel anbieten, darunter auch Brussels Airlines. Die Forderung sei gültig, bis der Konflikt in Gaza und im Westjordanland beendet ist. Die Gewerkschaften verlangen, daß das Personal das Recht haben soll, die Gepäck- und Frachtabfertigung für derartige Flüge ohne negative Konsequenzen zu verweigern. Gleichzeitig warnen die Vertreter vor möglichen Maßnahmen, sollten die Mitarbeiter zur Teilnahme an diesen Diensten gezwungen werden. Der Vorstoß der Gewerkschaften verdeutlicht die zunehmende Politisirung von Arbeitsprozessen im internationalen Kontext und stellt die Abfertigungsfirma vor eine Herausforderung. Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat angekündigt, ihre Flüge nach Tel Aviv am kommenden Mittwoch wiederaufzunehmen. Als Reaktion auf die Forderung der Gewerkschaften teilte die Fluglinie mit, daß diese Flüge ausschließlich von freiwilligem Personal durchgeführt werden. Dieser Ansatz soll offensichtlich einen möglichen Arbeitskonflikt vorerst vermeiden. Die Situation am Brüsseler Flughafen spiegelt die breiteren politischen Spannungen wider, die nun auch direkte Auswirkungen auf den Luftverkehr haben. Die Forderung der Gewerkschaften könnte eine Präzedenz für ähnliche Situationen in anderen europäischen Ländern darstellen, falls der Konflikt fortbesteht. Für die Fluglinien und die Flughafenbetreiber bedeutet dies eine zusätzliche Ebene der Komplexität bei der Planung und Durchführung ihres Flugbetriebes.

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Sintflutartiger Regen in Mexiko-Stadt: Flugbetrieb am internationalen Flughafen MEX eingestellt

Heftige Regenfälle und daraus resultierende Überschwemmungen haben am 10. August 2025 den internationalen Flugverkehr am Flughafen Mexiko-Stadt (MEX) für mehrere Stunden lahmgelegt. Wegen schlechter Sichtverhältnisse und der Überflutung von Rollbahnen sahen sich die Luftfahrtbehörden gezwungen, den Betrieb für Starts und Landungen vorübergehend einzustellen. Der Flughafendirektor bestätigte in einer Mitteilung, daß die Sperrung drei Stunden lang andauern sollte, um die Sicherheit zu gewährleisten und das aufgestaute Wasser zu beseitigen. Der Vorfall, der zur Umleitung von Dutzenden von Flügen führte und das Chaos am Flughafen verdeutlichte, ist eine direkte Folge der extremen Wetterbedingungen, die die Stadt heimsuchten. Ein tropischer Starkregen legt den Flugverkehr lahm Der internationale Flughafen von Mexiko-Stadt, einer der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt, wurde am Sonntag von einem sintflutartigen Regenguß heimgesucht. Am Nachmittag des 10. August führten die Wassermassen zu erheblichen Überschwemmungen auf dem Rollfeld und den Pisten. Die Sichtverhältnisse verschlechterten sich so drastisch, daß die Flugsicherheitsbehörden in Abstimmung mit der Flughafenleitung eine drastische, aber notwendige Entscheidung trafen: den Flugbetrieb einzustellen. In einer offiziellen Mitteilung gab die Flughafenverwaltung bekannt, daß die Anordnung zur Aussetzung der Landungen und Starts für die kommenden drei Stunden erfolgte. Ziel war es, die „operativen Kapazitäten wiederherzustellen“ und das gesammelte Regenwasser abzupumpen. Die Sicherheit aller Passagiere und Flugzeugbesatzungen hatte dabei oberste Priorität. Die Auswirkungen waren sofort spürbar. Laut dem Flugverfolgungsdienst Flightradar24 mußten 66 Flüge während der Schließung umgeleitet werden. Zahlreiche Fluggesellschaften waren von den Störungen betroffen, darunter auch amerikanische und mexikanische Airlines. Die Passagiere am Flughafen wurden aufgerufen, in Kontakt mit ihrer jeweiligen Fluggesellschaft zu bleiben,

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Flügelkollision in Atlanta: Delta-Maschine beschädigt stehendes Flugzeug bei Rangier-Manöver

Auf dem Hartsfield-Jackson International Airport (ATL) in Atlanta ist es am 10. August 2025 zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem der Flügel einer startbereiten Boeing 757-200 von Delta Air Lines mit dem Flügel eines am Flugsteig geparkten Flugzeugs kollidierte. Das Unglück ereignete sich, als das Flugzeug für Flug DL1830 nach Guatemala-Stadt vom Flugsteig geschoben wurde. Obwohl niemand verletzt wurde, mußten alle 192 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder das Flugzeug verlassen, was zu einer erheblichen Verspätung führte. Dieser Vorfall ist der jüngste in einer Reihe ähnlicher Kollisionen in den Vereinigten Staaten in den letzten Monaten und wirft Fragen über die Sicherheit von Bodenmanövern auf den immer belebteren Flughäfen auf. Der Vorfall im Detail: Ein Rangierfehler mit Folgen Der Zwischenfall ereignete sich gegen 10.30 Uhr Ortszeit am Flughafen Atlanta, einem der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt. Flug DL1830, der sich auf dem Weg zum internationalen Flughafen La Aurora in Guatemala-Stadt (GUA) befand, wurde gerade vom Flugsteig weggeschoben. Während dieses Manövers, das unter der Aufsicht von Bodenpersonal und unter Einsatz einer speziellen Schleppmaschine durchgeführt wird, streifte die Flügelspitze der Boeing 757-200 ein anderes, geparktes Flugzeug. Die andere betroffene Maschine gehörte ebenfalls der Fluggesellschaft Delta Air Lines, war zum Zeitpunkt der Kollision jedoch unbesetzt, so die Berichte. Die genauen Details des beschädigten Flugzeugs sind derzeit nicht bekannt. Glücklicherweise gab es bei der Kollision keine Verletzten. Die Sicherheit aller Beteiligten hatte oberste Priorität. Dennoch hatte der Vorfall erhebliche Auswirkungen auf die Reisenden von Flug DL1830. Alle 192 Passagiere und die sechs Besatzungsmitglieder mußten das Flugzeug wieder verlassen.

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Deutsche Luftfahrt erholt sich nur langsam – Branchenverbände üben Kritik

Die deutschen Flughäfen verzeichneten im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 99,4 Millionen Passagiere. Diese Zahl liegt 15,8 Prozent unter den Werten des Jahres 2019. Wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) in seinen Halbjahreszahlen feststellt, belegt Deutschland damit im europäischen Vergleich den 28. Rang von 31 Ländern bei der Erholung des Flugverkehrs. Branchenverbände, darunter das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG), äußern daraufhin Bedenken und kritisieren die Standortbedingungen in Deutschland. Michael Hoppe, der Vorsitzende von BARIG, führt die langsame Erholung auf die seiner Ansicht nach „unerträglich hohen“ Standortkosten zurück, für die er den Staat verantwortlich macht. Als Folge davon werde im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern immer weniger von und nach Deutschland geflogen. Nach Auffassung des Verbandes hat diese Entwicklung schwerwiegende Nachteile für die Wirtschaft, da mangelnde Konnektivität und verringerte Kapazitäten die Mobilität, den Warenverkehr und die Industrie belasten. Güter müßten vermehrt über ausländische Flughäfen und dann per LKW nach Deutschland transportirt werden. BARIG fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. Konkret wird eine spürbare Absenkung der Luftverkehrsteuer gefordert, welche im Koalitionsvertrag der Regierung bereits vorgesehen gewesen sei. Hoppe erklärt, daß eine solche Maßnahme Anreize für Wirtschaft und Wachstum schaffen würde. Er kritisiert die Bundesregierung dafür, untätig zu bleiben, und verweist auf einen jüngsten Kabinettsbeschluß, die Luftverkehrsteuer auch im kommenden Jahr nicht zu senken. Der Branchenverband prognostiziert, daß sich diese unerfreuliche Entwicklung auch im zweiten Halbjahr weiter fortsetzen wird, so daß die Erholung des Luftverkehrs in Deutschland weiterhin ausbleibe. In anderen europäischen Ländern seien die Passagierzahlen des Jahres 2019 längst wieder

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Air France verlagert Flugbetrieb von Orly nach Charles de Gaulle

Die französische Fluggesellschaft Air France wird ihren Flugbetrieb am Flughafen Paris-Orly bis April 2026 weitgehend einstellen. Dies gab Konzernchef Benjamin Smith anläßlich der Halbjahresergebnisse von Air France-KLM bekannt. Die Airline begründet den Schritt mit einer sinkenden Nachfrage auf innerfranzösischen Strecken und einer Verschiebung des Verkehrs zur Bahn. Die verbleibenden Slots am Flughafen Orly sollen größtenteils an die Konzern-Billigfluggesellschaft Transavia France übertragen werden, die bereits von dort aus fliegt. Der Rückzug aus Orly, der acht Monate früher als ursprünglich geplant erfolgen soll, ist eine strategische Entscheidung, um den Flugbetrieb auf das Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle zu konzentrieren. Die Verlagerung ist eine Reaktion auf das veränderte Reiseverhalten nach der Pandemie, insbesondere im inländischen Geschäftsreiseverkehr, der nicht mehr das Vorkrisenniveau erreicht. Air France spricht von einem „strukturellem Nachfrageeinbruch“ in ihrem innerfranzösischen Punkt-zu-Punkt-Netzwerk. Einige Verbindungen bleiben dennoch bestehen: Air France wird weiterhin die staatlich vorgeschriebenen Flüge nach Korsika bedienen. Diese Routen zu den Flughäfen Ajaccio, Bastia, Calvi und Figari unterliegen besonderen Versorgungsauflagen, die es der Fluggesellschaft nicht erlauben, sie einzustellen. Andere Strecken, die Air France aktuell von Orly aus anfliegt, wie beispielsweise nach Marseille, Nizza oder Toulouse, werden bereits von der Tochtergesellschaft Transavia France bedient. Durch die Verschiebung der Kapazitäten zu Transavia France kann der Konzern in Orly weiterhin präsent bleiben und gleichzeitig sein Angebot im Niedrigpreissegment ausbauen, während die Marke Air France den Fokus auf Langstrecken und internationale Verbindungen von Charles de Gaulle aus legt. Experten sehen in diesem Schritt eine logische Konsequenz der Konsolidierung und Effizienzsteigerung im Konzern.

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