Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Kroatische Regierung verlängert Subventionen für Flugverbindung zwischen Zagreb und Mostar

Die kroatische Regierung hat die Fortführung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung für die Flugstrecke zwischen Zagreb und Mostar beschlossen. Das Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur stellt für das Jahr 2026 insgesamt 1,75 Millionen Euro bereit, um den Betrieb der staatlichen Fluggesellschaft Croatia Airlines auf dieser Route abzusichern. Von dieser Gesamtsumme entfallen 950.000 Euro direkt auf die Finanzierung der dreimal wöchentlich angebotenen Flugverbindung. Dies entspricht einer Steigerung um 50.000 Euro gegenüber dem Vorjahr, womit der wirtschaftlichen Entwicklung und den operativen Kosten Rechnung getragen werden soll. Zusätzlich zu den direkten Flugsubventionen werden 800.000 Euro in die Verbesserung der Flugsicherheit sowie in die Infrastruktur des Flughafens Mostar investiert. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die technischen Standards und die Luftsicherheit am Standort zu erhöhen. Branchenanalysen verdeutlichen, dass die Route eine wichtige strategische Verbindung zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina darstellt, die ohne staatliche Unterstützung kaum rentabel zu betreiben wäre. In den Jahren 2024 und 2025 beförderte Croatia Airlines auf dieser Strecke insgesamt 21.915 Passagiere, wobei vornehmlich Turboprop-Maschinen vom Typ Dash 8-Q400 zum Einsatz kamen. Der neue Subventionsrahmen sieht zudem Bestimmungen für eine geplante Flugverbindung zwischen Belgrad und Mostar vor. Zwar wurden hierfür noch keine konkreten Frequenzen oder ausführenden Fluggesellschaften final festgelegt, doch unterstreicht die Einbeziehung dieser Route das Bestreben, den Flughafen Mostar stärker als regionales Drehkreuz zu etablieren. Die finanzielle Unterstützung ist Teil eines breiteren Programms zur Förderung der Konnektivität in Südosteuropa, wobei der Fokus auf der Anbindung kleinerer Regionalflughäfen an internationale Knotenpunkte wie Zagreb liegt. Experten weisen darauf hin, dass der Einsatz der Dash 8-Q400 für

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Luxuskreuzfahrtanbieter Crystal meldet Rekordnachfrage im deutschsprachigen Markt

Die Kreuzfahrtgesellschaft Crystal verzeichnet zum Auftakt des Jahres 2026 eine signifikante Steigerung der Buchungszahlen. Besonders im deutschsprachigen Raum – Deutschland, Österreich und der Schweiz – hat sich das Interesse massiv verstärkt. Nach Angaben des Unternehmens stieg die Anzahl der Buchungen im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 95 Prozent. Dieser Aufschwung folgt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025, in dem die Marke nach der Übernahme durch die A&K Travel Group (AKTG) bereits wieder eine positive Nettorentabilität erreichen konnte. Die Transformation der Flotte, bestehend aus der Crystal Serenity und der Crystal Symphony, scheint damit die gewünschte wirtschaftliche Wirkung zu zeigen. Nach der Übernahme im Jahr 2022 wurden beide Schiffe umfassend renoviert, wobei der Fokus auf einer Vergrößerung der Suiten und einer Reduzierung der Passagierkapazität lag, um das Verhältnis von Personal zu Gästen sowie den verfügbaren Raum pro Passagier zu optimieren. Zusätzliche Branchenanalysen bestätigen, dass das Segment der Ultra-Luxuskreuzfahrten derzeit weltweit ein starkes Wachstum erfährt, da kaufkräftige Zielgruppen vermehrt exklusive und weniger überlaufene Reiseformen nachfragen. Die Auslastung für das Jahr 2026 ist bereits jetzt in Regionen wie Asien nahezu am Maximum, während auch für Alaska-Routen nur noch begrenzte Kapazitäten zur Verfügung stehen. Um die Marktanteile im europäischen Raum weiter auszubauen, setzt Crystal 2026 auf gezielte Service-Erweiterungen für deutschsprachige Reisende. Auf ausgewählten Routen im Mittelmeer und in Westeuropa wird erstmals eine dedizierte deutschsprachige Reiseleitung eingesetzt. Diese Maßnahme soll insbesondere Kunden ansprechen, die bisher vor internationalen, englischsprachigen Schiffen zurückgeschreckt sind. Michael Steffl, Director Trade Sales EMEA, betont, dass diese personelle Unterstützung eine Brücke schlagen soll,

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Wirtschaftliche Erwägungen verhindern Starlink-Einzug bei Billigfluggesellschaften

Die norwegische Fluggesellschaft Norwegian Air hat Pläne zur Implementierung des satellitengestützten Internetdienstes Starlink vorerst eine Absage erteilt. Konzernchef Geir Karlsen begründete diese Entscheidung primär mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens, das auf kostenpflichtigen Zusatzleistungen basiert. Laut Karlsen lasse das aktuelle Konzept von Starlink, das vom Raumfahrtunternehmen SpaceX betrieben wird, keine Gebührenerhebung gegenüber den Fluggästen zu. Da Norwegian jedoch auf Einnahmen aus dem Verkauf von WLAN-Paketen angewiesen ist, um die niedrigen Basispreise der Flugtickets zu stützen, bleibt die Airline bei ihrem bisherigen Anbieter. Neben den finanziellen Aspekten verwies die Führungsebene von Norwegian auf technische Hürden. Bisher fehlt für die Boeing 737, die den Kern der Flotte bildet, die notwendige Zertifizierung für die Starlink-Hardware. Zwar wird eine entsprechende Zulassung für die Zukunft erwartet, doch zum jetzigen Zeitpunkt stellt dies ein zusätzliches Hindernis für die Kurz- und Mittelstreckenflotte dar. Damit unterscheidet sich die Strategie deutlich von Premium-Anbietern wie Qatar Airways oder der Lufthansa, die den Highspeed-Dienst bereits als Teil ihres Serviceversprechens nutzen oder die Einführung vorbereiten. Innerhalb der Branche der preisgünstigen Fluglinien herrscht derzeit eine kontroverse Debatte über die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Dienstes von Elon Musk. So bezifferte Ryanair-Chef Michael O’Leary die potenziellen Kosten für eine flächendeckende Ausrüstung seiner Flotte auf rund 250 Millionen Dollar jährlich und lieferte sich diesbezüglich einen öffentlichen Schlagabtausch mit den Verantwortlichen von SpaceX. Auch der Konkurrent Easyjet prüft zwar eine Kooperation, gab jedoch jüngst bekannt, dass die Rentabilität des Systems für das Segment der Billigflieger zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gegeben sei. Die Zurückhaltung der großen europäischen Günstig-Airlines zeigt

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Eurowings verbindet Hannover und Glasgow im Sommerflugplan 2026

Die Fluggesellschaft Eurowings erweitert ihr Angebot am Flughafen Hannover um eine neue Direktverbindung nach Schottland. Ab dem 29. Juni 2026 wird die Lufthansa-Tochter die Strecke nach Glasgow bedienen. Die Flüge werden dreimal wöchentlich durchgeführt, wobei als Flugtage Montag, Mittwoch und Freitag vorgesehen sind. Diese saisonale Verbindung ist zunächst für den Hochsommer bis zum 23. August 2026 befristet und zielt vor allem auf das gesteigerte Passagieraufkommen während der niedersächsischen Sommerferien ab. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Eurowings mit diesem Schritt die Präsenz in der Region Norddeutschland stärkt. In der aktuellen Flugplanperiode hat die Airline bereits zahlreiche Ziele im Mittelmeerraum und in Skandinavien ab Hannover etabliert. Glasgow ist nach Edinburgh das zweite wichtige Ziel in Schottland, das für den regionalen Quellmarkt von Bedeutung ist. Durch die Stationierung weiterer Maschinen des Typs Airbus A320 am Standort Langenhagen kann die Fluggesellschaft flexibler auf die Nachfrage nach Städteverbindungen und touristischen Zielen reagieren. Für den Flughafen Hannover bedeutet die neue Route eine wichtige Ergänzung des Portfolios im Segment der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Schottland verzeichnet seit Jahren ein stabiles Interesse bei Reisenden aus Deutschland, sowohl im Bereich des Individualtourismus als auch bei Geschäftsreisen. Branchenkenner weisen darauf hin, dass die Verbindung nach Glasgow insbesondere für Kurzurlauber attraktiv ist, da der Flughafen Glasgow International einen direkten Zugang zum wirtschaftlichen Zentrum des Landes sowie zu den angrenzenden Highlands bietet. Die Aufnahme der Strecke erfolgt vor dem Hintergrund einer allgemeinen Kapazitätsausweitung bei Eurowings. Die Airline plant, im Jahr 2026 ihre Marktführerschaft an deutschen Regionalflughäfen weiter auszubauen. Mit der Anbindung von Glasgow reagiert das Unternehmen

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Beond plant neue Basis im Königreich Bahrain

Die auf das Premiumsegment spezialisierte Fluggesellschaft Beond hat einen bedeutenden strategischen Schritt zur Erweiterung ihrer Präsenz im Nahen Osten angekündigt. Am 15. Februar 2026 unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung mit der bahrainischen Luftfahrtbehörde Civil Aviation Affairs, um die Erteilung eines eigenen Luftverkehrsbetreiberzeugnisses im Königreich zu prüfen. Das Vorhaben sieht vor, bis zum Jahr 2030 bis zu zehn Flugzeuge am internationalen Flughafen von Bahrain zu stationieren. Ziel dieser Expansion ist es, die zahlungskräftige Klientel aus den Bereichen Luxustourismus und Geschäftsreisen direkter anzusprechen und Bahrain als zentralen Knotenpunkt in der globalen Luftfahrtstrategie der Airline zu etablieren. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für das Land werden als massiv eingestuft: Schätzungen gehen von der Schaffung von über 1.200 direkten hochqualifizierten Arbeitsplätzen und einem Beitrag von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar zum Bruttoinlandsprodukt aus. Damit reiht sich das Projekt nahtlos in die nationale Wirtschaftsstrategie Bahrain Economic Vision 2030 ein, die eine Diversifizierung der Wirtschaft und eine Stärkung des Luftfahrtsektors vorsieht. Wirtschaftliche Impulse und Arbeitsmarkteffekte am Golf Die geplante Ansiedlung von Beond in Bahrain wird von Experten als ein starkes Signal für den Standort gewertet. Neben den 1.200 direkten Stellen für Piloten, Kabinenpersonal, Ingenieure und Bodenmitarbeiter wird erwartet, dass indirekt weitere 6.000 Arbeitsplätze in der Zuliefererkette, im Tourismussektor und in verwandten Dienstleistungsbereichen gesichert oder neu geschaffen werden. Das Unternehmen hat angekündigt, massiv in die Ausbildung des lokalen Personals zu investieren und eine eigene technische Infrastruktur vor Ort aufzubauen. Dies umfasst spezialisierte Trainingsprogramme für technisches Fachpersonal und Flugbesatzungen, was das Know-how innerhalb der bahrainischen Luftfahrtindustrie nachhaltig steigern soll. Der

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Brussels Airlines stellt neues Flugzeug im Tim-und-Struppi-Design vor

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines hat ihre Flotte um ein weiteres markantes Mitglied erweitert. Am 13. Februar 2026 absolvierte ein Airbus A320 mit der Registrierung OO-SNJ seinen Erstflug von Brüssel nach Mailand-Linate. Das Flugzeug ist Teil der sogenannten „Belgian Icons“-Serie, mit der die Fluglinie bedeutende Kulturgüter des Landes würdigt. Das aktuelle Design ist eine Hommage an den Comic-Zeichner Hergé und seine weltberühmten Charaktere Tim und Struppi, wobei das Motiv die Abenteuer der Protagonisten im Weltraum und auf dem Mond thematisiert. Die Gestaltung des Rumpfes wurde in Zusammenarbeit mit Tintin imaginatio entwickelt und zeigt großflächige Motive der Hauptfiguren in Schwerelosigkeit auf einem dunklen Hintergrund, der einen Farbverlauf von Mitternachtsblau zu Schwarz aufweist. Dabei sind die beiden Seiten des Flugzeugs unterschiedlich gestaltet: Während auf einer Seite Tim und der Mond dominieren, sind auf der gegenüberliegenden Seite Kapitän Haddock und Struppi zu sehen. Die technische Umsetzung der Sonderlackierung erfolgte durch den spezialisierten Dienstleister Airbourne Colors. Dieses neue Flugzeug ist bereits das zweite der Fluggesellschaft, das Tim und Struppi gewidmet ist, und soll als Vorbote für das im Jahr 2029 anstehende 100. Jubiläum der Comic-Reihe dienen. Auch im Innenraum der Maschine setzt sich das thematische Konzept fort. Die Kabine wurde mit zahlreichen Details aus dem Hergé-Universum ausgestattet. So zeigen die Gepäckfächer eine Abfolge von Bildern, die einem Comic-Strip nachempfunden sind und den Flug der Mondrakete sowie Gefahren im Weltraum illustrieren. An den Trennwänden finden sich Darstellungen der Detektive Schultze und Schultze sowie von Professor Bienlein. Abgerundet wird das Erlebnis durch einen speziell bedruckten Teppichboden

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Air Baltic: Suche nach Investoren ersetzt vorerst die Börsenpläne

Die lettische Nationalfluggesellschaft Air Baltic befindet sich in einer entscheidenden Phase ihrer Unternehmensfinanzierung. Wie jüngst bekannt wurde, hat das Management den Auftrag erhalten, Berater für den Verkauf von Unternehmensanteilen an private Investoren zu suchen. Diese Entwicklung markiert eine signifikante Abkehr von der bisherigen Strategie eines zeitnahen Börsengangs (IPO), der bereits mehrfach verschoben wurde. Die Regierung in Riga reagiert damit auf den dringenden Kapitalbedarf der Airline, der laut Finanzminister Arvils Ašeradens spätestens in der ersten Jahreshälfte 2026 gedeckt sein muss. Während der lettische Staat derzeit mit über 88 Prozent die Mehrheit hält, rückt nun die Gewinnung privater Geldgeber in den Fokus, um die finanzielle Stabilität nach einem verlustreichen Geschäftsjahr 2024 wiederherzustellen. Dabei verfolgt die Regierung klare Bedingungen: Der Hauptsitz in Riga sowie die für die Region essenziellen Flugverbindungen müssen langfristig gesichert bleiben. Auch die Rolle der Lufthansa, die bereits mit zehn Prozent beteiligt ist, bleibt ein zentraler Faktor in dem komplexen Geflecht aus staatlichen Interessen und marktwirtschaftlichen Notwendigkeiten. Druck auf die Liquidität und zeitlicher Rahmen der Kapitalsuche Die finanzielle Lage der Air-Baltic-Gruppe zeigt Licht und Schatten. Zwar konnte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 ein Umsatz von rund 594 Millionen Euro und ein bescheidener Gewinn von 4,2 Millionen Euro erwirtschaftet werden, doch lastet das schwere Vorjahr weiterhin auf der Bilanz. Im Gesamtjahr 2024 verbuchte das Unternehmen einen massiven Verlust von über 118 Millionen Euro, obwohl der Umsatz im Vergleich zu 2023 um fast 12 Prozent gestiegen war. Diese Volatilität in den Ergebnissen erschwert den Zugang zum öffentlichen Kapitalmarkt erheblich.

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Diplomatische Spannungen und das Ende einer Ära: Emirates kündigt Rückzug aus Algerien an

Die internationale Luftfahrtbranche im nordafrikanischen Raum steht vor einer Zäsur. Die staatliche Fluggesellschaft des Emirats Dubai, Emirates, hat offiziell bestätigt, dass sie ihre Flugverbindungen nach Algerien zum Februar 2027 einstellen wird. Diese Ankündigung folgt auf die Entscheidung der algerischen Regierung, das seit 2013 bestehende Luftverkehrsabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten einseitig aufzukündigen. Während Emirates betont, dass der laufende Betrieb bis zum Ende der vertraglich festgelegten Kündigungsfrist uneingeschränkt aufrechterhalten wird, werfen die Hintergründe der Entscheidung Fragen über die künftige diplomatische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen auf. Die Aufkündigung des Abkommens durch Algerien wird in diplomatischen Kreisen als deutliches Signal zunehmender politischer Differenzen gewertet. Für Passagiere und Unternehmen, die auf die direkten Verbindungen zwischen dem Drehkreuz Dubai und der algerischen Hauptstadt Algier angewiesen sind, bedeutet dies eine langfristige Umorientierung auf alternative Routen und Fluggesellschaften. Hintergründe der Aufkündigung des Luftverkehrsabkommens Am 8. Februar 2026 informierte die algerische Regierung die General Civil Aviation Authority der Vereinigten Arabischen Emirate darüber, dass sie das Air Services Agreement, kurz ASA, beenden werde. Dieses Abkommen bildete seit seiner Unterzeichnung im Jahr 2013 die rechtliche Grundlage für den gegenseitigen Flugverkehr und regelte unter anderem Landerechte, Frequenzen und Sicherheitsstandards. Die GCAA bestätigte den Erhalt der Notiz und stellte klar, dass ein solcher Schritt zwar den internationalen Rahmenbedingungen entspreche, jedoch eine erhebliche Veränderung der bilateralen Beziehungen darstelle. Das Auslaufen eines solchen Abkommens geschieht nicht von heute auf morgen, sondern unterliegt völkerrechtlich definierten Fristen. Diese Fristen dienen dazu, den beteiligten Fluggesellschaften sowie den Passagieren eine geordnete Abwicklung der bestehenden Buchungen

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Turkish Airlines erreicht Meilenstein von 500 Flugzeugen

Die türkische Staatsairline Turkish Airlines hat mit der feierlichen Indienststellung ihres 500. Flugzeugs eine neue Ära in der Unternehmensgeschichte eingeleitet. Bei der Jubiläumsmaschine handelt es sich um einen Airbus A350-900, der unter der Registrierung TC-LHH in die Flotte aufgenommen wurde. Dieser Zuwachs markiert einen entscheidenden Punkt in der ambitionierten Expansionsstrategie des Unternehmens, das sich zum Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2036 eine Flottenstärke von 1.000 Maschinen zu erreichen. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie am Drehkreuz Istanbul Airport wurde das Flugzeug, das eine besondere Lackierung mit den Porträts von rund 100.000 Mitarbeitern und Rentnern trägt, der Öffentlichkeit präsentiert. Dieser Meilenstein unterstreicht die rasante Entwicklung der Fluggesellschaft, die noch im Jahr 2003 lediglich über 65 Flugzeuge verfügte. Mit dem nun erreichten Flottenstand festigt Turkish Airlines ihre Position als einer der weltweit führenden Netzcarrier und treibt den Ausbau Istanbuls zu einem der bedeutendsten globalen Luftfahrt-Hubs weiter voran. Rasante Flottenentwicklung seit der Jahrtausendwende Die Wachstumszahlen von Turkish Airlines verdeutlichen die Geschwindigkeit, mit der das Unternehmen in den letzten zwei Jahrzehnten expandiert ist. Nach der strategischen Neuausrichtung zu Beginn der 2000er Jahre dauerte es bis zum August 2006, bis das 100. Flugzeug in Empfang genommen werden konnte. Von diesem Zeitpunkt an verkürzten sich die Intervalle für jeweils 100 weitere Maschinen kontinuierlich. Im November 2012 wurde die Marke von 200 Flugzeugen überschritten, gefolgt vom 300. Jet im Februar 2016. Trotz der globalen Herausforderungen der Folgejahre erreichte die Airline im März 2023 die Marke von 400 Maschinen. Der Sprung auf 500 Flugzeuge in weniger als drei

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Ryanair kritisiert deutsche Tourismusstrategie und fordert Senkung der Luftverkehrskosten

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat am 13. Februar 2026 deutliche Kritik an der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung geäußert. Nach Ansicht des Branchenführers ignoriere das aktuelle Strategiepapier die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen Zugangskosten für den Luftverkehr am Standort Deutschland. Während andere europäische Märkte ihre Kapazitäten bereits wieder auf das Niveau von vor 2020 gesteigert haben, liegt das Passagieraufkommen in Deutschland laut Ryanair-Statistiken weiterhin bei lediglich 89 Prozent. Die Airline warnt davor, dass ohne eine drastische Reform der Abgabenlast eine vollständige Erholung des internationalen Tourismus ausbleiben werde. Der Kern der Kritik richtet sich gegen die Struktur der staatlich beeinflussten Kostenfaktoren, insbesondere die Luftverkehrsteuer, die Luftsicherheitsgebühren und die Flughafenentgelte. Ryanair bezeichnete die jüngste Senkung der Luftverkehrsteuer um 3 Euro als unzureichend und forderte eine vollständige Abschaffung der Abgabe. Das Unternehmen verwies auf Länder wie Schweden, Ungarn oder Albanien, die durch die Reduzierung von Steuern und Gebühren ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und zusätzliche Kapazitäten von Fluggesellschaften angezogen hätten. In Deutschland hingegen führe die aktuelle Kostenstruktur dazu, dass Airlines ihre Flugzeuge in Märkte mit niedrigeren operativen Ausgaben verlagern würden. Ryanair-CEO Eddie Wilson betonte, dass die Fluggesellschaft bereit stünde, das Verkehrsaufkommen in Deutschland auf bis zu 34 Millionen Passagiere zu verdoppeln und 30 zusätzliche Maschinen fest an deutschen Standorten zu stationieren. Voraussetzung hierfür sei jedoch eine grundlegende Kehrtwende in der deutschen Luftverkehrspolitik. Die für Juli 2026 geplante begrenzte Reduzierung der Steuerlast komme laut Wilson zu spät und greife zu kurz. Der Konzern, der derzeit eine Großbestellung von 300 Boeing 737 Max 10 Flugzeugen abwickelt, sieht vor

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