Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Ausweitung staatlicher Fördergelder für die technische Vorfeld-Infrastruktur an deutschen Flughäfen

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr hat die Fortführung und inhaltliche Erweiterung eines Förderprogramms zur technischen Modernisierung der Flugzeugabfertigung an deutschen Verkehrsflughäfen bekannt gegeben. Im Zentrum der staatlichen Unterstützung steht die Ausrüstung der Vorfelder mit stationären Bodenstromanlagen sowie sogenannten Pre-Conditioned-Air-Systemen (PCA). Diese Technologien ermöglichen es, Flugzeuge während der Standzeit am Boden mit Elektrizität und klimatisierter Luft zu versorgen, ohne dass die bordeigenen Hilfstriebwerke (Auxiliary Power Units) betrieben werden müssen. Durch diese Umstellung wird eine signifikante Reduktion der Lärmbelastung und des lokalen Schadstoffausstoßes auf dem Flughafengelände angestrebt, was unmittelbar die Arbeitsbedingungen für das Bodenpersonal verbessert. Zusätzliche Daten des Flughafenverbandes ADV verdeutlichen die bisherige Reichweite der Initiative: Seit dem Start im Jahr 2023 flossen bereits knapp 24 Millionen Euro an 26 Akteure an insgesamt 21 Standorten. Mit diesen Mitteln wurden über 215 neue Bodenstromeinheiten beschafft. Die nun beschlossene mehrjährige Ausgestaltung des Programms soll den Betreibern die notwendige Planungssicherheit für komplexe öffentliche Vergabeverfahren geben. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Integration von PCA-Anlagen technisch besonders anspruchsvoll ist, da sie entweder fest in die Fluggastbrücken integriert oder über unterirdische Kanäle direkt zu den Parkpositionen geführt werden müssen, was umfangreiche Tiefbaumaßnahmen auf dem Vorfeld erfordert. Neben der reinen Beschaffung von Hardware sieht das aktualisierte Programm erstmals auch Mittel für Forschungs- und Entwicklungsprojekte vor. Damit sollen innovative Technologien zur Marktreife geführt werden, die eine noch effizientere Energieübertragung zwischen Terminal und Flugzeug sicherstellen. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV, betonte, dass diese Investitionen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland essenziell seien. Moderne Infrastruktur am Boden verkürzt nicht

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Luftverkehrswirtschaft diskutiert beim Neujahrsempfang über Wettbewerbsfähigkeit

Rund 150 Fach- und Führungskräfte der nationalen und internationalen Luftfahrtbranche kamen diese Woche im Hilton Frankfurt Airport Hotel zum gemeinsamen New Year’s Event 2026 zusammen. Die vom Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) und dem Airline Operators Committee Frankfurt (AOC FRA) organisierte Veranstaltung markierte gleichzeitig den Auftakt zum 75-jährigen Bestehen des BARIG. Vertreter von Fluggesellschaften, Flughafenbetreibern sowie aus Politik, Zoll und Bundespolizei nutzten das Treffen, um die strategischen Weichenstellungen für das laufende Geschäftsjahr zu erörtern. Im Fokus standen dabei vor allem die Sicherung der operativen Stabilität und die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland. Zusätzliche Recherchen zur aktuellen Branchensituation verdeutlichen den hohen Kostendruck, unter dem deutsche Flughäfen im internationalen Vergleich stehen. In den Redebeiträgen forderten Branchenvertreter wie Michael Hoppe (BARIG) und Dr. Pierre Dominique Prümm (Fraport AG) eine deutliche Reduzierung von Wettbewerbsnachteilen. Insbesondere die Belastung durch nationale Alleingänge bei Abgaben und Gebühren wird als Risiko für die Drehkreuzfunktion Frankfurts gesehen. Der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori signalisierte Unterstützung und verwies auf Bestrebungen zur Senkung der Luftverkehrssteuer sowie auf geplante Entlastungen bei den Luftsicherheits- und Flugsicherungskosten. Das Ziel sei eine Steigerung des Umsetzungstempos bei der Digitalisierung von Zoll- und Frachtprozessen. Die operative Komplexität des Frankfurter Flughafens erfordert laut Klaus Marx (AOC FRA) eine immer engere Abstimmung zwischen Airlines, Behörden und Dienstleistern. Diese Zusammenarbeit wird im Jahr 2026 durch großflächige Investitionen in die Infrastruktur flankiert, etwa durch den fortschreitenden Bau des Terminals 3 und die Implementierung neuer Sicherheitstechnologien. Aletta von Massenbach, CEO der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH und Präsidentin des Flughafenverbands

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Tui erweitert Kooperation mit Ryanair am Flughafen Torp Sandefjord

Der Reisekonzern Tui verstärkt seine Zusammenarbeit mit der Fluggesellschaft Ryanair auf dem norwegischen Markt und weitet das Angebot an Pauschalreisen ab dem Flughafen Torp Sandefjord erheblich aus. Diese strategische Entscheidung ist Teil einer großangelegten Initiative von Tui, das Segment der Pauschalreisen auf Basis von Linienflügen massiv auszubauen. Durch die Verknüpfung der flexiblen Flugpläne von Ryanair mit dem Hotelportfolio von Tui erhalten Reisende mehr Optionen bei der Gestaltung ihrer Aufenthaltsdauer und Abflugzeiten. Das neue Programm umfasst Ziele in Italien, Spanien, Großbritannien, Lettland und Polen, wobei der Fokus sowohl auf klassischen Ferienregionen als auch auf dem wachsenden Markt für Städtereisen liegt. Zusätzliche Marktanalysen zur Luftverkehrsstruktur in Norwegen zeigen, dass der Flughafen Torp Sandefjord als wichtigste Alternative zum Osloer Hauptflughafen Gardermoen fungiert. Durch die neuen Verbindungen nach Bergamo und Pisa in Italien, Danzig und Krakau in Polen sowie Riga in Lettland zielt Tui auf eine preisbewusste Kundschaft ab, die kurze Kultur- und Städtereisen bevorzugt. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Integration von Low-Cost-Carriern in klassische Pauschalreiseangebote ein notwendiger Schritt ist, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber individuellen Online-Buchungen zu sichern. Das Modell des sogenannten „Dynamic Packaging“ ermöglicht es dem Reiseveranstalter, tagesaktuelle Flugpreise direkt in die Urlaubspakete einzurechnen. Wirtschaftlich betrachtet festigt Tui mit diesem Schritt seine Marktposition in Nordeuropa und reagiert auf ein verändertes Buchungsverhalten. Laut aktuellen Daten von Tui Norway fordern Urlauber zunehmend maßgeschneiderte Konzepte abseits starrer wöchentlicher Charterrhythmen. Die Kooperation mit Ryanair erlaubt es dem Unternehmen, Kapazitäten ohne das finanzielle Risiko eigener Flugzeuge zu skalieren und gleichzeitig die Auslastung der unter Vertrag stehenden Hotelkapazitäten

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Renaissance der Reisemessen in Westösterreich: Neues Messeformat in Salzburg

Nach einer langen Durststrecke von anderthalb Jahrzehnten kehrt das Thema Reisen und Freizeit als eigenständiges Messeformat in die Mozartstadt zurück. Vom 6. bis 8. März 2026 findet im Messezentrum Salzburg erstmals die neue Kombimesse Freizeit & Reise, Auto und Garten statt. Damit wird eine Lücke geschlossen, die seit der Einstellung des früheren Formats Tourf im Jahr 2011 klaffte. Das neue Konzept bündelt verschiedene Themenbereiche der individuellen Lebensgestaltung und richtet sich an ein breites Publikum aus dem gesamten Alpen-Adria-Raum sowie dem benachbarten Bayern. Für die Tourismuswirtschaft in Westösterreich bedeutet die Initiative eine wichtige regionale Plattform, um Angebote direkt an Endkunden und Fachbesucher zu vermitteln. Die Kombination aus Reiseinspirationen, Fahrzeugpräsentationen und Trends für den Außenbereich zielt darauf ab, Synergieeffekte zwischen den Branchen zu nutzen und die Besucherfrequenz am Messegelände zu maximieren. Strategische Neuausrichtung nach fünfzehnjähriger Pause Die Entscheidung der Messeverantwortlichen, nach fünfzehn Jahren wieder ein explizites Reiseformat anzubieten, folgt einer sorgfältigen Marktanalyse. Während große internationale Leitmessen oft eine beschwerliche Anreise erfordern, setzt Salzburg auf Regionalität und Erreichbarkeit. Die geografische Lage Salzburgs fungiert dabei als natürlicher Knotenpunkt zwischen Westösterreich und Süddeutschland. Das neue Format bricht mit der Tradition reiner Fachmessen und setzt stattdessen auf einen Erlebnismix, der den modernen Konsumentengewohnheiten entspricht. Durch die Integration der Bereiche Auto und Garten in das Messekonzept wird ein umfassendes Spektrum abgedeckt, das über die reine Urlaubsplanung hinausgeht. Fachleute aus der Tourismusbranche, wie Alfred Rohrmoser von flugfieber.com-Reisen, unterstreichen die Bedeutung dieses Schrittes. Besonders für Tagesbesucher aus den umliegenden Bundesländern Tirol, Oberösterreich und Kärnten bietet die Messe eine effiziente

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Aqua Spa Resorts AG firmiert künftig als Aqua Spa

Die Aqua Spa Resorts AG nutzt ihr 20-jähriges Firmenjubiläum für eine umfassende Modernisierung ihres Markenauftritts. Das Unternehmen, das seinen Hauptsitz in Sursee im Kanton Luzern hat, tritt ab dem Jahr 2026 unter der vereinfachten Dachmarke Aqua Spa auf. Ziel dieser Umstellung ist es, die visuelle Identität der Gruppe zu schärfen und die Zusammengehörigkeit der sechs unterschiedlichen Standorte deutlicher zu kommunizieren. Trotz der neuen Dachmarke bleiben die etablierten Namen der einzelnen Betriebe erhalten, um deren individuelles Profil und die regionale Verankerung nicht zu gefährden. Die Implementierung des neuen Designs soll schrittweise über das gesamte Kalenderjahr hinweg erfolgen. Zusätzliche Recherchen zur Unternehmensstruktur belegen die Marktführerschaft der Gruppe im Bereich der Schweizer Badewelt-Betreiber. Zum Portfolio gehören namhafte Institutionen wie das Hürlimannbad & Spa in Zürich, das in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Brauerei untergebracht ist, sowie die Termali Salini & Spa in Locarno. Ebenfalls zur Gruppe zählen das Solbad Schönbühl, das Hammam & Spa Oktogon in Bern sowie die geschichtsträchtigen Mineralbäder in Rigi Kaltbad und Samedan. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile mehrere hundert Mitarbeiter und verzeichnet jährlich hohe Besucherzahlen, was eine konsistente Markenführung zur Steigerung der betrieblichen Effizienz und zur besseren Kundenbindung notwendig macht. Die strategische Neuausrichtung unter der Leitung von J. Molnar reagiert auf den zunehmenden Wettbewerb im Schweizer Freizeit- und Wellnesssektor. Branchenexperten weisen darauf hin, dass eine klare Dachmarkenstrategie Vorteile bei der Vermarktung von Gutscheinen und standortübergreifenden Abonnements bietet. Durch die Vereinheitlichung der Kommunikation können zudem Synergieeffekte im Marketing und in der digitalen Präsenz genutzt werden. Das Unternehmen betont, dass die Neupositionierung auf

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GetJet Group forciert globale Expansion und strukturelle Integration

Der internationale Luftfahrtkonzern GetJet Aviation Holdings mit Sitz in Litauen hat eine umfassende strategische Neuausrichtung vollzogen und firmiert ab sofort unter dem Namen GetJet Group. Diese Umbenennung markiert den Übergang von einer reinen Holding-Struktur zu einer vertikal integrierten Unternehmensgruppe. Laut CEO Darius Viltrakis zielt die Maßnahme darauf ab, die operative Effizienz zu steigern und die Sichtbarkeit der Kernmarke im globalen Wettbewerb zu erhöhen. Die Gruppe umfasst künftig die Fluggesellschaften GetJet Airlines in Litauen und Malta sowie spezialisierte Einheiten für Wartung (Airhub Aviation) und Ausbildung (Airhub Training). Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen bereits einen Umsatz von 184,3 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 25,4 Millionen Euro erwirtschaften. Im Zentrum der Wachstumsstrategie 2026 steht ein massiver Ausbau der Personalkapazitäten und der Infrastruktur. Die Gruppe plant die Schaffung von 200 neuen Arbeitsplätzen in vier Ländern, um den expandierenden Flugbetrieb und die Wartungssparte (MRO) zu unterstützen. Ein strategischer Fokus liegt dabei auf Lettland: Die dortige Niederlassung wurde von einem Flugbetrieb in ein spezialisiertes Ausbildungszentrum für Kabinenpersonal umgewandelt. Ziel ist es, hochqualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, die von aktuellen Marktveränderungen und Insolvenzen in der baltischen Luftfahrtregion betroffen sind. Parallel dazu investiert die Gruppe in Nordosteuropa in die technische Unabhängigkeit. Neben der bestehenden Wartungsanlage in Šiauliai soll im vierten Quartal der Spatenstich für einen neuen Hangar am Flughafen Vilnius erfolgen, um dem regionalen Mangel an MRO-Infrastruktur zu begegnen. Die Flottenplanung der GetJet Group sieht für das erste Halbjahr 2026 den Erwerb von fünf zusätzlichen Flugzeugen vor, um die steigende Nachfrage im ACMI- und Chartergeschäft zu bedienen.

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Castlelake sondiert Einstieg bei Spirit Airlines nach gescheiterten Frontier-Verhandlungen

Die US-amerikanische Luftfahrtbranche steht vor einer weitreichenden Konsolidierung im Niedrigpreissektor. Die finanziell stark angeschlagene Spirit Airlines, die sich derzeit in ihrem zweiten aufeinanderfolgenden Gläubigerschutzverfahren nach Chapter 11 befindet, verhandelt nach Berichten des Wirtschaftssenders CNBC mit der Investmentgesellschaft Castlelake über eine mögliche Übernahme. Diese Entwicklung folgt auf das erneute Scheitern der Fusionsgespräche mit dem Konkurrenten Frontier Airlines, der bereits in der Vergangenheit mehrfach als potenzieller Partner für Spirit im Gespräch war. Castlelake, ein auf Flugzeugfinanzierung spezialisierter Investor, könnte für die Fluggesellschaft aus Fort Lauderdale den letzten Rettungsanker vor einer drohenden Liquidation darstellen. Während die Pilotengewerkschaft der Airline die Anleihegläubiger eindringlich dazu aufruft, ihre Finanzierungszusagen einzuhalten, bleibt die Zukunft der Airline mit den markanten gelben Flugzeugen ungewiss. Der Fokus der Verhandlungen liegt nun auf der Restrukturierung der massiven Schuldenlast und der Sicherstellung des laufenden Flugbetriebs in einem Marktumfeld, das durch hohen Kostendruck und intensiven Wettbewerb geprägt ist. Die prekäre finanzielle Lage von Spirit Airlines Die aktuelle Situation von Spirit Airlines ist das Ergebnis einer jahrelangen wirtschaftlichen Abwärtsspirale. Nachdem die geplante Übernahme durch Jetblue Airways im Jahr 2024 aufgrund wettbewerbsrechtlicher Bedenken gerichtlich untersagt wurde, verschlechterte sich die Liquidität des Carriers rapide. Das Unternehmen sah sich gezwungen, erneut Gläubigerschutz nach Chapter 11 zu beantragen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Bilanz zu sanieren. Mitte Dezember 2025 stand die Fluggesellschaft nach internen Berichten unmittelbar vor der vollständigen Einstellung des Flugbetriebs, konnte jedoch in letzter Sekunde eine Notfinanzierung in Höhe von 50 Millionen US-Dollar sichern. Trotz dieser kurzfristigen Erleichterung bleibt die strukturelle Krise bestehen. Die Pilotengewerkschaft

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Flottenerneuerung beim City Airport Train: Neue Doppelstockzüge ab 2027

Der City Airport Train (CAT), die Expressverbindung zwischen dem Flughafen Wien und dem Stadtzentrum, leitet eine umfassende Modernisierung seiner Fahrzeugflotte ein. Ab November 2027 werden auf der Strecke neue, fünfteilige Doppelstockzüge des Typs KISS vom Schweizer Hersteller Stadler zum Einsatz kommen. Diese speziellen KISS200-Züge sind für hohe Fahrgastkapazitäten ausgelegt und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde. Das Außendesign, entworfen von der moodley strategy & design group, behält die markentypischen Farben Grün und Anthrazit bei, ergänzt um ein neues Smaragdgrün zur optischen Differenzierung. Die Geschäftsführer Michael Forstner und Christoph Korherr präsentierten bereits erste Entwürfe der neuen Züge, die eine moderne Visitenkarte für ankommende Reisende darstellen sollen. Zusätzliche Recherchen zur technischen Ausstattung belegen, dass die neuen Einheiten eine signifikante Kapazitätssteigerung gegenüber der aktuellen Flotte ermöglichen. Die Züge verfügen über klimatisierte Großraumwagen mit verbesserter Beinfreiheit und dedizierten Abstellflächen für Reisegepäck, um den Anforderungen des Flughafen-Zubringerverkehrs gerecht zu werden. Ein klares Piktogramm-Leitsystem an der Außenhülle soll die Orientierung am Bahnsteig erleichtern. Zudem sind die Fahrzeuge vollständig PRM-tauglich, was einen barrierefreien Zugang für Personen mit eingeschränkter Mobilität garantiert. Die Beschaffung erfolgt im Rahmen einer größeren Bestellung der ÖBB, die als Miteigentümer des CAT (49,9 Prozent neben 50,1 Prozent der Flughafen Wien AG) Synergieeffekte bei Wartung und Instandhaltung nutzt. Der Einsatz der Stadler-Züge markiert einen wichtigen Schritt für den Standort Wien, da der CAT mit einer Fahrzeit von 16 Minuten die schnellste Nonstop-Verbindung in die Innenstadt bleibt. Stadler Austria betont in diesem Zusammenhang die Zuverlässigkeit der KISS-Plattform, die bereits bei zahlreichen europäischen

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Tailwind Air beantragt Gläubigerschutz nach gescheiterter Neuausrichtung

Die US-amerikanische Charterfluggesellschaft Tailwind Air hat am 15. Januar 2026 beim Insolvenzgericht im östlichen Bezirk von Virginia einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Dieser Schritt erfolgt nach einer Phase wirtschaftlicher Instabilität, die bereits vor rund zwei Jahren zur Einstellung des Linienbetriebs mit Wasserflugzeugen geführt hatte. Tailwind Air war zuvor für seine amphibischen Flugverbindungen zwischen den Stadtzentren von New York, Boston und Washington bekannt, die den Passagieren zeitintensive Wege zu den Hauptflughäfen ersparen sollten. Nach dem Rückzug aus diesem Segment im Jahr 2024 versuchte das Unternehmen, sich als reiner On-Demand-Charterdienstleister für Geschäftsreisen zu etablieren, konnte jedoch trotz der Umstellung auf eine kleine Flotte herkömmlicher Geschäftsreiseflugzeuge keine finanzielle Stabilität erreichen. Zusätzliche Recherchen im US-Luftfahrtregister zeigen, dass die finanzielle Schieflage eng mit den hohen Betriebskosten für die spezialisierte Infrastruktur der Wasserflugplätze sowie den gestiegenen Versicherungsprämien für den Flugbetrieb im dicht besetzten Nordost-Korridor verknüpft war. Tailwind Air hatte in der Vergangenheit versucht, durch technologische Innovationen Marktanteile zu sichern, und ging 2021 eine Kooperation mit dem Start-up Airflow ein. Geplant war der Einsatz elektrisch betriebener Regionalflugzeuge mit Kurzstarteigenschaften (eSTOL). Nachdem Airflow vom Unternehmen Electra.aero übernommen wurde, kam die Entwicklung der spezifischen amphibischen Varianten jedoch ins Stocken, wodurch die Hoffnung auf kosteneffizientere Antriebstechnologien für den Seaplane-Markt vorerst unerfüllt blieb. Analysten im Bereich der allgemeinen Luftfahrt weisen darauf hin, dass das Marktumfeld für kleine Charterbetreiber an der US-Ostküste durch den Personalmangel bei Piloten und die Konkurrenz durch größere Anbieter wie Wheels Up oder NetJets erheblich erschwert wurde. Tailwind Air kämpfte zudem mit regulatorischen Herausforderungen bezüglich der Landegenehmigungen an

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Avanti Air nimmt Flugbetrieb für Air Uniqon ab Friedrichshafen auf

Die Fluggesellschaft Avanti Air hat den regulären Flugbetrieb am Bodensee-Airport Friedrichshafen im Auftrag ihres neuen Vertragspartners Air Uniqon offiziell gestartet. In der Anfangsphase kam für die ersten Verbindungen das Flugzeug mit der Kennung D-AASG zum Einsatz, welches noch die standardmäßige Lackierung von Avanti Air trägt. Grund für diese kurzzeitige Abweichung vom ursprünglichen Einsatzplan war eine Verzögerung bei der Fertigstellung der speziellen optischen Gestaltung des eigentlich vorgesehenen Flugzeugs. Seit dem 19. Januar 2026 ist nun jedoch die Maschine mit der Registrierung D-AASH im Dienst, die das Branding von Air Uniqon inklusive eines markanten Schriftzugs und eines großen Buchstabens „Q“ auf dem Rumpf trägt. Lediglich das Leitwerk behält weiterhin das Firmenlogo des Betreibers Avanti Air bei. Zusätzliche Branchenrecherchen ergeben, dass die eingesetzte De Havilland Canada Dash 8-400 eine Schlüsselrolle in der Expansionsstrategie des virtuellen Anbieters Air Uniqon spielt. Das Unternehmen nutzt das Flugzeug im Rahmen eines sogenannten Wet-Lease-Abkommens, bei dem Avanti Air sowohl das Gerät als auch die Besatzung und die technische Wartung stellt. Die Dash 8-400 ist am Flughafen Friedrichshafen fest stationiert, um von dort aus wichtige europäische Wirtschaftszentren und Nischenziele zu bedienen, die für größere Jet-Flugzeuge weniger rentabel sind. Der Regionalflughafen Friedrichshafen versucht durch solche Kooperationen, sein Streckennetz nach den Rückgängen der letzten Jahre wieder zu stabilisieren und die Attraktivität des Standorts für Geschäftsreisende aus dem Dreiländereck zu erhöhen. Die technische Einsatzbereitschaft der Flotte wird durch die Wartungsbasis von Avanti Air sichergestellt, die auf diesen Turboprop-Typ spezialisiert ist. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Dash 8-400 durch ihre hohe Geschwindigkeit

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