
Finanzielle Restrukturierung Regionalfluggesellschaft Braathens eingeleitet
Die skandinavische Luftfahrtbranche erlebt derzeit eine tiefgreifende Konsolidierung, in deren Zentrum die Traditionsmarke Braathens Regional Airways steht. Nach einer Phase massiver wirtschaftlicher Turbulenzen im Jahr 2025 und dem überraschenden Verlust wichtiger Partnerschaften im europäischen Ausland zeichnet sich nun eine Stabilisierung durch die engere Bindung an den skandinavischen Marktführer SAS ab. Die Entwicklungen der vergangenen Monate verdeutlichen die Volatilität im Segment der Regionalflüge, das stark von kurzfristigen Wetlease-Verträgen und der finanziellen Solidität der beteiligten Partner abhängt. Während interne Umstrukturierungen und rechtliche Verfahren den Fortbestand der Kernflotte sichern sollen, stützt ein Millionen-Kredit der SAS die operativen Kapazitäten der schwedischen Fluggesellschaft, um die Anbindung regionaler Zentren in Nordeuropa sicherzustellen. Die Eskalation der Krise im Winter 2025 Der Ursprung der aktuellen Krise liegt in einer dramatischen Zuspitzung der wirtschaftlichen Lage gegen Ende des Jahres 2025. In einer für die Branche überraschenden Geschwindigkeit sah sich die Konzernleitung gezwungen, das Tochterunternehmen Braathens International Airways, das unter einem eigenen Airbus-Betreiberzeugnis (AOC) operierte, in die Insolvenz zu schicken. Dieser Schritt war die direkte Reaktion auf eine unzureichende Auslastung der Jet-Flotte und hohe Betriebskosten, die in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld nicht mehr gedeckt werden konnten. Nahezu zeitgleich wurde für das eigentliche Herzstück der Gruppe, Braathens Regional Airways, ein gerichtlich überwachtes Sanierungsverfahren eingeleitet. Ziel dieses Prozesses ist die finanzielle Neuordnung des Unternehmens, während der Flugbetrieb mit der aus 17 Maschinen bestehenden ATR-Flotte aufrechterhalten wird. Die Auswirkungen dieser internen Verwerfungen strahlten jedoch unmittelbar auf internationale Partner aus. Besonders deutlich wurde dies bei der Zusammenarbeit mit Austrian Airlines. Die Lufthansa-Tochter hatte Braathens








