Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

European Sleeper erweitert Nachtzugnetz um Verbindung in die Schweiz und nach Mailand

Der belgisch-niederländische Betreiber European Sleeper setzt seine Expansion im europäischen Nachtzugverkehr fort und kündigt eine neue Verbindung von Amsterdam und Brüssel in die Schweiz und nach Mailand an. Die neue Linie, die ab dem 18. Juni 2026 dreimal wöchentlich verkehren soll, ergänzt den bereits angekündigten Dienst zwischen Paris und Berlin, der im März 2026 startet. Die neue Nachtzugroute wird über Köln, Bern, Brig und Stresa geführt und bietet Reisenden damit direkten Zugang zu wichtigen Zielen in der Schweiz und Norditalien. Ein besonderes Merkmal der Fahrt ist die Streckenführung über den historischen Simplonpass, die alpine Aussichten verspricht. European Sleeper, das sich im Besitz seiner Investorengemeinschaft befindet, stärkt mit dieser Erweiterung seine Position als unabhängiger Akteur im wieder auflebenden Segment des Nachtreiseverkehrs. Seit 2023 hat das Unternehmen bereits fast 240.000 Passagiere befördert. Um einen optimalen Fahrplan zu gewährleisten, werden zwei separate Zugteile in Amsterdam und Brüssel starten und in Westdeutschland zusammengeführt. Die Abfahrten sind für Montag, Donnerstag und Samstag geplant, mit Ankunft in der Schweiz und in Mailand am folgenden Morgen. Die Rückfahrten von Mailand sind mittwochs, freitags und sonntags vorgesehen. Der endgültige Fahrplan wird derzeit finalisiert. Die Tickets für die neue Route sollen im Januar oder Februar 2026 in den Verkauf gehen, wobei die Tarife vergleichbar mit den bestehenden Diensten sein sollen, um eine breite Zugänglichkeit zu gewährleisten. Allerdings führt die Priorisierung dieser neuen Verbindung zu einer Verzögerung der ursprünglich geplanten Barcelona-Route, deren Start nun für 2027 oder 2028 erwartet wird.

weiterlesen »

Ryanair scheitert vor EU-Gericht mit Klage gegen Staatshilfen für portugiesische Airline Tap

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair ist mit einer Klage gegen die von Portugal gewährten und von der EU-Kommission genehmigten Staatshilfen für den Konkurrenten Tap vor dem Gericht der Europäischen Union in Luxemburg gescheitert. Das Gericht bestätigte am Mittwoch, dem 10. Dezember 2025, die Entscheidung der EU-Kommission vom Dezember 2021, mit der die Beihilfen in Höhe von insgesamt 2,55 Milliarden Euro genehmigt wurden (Az. T-458/22). Die strittigen Beihilfen umfassten unter anderem eine Kreditbürgschaft und sahen die Umwandlung eines bereits gewährten Rettungsdarlehens von 1,2 Milliarden Euro in Eigenkapital der Fluggesellschaft vor. Die portugiesische Nationalairline Tap war im Jahr 2020 verstaatlicht worden, um die existenzbedrohenden Auswirkungen der Pandemie im Luftverkehrssektor zu bewältigen. Die EU-Kommission hatte die Maßnahme genehmigt, da sie feststellte, dass Tap die notwendigen Voraussetzungen für die Beihilfen erfüllte und diese als erforderlich, geeignet und angemessen erachtete, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Das EU-Gericht schloss sich dieser Bewertung an und wies sämtliche Argumente von Ryanair ab. Ryanair argumentierte in seiner Klage, dass die staatliche Unterstützung den Wettbewerb verzerre und gegen EU-Recht verstoße. Die irische Airline verfolgt seit Beginn der Pandemie eine konsequente Strategie und hat zahlreiche Klagen gegen Staatshilfen für europäische Konkurrenten eingereicht, darunter auch gegen Hilfen für Lufthansa und Air France. Trotz des Rückschlags in Luxemburg steht Ryanair nun der Weg zum Europäischen Gerichtshof (EuGH) offen, der nächsthöheren Instanz. Bereits im Februar war eine frühere Klage Ryanairs gegen die Genehmigung eines Darlehens für Tap abgewiesen worden; dieser Fall wird ebenfalls bereits vor dem EuGH verhandelt. Unabhängig von den juristischen Auseinandersetzungen plant die

weiterlesen »

Vorläufige Tarifeinigung bei Air Transat verhindert Pilotenstreik in der Vorweihnachtszeit

Die kanadische Ferienfluggesellschaft Air Transat und die Pilotengewerkschaft Air Line Pilots Association (ALPA) haben sich in letzter Minute auf einen vorläufigen Tarifvertrag geeinigt. Die Einigung sieht höhere Gehälter und verbesserte Arbeitsbedingungen für die mehr als 750 Piloten der in Montreal ansässigen Airline vor und konnte damit einen drohenden Streik in der verkehrsreichen Vorweihnachtszeit abwenden. Die Vereinbarung wurde erzielt, nachdem die ALPA zuvor eine 72-stündige Streikankündigung ausgesprochen hatte, woraufhin Air Transat bereits mit der Streichung von Flügen begonnen hatte. Sowohl die Airline als auch die Gewerkschaft bestätigten, dass der Flugbetrieb nun zur Normalität zurückkehren werde. Die Gewerkschaft ALPA erklärte, dass der neue Vertrag die Ziele hinsichtlich besserer Arbeitsplatzsicherheit, verbesserter Vergütung und flexiblerer Arbeitszeiten für eine bessere Work-Life-Balance erfülle. Details der vorläufigen Vereinbarung wurden von beiden Parteien nicht genannt. Air Transat hatte zuvor öffentlich eine Gehaltserhöhung von 59 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren sowie verbesserte Arbeitsbedingungen vorgeschlagen. Die Ratifizierung der Einigung steht noch aus; die mehr als 750 Piloten sollen in den kommenden Tagen über die Annahme der Vereinbarung abstimmen. Die Tarifeinigung bei Air Transat verhindert den zweiten größeren Streik bei einer kanadischen Fluggesellschaft im laufenden Jahr. Im August dieses Jahres hatten Flugbegleiter der Air Canada für vier Tage die Arbeit niedergelegt und damit den Betrieb der größten Fluggesellschaft Kanadas erheblich beeinträchtigt. Der Abschluss bei Air Transat sorgt somit für eine Entspannung der Arbeitsmarktsituation in der kanadischen Luftfahrtindustrie vor den wichtigen Weihnachtsfeiertagen.

weiterlesen »

Pechvogel-Rückkehr für Qantas A380: Beschädigte Tragflächenvorklappe legt „Superjumbo“ in Los Angeles lahm

Ein Airbus A380 der Qantas Airways ist unmittelbar nach seiner Rückkehr in den aktiven Flugbetrieb wegen eines Schadens an einer Tragflächenvorklappe (Slat) in Los Angeles außerplanmäßig stillgelegt worden. Das Flugzeug, das fast sechs Jahre lang eingelagert war, musste nach seinem ersten kommerziellen Flug von Sydney nach Los Angeles aufgrund einer sichtbaren Delamination an der linken Tragfläche aus dem Verkehr gezogen werden. Dieser Vorfall stellt einen unglücklichen Auftakt für das letzte Flugzeug der Qantas-A380-Flotte dar, das erst wenige Tage zuvor nach einem der größten Wartungsprojekte in der Geschichte der Airline reaktiviert wurde. Die Maschine mit der Registrierung VH-OQC, genannt „Paul McGinness“, führte am 7. Dezember 2025 den Flug QF11 vom Sydney Kingsford Smith International Airport (SYD) zum Los Angeles International Airport (LAX) durch. Während des 13-stunden-langen Langstreckenfluges bemerkten Passagiere sichtbare Schäden an einer Lamelle (Slat) am linken Flügel. Diese beweglichen Komponenten dienen dazu, die Tragfläche beim Start und bei der Landung zu erweitern und so den Auftrieb zu erhöhen. Nach der Landung um 20:23 Uhr Ortszeit am 7. Dezember in Los Angeles bestätigten Techniker den Schaden. Technische Analyse des Schadens und Störfallmanagement Der festgestellte Schaden an der Vorklappe (Slat) wurde als Delamination klassifiziert. Dieser technische Defekt beschreibt die Trennung von Schichten in einem mehrschichtigen Material, wie es bei Verbundwerkstoffen oder Laminaten üblich ist. Die Delamination tritt oft aufgrund eines Versagens des Klebstoffs oder Bindemittels auf, das die Schichten zusammenhält. Vorklappen werden typischerweise nur während der Start- und Landephasen ausgefahren, bleiben jedoch während des größten Teils des Reisefluges eingefahren. Obwohl der Schaden

weiterlesen »

Tarifeinigung für GFD-Piloten: Erster Vergütungstarifvertrag nach Warnstreik erzielt

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat für die Piloten der Gesellschaft für Flugzieldarstellung GmbH (GFD) erstmals einen Vergütungstarifvertrag (VTV) abgeschlossen. Die Einigung folgte auf einen Warnstreik im Juli und eine erfolgreiche Urabstimmung, die den Weg für konstruktive Gespräche mit der Unternehmensleitung ebnete. Die GFD, eine Tochtergesellschaft von Airbus Defence and Space, ist hauptsächlich für die Bundeswehr tätig und erbringt hochspezialisierte, sicherheitsrelevante Unterstützungsflüge, für deren Piloten bislang keine tarifvertraglich geregelten Vergütungs- und Arbeitsbedingungen galten. Katharina Dieseldorff, Vizepräsidentin der Vereinigung Cockpit, betonte, dass die Beschäftigten mit diesem Abschluss erstmals ein transparentes und verlässliches Vergütungssystem erhalten, das der hohen Qualifikation und der besonderen Verantwortung der Piloten gerecht wird. Die Zustimmung zum Vergütungstarifvertrag erfolgte mit 100 Prozent bei Beteiligung aller VC-Mitglieder in der Urabstimmung. Der neue Vergütungstarifvertrag tritt mit strukturellen Verbesserungen in Kraft. Bereits ab dem 1. Januar 2025 werden die monatlichen Zulagen für zusätzliche Qualifikationen erhöht. Zum 1. Januar 2026 steigen die Entgelte um fünf Prozent, und es wird eine neue Entgeltstufe 14 eingeführt. Eine zukunftsorientierte Klausel sieht ab dem Jahr 2027 eine jährliche Vergütungsanpassung vor, die der stetig steigenden Inflation Rechnung tragen soll. Das Paket wird durch neue Regelungen zur Vergütung von Mehrarbeit sowie durch Zuschläge für Einsätze an Wochenenden und Feiertagen ergänzt. Die VC bewertet den Tarifabschluss als einen wichtigen Meilenstein zur Etablierung fairer und verlässlicher Arbeitsbedingungen in der militärischen Unterstützungsfliegerei in Deutschland. Durch die Schaffung eines stabilen und gerechten Rahmens, der die besondere Einsatzrealität der GFD berücksichtigt, wird eine wichtige Grundlage für Stabilität sowohl für die Arbeitnehmer als auch für das

weiterlesen »

Pegasus Airlines setzt auf Eigenregie: Dreistellige Millioneninvestition in Wartungsinfrastruktur

Die türkische Billigfluggesellschaft Pegasus Airlines reagiert auf die massiven Engpässe in der globalen Luftfahrtindustrie – insbesondere beim Zugang zu Wartungskapazitäten (Maintenance, Repair, Overhaul – MRO) und Ersatzteilen – mit einer tiefgreifenden strategischen Neuausrichtung. Das Unternehmen investiert umfassend in den Aufbau eigener Wartungsinfrastruktur in der Türkei. Ziel ist es, die Abhängigkeit von externen Dienstleistern zu verringern, die Flugzeugverfügbarkeit zu erhöhen und das angestrebte Wachstum von 16 Prozent im laufenden Jahr zu konsolidieren. Mehmet Nane, Vorsitzender des Verwaltungsrats von Pegasus Airlines, betonte im September 2025 auf der AeroEngines Europe in Hamburg die zentrale Bedeutung der MRO-Kapazitäten: „MRO und die technische Seite der Luftfahrt sind für uns sehr entscheidend. Man kann das Flugzeug kaufen, man kann das Flugzeug mit der Ausrüstung versorgen, aber wenn man nicht rechtzeitig die Wartungseinrichtungen hat, kann man das Flugzeug nicht fliegen lassen.“ Ausbau der MRO-Kapazitäten am Sabiha Gökçen Airport Als zentrales Element der langfristigen Wartungsstrategie plant Pegasus Airlines die Errichtung von zwei neuen, eigenen MRO-Einrichtungen am Istanbuler Sabiha Gökçen Airport. Eine Anlage ist für die sogenannte Line Maintenance (Zwischenwartung) vorgesehen und eine weitere für die Base Maintenance (Grundwartung). Die Notwendigkeit dieses Schrittes ergibt sich aus dem Mangel an verfügbaren Wartungsschlitzen (Slots) bei externen Dienstleistern. Nane erklärte, dass die Airline ihre Flugzeuge in der Sommersaison intensiv nutze und die Wartung in der Wintersaison durchführe. Doch selbst am Heimatflughafen Sabiha Gökçen fehle es an Wartungshallen für die Zwischenwartung. Die neue Anlage für die Zwischenwartung sollte bereits im Vormonat eröffnet werden und umfasst fünf Buchten sowie einen Lackierhangar. Nane berichtete, dass

weiterlesen »

Registrierkassenpaket beschlossen: Erleichterung für Österreichs Tourismusbetriebe

Der österreichische Nationalrat hat ein neues Registrierkassenpaket beschlossen, das auf breite Zustimmung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft stößt. Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), begrüßt das Paket als einen wichtigen Schritt zur Steigerung der Praxisnähe, Rechtssicherheit und Entlastung heimischer Betriebe. Die Wirtschaftskammer weist darauf hin, dass Unternehmen im Schnitt viel Zeit mit administrativen Aufgaben verbringen, die nun für die Gästebetreuung freigesetzt werden könnte. Das beschlossene Paket enthält mehrere zentrale Maßnahmen, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Tourismus entlasten sollen. Eine der Neuerungen ist die Einführung der Option auf digitale Belege ab dem 1. Oktober 2026. Zukünftig können Belege auch digital ausgestellt werden, was die Belegerteilungspflicht ebenso erfüllt wie die Ausgabe eines Papierbelegs. Die Nutzung dieser digitalen Option ist freiwillig, das Recht der Kunden auf einen gedruckten Beleg bleibt dabei uneingeschränkt bestehen. Die Regelung soll den Betrieben keinen zusätzlichen administrativen Aufwand verursachen. Zwei weitere wichtige Anpassungen betreffen die Umsatzgrenzen und Regelungen für kleinere Kassen. Die sogenannte 15-Warengruppenregelung für kleinere Registrierkassen wird ab dem 1. Jänner 2026 unbefristet festgeschrieben. Dies schafft verlässliche Rahmenbedingungen und reduziert den administrativen Aufwand auf Dauer. Zudem wird die Umsatzgrenze der „Kalte-Hände-Regelung“ von 30.000 auf 45.000 Euro angehoben. Diese Anpassung wird als notwendige Inflationsanpassung betrachtet und bringt Erleichterungen, vor allem für Kleinstbetriebe wie etwa Schausteller. Mit dem Registrierkassenpaket reagiert die Politik auf die Forderungen der Wirtschaft, die bürokratischen Hürden für KMU zu senken. Die Maßnahmen, die nun gesetzlich verankert werden, sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Tourismus- und

weiterlesen »

Zwischenfall in Minot: Schneepflug kollidiert mit United Express Regionalflugzeug

Ein ungewöhnlicher und folgenreicher Zwischenfall hat sich Berichten zufolge am Minot International Airport (MOT) in den Vereinigten Staaten ereignet. Dort ist am 9. Dezember 2025 ein Schneepflug mit einem Regionalflugzeug des Typs Embraer E175 von United Express kollidiert. Fotos des Vorfalls, die in sozialen Medien geteilt wurden, zeigen erhebliche Schäden am Flugzeug, insbesondere an der Nase, die sogenannten Radom-Verkleidung. Das betroffene Flugzeug mit der Registrierung N135SY, eine Embraer E175, die im Auftrag von United Express durch SkyWest Airlines betrieben wird, war für den Abflug um 7:15 Uhr Ortszeit nach Denver International Airport (DEN) in Colorado vorgesehen. Aufgrund der Kollision musste der Flug, der regulär anderthalb Stunden dauern sollte, umgehend annulliert werden. Der Flugverkehrsdaten-Dienst Flightradar24 bestätigte die Annullierung. Die Maschine, die bereits seit 10,7 Jahren im Dienst ist und in einer Zwei-Klassen-Konfiguration 76 Passagiere befördern kann, erlitt dem Bildmaterial zufolge einen Riss oder eine signifikante Beschädigung am vorderen Rumpfbereich. Die Bedeutung des Radoms und die Folgen des Schadens Das Radom (Radar-Dome) ist die schützende Abdeckung der Wetterradarantenne im Bug eines Flugzeugs. Es ist aerodynamisch geformt und besteht aus Materialien, die für Radarwellen durchlässig sind. Obwohl das Radom selbst nicht strukturell für die Steuerung des Flugzeugs verantwortlich ist, ist eine Beschädigung kritisch. Zum einen beeinträchtigt dies die Funktion des Wetterradars, das für die Navigation und die Umfliegung gefährlicher Wetterlagen unerlässlich ist. Zum anderen kann eine Beschädigung der Verkleidung die aerodynamische Integrität stören und im schlimmsten Fall zu weiteren Schäden an der Flugzeugstruktur führen. Auf den veröffentlichten Bildern ist zu erkennen, dass der

weiterlesen »

Skyalps verbindet Dresden erstmals mit Bozen

Die Südtiroler Fluggesellschaft Skyalps hat eine neue Nonstopverbindung zwischen Dresden in Sachsen und Bozen, der Hauptstadt Südtirols, aufgenommen. Die Aufnahme dieser Route stellt eine wichtige Erweiterung des Streckennetzes für beide Standorte dar und soll insbesondere Reisenden aus Ostdeutschland den Zugang zu den alpinen Urlaubsregionen erleichtern. Die Flüge werden zweimal wöchentlich angeboten. Die Airline mit Sitz in Bozen bedient die Strecke jeweils mittwochs und sonntags. Für die Flüge setzt Skyalps Turboprop-Maschinen des Typs Dash 8-Q400 ein, die über 76 Sitzplätze verfügen. Turboprop-Flugzeuge sind auf regionalen Strecken, insbesondere in bergigen Regionen wie Südtirol, aufgrund ihrer guten Kurzstreckenleistung und Wendigkeit eine gängige Wahl. Die Flugzeit zwischen Dresden und Bozen beträgt rund 90 Minuten. Ab Dresden starten die Maschinen mittwochs um 15:55 Uhr und sonntags um 19:10 Uhr. Die neue Direktverbindung reagiert auf die steigende Nachfrage nach schnellen Anreisemöglichkeiten in die italienischen Alpen. Von Bozen aus sind die Wintersportgebiete in den Dolomiten bequem zu erreichen. Die Fluggesellschaft hat bereits bestätigt, dass die Route auch im Sommerflugplan 2026 beibehalten wird, was auf eine ganzjährige strategische Bedeutung der Verbindung hindeutet. Skyalps wurde 2021 gegründet und hat sich schnell als wichtige Regionalfluggesellschaft im Alpenraum etabliert, die primär saisonale und touristisch motivierte Direktflüge von verschiedenen europäischen Städten nach Bozen anbietet. Die Tickets für die neue Verbindung Dresden-Bozen sind über die Homepage der Airline und in Reisebüros erhältlich.

weiterlesen »

Flugverkehr in Nordrhein-Westfalen erholt sich – Inlandsflüge brechen ein

Die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) verzeichnen im dritten Quartal 2025 eine weitere Erholung im Passagierverkehr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes starteten von Juli bis September 2025 insgesamt 6,2 Millionen Passagiere von den sechs großen Flughäfen des Bundeslandes. Dies entspricht einem Anstieg von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz dieses Zuwachses wird das Vorkrisenniveau aus der Zeit vor der Pandemie noch nicht wieder erreicht: Die Passagierzahlen lagen 6,6 Prozent unter dem Wert des dritten Quartals 2019, das allgemein als Rekordjahr im Luftverkehr gilt. Besonders auffällig ist der anhaltende und starke Rückgang der Inlandsflüge. Mit rund 350.000 Passagieren, die in diesem Zeitraum einen anderen deutschen Flughafen anflogen, machten Inlandsflüge nur noch einen kleinen Teil des gesamten Flugverkehrs aus. Im Vergleich zum dritten Quartal 2019 brach die Zahl der innerdeutschen Fluggäste um dramatische 66 Prozent ein. Dieser Trend spiegelt die deutschlandweite Entwicklung wider, wo Inlandsflüge seit 2019 stark an Bedeutung verloren haben. Experten sehen die Ursachen unter anderem in der gestiegenen Attraktivität der Bahn als Alternative auf innerdeutschen Strecken, aber auch in den generell höheren Flugkosten. Die Passagierentwicklung an den NRW-Flughäfen wird somit fast ausschließlich vom internationalen Verkehr getragen, der im Zuge der steigenden Reisefreudigkeit der Bevölkerung weiter zunimmt. Während beliebte europäische und interkontinentale Urlaubs- und Geschäftsziele weiterhin stark frequentiert werden, scheint sich das Reiseverhalten auf kürzeren Distanzen in Deutschland dauerhaft verlagert zu haben. Das Statistische Landesamt betont, dass die Schwankungen der Passagierzahlen an einzelnen Flughäfen in NRW auf Anpassungen im Flugplan, geänderte Reiseziele und das individuelle Reiseverhalten zurückzuführen sind. Trotz der positiven

weiterlesen »