Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Strategische Neuausrichtung im Norden: Finnair plant Milliardeninvestition in die Europa-Flotte nach dem Wegfall des Asien-Vorteils

Die finnische Fluggesellschaft Finnair steht vor einer fundamentalen strategischen Neuausrichtung und kündigt eine umfangreiche Investition in ihre Kurz- und Mittelstreckenflotte an. In den Jahren 2026 bis 2029 plant der Carrier, zwischen 2,0 und 2,5 Milliarden Euro in neue Flugzeuge zu investieren. Diese massive Flottenerneuerung ist die direkte Konsequenz aus dem Wegfall des langjährigen Wettbewerbsvorteils auf den lukrativen Asien-Routen. Seit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine ist der effiziente Flugverkehr über den russischen Luftraum nach Asien blockiert, was Finnair zur Neupositionierung im europäischen Markt zwingt. Die Verhandlungen mit Flugzeugherstellern und Leasinggesellschaften sind bereits im Gange, wobei das Management in Helsinki auch die kurzfristige Beschaffung gebrauchter Flugzeuge prüft, um das Angebot schnell auszuweiten. Das Ende des strategischen Standortvorteils Über viele Jahre hinweg profitierte Finnair von einer einzigartigen geografischen Position. Der Flughafen Helsinki-Vantaa diente als idealer Hub, um Ziele in Asien effizient und zeitsparend über den russischen Luftraum anzufliegen. Diese Abkürzung ermöglichte es Finnair, kürzere Flugzeiten und geringere Betriebskosten im Vergleich zu vielen europäischen Konkurrenten zu erzielen, die aufgrund der geografischen Lage gezwungen waren, südlichere oder längere Routen zu nutzen. Der Carrier hatte sich dementsprechend strategisch stark auf den lukrativen Transitverkehr zwischen Europa und Asien konzentriert. Mit der Verhängung von Sanktionen und der gegenseitigen Schließung des russischen Luftraums für westliche Fluggesellschaften im Jahr 2022 änderte sich die Geschäftsgrundlage von Finnair abrupt und dramatisch. Flüge nach Asien müssen nun lange Umwege fliegen, oft südlich entlang der russischen Grenze oder über den Südpazifik, was die Flugzeiten drastisch verlängert, den Treibstoffverbrauch erhöht und die Attraktivität der

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Lufthansa und Deutsche Bahn planen Gepäckservice für intermodales Reisen

Die Fluggesellschaft Lufthansa und die Deutsche Bahn (DB) arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung ihres intermodalen Reiseangebots. Ziel ist es, die Vernetzung von Flug- und Bahnreisen für Passagiere deutlich zu verbessern und so den Komfort zu erhöhen. Im Fokus der aktuellen Gespräche steht die Einführung eines durchgehenden Service für das Aufgabegepäck. Lufthansa-Chef Jens Ritter äußerte gegenüber der Funke-Mediengruppe den Wunsch, dass Passagiere künftig ihr Gepäck bereits an Fernverkehrsbahnhöfen wie Hamburg oder Köln einchecken könnten, um es erst am Zielflughafen ihres Langstreckenfluges wieder in Empfang zu nehmen. Dies würde den Umstieg am Flughafen, insbesondere am Drehkreuz Frankfurt, erheblich vereinfachen und die Attraktivität der kombinierten Reisekette steigern. Bereits im vergangenen Jahr nutzten über 500.000 Passagiere das Express-Rail-Angebot von Lufthansa und DB für ihre An- und Abreise zum Flughafen Frankfurt am Main. Die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen hat in jüngster Zeit bereits zur Ausweitung der Gültigkeit des Express-Rail-Tickets auf den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) seit März 2025 geführt, was die letzte Meile der Reise erleichtert. Neben der Gepäcklösung erneuerte Ritter auch die Forderung nach einer besseren Bahnanbindung für das zweite große Drehkreuz der Lufthansa. Er forderte explizit, das Schienennetz um einen ICE-Anschluss an den Flughafen München zu erweitern. Die Bemühungen um einen durchgängigen Gepäckservice sind in der Luftfahrtbranche nicht neu und gelten als wichtiger Schritt zur Optimierung des Kundenerlebnisses im intermodalen Verkehr. Die Umsetzung der Gepäcklogistik gilt als technisch und organisatorisch anspruchsvoll, könnte aber das Reisen von und zu Regionalstandorten in Deutschland deutlich komfortabler gestalten und das Langstreckenangebot von Lufthansa für Reisende aus ganz

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Pakistan treibt Privatisierung von Nationalairline PIA voran

Die pakistanische Regierung hat angekündigt, die Privatisierung der stark verschuldeten Staatsfluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) bald abschließen zu wollen. Im Zentrum der geplanten Veräußerung steht der Verkauf eines Mehrheitsanteils von 75 Prozent an der Nationalairline an private Investoren. Die Bemühungen um die Privatisierung stehen unter dem Druck internationaler Geldgeber, insbesondere des Internationalen Währungsfonds (IWF), der die Sanierung verlustbringender staatlicher Unternehmen zur Bedingung für weitere Hilfsprogramme gemacht hat. Die Privatisierungsbestrebungen von PIA sind ein langwieriges Projekt und wurden in der Vergangenheit durch gescheiterte Anläufe und Verzögerungen bei der Restrukturierung immer wieder behindert. Im aktuellen Prozess wurde jedoch eine neue Dynamik geschaffen: Vier Firmen sind bereits für das Bieterverfahren zur Übernahme der 75-prozentigen Beteiligung vorqualifiziert. Zu den Interessenten zählen sowohl pakistanische Luftfahrtunternehmen als auch Finanzkonsortien. Ein erfolgreicher Käufer muss sich voraussichtlich dazu verpflichten, eine beträchtliche Summe in die Airline zu investieren. Frühere Berichte nannten eine Investition von mindestens 500 Millionen US-Dollar innerhalb der ersten drei Jahre. Die Regierung verfolgt die Strategie, einen Großteil der enormen Altschulden der PIA von über 2 Milliarden US-Dollar in eine staatlich kontrollierte Holdinggesellschaft auszulagern, um die Fluggesellschaft für Investoren attraktiver zu machen. Durch diese finanzielle Bereinigung und die Fokussierung auf das Kerngeschäft soll PIA, die lange Zeit Verluste in Milliardenhöhe anhäufte, auf eine wettbewerbsfähige Basis gestellt werden. Zudem ist die Regierung bereit, Steuererleichterungen für neue Flugzeugkäufe zu gewähren, um eine dringend notwendige Flottenerneuerung zu ermöglichen. Eine weitere Bedingung für die Privatisierung ist, dass der Markenname und das Branding der PIA unverändert bleiben sollen. Ein Ziel des Verkaufs

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Digitalisierung der Schengen-Grenzkontrollen: Flughafen Innsbruck startet Testphase für EES

Der Flughafen Innsbruck (INN) hat am Freitag Tag die Testphase für das neue digitale Ein- und Ausreisesystem (Entry/Exit-System, EES) der Europäischen Union begonnen. Das EES, das den bisherigen Pass-Stempel ersetzt und bis zum 9. April 2026 schrittweise eingeführt werden soll, erfasst künftig die biometrischen Daten von Reisenden aus Drittstaaten an den Schengen-Außengrenzen. Das System ist für den drittgrößten Verkehrsflughafen Österreichs von besonderer Bedeutung, da er einen hohen Anteil an nicht-europäischen Wintergästen, insbesondere aus Großbritannien, abfertigt. Das automatisierte IT-System betrifft alle Drittstaatsangehörigen, die einen Kurzaufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen im Schengen-Raum planen. Neben den Reisedokumentendaten werden auch Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild der Reisenden erfasst und gespeichert. Offiziell gilt das EES in Innsbruck bereits seit dem 19. November 2025. In den kommenden Wochen werden operative und technische Erfahrungen gesammelt, um die Abläufe optimal auf die bevorstehende Wintersaison abzustimmen, die für den saisonal stark frequentierten Flughafen eine hohe Relevanz besitzt. Flughafengeschäftsführer Marco Pernetta sieht das EES als große Herausforderung für die Wintersaison, zeigte sich aber zuversichtlich, dass sich das System nach der Startphase gut einspielen wird. Aufgrund der erwarteten längeren Kontrollzeiten für Non-Schengen-Gäste sind am Flughafen Innsbruck zusätzliche Grenzkontrollstellen bei der Ein- und Ausreise eingerichtet worden. Mit der verpflichtenden Anwendung des EES ab dem 12. Oktober 2025 sollen die Ein- und Ausreisen von Drittstaatsangehörigen effizienter überwacht und das korrekte Einhalten der Aufenthaltsdauer kontrolliert werden. Der Flughafen Innsbruck, der 2024 862.202 Jahrespassagiere beförderte und in Besitz der Innsbrucker Kommunalbetriebe, des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck ist, gilt

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Ernster Vorfall am Osloer Flughafen: Lithium-Batterie löst Feuer in SAS-Flugzeug aus

Ein geplanter Flug der Scandinavian Airlines (SAS) vom Flughafen Oslo-Gardermoen (OSL) musste am 14. Oktober 2025 abgebrochen werden, nachdem eine Lithium-Batterie in einem Handgepäckstück Feuer fing. Der Zwischenfall ereignete sich während des Einsteigevorgangs in einen Airbus A320neo, der nach Bergen fliegen sollte. Durch die schnelle Reaktion des Kabinenpersonals konnte eine sofortige Evakuierung der etwa 50 bereits an Bord befindlichen Passagiere eingeleitet werden. Acht Personen mussten mit Verdacht auf das Einatmen giftiger Dämpfe in ein Krankenhaus eingeliefert werden, konnten jedoch innerhalb von 48 Stunden wieder entlassen werden. Die norwegische Untersuchungsstelle für Flugunfälle (Accident Investigation Authority) stufte den Vorfall als ernstes Luftfahrtereignis ein, was die potenziell kritische Natur des Feuers an Bord eines Flugzeugs unterstreicht. Dramatische Szenen beim Einsteigen Die Rauchentwicklung wurde von der Kabinenbesatzung bemerkt, als Passagiere den Airbus A320neo mit der Kennung SE-RUR bestiegen. Der Rauch stieg aus dem Handgepäckstück eines Kunden auf, in dem sich die Lithium-Batterie entzündet hatte. Das Kabinenpersonal reagierte unverzüglich, indem es Rauchschutzhauben anlegte und das Flugzeug evakuierte. Zusätzlich wurde ein Halon-Feuerlöscher eingesetzt, um die Flammen zu bekämpfen. Laut dem Bericht der Untersuchungsbehörde gelang es den Besatzungsmitgliedern, den brennenden Koffer aus dem Flugzeug zu entfernen, woraufhin Flughafenpersonal die weiteren Löschversuche übernahm. Trotz des ersten Löschvorgangs entzündete sich das Feuer in der Batterie jedoch erneut, was die hartnäckige und gefährliche Natur von Lithium-Bränden verdeutlicht. Die Fähigkeit dieser Batterien, sich selbst wieder zu entzünden, erschwert die Kontrolle von Bränden im engen Raum einer Flugzeugkabine erheblich. Die wachsende Gefahr durch Lithium-Ionen-Akkus Der Vorfall in Oslo reiht sich ein in

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Flughafen Wien rüstet sich für den Winterbetrieb: 94 Spezialfahrzeuge im Einsatz

Der Flughafen Wien hat sich umfassend auf die Wintersaison vorbereitet, um den Flugbetrieb auch bei Schnee und Eis sicherzustellen. Mit rund 500 Mitarbeitern und einem Fuhrpark von mehr als 94 Spezialfahrzeugen ist der Winterdienst gerüstet, um eine Gesamtfläche von 2,6 Millionen Quadratmetern – bestehend aus Start- und Landebahnen, Rollwegen und Vorfeld – frei von Schnee und Eis zu halten. Bei starkem Schneefall können an Spitzentagen über 1.500 LKW-Ladungen Schnee abtransportiert werden. Die Schneeräumung gilt als logistische Herausforderung. Für die vollständige Räumung der Pisten sind in der Standardformation bis zu 17 Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz. Der moderne Fuhrpark umfasst Groß-Enteisungsfahrzeuge für die Pisten, Kehrblasgeräte und entsprechend ausgerüstete Traktoren. Laut Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, legen die erfahrenen Winterdienst- und Enteisungsteams höchsten Wert auf Zuverlässigkeit und Schnelligkeit. Neu entwickelte Aufbauten an den Fahrzeugen ermöglichen eine Sprühbreite von bis zu 48 Metern, wodurch beispielsweise eine gesamte Start- und Landebahn mit nur einer einzigen Fahrt behandelt werden kann. Neben der Räumung der Rollwege ist die Enteisung der Flugzeuge ein zentraler Sicherheitsprozess. Vereisungen an Tragflächen und Rumpf müssen zwingend entfernt werden, um den sicheren Flug zu gewährleisten. Hierfür stehen 14 Spezialfahrzeuge bereit. Größere Flugzeuge werden dabei von bis zu vier Enteisungsfahrzeugen gleichzeitig betreut, um den Vorgang schnellstmöglich durchzuführen. Eine neu eingeführte digital gesteuerte Sprühlogik trägt zur Effizienz bei, indem sie bereits behandelte Flächen erkennt und den Sprühvorgang automatisch unterbricht, was zu einem zielgerichteteren Einsatz des Enteisungsmittels führt. Der Flughafen Wien hat das Personal und die Abläufe bereits während des Jahres in verschiedenen Übungen

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Advent in Niederösterreich eröffnet: Weihnachtsmärkte von Schlössern bis Kellergassen

Die Adventszeit in Niederösterreich ist offiziell eingeläutet: Zahlreiche Weihnachtsmärkte und Veranstaltungen in den Regionen haben ihre Pforten geöffnet. Das Angebot reicht von traditionellen Märkten auf historischen Burgen und Schlössern wie Aggstein, Grafenegg und Schloss Hof über stimmungsvolle Inszenierungen in Gärten wie den Kittenberger Erlebnisgärten bis hin zu den typischen Kellergassen der Region. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hob die kulinarische, musikalische und gesellige Einstimmung auf das Weihnachtsfest hervor, die die Märkte bieten. Die Vielfalt der Veranstaltungen soll die Besucher aus dem gesamten Bundesland und darüber hinaus ansprechen. Neben den klassischen Christkindlmärkten, die regionales Kunsthandwerk und kulinarische Besonderheiten anbieten, gibt es zahlreiche Aktivangebote. Dazu zählen die Waldviertler Werkstatt Weihnacht mit der Möglichkeit, Handwerksprodukte direkt bei den Erzeugern zu erwerben, sowie spezielle Bastelworkshops für Kinder und Erwachsene, etwa bei der Schmiedeweihnacht in Ybbsitz oder in der Backstube in Berndorf. Ein besonderes Erlebnis stellen auch die Sonderfahrten der Nostalgiebahnen wie der Wachaubahn, der Mariazellerbahn und der Waldviertelbahn dar, die Gäste direkt zu ausgewählten Adventmärkten bringen. So fährt die Wachaubahn unter anderem zum Wachauer Advent in Dürnstein. Geschäftsführer Michael Duscher von der Niederösterreich Werbung betonte die Möglichkeit, den Besuch eines Adventmarkts zu einem Kurzurlaub auszuweiten. Die sogenannten „Selected Stays“ – handverlesene Unterkünfte wie das Schloss an der Eisenstrasse in Waidhofen an der Ybbs oder das Landgut & Spa Althof Retz – sollen eine entspannte vorweihnachtliche Auszeit ermöglichen. Die touristische Strategie zielt darauf ab, die Besucher zu animieren, länger in den historischen Kleinstädten wie Baden, Krems oder Wiener Neustadt zu verweilen und deren Kultur- und Kulinarikangebot zu

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Flughafen Paderborn/Lippstadt startet Projekt zur Automatisierung der Gepäckverladung

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt hat in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Technologieunternehmen ein neues Projekt zur Automatisierung des Gepäck-Handlings auf dem Vorfeld initiiert. Ziel ist es, die bislang rein manuelle Verladearbeit zu digitalisieren und zu automatisieren, um die Belastung der Mitarbeiter zu reduzieren und die Effizienz der Gepäckabfertigung zu steigern. Bisher erfolgt der Transport von Gepäckstücken zwar automatisiert vom Check-in bis zur Verladestelle, doch ab diesem Punkt übernehmen die Flughafenmitarbeiter die gesamte Abfertigung von Hand. Dies beinhaltet das manuelle Verladen der Koffer in die Transportwagen und später in die Frachträume der Flugzeuge. Laut Flughafenleitung stellt dies in Spitzenzeiten eine hohe körperliche Belastung dar, die bis zu zwei Tonnen Gepäck pro Mitarbeiter und Stunde betragen kann, mit Extremfällen von bis zu 16 Tonnen pro Schicht. Flughafenchef Roland Hüser sieht in dieser manuellen Tätigkeit einen potenziellen Engpass im gesamten Abfertigungsprozess. Das Projekt, an dem das Fraunhofer IEM sowie die Firmen Insensiv, Ulrich Rotte Anlagenbau und verlinked beteiligt sind, konzentriert sich auf die Entwicklung universeller Erfassungssysteme. Diese sollen jedes einzelne Gepäckstück automatisch identifizieren und präzise lokalisieren. Durch die Bereitstellung dieser intelligenten Informationen an Verladesysteme soll perspektivisch eine automatisierte Be- und Entladung der Koffer in Transportwagen und in die Flugzeugbäuche ermöglicht werden. Die angestrebten Hauptziele des Projekts umfassen die Entlastung des Personals, eine signifikante Steigerung der Effizienz, eine Senkung der Betriebskosten, präzisere logistische Abläufe sowie eine generelle Erhöhung der Kapazität in der Gepäckabfertigung. Dieses Forschungsvorhaben reiht sich in die Bemühungen der Luftfahrtindustrie ein, die Prozesse an den Flughäfen durch Automatisierung und Digitalisierung zukunftssicher zu gestalten und

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LOT Polish Airlines startet neue Langstrecke nach San Francisco

Die Fluggesellschaft LOT Polish Airlines erweitert ihr transatlantisches Streckennetz und nimmt San Francisco als neues Ziel in den Flugplan auf. Ab dem 6. Mai 2026 wird die polnische Star Alliance-Airline in der Sommersaison viermal wöchentlich nonstop den Chopin Flughafen in Warschau mit dem San Francisco International Airport (SFO) verbinden. Die neue Route an die US-Westküste wird mit modernen Boeing 787 Dreamlinern bedient, die drei Serviceklassen – Business, Premium Economy und Economy – anbieten. Die Flugdauer beträgt rund 11,5 Stunden. Mit San Francisco als siebtem nordamerikanischem Ziel baut LOT Polish Airlines ihre Präsenz in den Vereinigten Staaten weiter aus. Die Airline bedient bereits Chicago, New York (JFK und Newark), Los Angeles, Miami sowie Toronto in Kanada. Im letzten Jahr beförderte LOT nach eigenen Angaben rund 800.000 Passagiere zwischen Polen und den USA. Die Verbindung nach San Francisco war bereits für 2020 geplant, wurde jedoch aufgrund der weltweiten Pandemie verschoben. Die Wiederaufnahme der Pläne unterstreicht die wachsende Bedeutung des US-Marktes für die polnische Fluggesellschaft. Um sowohl Geschäftsreisenden als auch Touristen maximale Flexibilität zu bieten, werden die Flüge an vier Tagen pro Woche mit zwei unterschiedlichen Abflugzeiten in Warschau angeboten: mittwochs und samstags am späten Nachmittag, sowie donnerstags und sonntags am Vormittag. Über das Drehkreuz Warschau können Reisende aus neun Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Zubringerflüge nutzen, um die neue Langstreckenverbindung zu erreichen. San Francisco ist dabei besonders für Reisende aus dem Technologie- und Innovationssektor sowie für den Tourismus attraktiv und gilt als wichtiger logischer Baustein im Star Alliance-Netzwerk. Amit Ray,

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Latam Brasil erwartet ab Ende 2026 Auslieferung von zwölf Embraer E195-E2

Die Latam Airlines Group plant eine signifikante Flottenerneuerung und -erweiterung ihrer brasilianischen Tochtergesellschaft. Latam Brasil rechnet im Jahr 2026 mit der Auslieferung von insgesamt zwölf modernen Regionalflugzeugen des Typs Embraer E195-E2. Wie der CEO der brasilianischen Sparte, Jerome Cadier, mitteilte, wird die Übergabe der ersten Maschinen voraussichtlich Ende Oktober des kommenden Jahres erfolgen. Die Bestellung umfasst insgesamt 24 Flugzeuge des brasilianischen Herstellers Embraer, wobei die verbleibenden zwölf Maschinen im Jahr 2027 erwartet werden. Nach derzeitigem Planungsstand sind die ersten zwölf Flugzeuge eindeutig für den Einsatz bei Latam Brasil vorgesehen, die gemessen am Marktanteil die größte Fluggesellschaft des Landes ist. Über den Einsatzort der zweiten Tranche von zwölf Flugzeugen ist noch keine Entscheidung gefallen; diese könnten möglicherweise an andere Töchter der Latam Group in Chile, Kolumbien, Ecuador oder Peru vergeben werden, um deren lokale Operationen zu stärken. Der Einsatz der neuen Embraer E195-E2 zielt darauf ab, das regionale Streckennetz innerhalb Brasiliens weiter zu verdichten und neue, profitable Inlandsrouten zu erschließen. Aktuell bedient Latam Brasil 59 Inlandsziele, plant jedoch, diese Zahl in Kürze auf 63 zu erhöhen, noch bevor die neuen Embraer-Maschinen eintreffen. Die E195-E2, bekannt für ihre Betriebseffizienz auf kürzeren Strecken, wird eine wichtige Ergänzung zur bestehenden Flotte darstellen, die derzeit hauptsächlich aus Airbus-Schmalrumpfflugzeugen für den Kurz- und Mittelstreckenverkehr sowie Boeing-Großraumflugzeugen für Langstreckenverbindungen besteht. Die Flotteninvestition erfolgt vor dem Hintergrund einer positiven Geschäftsentwicklung der Latam Group, die nach eigenen Angaben eine „ausgezeichnete Situation“ erlebt, die die Aufnahme neuer Routen erlaubt. Das internationale Streckennetz von Latam Brasil umfasst derzeit 28 Routen und

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