Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Ghanas ehrgeiziger Plan zur Neugründung einer nationalen Fluggesellschaft

Die Regierung Ghanas unternimmt einen entschlossenen neuen Versuch, eine eigene nationale Fluggesellschaft zu gründen. Das Vorhaben wird von einem zehnköpfigen Sonderausschuss vorangetrieben, dessen Aufgabe es ist, die notwendigen Schritte zur Etablierung eines neuen Flag-Carriers zu beschleunigen. Der Verkehrsminister Ghanas, Joseph Bukari Nikpe, bestätigte in einem Gespräch mit der Zeitung Business & Financial Times am Rande einer Transport- und Logistikmesse in Accra, dass das Team an einem wettbewerbsfähigen und auf die langfristigen wirtschaftlichen Ziele des Landes ausgerichteten Geschäfts- und Managementmodell arbeitet. Die Initiative zielt darauf ab, die Position Ghanas als zentrales Luftfahrtdrehkreuz in der westafrikanischen Region signifikant zu stärken. Die strategische Bedeutung eines Flag-Carriers Für Ghana ist die Wiederbelebung einer staatlich unterstützten Fluggesellschaft mehr als nur eine Frage des Prestiges. Es handelt sich um ein strategisches Element zur Nutzung der geografischen Vorteile und der bestehenden Infrastruktur. Minister Nikpe hob hervor, dass das Land seine Investitionen in die Infrastruktur des Hauptflughafens in Accra sowie seine vorteilhafte Lage als „Tor zu Afrika“ nutzen müsse. Die Etablierung einer nationalen Fluggesellschaft gilt als entscheidend, um direkte Flugverbindungen zu schaffen, den Handel zu erleichtern und den Tourismussektor zu fördern. Der internationale Flughafen Kotoka in Accra ist bereits einer der verkehrsreichsten und modernsten Flughäfen Westafrikas. Die Regierung sieht hierin eine ungenutzte Kapazität, die durch eine starke lokale Fluggesellschaft, die sowohl internationale als auch regionale Verbindungen bedient, voll ausgeschöpft werden könnte. Solche Verbindungen sind essenziell für die wirtschaftliche Integration Ghanas in die Region und darüber hinaus. Eine effektive Luftverkehrsanbindung kann die Kosten für Geschäftsreisen senken, die Lieferketten verbessern

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Emirates stockt Airbus-Bestellung auf 73 A350 auf

Die Fluggesellschaft Emirates hat auf der Dubai Airshow 2025 die Bestellung von acht zusätzlichen Airbus A350-900 bekannt gegeben. Der Auftrag für die Großraumflugzeuge, die mit Rolls-Royce Trent XWB84-Triebwerken ausgestattet werden, beläuft sich nach Listenpreis auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Nachbestellung erhöht sich das gesamte A350-Auftragsbuch von Emirates auf 73 Maschinen. Die Auslieferung der nun zusätzlich georderten Einheiten wird für das Jahr 2031 erwartet. Die jüngste Order ist Teil einer umfassenden Flottenstrategie, die Emirates auf der Luftfahrtmesse in Dubai demonstrierte. Wenige Tage zuvor hatte die Airline bereits eine signifikante Bestellung über 65 zusätzliche Boeing 777-9 bekannt gegeben. Der Gesamtwert der auf der Airshow in Auftrag gegebenen Flugzeuge beläuft sich auf rund 41,4 Milliarden US-Dollar nach Listenpreis. Das gesamte Auftragsbuch von Emirates umfasst damit nun 375 moderne Großraumflugzeuge, darunter 270 Boeing 777X, 73 Airbus A350-900, 35 Boeing 787 sowie zehn Boeing 777-Frachter. Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive der Emirates Airline and Group, hob die Bedeutung des A350 hervor, der seit der ersten Auslieferung im November des Vorjahres Kapazitäten geschaffen und die neuesten Bordprodukte, einschließlich der Premium Economy-Sitze, eingeführt hat. Die Airline verfolgt mit diesen Investitionen das Ziel, ihr globales Streckennetz weiter auszubauen und die Flotte langfristig zu modernisieren. Die A350-Flugzeuge kommen bei Emirates bereits auf Routen im Nahen Osten, in Europa und Asien zum Einsatz, unter anderem auf Verbindungen nach Tunis, Amman und Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Großbestellung bei Airbus sichert nicht nur die langfristige Flottenplanung von Emirates, sondern trägt auch zur Stabilität in der europäischen Fertigungsindustrie bei.

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Linz: Turkish Cargo erwägt Verlegung der Frachtflüge nach Wien

Der Flughafen Linz-Hörsching steht möglicherweise vor einem weiteren empfindlichen Rückschlag in seinem Geschäftsbetrieb. Während das Passagieraufkommen seit Längerem als schwierig gilt, war das Frachtgeschäft bislang eine zentrale Stütze des Unternehmens. Nun droht der Verlust eines der wichtigsten Frachtkunden: Die Frachtdivision der Turkish Airlines, die derzeit viermal wöchentlich die Verbindung zwischen Linz und Istanbul bedient, bestätigt Verhandlungen über eine mögliche Verlegung dieser Flüge zum Flughafen Wien-Schwechat. Obwohl noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde und die Gespräche zuletzt verlangsamt wurden, würde der Wegfall dieser Flüge den Linzer Flughafen in seiner Rolle als wichtiger regionaler Frachtumschlagplatz massiv schwächen. Sollte es zur Verlagerung kommen, würde lediglich noch der Dienst von DHL Express in Linz verbleiben, was die Abhängigkeit des Flughafens von wenigen Anbietern drastisch erhöht. Gegenüber dem ORF Oberösterreich bestätigte das türkische Unternehmen, dass es entsprechende Überlegungen zum Abzug aus Linz gibt. Final entschieden hat man aber noch nicht. Der Frachtumschlag als Lebensader des Linzer Flughafens Der Flughafen Linz hat in den letzten Jahren immer stärker auf das Frachtgeschäft gesetzt, um die Lücken im Passagierverkehr zu kompensieren. Die geografische Lage in Oberösterreich, einem wirtschaftlich starken Bundesland mit zahlreichen produzierenden und exportorientierten Unternehmen, bietet theoretisch gute Voraussetzungen für den Transport von hochwertigen Gütern. Das Frachtgeschäft, das in Linz von der Frachtabteilung des Flughafens aktiv betreut wird, ist weniger saisonabhängig als der Passagierverkehr und trägt maßgeblich zur finanziellen Stabilität und zur Beschäftigung am Standort bei. Die Verbindung mit Turkish Cargo ist dabei von besonderer Bedeutung. Die Fluggesellschaft nutzt Linz als wichtigen Knotenpunkt für den Transport von

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Middle East Airlines gründet Billigfluggesellschaft Fly Beirut ab 2027

Die nationale libanesische Fluggesellschaft Middle East Airlines (MEA) plant die Gründung einer eigenen Billigfluggesellschaft mit dem Namen Fly Beirut. Der Vorstandsvorsitzende der MEA, Mohammad El Hout, gab das Vorhaben im Rahmen der Feierlichkeiten zum 80-jährigen Firmenjubiläum der Airline bekannt. Die neue Tochtergesellschaft soll voraussichtlich im Jahr 2027 ihren Betrieb aufnehmen und ist Teil einer umfassenden Strategie zur Diversifizierung des Geschäftsmodells und zur Stärkung des Luftfahrtstandorts Beirut. Mit der Gründung von Fly Beirut reagiert die MEA auf die langjährigen Beschwerden der libanesischen Diaspora und von Vielfliegern über die hohen Ticketpreise der nationalen Fluggesellschaft. Die neue Billig-Airline soll als hundertprozentige Tochtergesellschaft der MEA, aber mit einer unabhängigen Betriebsstruktur agieren und Flüge zu Preisen anbieten, die Berichten zufolge etwa 30 Prozent unter den Tarifen der Hauptgesellschaft liegen sollen. Fokusmärkte für Fly Beirut werden voraussichtlich Routen in den Nahen Osten und nach Europa sein. Die MEA will dadurch ihre Reichweite erhöhen und gleichzeitig eine klarere operative Unterscheidung zwischen ihrem Full-Service- und dem neuen Low-Cost-Angebot schaffen. Die Gründung der neuen Billig-Airline geht mit weiteren Expansionsplänen der MEA einher. Die Fluggesellschaft erwartet, im kommenden Jahr (2026) sechs neue Airbus-Maschinen in ihre Flotte aufzunehmen. Die neue Billigfluggesellschaft soll Berichten zufolge mit zunächst vier Airbus Narrowbody-Jets starten, wobei A320neo-Flugzeuge von Leasinggebern im Gespräch sind. Parallel zur Expansion der Flugkapazität strebt die MEA die Wiederherstellung der Rolle Beiruts als regionaler Wartungshub für ausländische Fluggesellschaften an. Dazu sind der Bau neuer Einrichtungen und Infrastruktur-Upgrades am Rafic Hariri International Airport notwendig, um die technische Kapazität des Libanon im Luftfahrtsektor zu erhöhen.

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Etihad Guest führt „Saver Award“ ein: Prämienbuchungen mit mehr Flexibilität

Das Vielfliegerprogramm Etihad Guest von Etihad Airways hat eine umfassende Neugestaltung seiner Prämienbuchungsstruktur bekannt gegeben. Die bisherigen „GuestSeat“-Prämien wurden in „Saver Award“ umbenannt, um Mitgliedern künftig mehr Flexibilität und eine transparentere Einlösung ihrer Meilen zu ermöglichen. Die Airline bietet ihren Vielfliegern nun die Möglichkeit, jeden verfügbaren Sitzplatz auf jedem Flug mit Meilen zu buchen, wobei die Wahl zwischen unterschiedlichen Flexibilitätsstufen besteht. Die neuen Saver Awards bieten den Programm-Mitgliedern feste Einlöseraten und bleiben eine exklusive Option für Etihad Guest-Mitglieder. Neu ist, dass die Buchungsoptionen nun parallel zu den kommerziellen Tarifen der Airline angelegt sind und unterschiedliche Tarifmerkmale zur Auswahl stehen, einschließlich der Möglichkeit, vollständig erstattungsfähige Prämienflüge zu buchen. Die neuen Regeln gelten nicht nur für Flüge mit Etihad Airways selbst, sondern auch für das weitreichende Netzwerk von über 26 Partnerfluggesellschaften. Jüngst wurde bekannt, dass auch Hong Kong Airlines in Kürze zu den Partnern zählen wird, womit Etihad Guest seine Position als Vielfliegerprogramm mit dem größten Partnerportfolio außerhalb globaler Zusätzlich zu den neuen Prämienbuchungsoptionen führt Etihad Guest weitere attraktive Vorteile für seine Mitglieder ein. Künftig sammeln Mitglieder bei Buchungen in den Tarifen Comfort und Deluxe auch sogenannte Tier Miles (Statusmeilen), was zwischen 25 und 50 Prozent der normalen Meilen entspricht und den Aufstieg in höhere Statuslevel erleichtern soll. Passagiere der Business Class, die einen Prämienflug im Tarif Comfort oder Deluxe buchen, erhalten zudem einen kostenlosen Chauffeur-Service innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate, unabhängig von ihrem Statuslevel im Vielfliegerprogramm. Diese Änderungen zielen darauf ab, den Wert und die Attraktivität des Etihad Guest-Programms zu steigern

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Emirates verlängert die Ära des Airbus A380

Die Luftfahrtbranche erlebt eine Renaissance des größten Passagierflugzeugs der Welt, getragen vom größten Betreiber: Die in Dubai ansässige Emirates plant, ihre aktive Flotte des Airbus A380 bis Ende des kommenden Jahres von derzeit 95 auf bis zu 110 Flugzeuge auszubauen. Wie AviationWeek berichtet, vollzieht der Golf-Carrier diesen strategischen Schritt als direkte Reaktion auf die anhaltenden Lieferverzögerungen für die bestellten Boeing 777X-Großraumflugzeuge. Anstatt die älteren A380 auszumustern, investiert Emirates massiv in die Verlängerung der Lebensdauer der doppelstöckigen Jets. Ein Kernelement dieser Strategie ist das umfangreiche Nachrüstprogramm, bei dem die Flugzeuge mit modernisierten Premium-Kabinen, einschließlich der vielbeachteten Premium Economy Class, ausgestattet werden. Emirates hält damit nicht nur an dem ikonischen Flugzeug fest, dessen Produktion Airbus bereits eingestellt hat, sondern forciert dessen Einsatz als zentrales Element der globalen Wachstumsstrategie. Tim Clark, Präsident von Emirates Airline, bestätigte die Pläne, die das Engagement des Unternehmens für den Superjumbo unterstreichen und seine Rolle als unangefochtener A380-Weltmarktführer festigen. Die Zwangsheirat mit dem A380: Ersatz für die 777X Die ursprüngliche Planung von Emirates sah vor, einen Teil der A380-Flotte schrittweise aus dem Dienst zu nehmen und durch die nächste Generation von Großraumflugzeugen, insbesondere die Boeing 777X, zu ersetzen. Da die Auslieferung der 777X jedoch erhebliche und wiederholte Verzögerungen erfahren hat, musste Emirates seine mittelfristige Wachstums- und Kapazitätsplanung grundlegend überdenken. Die Entscheidung, die aktive A380-Flotte auf bis zu 110 Flugzeuge zu erweitern, bedeutet, dass Emirates nicht nur stillgelegte Jets reaktiviert, sondern auch Flugzeuge von Leasinggebern erwirbt, um sie weiterhin zu betreiben. Die Fluggesellschaft verfügt laut Daten von ch-aviation über

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Airlink setzt auf Embraer: Ausweitung des Komponentenaustauschprogramms auf E195-E2 Flotte

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer und Airlink, eine führende Regionalfluggesellschaft im südlichen Afrika, haben eine Ausweitung ihres Component Pool Program vereinbart. Die neue Vereinbarung umfasst die Unterstützung von zehn neuen Flugzeugen des Typs Embraer E195-E2, welche Airlink über Leasingverträge mit dem Unternehmen Azorra in ihre Flotte integriert. Dieser Schritt festigt die langjährige Partnerschaft und sichert Airlink eine verbesserte operationelle Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der neuen Jets. Airlink ist bereits seit dem Jahr 2001 Embraer-Kunde und betreibt eine reine Embraer-Flotte. Durch die Integration der zehn neuen E195-E2 in das Pool Program werden künftig insgesamt 78 Flugzeuge der Airline von dem umfassenden Komponentenaustauschservice profitieren. Dieser Service ermöglicht es der Fluggesellschaft, die Ausfallzeiten der Flugzeuge zu reduzieren und die logistischen Prozesse für die Ersatzteilbeschaffung zu optimieren. Das Pool Program nutzt das umfangreiche technische Fachwissen und das globale Servicenetzwerk von Embraer, um Einsparungen bei Reparatur- und Lagerhaltungskosten für Komponenten zu erzielen und dabei garantierte Leistungsniveaus einzuhalten. Die Erweiterung der Vereinbarung ist ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie von Airlink in der Region. Die Fluggesellschaft bedient derzeit 67 Routen zu 47 Destinationen in 15 Ländern im südlichen und östlichen Afrika, einschließlich Inselzielen wie Madagaskar und St. Helena. De Villiers Engelbrecht, CEO von Airlink, hob hervor, dass die Erweiterung des Component Inventory Agreement die nötige Sicherheit biete, um die maximalen betrieblichen und wirtschaftlichen Vorteile aus dem Einsatz der neuen E195-E2-Flugzeuge zu ziehen. Die E195-E2 ist das größte Flugzeug der E2-Jet-Familie von Embraer, welche sich als moderne und effiziente Option im Regionalflugsegment etabliert hat. Die Zusammenarbeit unterstreicht die Rolle von

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WestJet erweitert Europageschäft: Sechs neue Transatlantik-Routen mit der Boeing 737 Max 8

Die kanadische Fluggesellschaft WestJet baut ihr europäisches Streckennetz in einem strategisch bedeutsamen Umfang aus und kündigt die Aufnahme von sechs neuen Transatlantik-Routen an, die alle mit der Boeing 737 Max 8 bedient werden. Ab Mai und Juni 2026 verbindet die Airline Toronto mit Cardiff (Wales), Glasgow (Schottland) und Ponta Delgada (Azoren) sowie Halifax mit Kopenhagen (Dänemark), Lissabon (Portugal) und Madrid (Spanien). Mit Ausnahme von Glasgow handelt es sich bei den neuen Zielen um Erstverbindungen in das Streckennetz von WestJet. Diese aggressive Expansion unterstreicht WestJets Ambitionen, eine gewichtigere Rolle im Transatlantikverkehr zu spielen, indem sie Nischenmärkte mit dem effizienten Schmalrumpfflugzeug erschließt. Vier der sechs neuen Strecken werden ohne direkten Wettbewerb mit anderen Fluggesellschaften angeboten, was die gezielte Suche WestJets nach unbedienten oder unterversorgten Märkten hervorhebt. Die Ankündigung, die etwa sechs Monate vor dem Betriebsbeginn erfolgt, verschafft dem Unternehmen ausreichend Zeit, um die neuen Verbindungen zu bewerben und den Ticketverkauf anzukurbeln. Die neuen Routen nach Europa nutzen die vergrößerte Reichweite des Boeing 737 Max 8, um Langstreckenflüge kosteneffizient anzubieten und das kanadische Drehkreuz Halifax, insbesondere, als wichtiges Tor zu Europa zu positionieren. Neue Strecken und Betriebsdetails Die sechs neuen Europa-Verbindungen von WestJet starten gestaffelt im Mai und Juni 2026. Alle Routen werden viermal wöchentlich bedient, was für eine Erstaufnahme von Langstreckenverbindungen eine robuste Frequenz darstellt. Startdatum Route Frequenz Fluggerät Entfernung (km) Max. Blockzeit Direkte Konkurrenz? 1. Mai Halifax – Lissabon 4x wöchentlich 737 Max 8 4.482 6h 40m Nein 15. Mai Halifax – Madrid 4x wöchentlich 737 Max 8 4.824 7h 20m

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Alltours: Dennis Schrahe übernimmt als Hauptgeschäftsführer die Führung der Veranstaltersparte

Die Unternehmensgruppe Alltours ordnet ihre Führungsebene neu und setzt auf einen erfahrenen Branchenkenner für die Leitung ihres Kerngeschäfts. Spätestens zum 1. Juni 2026 wird Dennis Schrahe die Position des Hauptgeschäftsführers der Reiseveranstalter Alltours Flugreisen und Byebye sowie der angeschlossenen Reisebüro-Kette Reisecenter Alltours übernehmen. Mit dieser Personalentscheidung, die von Inhaber Willi Verhuven persönlich initiiert wurde, strebt der viertgrößte deutsche Reiseveranstalter eine Stärkung seiner operativen und strategischen Führung an. Schrahe, der in der Touristik- und Kreuzfahrtindustrie auf mehr als 25 Jahre Erfahrung zurückblickt, löst in der Leitung der Reisebüro-Kette Benjamin Meller ab und soll die Wachstumsstrategie des Unternehmens mit besonderem Fokus auf Effizienz und Digitalisierung vorantreiben. Die Rückkehr von Schrahe, der bereits von 2001 bis 2005 im Revenue Management von Alltours tätig war, signalisiert eine Rückbesinnung auf bewährte Partnerschaften, kombiniert mit dem Anspruch, das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. Die Unternehmensgruppe setzt auf Schrahes ausgewiesene Expertise in zentralen Managementbereichen, die für den Erfolg in der dynamischen Reisebranche entscheidend sind. Ein erfahrener Branchenveteran kehrt zurück Dennis Schrahe bringt eine umfassende Qualifikation und eine detaillierte Kenntnis der internationalen Touristikbranche in seine neue Rolle bei Alltours ein. Seine über 25-jährige Karriere umfasst wichtige Stationen bei Branchengrößen, was ihn zu einem ausgewiesenen Experten für die komplexen Abläufe in der Reise- und Kreuzfahrtindustrie macht. Seine Kernkompetenzen liegen insbesondere in der Erlös- und Kapazitätssteuerung (Revenue Management) sowie im Flug- und Transport-Management. In der hochgradig volatilen Reisebranche ist die effiziente Steuerung von Preisen und verfügbaren Kapazitäten – von Hotelkontingenten bis hin zu Flugsitzen – ein entscheidender Faktor für die Rentabilität eines

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Lufthansa bewertet Strecke Münster/Osnabrück – München nach Steuersenkung neu

Die Lufthansa Group prüft die Zukunft ihrer innerdeutschen Verbindung zwischen dem Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) und München (MUC) erneut. Die Neubewertung erfolgt vor dem Hintergrund der kürzlich von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungen für die Luftverkehrsbranche in Deutschland. Die Strecke stand zuvor monatelang auf dem Prüfstand, da die Rentabilität durch hohe Standort- und Betriebskosten belastet war. Die Spitzen der Bundesregierung einigten sich darauf, die Luftverkehrsteuer zum 1. Juli 2026 auf das Niveau vor der Erhöhung vom Mai 2024 zurückzuführen. Diese Maßnahme soll die Branche insgesamt um rund 350 Millionen Euro entlasten. Ein Sprecher der Lufthansa City Airlines, welche die Zubringerstrecke aktuell bedient, bestätigte, dass nun alle zur Disposition stehenden Routen unter Einbeziehung dieser Entlastungen und weiterer angekündigter Gebührensenkungen weiter geprüft werden. Lufthansa City Airlines betonte dabei, dass insbesondere die zügige Umsetzung der angekündigten Gebührensenkungen an den Flughäfen entscheidend sei, um eine positive Neubewertung zu ermöglichen. Die Verbindung Münster/Osnabrück–München spielt eine wichtige Rolle als Zubringerflug für das Langstreckennetz der Lufthansa an ihrem Drehkreuz München. Derzeit wird diese und weitere Zubringerstrecken von der jungen Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines durchgeführt, die sukzessive die Rolle der Lufthansa Cityline übernehmen soll. Die Airline baut ihre Flotte aus, um das Wachstum zu stemmen. Ab dem kommenden Jahr soll die Flotte um neue Airbus-A220-Flugzeuge ergänzt werden. Aktuell betreibt Lufthansa City Airlines eine Flotte aus Airbus A319 und A320 Neo und bedient Ende dieses Jahres 16 europäische sowie sechs innerdeutsche Ziele, zu denen auch Münster/Osnabrück gehört. Vertreter der Oppositionspartei Union begrüßten die Steuersenkung, forderten jedoch gleichzeitig, dass die Entlastungen in

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