Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Afrikanische Airline sichert sich ehemalige OE-LGL

Die kamerunische Nationalairline Camair-Co wird in Kürze eine ehemalige Austrian Airlines De Havilland DHC-8-400 übernehmen. Seit dem 31. März 2021 steht die DHC-8-400 mit dem Kennzeichen OE-LGL (msn 4310) in Bratislava bei der Austrian Airlines Technik Bratislava. Wenige Wochen davor, am 15. März 2021, hatte dieser Turboprop den letzten kommerziellen Einsatz für Austrian Airlines als OE522 von Venedig zurück nach Wien. Doch zwischenzeitlich ist der Eigentümer dieser Maschine die in Dublin ansässige Firma EIC Aircraft Limited – ein Tochterunternehmen der auf Regionalflugzeuge spezialisierten Leasinggesellschaft Regional One. Das in Miami ansässige Unternehmen verfügt über etwa 80 Flugzeuge, jedoch sind die meisten davon aufgrund COVID-19 arbeitslos. Lediglich für 34 Maschinen bestehen aktuell Dry-Lease-Verträge mit unterschiedlichen Fluggesellschaften weltweit. Da kommt es für Regional One gelegen, dass nun die erwähnte DHC-8-400 bei der Camair-Co untergebracht werden konnte. Bereits sind erste Bilder aus Bratislava in voller Camair-Co-Bemalung zu finden. Mit der baldigen Übernahme dieser Maschine wird Camair-Co wiederum die Dash 8-400 betreiben. Bereits zwischen April 2018 und Mai 2020 hatte Camair-Co bis zu zwei Q400 auf dem Regionalnetz im Einsatz. Beide Maschinen wurden jedoch an den Eigentümer Abu Dhabi Aviation returniert und durch die Xian MA-60 ersetzt.

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Fly2Sky: Neue ACMI-Verträge in Europa

Der Bulgarische ACMI-Spezialist Fly2Sky konnte zwei neue Verträge mit Wizz Air für zwei Airbus A320-200 abschließen. Am 10. August 2021 hat Fly2Sky in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass man für die beiden Airbus A320-200, LZ-MDI und LZ-MDK, mit einer europäischen Airline für das Sommergeschäft ACMI-Verträge vereinbaren konnte. Für welches Unternehmen Fly2Sky die beiden A320 einsetzt ging aus der Meldung nicht hervor. Aviation.Direct weiß aber, dass es sich um Wizz Air handelt. Beide Airbusse fliegen bereits seit dem 5. August 2021 für die ungarische Airline und sind in Varna resp. Mailand-Malpensa stationiert. Fly2Sky wurde im Jahre 2017 als indirekter Nachfolger der bekannten Air VIA unter dem Namen VIA Airways gegründet, änderte aber bereits den Namen im Jahr 2019 auf Fly2Sky. Neben den zwei erwähnten A320-200 wird noch eine dritte Maschine (LZ-MDO) aktuell für die ägyptische Alexandria Airlines eingesetzt. Es ist außerdem geplant, noch diesen Sommer einen ersten Airbus A321-200 (LZ-MDF) in die Flotte aufzunehmen.

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Air Berlin: Kein Ende des Insolvenzverfahrens in Sicht

Am Abend des 27. Oktober 2017 landete die letzte Maschine der Air Berlin im damaligen Hauptstadtflughafen Berlin-Tegel. Bereits zwei Monate davor beantragte Air Berlin die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, welches bis heute andauert und dessen Ende noch nicht in Sicht ist. Wie die Berliner Morgenpost berichtete, ist bei dem Insolvenzverfahrens der Air Berlin kein Ende in Sicht. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Lucas Flöther sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), „Vermutlich ist das Air-Berlin-Verfahren – gemessen an der Zahl der Gläubiger – das mit Abstand größte Insolvenzverfahren der deutschen Wirtschaftsgeschichte“ und „Fünf bis zehn Jahre dürfte bei einem solchen Mega-Verfahren eine realistische Schätzung sein.“ Air Berlin war hinter der Lufthansa die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft und setzte zuletzt eine reine Airbus-Flotte bestehend aus den Typen Airbus A319, A320, A321 und A330 ein. Betroffen von der Insolvenzeröffnung am 15. August 2017 sind etwa 1,3 Millionen Gläubiger, für diese stehen jedoch die Chancen auf eine Erstattung der Forderungen sehr gering aus. Ob die angesetzten 10 Jahre für das Insolvenzverfahrens ausreichen, darf aber bezweifelt werden. Die Insolvenz der ehemalige Schweizer Nationalfluggesellschaft Swissair (Betrieb eingestellt am 31. März 2002) dauert nach knapp 20 Jahren auch immer noch an.

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