Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Beinahe-Kollision am LAX: Flugzeuge mussten nach Start Ausweichmanöver fliegen

Am 31. Oktober 2025 kam es am Los Angeles International Airport (LAX) kurz nach dem Start zu einem schwerwiegenden Zwischenfall, bei dem zwei Passagierjets nur durch rasches Eingreifen der Fluglotsen eine Beinahe-Kollision vermeiden konnten. Beteiligt waren Flug AZ621 der ITA Airways (Airbus A330-900) auf dem Weg nach Rom Fiumicino (FCO) und Flug AA4 von American Airlines (Airbus A321) mit Ziel New York JFK. Der Vorfall ereignete sich, als die ITA-Maschine unmittelbar nach dem Abheben eine unerwartete Linkskurve über den Dockweiler Beach flog. Beobachter beschrieben das Manöver als höchst ungewöhnlich, da es offensichtlich ohne die erforderliche Freigabe der Flugverkehrskontrolle (Air Traffic Control, ATC) erfolgte und direkt in den Flugweg des ebenfalls startenden American Airlines Jets führte. Die Fluglotsen am LAX reagierten unverzüglich und entschieden die Situation durch Ausweichbefehle zu entschärfen. Der ITA-Pilot wurde angewiesen, den Kurs sofort zu korrigieren, während die American Airlines Crew ebenfalls Anweisungen erhielt, den eigenen Kurs zu ändern. Nachdem die Gefahr gebannt war, fragten die Controller die ITA-Besatzung nach der Ursache für die Abweichung, woraufhin der Pilot lediglich mit „Entschuldigung“ antwortete. American Airlines bestätigte den Vorfall, bei dem 90 Passagiere und sieben Crew-Mitglieder an Bord des Fluges AA4 waren. Die Fluggesellschaft dankte der eigenen Besatzung und den Fluglotsen für ihr professionelles Handeln. Auch ITA Airways bestätigte den Vorfall und kündigte an, eine interne Untersuchung gemäß den regulatorischen Verfahren einzuleiten. Die Maschine der ITA landete plangemäß und sogar vor der geplanten Zeit in Rom. Eine detaillierte Stellungnahme der zuständigen US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) steht derzeit noch aus.

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Oberstes Gericht Indiens interveniert: Rufe nach unabhängiger Untersuchung des Air India 787-Absturzes intensivieren sich

Der tödliche Absturz eines Boeing 787 Dreamliner der Air India im Juni 2025, bei dem 260 Menschen ums Leben kamen, beschäftigt nun das Oberste Gericht Indiens. Während die Regierung die laufenden Ermittlungen als sauber und gründlich verteidigt, hat das Gericht klargestellt, dass der vorläufige Untersuchungsbericht keine Schuldzuweisungen gegen den Kapitän des Fluges enthält. Diese Klarstellung kommt inmitten einer Petition, die eine unabhängige Expertenkommission unter der Leitung eines pensionierten Richters fordert, um die Ursachen des Unglücks zu klären. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine hochgradig anomale Sequenz kurz nach dem Start: Die Kraftstoffkontrollschalter beider Triebwerke wurden fast gleichzeitig aus der Position „Run“ in die Position „Cutoff“ bewegt. Dieser ungewöhnliche Umstand ist der Dreh- und Angelpunkt der laufenden Kausalitätsanalyse und wirft ernste Fragen bezüglich der Betriebsabläufe, des menschlichen Faktors und potenzieller Designaspekte des Flugzeugmusters auf. Die Entscheidungen des Gerichts und die endgültigen Untersuchungsergebnisse werden weitreichende Konsequenzen für das Ansehen von Air India, die Sicherheitspraktiken der Luftfahrtindustrie und die Abwicklung der Entschädigungsansprüche der Opfer haben. Die gerichtliche Forderung nach Unabhängigkeit in der Luftfahrtaufklärung Die jüngste Intervention des Obersten Gerichts in die Untersuchung des Air India 787-Absturzes vom Juni 2025 unterstreicht die Sensibilität und die hohen Einsätze dieses Unglücks. Die bevorstehende Anhörung der Petition, die vom Vater des Piloten eingereicht wurde und eine unabhängige Expertenuntersuchung fordert, markiert einen ungewöhnlichen Schritt. Das juristische Gremium wird am 10. November über die Forderung nach Einsetzung einer unabhängigen Kommission entscheiden, die von einem pensionierten Richter geleitet werden soll. Die Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung durch eine außenstehende Instanz,

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Archer Aviation übernimmt Flughafen Hawthorne für 126 Millionen US-Dollar

Das auf elektrische Senkrechtstarter und -lander (eVTOL) spezialisierte Luftfahrtunternehmen Archer Aviation hat mit der geplanten Übernahme des Hawthorne Municipal Airport (HHR) in Südkalifornien für 126 Millionen US-Dollar einen strategischen Meilenstein gesetzt. Die Akquisition, die noch von der Stadt Hawthorne genehmigt werden muss, positioniert das Gelände des auch als Jack Northrop Field bekannten Flughafens als primären operativen Hub für Archers geplantes Lufttaxi-Netzwerk im Großraum Los Angeles. Die strategische Bedeutung der Immobilie reicht jedoch über die bloße Logistik hinaus: Archer plant, HHR auch als zentrales Test- und Entwicklungszentrum für künstliche Intelligenz (AI)-gestützte Flugverkehrs- und Bodenbetriebs-Managementsysteme zu nutzen, die für die sichere Integration der eVTOL-Flotte in den komplexen urbanen Luftraum von Los Angeles unerlässlich sind. Der Deal signalisiert das Übergewicht der Infrastrukturkontrolle in der frühen Phase des Advanced Air Mobility (AAM)-Marktes und wird von strategischen Partnern wie United Airlines begrüßt, die die Notwendigkeit neuer, technologiegetriebener Lösungen für verstopfte Verkehrsadern unterstreichen. Die strategische Bedeutung des Jack Northrop Field (HHR) Der Hawthorne Municipal Airport ist aufgrund seiner geografischen Lage ein einzigartiges Luftfahrt-Asset im Herzen der Metropolregion Los Angeles. Das 80 Hektar große Gelände liegt weniger als fünf Kilometer vom Los Angeles International Airport (LAX) entfernt, was es zu einem idealen Ausgangspunkt für Pendler und Reisende macht. Gleichzeitig befindet sich HHR in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Sport- und Unterhaltungsstätten wie dem SoFi Stadium, The Forum und dem Intuit Dome sowie in geringer Distanz zur Innenstadt von Los Angeles. Historisch ist das Gelände als Jack Northrop Field bekannt und war einst ein Zentrum der amerikanischen Luft- und

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Großübung am Köln Bonn Airport testet Krisenmanagement

Am Samstag fand am Flughafen Köln/Bonn eine umfassende Notfallübung nach den Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) statt. Zahlreiche Einsatzkräfte des Flughafens, der Berufsfeuerwehr Köln, der Bundeswehrfeuerwehr, der Bundes- und Landespolizei sowie weiterer Partner probten dabei das koordinierte Vorgehen im Ernstfall. Solche ICAO-Übungen sind für internationale Verkehrsflughäfen verpflichtend und müssen mindestens alle zwei Jahre durchgeführt werden, um die Betriebsgenehmigung zu erhalten und die Abläufe im Notfall- und Krisenmanagement zu überprüfen. Das anspruchsvolle Szenario simulierte einen Vogelschlag während der Landephase eines Flugzeugs, der eine massive Triebwerksbeschädigung zur Folge hatte. Nach der Notlandung entwickelte sich ein Brand, der in einer Explosion mündete und die Evakuierung des Flugzeugs notwendig machte. Unter realistischen Bedingungen, zu denen auch geschminkte Darsteller der Verletzten gehörten, retteten und versorgten die rund 350 beteiligten Personen die Betroffenen. Neben den Kräften vor Ort wurden auch der Krisenstab und das Special Assistance Team des Flughafens in das Szenario eingebunden. Die Übung fand auf einem gesperrten Abschnitt der kleineren Start- und Landebahn statt, sodass der reguläre Flugbetrieb auf den anderen Bahnen planmäßig und ohne Beeinträchtigung weiterlaufen konnte. Nicolas Novacek, Geschäftsbereichsleiter Aviation bei der Flughafen Köln/Bonn GmbH, betonte die Wichtigkeit derartiger Praxistests: „Nur durch das organisierte und strukturierte Zusammenspiel vieler Beteiligter lässt sich sicherstellen, dass wir im Ernstfall schnell, abgestimmt und effektiv handeln können.“ Obwohl die Übung zu einem erhöhten Aufkommen von Einsatzfahrzeugen mit Sondersignal auf den Zufahrtsstraßen führte, wurde der Flugbetrieb selbst nicht beeinträchtigt. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Großübung werden nun von allen beteiligten Stellen detailliert ausgewertet, um die Notfall- und Krisenmanagementprozesse

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Wizz Air setzt Wachstumskurs fort: Über 6,3 Millionen Passagiere im Oktober 2025

Die Low-Cost-Fluggesellschaft Wizz Air setzt ihren Expansionskurs im europäischen Luftverkehr ungebremst fort. Im Monat Oktober 2025 beförderte die Airline rund 6,36 Millionen Passagiere. Dies entspricht einem deutlichen Anstieg von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Fluggesellschaft konnte damit im Spätherbst ihren Wachstumstrend beibehalten. Parallel zur erhöhten Passagierzahl steigerte Wizz Air auch ihre Sitzplatzkapazität um 13,0 Prozent auf rund 6,85 Millionen Sitze. Trotz dieser massiven Kapazitätserweiterung konnte die durchschnittliche Auslastung (Load Factor) mit 92,9 Prozent auf dem sehr hohen Niveau des Vorjahresoktobers gehalten werden. Dieses Ergebnis unterstreicht die starke Nachfrage nach den Flugangeboten von Wizz Air, die vor allem im zentral- und osteuropäischen Raum (CEE) sowie auf Strecken in den Nahen Osten stark präsent ist. Die Strategie, verstärkt auf moderne Flugzeuge wie den Airbus A321neo zu setzen – bei dem Wizz Air der größte Betreiber in Europa ist – ermöglicht diesen aggressiven Kapazitätsausbau. Auch die längerfristige Entwicklung der Fluggesellschaft zeigt eine positive Dynamik. In den zurückliegenden zwölf Monaten beförderte Wizz Air insgesamt rund 67,39 Millionen Passagiere, was einem Wachstum von 7,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Die durchschnittliche Auslastung verbesserte sich über diesen Zeitraum ebenfalls um 1,1 Prozentpunkte auf 91,2 Prozent. Beobachter des Sektors sehen in den veröffentlichten Zahlen eine Bestätigung der anhaltenden Stärke des Low-Cost-Segments in Europa, auch wenn Wizz Air an einigen Standorten wie Wien strategische Anpassungen im Streckennetz vornimmt.

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Türkische Airlines sichert sich 26-Prozent-Anteil an Air Europa und ermöglicht vorzeitige Kreditrückzahlung

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa hat eine weitreichende Vereinbarung mit Turkish Airlines abgeschlossen. Im Rahmen dieser strategischen Partnerschaft erwirbt die türkische Fluglinie voraussichtlich einen Anteil von 26 Prozent an Air Europa mittels eines 300 Millionen Euro schweren Wandelkredits. Die Transaktion bewertet Air Europa, die derzeitige Nummer drei im spanischen Markt, mit 1,175 Milliarden Euro. Ein unmittelbarer Effekt des Abkommens ist die vorzeitige Rückzahlung eines staatlich abgesicherten Kredits in Höhe von 475 Millionen Euro an die spanische Staatsholding SEPI (Sociedad Estatal de Participaciones Industriales), der ursprünglich zur Bewältigung der Coronakrise gewährt wurde. Die frühzeitige Tilgung des SEPI-Darlehens, welche ein Jahr vor dem ursprünglichen Zeitplan erfolgt, wird durch die Investition von Turkish Airlines sowie durch Eigenmittel von Air Europa ermöglicht. Bereits Anfang des Jahres hatte die Airline ein weiteres, staatlich garantiertes Bankdarlehen der ICO (Instituto de Crédito Oficial) in Höhe von 141 Millionen Euro vollständig beglichen. Mit dem Abschluss der staatlichen Finanzhilfen beendet Air Europa offiziell die finanzielle Unterstützung, die während der Pandemie notwendig war. Die Fluggesellschaft betont, seit der Krise durch Steuern, Gebühren und Zinsen mehr als 1,8 Milliarden Euro zur spanischen Wirtschaft beigetragen zu haben. Zudem wurden rund 4.000 Arbeitsplätze gesichert und über 600 neue Stellen geschaffen. Das Abkommen führt nun drei bedeutende Akteure der Luftfahrt zusammen: Air Europa, Turkish Airlines als neuen strategischen Partner und die IAG (International Airlines Group), die ihre bestehende Beteiligung von 20 Prozent an Air Europa beibehält. Die Gründerfamilie Hidalgo behält über Globalia die Mehrheit der Anteile. Dies soll die spanische Identität der Airline und

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Mit einem Stopp: Jetstar lanciert längste A321LR-Verbindung

Die australische Billigfluggesellschaft Jetstar, eine Tochter der Qantas Group, setzt ihre Strategie fort, internationale Verbindungen von Australiens Regionalflughäfen aus zu etablieren. Jüngster Beleg hierfür ist die Ankündigung einer brandneuen, einstufigen Route, die ab März 2026 die Sunshine Coast (MCY) mit Bali und Singapur verbinden wird. Diese neue Flugverbindung, die auf dem zehntgrößten Flughafen Australiens startet, unterstreicht die Notwendigkeit für Fluggesellschaften, kreativ zu werden, da die direkten Verkehrsrechte von den Hauptmetropolen Australiens nach Bali (Denpasar) weitgehend ausgeschöpft sind. Die strategische Route nutzt Airbus A321LR-Flugzeuge und folgt kurz auf die erfolgreiche Einführung eines Direktfluges von Newcastle (NTL) nach Bali, der Newcastle die längste internationale Verbindung seiner Geschichte beschert. Parallel dazu verzeichnete der Flughafen Adelaide die kürzeste internationale Route seiner Historie mit einem neuen Dienst nach Christchurch. Diese Entwicklungen signalisieren eine Verschiebung der internationalen Abflüge hin zu regionalen Zentren und demonstrieren die operative Flexibilität der Fluggesellschaften bei der Erschließung neuer Märkte. Die neue Ein-Stopp-Verbindung von Sunshine Coast nach Bali und Singapur Ab dem 24. März 2026 wird Jetstar die neue Route Sunshine Coast (MCY) – Bali (DPS) – Singapur (SIN) dreimal wöchentlich bedienen. Die Gesamtstrecke, die pro Richtung 3.308 nautische Meilen (6.126 Kilometer) umfasst, wird mit dem Airbus A321LR geflogen. Dieses Flugzeugmuster, das in einer reinen Economy-Konfiguration 232 Sitzplätze bietet, zeichnet sich durch seine hohe Reichweite und die niedrigen Kosten pro Sitzkilometer aus. Die Verbindung von der Sunshine Coast, einem wichtigen Zentrum in Queensland, ist strategisch interessant. Bali, als eines der beliebtesten internationalen Urlaubsziele für Australier, ist der Hauptmarkt. Da Direktflüge von Australiens

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Richter lehnt Prozess ab: Boeing entgeht Strafverfahren wegen 737 Max Abstürzen

Ein US-Bundesrichter hat eine Anklage wegen krimineller Verschwörung gegen den Flugzeughersteller Boeing im Zusammenhang mit den zwei tödlichen Abstürzen des Flugzeugtyps 737 Max abgewiesen. Die Entscheidung von Richter Reed O’Connor beendet vorerst einen jahrelangen Rechtsstreit um die Rolle Boeings bei der Entwicklung und Zulassung des Flugsteuerungs-Systems MCAS, das 2018 und 2019 zum Tod von 346 Menschen führte. Richter O’Connor gab damit einem Antrag des US-Justizministeriums (DOJ) statt, das ein zuvor ausgehandeltes Abkommen zur Beilegung der strafrechtlichen Vorwürfe gegen den Konzern verteidigt hatte. Der Beilegungsmechanismus sieht vor, dass Boeing Strafen, Entschädigungen für die Opfer und Investitionen in Sicherheit und Compliance in Höhe von insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar leistet. Mit diesem Urteil entgeht der Flugzeughersteller einem aufsehenerregenden und potenziell imageschädigenden Strafprozess. Das Justizministerium argumentierte, dass die getroffene Vereinbarung dem öffentlichen Interesse besser diene, da ein Prozess ein ungewisses Ergebnis hätte nach sich ziehen können, möglicherweise sogar mit einer geringeren Gesamtstrafe für das Unternehmen. Den Recherchen zufolge umfasst die Gesamtsumme eine Geldbuße von 243,6 Millionen US-Dollar, 500 Millionen US-Dollar zur Entschädigung von Opfern und Familien sowie 200 Millionen US-Dollar für die Fluggesellschaften. Die Entscheidung ist jedoch höchst umstritten. Angehörige vieler Opfer, deren Familienmitglieder bei den Abstürzen in Indonesien (Oktober 2018) und Äthiopien (März 2019) starben, hatten in einer Anhörung im September das Gericht eindringlich aufgefordert, den Deal abzulehnen und Boeing vor Gericht zu stellen. Kritiker warfen dem Unternehmen vor, sich „seine Freiheit gekauft“ zu haben und forderten mehr strafrechtliche Rechenschaftspflicht. Das Justizministerium führte dagegen an, dass die Familien von 110 Opfern die Beilegung

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Norwegische Luftfahrtgruppe verzeichnet Passagierwachstum und beginnt Flottenerneuerung

Die norwegische Luftfahrtgruppe, bestehend aus den Fluggesellschaften Norwegian und Widerøe, hat im Oktober 2025 insgesamt 2,64 Millionen Passagiere befördert. Dies entspricht einer Steigerung von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Allein Norwegian beförderte 2,25 Millionen Passagiere, während die regionale Fluglinie Widerøe 389.000 Fluggäste zählte. Dieses Wachstum geht einher mit einer soliden operativen Leistung beider Fluggesellschaften, die eine hohe Pünktlichkeit und Auslastung der Flüge meldeten. Ein bedeutender Meilenstein im Berichtsmonat war die Ankunft des ersten fabrikneuen Flugzeugs vom Typ Boeing 737 Max 8 (SE-NAD) aus Norwegians Großbestellung von 80 Maschinen. Die Auslieferung markiert den offiziellen Beginn des Programms zur Flottenerneuerung und Modernisierung, welches für Norwegian ein zentraler Pfeiler der Effizienz- und Wachstumsstrategie, bekannt als „Program X“, darstellt. Trotz der laufenden Modernisierungsbemühungen zeigte sich die Pünktlichkeit beider Fluggesellschaften im Oktober stark: Norwegian erreichte eine Pünktlichkeitsrate von 84,7 Prozent, Widerøe sogar 88,7 Prozent. Die Gruppe blickt nach Aussage von CEO Geir Karlsen zuversichtlich auf die kommende Wintersaison. Das Winterprogramm 2025, das Ende Oktober startete, beinhaltet sechs neue Routen zu beliebten Warmwasserzielen. Die Nachfrage, insbesondere für Weihnachtsreisen, sei weiterhin robust. Die Kapazitätsauslastung (Load Factor) von Norwegian lag bei 87,3 Prozent, während Widerøe eine Auslastung von 73,4 Prozent verzeichnete. Geir Karlsen bekräftigte die Erwartung einer vielversprechenden Wintersaison, gestützt durch die Effizienzinitiativen und die positive Buchungsdynamik, die sich bereits im Quartalsbericht des dritten Quartals 2025 gezeigt hatte.

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Flugchaos durch Haushaltsstreit: FAA begrenzt Flugverkehr an 40 US-Flughäfen

Der anhaltende Haushaltsstreit im US-Kongress hat direkte und tiefgreifende Auswirkungen auf den zivilen Luftverkehr der Vereinigten Staaten. Aufgrund massiver Personalengpässe in der Flugsicherung hat die US-Luftfahrtaufsicht (FAA) am Donnerstag eine kurzfristig anberaumte Begrenzung des Flugverkehrs angekündigt, die ab Freitag in Kraft tritt. An 40 der verkehrsreichsten Flughäfen des Landes müssen Fluggesellschaften ihre Flugkapazitäten zunächst um vier Prozent reduzieren. Ab dem 14. November 2025 soll die Entlastung des Flugsicherungssystems sogar auf zehn Prozent steigen. Die drastischen Maßnahmen sind eine direkte Konsequenz des sogenannten „Government Shutdowns“, der seit nunmehr 38 Tagen anhält und dazu führt, dass Bundesbedienstete, einschließlich der Fluglotsen, kein Gehalt mehr erhalten. Die FAA reagiert damit auf eine alarmierende Situation in einigen Flugsicherungszentren entlang der US-Ostküste, wo Krankenstände von bis zu 80 Prozent gemeldet werden. Während internationale Flüge und der Interkontverkehr vorerst von den Kürzungen ausgenommen sind, müssen sich Millionen von Passagieren im Inland auf erhebliche Verspätungen und Flugausfälle einstellen. Der Shutdown als Ursache des Flugchaos Die Wurzel des aktuellen Chaos im US-Luftverkehr liegt in der politischen Blockade im US-Kongress. Da sich Republikaner und Demokraten nicht auf einen Bundeshaushalt einigen konnten, trat am 1. Oktober 2025 ein „Government Shutdown“ in Kraft – der längste in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Dies bedeutet, dass zahlreiche Bundesbehörden ihre nicht essenziellen Tätigkeiten einstellen müssen und Hunderttausende von Bundesbediensteten, darunter die Fluglotsen der FAA und die Sicherheitsmitarbeiter der Transport Security Administration (TSA), in den Zwangsurlaub geschickt werden oder ohne Bezahlung arbeiten müssen. Obwohl Fluglotsen als unverzichtbare Arbeitskräfte gelten und zur Arbeit verpflichtet sind, erhalten

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