Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Flughafen Lüttich meldet starkes drittes Quartal und Aufstieg zur europäischen Frachtspitze

Der Flughafen Lüttich (Liege Airport, LGG), Belgiens größter Frachtflughafen, verzeichnete im dritten Quartal 2025 ein deutliches Wachstum im Güterverkehr. Von Juli bis September 2025 wurden insgesamt 334.956 Tonnen Fracht abgefertigt, was einer Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q3 2024: 272.210 Tonnen) entspricht. Auch die Zahl der Frachtflugbewegungen stieg im gleichen Quartal um 9 Prozent auf 7.262 Flüge. Die Dynamik im dritten Quartal basiert laut Flughafenangaben sowohl auf robusten europäischen Exporten, die ein Wachstum von 26 Prozent verzeichneten, als auch auf E-Commerce-Importen. Bereits in den Vormonaten hatte der Flughafen starke Zuwächse gemeldet, mit 14 Prozent Plus im Juli und 29 Prozent im August, traditionell ruhigeren Monaten. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 summiert sich der Frachtumschlag in Lüttich auf 961.640 Tonnen, was einer Steigerung von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum untermauert die strategische Fokussierung des Flughafens auf den reinen Frachtbetrieb („freightersfirst“). Der LGG, der aktuell als der fünftgrößte Cargo-Airport Europas gilt, hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen neuen Meilenstein erreicht: Er avancierte zum führenden europäischen Flughafen für Vollfrachter und behauptete seine Führungspositionen im Transport von E-Commerce, Pferden und Blumen. Die anhaltende positive Entwicklung in Lüttich steht im Einklang mit einer langfristigen Aufwärtsentwicklung. Eine kürzlich veröffentlichte globale Luftverkehrsstudie für den Zeitraum 2019 bis 2024 listet den Flughafen Lüttich unter den Top 5 der Frachtwachstumsraten weltweit, mit einem Zuwachs von 29 Prozent. Diese Zahlen belegen die wachsende Bedeutung des LGG als wichtiger Logistikknotenpunkt für den europäischen und internationalen Handel, spezialisiert auf Güter wie

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Zweifel an der Machbarkeit der CO2-Neutralität 2050: Luftfahrtbranche kämpft mit Technologie- und Kraftstoffengpässen

Der Luftfahrtsektor sieht sich mit den weitreichenden Zielen zur Reduktion seiner Kohlenstoffdioxid-Emissionen konfrontiert, doch die Machbarkeit des vom internationalen Airline-Verband IATA für 2050 ausgerufenen Ziels der CO2-Neutralität wird zunehmend infrage gestellt. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa, äußerte in einem aktuellen Interview mit dem Deutschlandfunk deutliche Skepsis hinsichtlich der Erreichbarkeit dieser Vorgabe, zu der sich die IATA-Mitgliedsunternehmen 2021 verpflichtet hatten. Spohr verweist auf eine stockende technologische Entwicklung bei Flugzeugherstellern und massive Probleme bei der Verfügbarkeit und den Kosten alternativer Treibstoffe. Er betont, dass ohne weitreichende staatliche Unterstützung die finanziellen Belastungen für europäische Airlines zu einem schwerwiegenden Wettbewerbsnachteil führen. Die Aussagen des Chefs einer der größten europäischen Luftfahrtgruppen beleuchten die zentralen Herausforderungen, mit denen die gesamte Branche auf ihrem Weg zur Emissionsreduktion ringt. Die stockende Flugzeugentwicklung Ein Hauptgrund für Spohrs Zweifel liegt in der aus seiner Sicht unzureichenden Geschwindigkeit der technologischen Weiterentwicklung bei den großen Flugzeugherstellern. Weder bei Airbus in Toulouse noch bei Boeing in Seattle seien derzeit Flugzeuge in Produktion oder in der konkreten Planung, die einen großen, revolutionären technologischen Sprung im Sinne einer signifikanten Reduktion des CO2-Ausstoßes darstellen würden. Die aktuellen Modelle konzentrieren sich hauptsächlich auf die Erneuerung der Flotten mit marginal verbesserten, aber im Kern konventionellen Triebwerkstechnologien. Die Luftfahrtindustrie sieht sich dabei mit einzigartigen technischen Hürden konfrontiert. Während die Automobilindustrie beispielsweise auf die E-Mobilität umgestellt hat, sind Batterien für Großraumflugzeuge aufgrund ihres Gewichts und des geringen Leistungsvermögens derzeit keine praktikable Option. Alternative Antriebe, wie wasserstoffbasierte Systeme, werden zwar von Herstellern wie Airbus erforscht. Experten gehen jedoch davon aus, dass

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Eurowings strafft Winterflugplan ab Prag: Zahlreiche Strecken gestrichen

Die Lufthansa-Tochter Eurowings nimmt eine deutliche Straffung ihres Flugplans vom Prager Václav-Havel-Flughafen für den Winter 2025/2026 vor. Wie aus Branchenkreisen bekannt wurde, streicht die Fluggesellschaft mehrere Verbindungen zu populären Zielen und zieht sich von bereits angekündigten Neustrecken zurück. Die Anpassungen betreffen sowohl Hauptreiserouten als auch kanarische Inseln. Von den Streichungen betroffen sind vor allem Verbindungen nach Südeuropa und Skandinavien. Die Barcelona-Route wird demnach bereits zum 4. November 2025 eingestellt. Die Rom-Fiumicino-Verbindung entfällt fast über den gesamten Winterflugplan, vom 3. November 2025 bis zum 28. März 2026. Auch Flüge zu Warmwasserzielen werden saisonal pausiert oder gestrichen: Funchal (Madeira) entfällt in zwei Zeitfenstern zwischen Ende November und Ende Januar 2026, Málaga im Januar 2026 und Teneriffa Süd für einen Zeitraum Mitte Januar bis Anfang Februar 2026. Die Verbindung nach Stockholm-Arlanda wird ebenfalls von Januar bis Februar 2026 ausgesetzt. Besonders auffällig ist der Rückzug bei den ursprünglich geplanten Kanaren-Strecken: Die angekündigten wöchentlichen Direktflüge von Prag nach Gran Canaria/Las Palmas (geplanter Start 30. Oktober 2025) und nach Lanzarote (geplanter Start 28. Oktober 2025) wurden vor der Aufnahme gestrichen. Parallel zu diesen Kürzungen hält Eurowings jedoch an mehreren kürzlich veröffentlichten neuen Routen fest, die das Angebot ab Prag in andere Regionen erweitern. Dazu zählen neue Verbindungen nach Beirut und Marrakesch, welche die Airline zweimal wöchentlich anfliegen will, sowie Charterflüge nach beliebten Zielen am Roten Meer und auf den Kanaren wie Fuerteventura, Hurghada und Marsa Alam. Die Konzentration auf das verbleibende Streckennetz und die neu eingeführten Routen nach Nordafrika und in den Nahen Osten deutet auf

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Saudische Airline Riyadh Air startet Betrieb mit London-Flug

Die saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air hat ihren operativen Start für den 26. Oktober 2025 bestätigt. Der Erstflug der neuen staatlichen Airline wird von Riad zum Londoner Flughafen Heathrow führen. Mit diesem Debüt hält das Unternehmen seine Ankündigung ein, den Betrieb noch im Jahr 2025 aufzunehmen, obwohl es im Vorfeld zu Verzögerungen bei der Auslieferung der bestellten Boeing 787-9 Dreamliner kam. Die Airline, die sich vollständig im Besitz des saudi-arabischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) befindet, verfolgt einen ungewöhnlichen Startansatz. Der Flugbetrieb wird zunächst in einem sogenannten Soft Launch aufgenommen, um Abläufe, Besatzungen und Serviceprozeduren unter realen Bedingungen zu testen. Daher werden Tickets für die täglichen Flüge nach London Heathrow zunächst exklusiv an Mitarbeiter und ausgewählte Passagiergruppen verkauft. Der öffentliche Ticketverkauf soll erst nach Auslieferung der ersten eigenen Flugzeuge und der Aufnahme des Dienstes nach Dubai International (DXB) folgen, was voraussichtlich Ende 2025 oder Anfang 2026 der Fall sein wird. Geleitet wird das 2023 gegründete Unternehmen von CEO Tony Douglas. Die ambitionierten Pläne sehen vor, dass Riyadh Air bis zum Jahr 2030 über 100 internationale Ziele anfliegen soll. Dies ist ein zentraler Bestandteil der saudischen Vision 2030 zur Diversifizierung der Wirtschaft. Die Flottenstrategie des Unternehmens ist breit angelegt: Neben der Erstbestellung von 39 Boeing 787-9 und Optionen für 33 weitere Maschinen, umfasst sie feste Bestellungen über 60 Airbus A321neo sowie bis zu 50 Airbus A350-1000 für die Langstrecke. Die Airline zielt darauf ab, als digitale Premium-Fluggesellschaft am Golf zu konkurrieren, und hat bereits Kooperationsvereinbarungen mit Gesellschaften wie Singapore Airlines, EgyptAir und

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Passagierin verstirbt trotz Rettungsversuchen nach medizinischem Notfall an Bord

Am 5. Oktober 2025 musste ein transkontinentaler Flug der KLM Royal Dutch Airlines, die Flugnummer KL601 von Amsterdam nach Los Angeles, eine außerplanmäßige Landung auf dem Yellowknife Airport (YZF) in den kanadischen Northwest Territories durchführen. Grund war ein medizinischer Notfall an Bord: Eine 34-jährige Passagierin war bewusstlos aufgefunden worden. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen durch das Bordpersonal und zufällig anwesendes medizinisches Fachpersonal sowie die schnellstmögliche Verlegung in ein örtliches Krankenhaus, konnte das Leben der Frau nicht gerettet werden. Sie wurde im Krankenhaus von Yellowknife für tot erklärt. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen und die komplexen Abläufe, die mit medizinischen Notfällen im Luftverkehr verbunden sind, insbesondere auf Ultra-Langstreckenflügen. Die Untersuchung zur Todesursache durch den Gerichtsmediziner der Northwest Territories ist eingeleitet. dramatische Szenen über Nordamerika Der Flug KL601, durchgeführt mit einer Boeing 787-8 Dreamliner, Kennzeichen PH-BKG, befand sich über dem Norden Amerikas, als die Besatzung über Funk einen medizinischen Notfall meldete. Die Reaktion der Crew und des Piloten, der umgehend eine sogenannte Diversion, eine außerplanmäßige Umleitung, zum nächstgelegenen geeigneten Flughafen anordnete, war nach Einschätzung von Experten ein Ablauf nach Protokoll. Yellowknife, in der Isolation des hohen Nordens gelegen, diente in dieser kritischen Situation als Rettungshafen. Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) bestätigte später, dass die Notlandung aufgrund des medizinischen Notfalls der 34-jährigen Frau erforderlich wurde, die nicht mehr ansprechbar war. Während der kritischen Zeit bis zur Landung wurden an Bord Reanimationsversuche durchgeführt. Das Kabinenpersonal ist für solche Situationen regelmäßig in Erster Hilfe und der Nutzung der verfügbaren medizinischen Ausrüstung, zu der

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Wizz Air erweitert Angebot ab Maastricht Aachen Airport massiv

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air baut ihr Streckennetz ab dem Maastricht Aachen Airport (MST) an der niederländisch-deutschen Grenze signifikant aus. Die Erweiterung beginnt mit dem Start des Winterflugplans 2025/2026 Ende Oktober und zielt vorrangig auf Destinationen in Osteuropa. Die strategische Stärkung des Standorts in der Provinz Limburg spiegelt die anhaltenden Expansionsbestrebungen der Airline wider, insbesondere in Regionen mit starker Nachfrage nach Direktverbindungen in diese Märkte. Der Flugbetrieb startet Ende Oktober 2025 mit neuen Routen nach Chisinau in Moldawien und Bukarest in Rumänien. Im weiteren Verlauf des Winters, ab dem 12. Dezember 2025, wird Tuzla in Bosnien und Herzegowina als drittes neues Ziel hinzugefügt. Diese drei Verbindungen sind zunächst für die Dauer des Winterflugplans bis Ende März 2026 geplant. Parallel dazu bestätigte der Flughafen die Wiederaufnahme der Route nach Alicante, die bereits im Winterflugplan enthalten ist. Insgesamt sieht der Winterflugplan von Wizz Air damit sieben Starts und Landungen pro Woche in Maastricht vor. Die stärkste Expansion folgt mit dem Sommerflugplan 2026. Ab März 2026 nimmt Wizz Air zwei weitere Strecken in das Programm auf, die den Maastricht Aachen Airport mit den polnischen Städten Katowice und Lublin verbinden. Mit diesen zusätzlichen Destinationen wird die Frequenz der Wizz Air-Flüge in Maastricht auf 16 Abflüge pro Woche erhöht. Die Investition am Standort Maastricht erfolgt in einer Zeit, in der andere Billigfluggesellschaften ihre Streckennetze in Europa neu ordnen oder sogar Basen schließen. Die neuen Routen ergänzen das bestehende Netzwerk von Wizz Air, das sich generell stark auf die Anbindung zentral- und osteuropäischer Städte fokussiert.

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Der harte Kampf um den Geschmack: GIC gewinnt Air China und baut Marktposition in Frankfurt aus

Die Luftfahrtbranche am Standort Frankfurt verzeichnet einen bemerkenswerten Zuwachs im hart umkämpften Airline-Catering-Segment. Seit Mitte September 2025 versorgt die in Kelsterbach ansässige GIC International Catering GmbH, ein familiengeführtes Unternehmen mit 25 Jahren Erfahrung, die Langstreckenflüge der chinesischen Airline Air China auf der wichtigen Direktverbindung von Frankfurt nach Chengdu mit maßgeschneiderten Mahlzeiten. Diese neue Partnerschaft, die Air China als einen der größten Akteure im asiatischen Luftverkehr in das Kundenportfolio von GIC holt, unterstreicht die steigende Bedeutung von individuellen, hochwertigen Bordmenüs als zentrales Element im Wettbewerb der internationalen Fluggesellschaften. Für GIC, das aktuell 21 Airlines am Frankfurter Flughafen beliefert und täglich bis zu 5.000 Mahlzeiten produziert, bedeutet die Kooperation eine strategische Stärkung seiner Position als Premium-Dienstleister in einem von globalen Marktführern dominierten Umfeld. Kulinarische Brücke zwischen Europa und Asien: Das neue Bordkonzept Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit zwischen GIC und Air China steht die Entwicklung eines innovativen Speisekonzepts, das die kulturelle und kulinarische Verbindung zwischen Deutschland und der chinesischen Provinz Sichuan in den Fokus rückt. Passagiere auf der Langstreckenroute von Frankfurt zum Tianfu International Airport (TFU) in Chengdu dürfen sich auf eine Fusion aus europäischen Einflüssen und authentischen chinesischen Aromen freuen. Die Menüvorschläge, wie etwa zartes Rinderfilet mit knusprig gebratenen Kartoffelwürfeln oder aromatisches Kung-Pao-Chicken mit knackigem Gemüse, demonstrieren den Anspruch, über dem Atlantik ein Gourmet-Erlebnis zu schaffen. Nach Angaben von GIC liegt der besondere Wert auf Qualität, Frische und ansprechender Präsentation in allen Serviceklassen. Göksel Yildirim, Geschäftsführer von GIC International Catering, betonte die gemeinsame Basis: „Mit Air China starten wir eine spannende, neue

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Reise-Riese im Umbruch: Dertour-Hotelplan-Fusion führt zu Filialschließungen

Die Übernahme der Hotelplan Group durch die Dertour Group (Reisesparte der Rewe Group) im August 2025 markiert eine tiefgreifende Zäsur im Schweizer Reisemarkt. Obwohl die Fusion von der Wettbewerbskommission (Weko) ohne Auflagen genehmigt wurde, hat sie eine Phase der Ungewissheit für die rund 1500 Mitarbeitenden und die Kundschaft eingeläutet. Entgegen anfänglicher Beteuerungen der Unternehmensführung, das Filialnetz und die Marken zu erhalten, bestätigen aktuelle Berichte, dass der Abbau von Doppelspurigkeiten bereits in vollem Gange ist – was unweigerlich zu Filialschließungen und einem befürchteten Jobabbau führen wird. Die Fusion: Ein neuer Marktführer in der Schweiz Mit der Übernahme der ehemaligen Migros-Tochter Hotelplan, die Marken wie Hotelplan, Migros Ferien, Travelhouse und Toura-Veranstalter umfasst, avanciert die Dertour Group zum mit Abstand grössten Player im Schweizer Reisemarkt. Dertour ist in der Schweiz bereits mit den etablierten Marken Kuoni und Helvetic Tours präsent. Gemeinsam betreiben die beiden Konzerne über 150 Reisebüros in der Schweiz. Nach der Übernahme wird der Abstand zum verbleibenden Hauptkonkurrenten Tui Suisse deutlich ausgebaut. Die Weko hatte den Deal nach einer vertieften Prüfung ohne Auflagen genehmigt. Zwar führe der Zusammenschluss zu einer stärkeren Marktkonzentration, doch gäbe es genügend Alternativen für Reisende, etwa durch Online-Plattformen und Direktbuchungen, so die Begründung der Behörde. Die Migros hatte den Verkauf des grössten Teils der Hotelplan-Gruppe bekanntgegeben, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Hotelplan Group erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 1,78 Milliarden Franken. Filialnetz auf dem Prüfstand: Die Synergie-Falle Das sichtbarste Zeichen der Integration und des Abbaus von Doppelspurigkeiten ist die anstehende Reduktion des

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Millionenstrafe gegen Ex-Anwalt von Leasingfirma nach Flugzeug-Betrug

Der frühere Vertreter der litauischen Leasingfirma Let’s Jet, Vladys Bagavičius, ist von einem Gericht in Litauen zur Zahlung von rund 1,6 Millionen Euro an die nigerianische Fluggesellschaft Hak Air verurteilt worden. Das Urteil des Bezirksgerichts Vilnius vom Oktober 2025 ist der jüngste juristische Schritt in einem seit über einem Jahrzehnt andauernden Streit um eine Flugzeug-Vorauszahlung, die Hak Air leistete, ohne jemals das vereinbarte Flugzeug zu erhalten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Bagavičius in seiner damaligen Funktion als Vertreter von Let’s Jet gemeinsam mit weiteren Führungspersonen den finanziellen Schaden von Hak Air verursacht hat. Im Zentrum der Vorwürfe stehen rechtswidrige Dividendenausschüttungen, die getätigt wurden, obwohl Let’s Jet bereits zahlungsunfähig war. Durch diese Ausschüttungen soll die Leasingfirma ihre Verpflichtungen gegenüber dem afrikanischen Kunden umgangen haben. Das Urteil reiht sich ein in eine Serie von Entscheidungen gegen die Verantwortlichen der mittlerweile in finanzielle Schieflage geratenen Firma. Der Fall zieht bereits seit längerem weite Kreise. Bereits im Mai 2025 hatte der Oberste Gerichtshof Litauens eine frühere Entscheidung bestätigt, wonach der damalige Geschäftsführer von Let’s Jet, Tadas Goberis, und die damalige Anteilseignerin AviaAM verpflichtet sind, über 4,7 Millionen Euro an Hak Air zurückzuzahlen. Mit dem nun ergangenen Urteil gegen Bagavičius, der mittlerweile aus der litauischen Anwaltskammer ausgeschlossen wurde, hat die nigerianische Fluggesellschaft einen weiteren Erfolg in der Durchsetzung ihrer Forderungen erzielt. Vladys Bagavičius wies die Vorwürfe umgehend zurück und kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Verfahren beleuchtet die langwierigen juristischen Herausforderungen, mit denen sich internationale Luftfahrtunternehmen bei grenzüberschreitenden Leasinggeschäften konfrontiert

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„Cross Country Ski Holidays“ startet mit neuem Katalog

Die Spezialisten-Plattform Cross Country Ski Holidays hat rechtzeitig vor dem Start der kommenden Wintersaison ihren neuen Katalog 2025/26 vorgestellt und gleichzeitig ihre Website umfassend überarbeitet. Das Netzwerk, das sich auf Langlauf- und Skitourenurlaub in den Alpen fokussiert, will damit die Planung für Reisende vereinfachen, die ihre Ferien abseits der alpinen Skipisten verbringen möchten. Die Organisation setzt auf eine Bündelung von Fachwissen und qualitätsgeprüften Angeboten. Das neue, 76 Seiten starke Print-Verzeichnis sowie die runderneuerte Online-Plattform präsentieren die spezialisierten Angebote der angeschlossenen Betriebe. Aktuell umfasst das Netzwerk rund 38 Hotels und 24 Destinationen in vier Ländern des Alpenraums – namentlich Österreich, Italien, Slowenien und Deutschland. Die Mitgliedsbetriebe, die sich auf nordischen Wintersport spezialisiert haben, unterliegen dabei festgelegten Qualitätskriterien. Dazu gehören oft ein Loipeneinstieg in unmittelbarer Nähe zum Hotel, ein Langlauf-Info-Corner mit aktuellen Berichten zum Loipenzustand sowie spezielle Serviceleistungen wie ein Wachsbereich für die Skiausrüstung. Ziel der Neuausrichtung ist es, die Expertise und das Serviceangebot für die Gäste zu unterstreichen. Laut Obmann Enrico Comini steigen Urlauber bei Spezialisten ab, die ihre Leidenschaft für den Langlauf teilen. Die Qualität der Angebote sei durch die langjährige Erfahrung des Netzwerks als führende Plattform im nordischen Wintertourismus in den Alpen gesichert. Die neue digitale Präsenz ergänzt den Katalog durch praktische Funktionen wie einen Urlaubsfinder und die Bereitstellung von tagesaktuellen Loipenberichten. Damit will Cross Country Ski Holidays seinen Kunden eine zentrale Anlaufstelle für die Suche und Organisation ihres Langlauf- oder Skitourenurlaubs bieten. Zu den Partnerregionen des Verbunds zählen renommierte Gebiete wie die Olympiaregion Seefeld und die Ramsau am

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