Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

Personalwechsel an der Spitze des Aufsichtsrats der Flughafen Kassel GmbH

Der Aufsichtsrat der Flughafen Kassel GmbH hat den hessischen Finanzstaatssekretär Till Kaesbach einstimmig zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Uwe Becker an, der das Amt über einen Zeitraum von einem Jahr ausübte. Mit der Wahl Kaesbachs rückt ein Vertreter des Hessischen Finanzministeriums an die Spitze des Gremiums, was die strategische Bedeutung des Landes Hessen als Gesellschafter unterstreicht. Die Positionen der Stellvertreter bleiben unverändert besetzt durch den Kasseler Oberbürgermeister Sven Schoeller sowie den Landrat des Landkreises Kassel, Andreas Siebert. Die personelle Neubesetzung erfolgt in einer Phase, in der die wirtschaftliche Entwicklung des Regionalflughafens unter genauer Beobachtung steht. Till Kaesbach, der seit Anfang 2024 als Staatssekretär im Finanzministerium tätig ist, übernimmt die Leitung des Aufsichtsrats in einer Zeit, in der über die zukünftige Ausrichtung und die finanzielle Konsolidierung des Standorts debattiert wird. Der Flughafen Kassel-Calden sieht sich regelmäßig mit Diskussionen über Passagierzahlen und die Rentabilität des Flugbetriebs konfrontiert, weshalb der Expertise aus dem Finanzressort des Landes eine besondere Rolle bei der künftigen Haushaltsplanung zukommt. Zusätzliche Branchenberichte weisen darauf hin, dass die Flughafen GmbH Kassel eine enge Abstimmung zwischen Land, Stadt und Landkreis benötigt, um die operativen Verluste zu begrenzen und das Flugangebot für die Region Nordhessen stabil zu halten. In der Vergangenheit wurden verschiedene Gutachten zur wirtschaftlichen Lage des Flughafens erstellt, die unter anderem die Bedeutung des Standorts für den regionalen Arbeitsmarkt und die lokale Industrie betonten. Kaesbach wird nun die Aufgabe haben, die unterschiedlichen Interessen der kommunalen und staatlichen Anteilseigner zu koordinieren und die Geschäftsführung bei

weiterlesen »

Moderate Zuwachsraten am Flughafen Amsterdam-Schiphol im November 2025

Der Flughafen Amsterdam-Schiphol verzeichnete im November 2025 ein Passagiervolumen von 5,2 Millionen Reisenden. Dies entspricht einer Steigerung von drei Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Laut offiziellen Daten des Flughafenbetreibers entfielen rund 3,6 Millionen Fluggäste auf den Lokalverkehr, während knapp zwei Millionen Passagiere den Airport als Drehkreuz für Umsteigeverbindungen nutzten. Die stärkste Nachfrage konzentrierte sich auf Destinationen in Großbritannien, Spanien, Italien, der Türkei sowie den USA. Diese Entwicklung unterstreicht die weiterhin hohe Relevanz Amsterdams als eines der zentralen Luftverkehrsdrehkreuze im europäischen Netzwerk. Trotz des Wachstums sieht sich der Flughafen weiterhin mit betrieblichen Herausforderungen und regulatorischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass die Kapazitätsplanung in Schiphol durch die Diskussionen um eine Deckelung der jährlichen Flugbewegungen beeinflusst wird. Dennoch bleibt die Nachfrage im Segment der Transatlantikflüge sowie auf den klassischen europäischen Städterouten stabil. Insbesondere die Verbindungen nach London-Heathrow und Madrid-Barajas gehörten im Berichtszeitraum zu den am stärksten frequentierten Strecken. Die Zunahme der Passagierzahlen im November deutet zudem auf ein solides Geschäft im Bereich der Geschäftsreisen sowie einen frühen Beginn des winterlichen Urlaubsverkehrs hin. Wirtschaftlich betrachtet profitiert der Standort von der hohen Effizienz im Transfergeschäft, das fast 40 Prozent des Gesamtaufkommens ausmacht. Der Flughafen investiert aktuell massiv in die Modernisierung der Infrastruktur, insbesondere in die Terminalbereiche und die Gepäckabfertigung, um die Abwicklungszeiten zu optimieren. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass Schiphol im Wettbewerb mit anderen europäischen Hubs wie Paris-Charles-de-Gaulle oder Frankfurt steht. Die stabilen Zuwachsraten bei den Direktflügen belegen die starke Position des Flughafens im Einzugsgebiet der Benelux-Staaten, während das Wachstum bei den Umsteigern

weiterlesen »

Die technische Evolution und Effizienz des Turboprop-Antriebs in der modernen Luftfahrt

In der heutigen Luftfahrtindustrie nehmen Turboprop-Triebwerke immer noch eine Stellung ein, insbesondere im Regionalverkehr und bei militärischen Transportaufgaben. Während die breite Öffentlichkeit oft die großen Strahltriebwerke der Langstreckenjets fokussiert, bietet die Kombination aus Gasturbine und Propeller spezifische physikalische Vorteile, die in bestimmten Flugprofilen unerreicht bleiben. Dieser Antriebstyp vereint die hohe Leistungsdichte einer Turbine mit dem hohen Wirkungsgrad eines großflächigen Propellers bei niedrigen und mittleren Fluggeschwindigkeiten. Die technologische Entwicklung hat dabei über Jahrzehnte hinweg Systeme hervorgebracht, die durch komplexe Getriebekonstruktionen und automatisierte Blattverstellungen eine präzise Leistungsabgabe ermöglichen. Die folgende Analyse beleuchtet die Funktionsweise, die historische Einordnung sowie die thermodynamischen Gründe für die wirtschaftliche Überlegenheit dieses Antriebskonzepts im Vergleich zu Turbofan-Triebwerken. Die physikalische Basis: Funktionsweise des Turboprop-Antriebs Ein Turboprop-Triebwerk besteht im Kern aus einer Gasturbine, die mechanische Arbeit verrichtet, um einen Propeller anzutreiben. Der Prozess beginnt mit dem Ansaugen der Umgebungsluft durch den Einlass. Im nachgeschalteten Verdichter wird die Luft komprimiert, was zu einer massiven Erhöhung von Druck und Temperatur führt. Diese hochverdichtete Luft tritt in die Brennkammer ein, wo kontinuierlich Kerosin eingespritzt und verbrannt wird. Die dabei entstehenden hochenergetischen Gase expandieren durch die Turbinenstufen. Im Gegensatz zum Turbojet, bei dem die Energie primär zur Erzeugung von Rückstoß durch die Düse genutzt wird, entzieht die Turbine beim Turboprop dem Gasstrom fast die gesamte Energie – oft bis zu 90 Prozent oder mehr – und wandelt sie in Rotationsenergie der Welle um. Diese Rotationsenergie wird über eine Welle an ein Reduktionsgetriebe weitergeleitet. Da Gasturbinen bei sehr hohen Drehzahlen, oft mehreren zehntausend Umdrehungen pro

weiterlesen »

Erneute Höchstbewertung für japanische All Nippon Airways

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) wurde zum 13. Mal in Folge von der britischen Ratingagentur Skytrax mit der höchsten Auszeichnung von fünf Sternen prämiert. Seit dem Jahr 2013 hält der Konzern dieses Qualitätsniveau kontinuierlich und gehört damit zu einem exklusiven Kreis von weltweit nur elf Fluggesellschaften, die diesen Status erreichen konnten. Die Bewertung basiert auf einer detaillierten Prüfung sämtlicher Servicebereiche, die von der Bodenabfertigung an den Flughäfen bis hin zum Kabinenservice während des Fluges reichen. Besonders hervorgehoben wurden die Sauberkeit der Lounges, die japanische Ästhetik der Innenausstattung sowie die Qualität der Bordverpflegung. Ein wesentlicher Faktor für das wiederholte Spitzenresultat ist die Hardware der Flugzeugflotte. Die auf der Boeing 777-300ER installierten Kabinenprodukte „THE Suite“ in der First Class und „THE Room“ in der Business Class setzen im internationalen Vergleich Maßstäbe für Privatsphäre und Komfort. Um diese Marktposition zu sichern, plant das Unternehmen ab dem Jahr 2026 die Einführung eines neuen Business-Class-Sitzes unter dem Namen „THE Room FX“. Diese vollständig privaten Suiten mit verschließbaren Türen sollen schrittweise auf den Langstreckenflügen der Boeing 787-9 implementiert werden, um den Fluggästen einen luxuriösen Rückzugsraum zu bieten. Parallel zu den physischen Neuerungen investiert die ANA Group massiv in digitale Infrastruktur und Kulinarik. Der kostenlose Highspeed-WLAN-Service wird auf internationale Strecken für alle Buchungsklassen ausgeweitet, um eine lückenlose Internetverbindung während der gesamten Reisezeit zu ermöglichen. Im kulinarischen Bereich setzt die Airline auf das Expertenteam „THE CONNOISSEURS“, welches aktuell auf 16 international anerkannte Spitzenköche vergrößert wurde. Diese Kooperation soll die Qualität der japanischen Küche und des Angebots

weiterlesen »

Volotea ersetzt Ryanair am Flughafen Asturien und expandiert nach Brüssel

Die spanische Fluggesellschaft Volotea vollzieht zum Sommerflugplan 2026 eine strategische Neuausrichtung auf dem belgischen Markt. Erstmals wird der Low-Cost-Carrier den Hauptstadthafen Brüssel-Zaventem ansteuern und eine Direktverbindung nach Asturien im Norden Spaniens einrichten. Geplant sind drei wöchentliche Rotationen. Bisher beschränkte sich die Präsenz der Airline in Belgien ausschließlich auf den Flughafen Charleroi, von wo aus saisonale Ziele in Frankreich bedient wurden. Dieser Schritt markiert den Einstieg von Volotea in das Segment der größeren internationalen Drehkreuze und stärkt die Anbindung der nordspanischen Region an das europäische Zentrum. Hintergrund dieser Expansion ist der angekündigte Rückzug des Konkurrenten Ryanair vom Flughafen Asturien zum Ende der laufenden Wintersaison. Die irische Fluggesellschaft streicht im kommenden Sommer rund 1,2 Millionen Sitzplätze an spanischen Regionalflughäfen und stellt unter anderem die Verbindung zwischen Asturien und Charleroi ein. Ryanair begründet diesen Schritt mit den geplanten Gebührenerhöhungen des spanischen Flughafenbetreibers AENA. Volotea nutzt das entstehende Vakuum und baut die Kapazitäten in Asturien massiv aus, um die Marktführerschaft an diesem Standort zu übernehmen. Zusätzlich zur neuen Brüssel-Route weitet Volotea das Streckennetz ab Asturien auf Ziele wie Paris, Rom, Porto und Florenz aus. Um der erwarteten Nachfragesteigerung gerecht zu werden, plant das Unternehmen eine Flottenanpassung durch den verstärkten Einsatz von Airbus A320-Maschinen, die über eine höhere Sitzplatzkapazität verfügen als die bisher genutzten A319. Marktanalysen zeigen, dass Asturien als Reiseziel aufgrund seiner spezifischen Küstenlandschaft und kulinarischen Tradition zunehmend an Bedeutung gewinnt, während der Massentourismus dort bisher weniger stark ausgeprägt ist als an den Mittelmeerküsten. Für den Flughafen Brüssel bedeutet der Eintritt von Volotea eine

weiterlesen »

Finanzielle Einigung in der Kanalinsel-Luftfahrt: Guernsey Ports schließt Schuldenstreit mit Flugzeugeigentümern ab

Die Insolvenz der Regionalfluggesellschaft Blue Islands hat die Luftverkehrsinfrastruktur der Kanalinseln vor erhebliche logistische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Nach wochenlangen Verhandlungen konnte der staatliche Betreiber Guernsey Ports nun eine Einigung mit den Eigentümern zweier festgesetzter Flugzeuge des Typs ATR 72 erzielen. Durch diesen Vergleich wird ein Großteil der ausstehenden Gebühren beglichen, was die Freigabe der Maschinen ermöglicht. Der Zusammenbruch von Blue Islands am 14. November 2025 hatte nicht nur den lokalen Flugverkehr zwischen Guernsey und Jersey zum Erliegen gebracht, sondern auch weitreichende Folgen für den britischen Regionalverkehr und die Anbindung an den Flughafen London Gatwick. Während die juristischen Auseinandersetzungen um die Altschulden beigelegt werden, ordnet die Regierung von Guernsey den Markt neu: Die Flugverbindung nach Jersey wurde als essenziell eingestuft, und die staatseigene Fluggesellschaft Aurigny Air Services erhielt bereits die erste entsprechende Lizenz für den Linienbetrieb ab Januar 2026. Juristische Komplexität und finanzielle Sicherung Der Fall Blue Islands verdeutlicht die Komplexität internationaler Leasingstrukturen im Luftverkehr. Nachdem die Fluggesellschaft ihren Betrieb abrupt einstellen musste, blieben zwei Turboprop-Maschinen auf dem Rollfeld von Guernsey zurück. Es handelt sich dabei um eine ATR 72-500, die sich im Besitz von Abelo Capital Aviation befindet, und eine modernere ATR 72-600, die Jetstream Aviation Capital gehört. Guernsey Ports hatte von seinem Recht Gebrauch gemacht, die Maschinen als Pfand für unbezahlte Lande- und Abfertigungsgebühren zurückzuhalten. Mark Helyar, Präsident des Trading Supervisory Board und zuständig für die Überwachung des Flughafens, bezeichnete die nun getroffene Vereinbarung als sehr positiv für die Insel. Obwohl die genaue Höhe der ausstehenden Summen unter

weiterlesen »

Air Arabia nimmt Flugbetrieb zwischen Schardscha und Prag wieder auf

Die Fluggesellschaft Air Arabia hat eine neue tägliche Nonstop-Verbindung zwischen ihrem Drehkreuz am Sharjah International Airport und dem Václav-Havel-Flughafen in Prag gestartet. Damit kehrt der Billigflieger aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einer fünfjährigen Unterbrechung auf den tschechischen Markt zurück. Die Route wird mit modernen Maschinen des Typs Airbus A320neo bedient. Durch die tägliche Frequenz zielt die Airline darauf ab, die wachsende Nachfrage im Freizeit- und Geschäftsreiseverkehr zwischen Zentraleuropa und der Golfregion zu decken. Die Ankunft des Erstfluges wurde in Prag mit einer offiziellen Zeremonie gewürdigt, die die strategische Bedeutung der Verbindung für den tschechischen Luftverkehrsstandort unterstreicht. Für den Flughafen Prag bedeutet die Rückkehr von Air Arabia eine signifikante Stärkung der Konnektivität in Richtung Osten. Über das Drehkreuz in Schardscha erhalten Passagiere Zugang zu einem weitreichenden Streckennetz, das über den Nahen Osten hinaus bis nach Ostafrika, auf den indischen Subkontinent und nach Südostasien reicht. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass der Flughafen Prag gezielt daran arbeitet, seine Langstreckenkapazitäten und die Anbindungen an internationale Hubs außerhalb Westeuropas auszubauen. Die neue Verbindung konkurriert dabei teilweise mit bestehenden Angeboten anderer Golf-Airlines, die den Flughafen Dubai bedienen, bietet jedoch durch das Low-Cost-Modell von Air Arabia eine preislich attraktive Alternative für kostenbewusste Reisende. Die Expansion nach Prag ist Teil einer umfassenden Wachstumsstrategie von Air Arabia im europäischen Raum. Das Streckennetz ab Schardscha umfasst bereits Metropolen wie Wien, Athen, Mailand-Bergamo, Krakau und Warschau. Die Airline nutzt die Reichweitenvorteile des Airbus A320neo, um mittelstreckentaugliche Ziele effizient zu erreichen. An Bord wird ein hybrides Servicekonzept verfolgt, das Streaming-Entertainment und ein

weiterlesen »

Forschungsprojekt zur Treibstoffgewinnung aus Tomatenbiomasse startet

Ein europäisches Forschungskonsortium unter Beteiligung führender technischer Universitäten widmet sich ab dem 1. Januar 2026 der Entwicklung eines neuartigen Flugkraftstoffs. Im Rahmen des EU-Projekts „ToFuel“ soll untersucht werden, wie Restbiomasse aus der Tomatenproduktion industriell zur Herstellung von Sustainable Aviation Fuel (SAF) genutzt werden kann. Das Konsortium besteht aus elf Partnern aus sieben Ländern, darunter die TU Graz, die TU Wien und die Montanuniversität Leoben sowie die Fraunhofer-Gesellschaft. Mit einem Budget von 3,5 Millionen Euro über eine Laufzeit von vier Jahren zielt das Vorhaben darauf ab, die bislang weitgehend ungenutzten Nebenprodukte der Agrarindustrie stofflich zu verwerten. Die Europäische Union gehört mit einer jährlichen Ernte von rund 17 Megatonnen zu den weltweit größten Produzenten von Tomaten. Bei der Ernte und Verarbeitung fallen erhebliche Mengen an Abfällen an, die aus Stängeln, Blättern, Schalen und Samen sowie beschädigten Früchten bestehen. Schätzungen der Projektbeteiligten zufolge könnten diese Rückstände theoretisch etwa drei Prozent des europäischen Bedarfs an alternativem Flugkraftstoff bis zum Jahr 2030 decken. Bisher werden diese organischen Reste zumeist thermisch verwertet oder entsorgt, ohne dass ihr energetisches Potenzial für den Luftverkehrssektor ausgeschöpft wird. Technologisch setzt das Projekt auf zwei unterschiedliche Verfahren zur Fraktionierung der Biomasse. Zum einen kommt die Extrusion zum Einsatz, bei der organisches Material unter hohem Druck und Hitze aufgebrochen wird, damit Mikroorganismen daraus Lipide für die Treibstoffproduktion gewinnen können. Zum anderen wird die hydrothermale Verflüssigung untersucht, die Biomasse in Bioöl und Biokohle transformiert. Die Einbindung großer Industriepartner wie Mutti und Podravka stellt sicher, dass ausreichende Mengen an Rohmaterial für die Pilotanlagen zur

weiterlesen »

Entwicklungen und wirtschaftliche Kennzahlen im österreichischen Tourismussektor zum Jahresabschluss 2025

Der österreichische Tourismus verzeichnet zum Ende des Kalenderjahres 2025 eine differenzierte, aber insgesamt positive Bilanz. Aktuelle Daten von Statistik Austria belegen einen dynamischen Start in die Wintersaison 2025/26, der maßgeblich durch eine gesteigerte Nachfrage aus dem Ausland getragen wird. Während die internationalen Gästeankünfte neue Höchststände erreichen, zeigt sich im Inlandsegment eine defensive Konsumhaltung. Parallel dazu dokumentiert das Wirtschaftsministerium ein Rekordniveau bei den gewerblichen Investitionen, das durch Neuausrichtungen in der Förderlandschaft und gezielte Maßnahmen zur Fachkräftesicherung flankiert wird. Die Branche steht damit an einem Wendepunkt zwischen statistischem Wachstum und der Herausforderung, die betriebliche Rentabilität angesichts steigender Fixkosten zu sichern. Wachstumsdynamik durch internationale Gäste im Winterauftakt Der November 2025 markiert als traditioneller Auftaktmonat der Wintersaison einen deutlichen Aufwärtstrend. Mit insgesamt 5,73 Millionen Nächtigungen in den heimischen Beherbergungsbetrieben konnte das Ergebnis des Vorjahresmonats um 3,4 Prozent übertroffen werden. Besonders markant ist hierbei die Rolle der ausländischen Gäste: Ein Zuwachs von 9,0 Prozent auf 3,50 Millionen Übernachtungen unterstreicht die ungebrochene Attraktivität Österreichs auf den globalen Reisemärkten. Im Gegensatz dazu mussten die Betriebe bei den Inlandsnächtigungen einen Rückgang hinnehmen. Mit 2,23 Millionen Übernachtungen lag dieser Wert um 4,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Diese Divergenz wird von Experten und der Politik gleichermaßen beobachtet. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner weist darauf hin, dass die Inflation und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit dazu führen, dass die einheimische Bevölkerung bei Urlaubsreisen vorsichtiger kalkuliert. Dennoch sichert das Gesamtvolumen der Ankünfte, das im November um 4,0 Prozent auf 2,33 Millionen stieg, die Wertschöpfung in den touristischen Kernregionen. Die Auslastung reicht dabei von den urbanen

weiterlesen »

Flughafenverband warnt vor systemischem Kollaps durch neue EU-Einreiselogistik

Die Einführung des neuen europäischen Einreise-Ausreise-Systems (EES) im Oktober 2025 hat an den internationalen Verkehrsflughäfen des Schengen-Raums zu beispiellosen operativen Verwerfungen geführt. Wie der europäische Flughafenverband ACI Europe in einer dringlichen Mitteilung bekannt gab, sind die Wartezeiten an den Grenzkontrollpunkten seit dem Start des Systems um bis zu 70 Prozent angestiegen. In den großen europäischen Drehkreuzen müssen Reisende aus Drittstaaten in Spitzenzeiten mit Verzögerungen von bis zu drei Stunden rechnen. Diese Entwicklung belastet nicht nur die Passagierlogistik, sondern gefährdet zunehmend die Einhaltung der Flugpläne und die Sicherheit in den Terminalgebäuden. Der Verband fordert daher von der Europäischen Kommission sowie den zuständigen Behörden wie Frontex und der IT-Agentur eu-Lisa sofortige Korrekturen, bevor eine geplante Verschärfung der Registrierungsquote im Januar 2026 die Situation unkontrollierbar werden lässt. Besonders kritisch wird die technische Unzuverlässigkeit der biometrischen Erfassungssysteme und das Fehlen unterstützender digitaler Lösungen für die Vorregistrierung bewertet. Technische Mängel und infrastrukturelle Engpässe Das Herzstück des EES ist die digitale Erfassung biometrischer Daten – darunter Gesichtsscans und Fingerabdrücke – von Reisenden, die nicht die Staatsangehörigkeit eines EU- oder Schengen-Mitgliedstaates besitzen. Ziel ist die Automatisierung und Digitalisierung der Grenzkontrolle, um manuelle Stempel im Reisepass zu ersetzen. Doch die Realität an den Flughäfen in Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien sieht derzeit anders aus. ACI Europe berichtet von regelmäßigen Totalausfällen der zentralen Datenbanken, was die Grenzbeamten zur Rückkehr zu langsamen, manuellen Prozessen zwingt. Ein wesentliches Problem stellt die mangelhafte Hardware-Infrastruktur dar. Die zur Entlastung gedachten Selbstbedienungskioske, an denen Passagiere ihre Daten eigenständig eingeben sollen, sind vielerorts

weiterlesen »