Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Afrikanische Fluggesellschaften bündeln Kräfte bei Wartung

Fünf der größten afrikanischen Fluggesellschaften haben eine Zusammenarbeit im Bereich der Flugzeugwartung und Reparatur angekündigt. Royal Air Maroc, Egyptair, Kenya Airways, Ethiopian Airlines und South African Airways schliessen sich laut dem afrikanischen Flugverband AFRAA zusammen, um Kosten zu senken und die Effizienz ihrer Flotten zu steigern. Ziel der Kooperation ist es, die Abhängigkeit von ausländischen Wartungsbetrieben zu verringern. Bisher lassen viele Fluglinien ihre Maschinen wegen mangelnder Infrastruktur auf dem afrikanischen Kontinent im Ausland reparieren, was hohe Kosten verursacht und die Logistik erschwert. Der AFRAA-Generalsekretär Abderahmane Berthé erklärte, daß die Initiative langfristig lokale Fähigkeiten aufbauen und den afrikanischen Wartungssektor stärken solle. Diese Zusammenarbeit wird als ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft und der Sicherheit im afrikanischen Luftverkehr gewertet. Experten sehen in dem gemeinsamen Vorgehen ein Signal für eine zunehmende wirtschaftliche Integration der Aviation-Branche auf dem Kontinent, die dadurch weniger anfällig für externe Faktoren wird.

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Icelandair erneuert Flotte und least Langstreckenjets

Die Fluggesellschaft Icelandair hat Leasingverträge für zwei neue Airbus A321LR Flugzeuge unterzeichnet. Die Maschinen sollen in den Wintermonaten 2026/27 ausgeliefert werden. Der Vertrag markiert den Beginn einer neuen Partnerschaft mit dem Leasinggeber CALC und ist ein weiterer Schritt im Rahmen der laufenden Flottenerneuerung von Icelandair. Die neuen Langstreckenflugzeuge sollen die älteren Boeing 757 ersetzen, die lange das Rückgrat der Icelandair-Flotte waren. Die A321LR erlaubt es der Fluggesellschaft, ihr Netzwerk über den Atlantik mit einem modernen Flugzeugtyp zu betreiben. Der neue Jet bietet neben einer grösseren Reichweite auch einen höheren Komfort für Passagiere durch ein überarbeitetes Kabinen-Design. Laut Bogi Nils Bogason, dem Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, stärken die Neuzugänge die Modernisierungsstrategie von Icelandair sowie ihr globales Streckennetz. Durch die Erweiterung der Flotte ist die Firma besser aufgestellt, die Verbindungen zwischen Nordamerika und Europa über ihren Hub in Reykjavik zu bedienen und auf die Markterwartungen zu reagieren.

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United-Airlines-Flugzeug landet notfalls in Osaka

Eine Boeing 737-800 der United Airlines hat am Freitag auf ihrem Flug nach Cebu eine Notlandung am internationalen Flughafen Kansai in Osaka durchgeführt. Kurz nach dem Start in Narita hatten Cockpit-Anzeigen vor einem möglichen Frachtbrand gewarnt. Die Notlandung erfolgte aus Sicherheitsgründen, da ein solcher Brand im Fluge eine akute Gefahr darstellt. Nach der Landung wurden die rund 140 Passagiere und Crewmitglieder über Notrutschen aus dem Flugzeug evakuiert. Fünf Personen erlitten leichte Verletzungen, was bei dieser Art der Evakuierung häufig vorkommt. Obwohl bei der anschliessenden Untersuchung kein Feuer gefunden wurde, mussten die Start- und Landebahnen des Flughafens vorübergehend geschlossen werden, was zu erheblichen Verzögerungen im Flugbetrieb führte. Die Japanische Behörde für Transportsicherheit (JTSB) hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursache für die falsche Brandwarnung zu ermitteln. Experten der Behörde analysieren nun die Flugdaten und befragen die Crewmitglieder, um herauszufinden, was das elektronische Warnsystem ausgelöst hatte. Solche Vorfälle werden ernstgenommen, auch wenn sich die Gefahr als nicht existent erwies.

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Wizz-Air-Flugzeug erleidet Tailstrike bei Landung in Prag

Ein neues Flugzeug des Billigfliegers Wizz Air ist bei der Landung in Prag beschädigt worden. Wie das Luftfahrtportal Aviation Herald berichtet, erlitt eine Airbus A321XLR während der Landung einen sogenannten Tailstrike, bei dem das Heck des Flugzeuges die Start- und Landebahn berührt hatte. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag während eines Fluges von London-Gatwick aus. Ein Tailstrike beschreibt in der Luftfahrt eine Situation, in der das untere Heckteil einer Maschine die Piste berührt, oftmals die Folge eines zu steilen Anflugwinkels. Ein veröffentlichtes Video zeigt, wie die Maschine nach dem ersten Aufsetzen leicht hochsprang und beim erneuten Aufsetzen mit dem Rumpf die Landebahn streifte. Die betroffene Maschine mit der Registrierung G-XLRA gehört zu den ersten Exemplaren des neuen Langstreckenjets, die Wizz Air kürzlich erhalten hatte. Das Flugzeug ist seit dem Vorfall nicht mehr abgehoben und wird derzeit einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen. Da ein Tailstrike die Strukturintegrität des Flugzeuges beeinträchtigen kann, ist eine gründliche Inspektion erforderlich, bevor die Maschine wieder in Betrieb genommen werden kann. Die tschechischen Luftfahrtbehörden haben die Ermittlungen zu dem Zwischenfall aufgenommen.

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Die turbulenten Höhenflüge der Billigairlines: United-Chef Kirby sagt das Ende von Spirit Airlines voraus

Der Chef der amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines, Scott Kirby, hat in der Luftfahrtbranche für Aufsehen gesorgt, indem er das baldige Ende des Ultra-Low-Cost-Carriers Spirit Airlines prophezeite. Kirby, der während seiner Amtszeit bei United ein erklärter Kritiker des Geschäftsmodells von Billigfluggesellschaften war, bezeichnete dieses Modell als ein „interessantes Experiment“, das seiner Ansicht nach gescheitert sei. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Spirit Airlines zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Monaten Insolvenz angemeldet hat und mit massiven finanziellen Verlusten kämpft. Während United bereits damit begonnen hat, sich in den Kernmärkten von Spirit zu positionieren, gibt sich die angeschlagene Fluggesellschaft in einer zweiten Restrukturierungsphase optimistisch, um ihre Zukunft zu sichern. Der Konflikt zwischen den beiden Airline-Chefs wirft ein Schlaglicht auf die harte Realität des US-Flugmarktes und die strukturellen Herausforderungen, mit denen Billigfluggesellschaften konfrontiert sind. Kirbys harte Worte und Spirits Gegenwind Scott Kirby äußerte seine düstere Prognose für Spirit Airlines auf dem Global Aerospace Summit der US-Handelskammer. Er begründete seine Zuversicht mit den Worten: „Weil ich gut in Mathe bin.“ Nach seiner Ansicht ist das Geschäftsmodell von Spirit „fundamentell kaputt“, weil es auf einem Prinzip basiere, das er als „den Kunden verärgern“ bezeichnete. Die Kunden würden die Fluggesellschaft nicht mögen, und der „Verbraucher hat abgestimmt“, so Kirby weiter. Spirit Airlines reagierte umgehend auf die Kommentare des United-Chefs. Auf der sozialen Plattform X lobte die Fluggesellschaft ihre neuen Produkte, wie das „Spirit First“ und die „Premium Economy“-Optionen. Sie konterte mit den Worten: „Vielleicht ist das der Grund, warum die Führungskräfte von United nicht

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Emirates verstärkt Flugangebot nach Westaustralien

Die Fluggesellschaft Emirates verstärkt ihre Zusammenarbeit mit der Regierung von Westaustralien, um den Tourismus in der Region anzukurbeln. Als Teil dieser Partnerschaft wird die Airline ab dem 26. Oktober den neuesten Typ ihres Großraumflugzeuges A380 auf den zweimal täglich angeflogenen Routen zwischen Dubai und Perth einsetzen. Durch diese Maßnahme erhöht sich die gesamte Sitzplatzkapazität deutlich. Die Nachfrage nach dem Reiseziel ist insbesondere aus Deutschland gestiegen, einem der wichtigsten Märkte für Westaustralien. Vorausbuchungen für den Reisezeitraum bis Juli 2026 sind um bis zu 20 Prozent gewachsen. Besonders stark zeigt sich dieser Trend im Premiumsegment, wo die Buchungen um fast 80 Prozent zugenommen haben. Zwischen August 2024 und Juli 2025 hat Emirates über 50 Prozent mehr Passagiere zwischen Deutschland und Perth befördert. Die Region wirbt mit einem breiten Angebot an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, darunter Walbeobachtungen, Ausflüge zum Ningaloo Riff und Besuche der UNESCO-Welterbestätte Murujuga. Die strategische Entscheidung von Emirates, auf der Route nach Perth verstärkt auf den A380 zu setzen, spiegelt die gestiegene Nachfrage im internationalen Reiseverkehr wider und unterstreicht die Bedeutung Deutschlands als Quellmarkt für Westaustralien.

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Air Niugini nimmt ersten Airbus A220 in Empfang

Die nationale Fluggesellschaft von Papua-Neuguinea, Air Niugini, hat ihr erstes Flugzeug des Typs Airbus A220-300 erhalten. Die Maschine wird von der Leasinggesellschaft Azorra gemietet und stellt das 25. Exemplar dieses Typs dar, das weltweit in Dienst gestellt wird. Der Auslieferungsflug führte die Maschine vom Airbus-Werk in Mirabel über Vancouver, Honolulu und Fidschi nach Port Moresby. Die Übernahme des Flugzeuges ist ein wichtiger Schritt im Rahmen des Modernisierungsprogramms der Flotte. Insgesamt plant Air Niugini die Einbindung von acht A220-100 aus direkter Bestellung sowie dreier geleaster A220-300. Die neue Maschine trägt eine Sonderlackierung, die zum 50. Jubiläum der Unabhängigkeit des Landes entworfen wurde. Der A220-300 ist für den Einsatz auf regionalen und internationalen Strecken vorgesehen und soll zum Kernstück der Flotte werden. Die hohe Reichweite und die geringen Betriebskosten machen den Flugzeugtyp für die Verbindungen im Südpazifik besonders geeignet. Der gelieferte A220-300 ist für die Beförderung von insgesamt 138 Passagieren ausgelegt und zeichnet sich durch eine geräumige Kabine aus.

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Finnair erhält zum vierten Mal Fünf-Sterne-Auszeichnung

Die finnische Fluggesellschaft Finnair ist von der Airline Passenger Experience Association (APEX) zum vierten Mal in Folge mit einer Fünf-Sterne-Bewertung ausgezeichnet worden. Die Bewertung für das Jahr 2026 beruht auf zertifiziertem Passagierfeedback, das mehr als eine Million Flüge aus fast 600 Airlines umfaßte. Eine Sprecherin des Unternehmens, Eerika Enne, äußerte sich erfreut über die Anerkennung, da sie die Eindrücke der Kunden widerspiegle. Die Airline lege großen Wert auf operative Zuverlässigkeit und eine durchgängig gute Kundenerfahrung. Im August 2025 betrug die operative Zuverlässigkeit des Unternehmens 99,3 Prozent, was die Bedeutung dieses Faktors für den Betrieb unterstreicht. Der Erfolg ist auch auf die jüngsten Investitionen des Unternehmens zurückzuführen. So hat Finnair die Kabinen ihrer Langstreckenflugzeuge sowie ihrer Embraer-Flotte erneuert und am Flughafen Helsinki eine neue, größere Lounge eröffnet. Die konsequente Konzentration auf Service und Passagierkomfort ist ein entscheidender Faktor im Wettbewerb, zumal die Airline ihre Strategie als Drehkreuz zwischen Europa und Asien weiterhin verfolgt.

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Der italienische Knoten: Lufthansa strebt Mehrheitsübernahme der Ita Airways an

Die Lufthansa-Gruppe steht möglicherweise vor einem entscheidenden Schritt in ihrer Expansionsstrategie in Südeuropa. Einem Bericht der italienischen Zeitung Corriere della Sera zufolge plant der deutsche Luftfahrtkonzern, seinen Anteil an der italienischen Staatsairline Ita Airways bis zum Sommer 2026 von derzeit 41 Prozent auf 90 Prozent aufzustocken. Die angestrebte Mehrheitsübernahme wäre der Höhepunkt eines Prozesses, der die Integration der ehemaligen Alitalia-Nachfolgerin in das globale Netzwerk der Lufthansa-Gruppe vorantreibt. Für die Aufstockung des Anteils sei die Zahlung von weiteren 325 Millionen Euro sowie eine erfolgsabhängige Summe von bis zu 100 Millionen Euro vorgesehen. Eine endgültige Entscheidung über den Deal werde im April oder Mai 2026 erwartet. Während sich die Lufthansa zu den Spekulationen nicht äußern wollte, deutet der Zeitplan auf eine Beschleunigung des Übernahmeprozesses hin. Schrittweise Übernahme: Vom Erstkauf zur Mehrheit Die enge Verknüpfung der Lufthansa-Gruppe mit der italienischen Staatsairline ist das Ergebnis eines sorgfältig geplanten Prozesses. Im Jahr 2023 hatte die Lufthansa bereits 41 Prozent der Anteile an Ita Airways erworben, um die langjährige und verlustreiche Geschichte der Alitalia zu beenden und die Fluggesellschaft in das profitable Netzwerk des deutschen Konzerns zu integrieren. Diese erste Transaktion galt als strategisch wichtiger Schritt, um die Marktposition in Italien zu stärken, einem der wichtigsten Reisemärkte Europas. Die Übernahme der Ita Airways durch die Lufthansa-Gruppe war nicht ohne Hindernisse. Die Verhandlungen zogen sich über lange Zeit hin, da die italienische Regierung und die EU-Kommission strenge Bedingungen für den Verkauf der Staatsairline stellten. Seit Anfang 2025 wird Ita Airways aktiv in das Netzwerk der Lufthansa integriert.

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Pilotengewerkschaft leitet Urabstimmung ein und bringt Lufthansa an den Rand eines Streiks

Der Tarifkonflikt bei der Lufthansa hat sich vor dem Beginn der Herbst-Reisewelle dramatisch zugespitzt. Die Vereinigung Cockpit (VC), die mächtige Gewerkschaft der Piloten der Lufthansa-Kernmarken und der Frachttochter Lufthansa Cargo, hat eine Urabstimmung über einen möglichen Streik eingeleitet. Diese Maßnahme gilt als letztes und schärfstes Schwert der Gewerkschaft und macht einen Arbeitskampf kaum noch vermeidbar. Passagiere, insbesondere jene, die zum Auftakt der hessischen Herbstferien am 3. Oktober abfliegen, könnten von Ausfällen und Verspätungen betroffen sein. Während die Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung festgefahren sind, offenbart der Konflikt einen tieferliegenden Graben: die strategische Neuausrichtung des Konzerns und der Widerstand der Gewerkschaften gegen die Gründung kostengünstigerer Flugbetriebe wie City Airlines und Discover. Festgefahrene Verhandlungen: Der Kampf um die Betriebsrenten Der unmittelbare Anlaß für die Zuspitzung des Konflikts ist die festgefahrene Situation bei den Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung der Piloten. Seit Mai fordert die Tarifkommission der VC eine Neuregelung. In einem bis 2017 gültigen Tarifvertrag hatte die Lufthansa die absolute Höhe der Rentenzahlungen garantiert. Nach einem Arbeitskampf im Jahr 2017, der 14 Streikwellen umfaßte, wurde das System umgestellt. Seitdem garantiert das Unternehmen lediglich die Höhe des Arbeitgeberbeitrags in die Pensionsfonds. Das Risiko, daß geringe Zinsen zu deutlich kleineren Renten führen, liegt seitdem allein bei den Piloten. Nach Darstellung der Gewerkschaft haben sich die damaligen Renditeerwartungen von „ein bis zwei Prozent“ nicht erfüllt, was zu einer deutlichen Verschlechterung der Altersvorsorge geführt habe. Die VC fordert, daß die Arbeitgeberbeiträge auf neuen Berechnungsgrundlagen massiv steigen. In einer Beispielrechnung führt die Gewerkschaft aus, daß bei einem

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