Militär

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Lufthansa Technik rüstet Airbus A350 der Luftwaffe mit Selbstschutzsystem aus

In einer wegweisenden Entscheidung für die Sicherheit der deutschen Luftwaffe hat Lufthansa Technik in enger Zusammenarbeit mit Elbit Systems und Airbus ein innovatives Selbstschutzsystem für drei Airbus A350 der deutschen Flugbereitschaft entwickelt. Diese Flugzeuge, die zu den Flaggschiffen der deutschen Regierungsflotte gehören, werden mit dem sogenannten Directed InfraRed Counter Measures (DIRCM) ausgestattet, einem hochmodernen Abwehrsystem, das in der Lage ist, anfliegende Raketen abzulenken. Die Entscheidung, diese Technologie zu integrieren, wurde jüngst vom Verteidigungs- und Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages genehmigt und stellt einen Meilenstein in der Sicherheitspolitik des Landes dar. Die Technologie hinter DIRCM Das DIRCM-System, das auf den Airbus A350 der deutschen Flugbereitschaft aufgebracht wird, ist eine Technologie, die ursprünglich für den Schutz vor infrarotgelenkten Raketen entwickelt wurde. Besonders gefährlich sind diese Raketen, wenn sie von nichtstaatlichen Akteuren eingesetzt werden, wie es in Konfliktgebieten zunehmend der Fall ist. MANPADS (Man-Portable Air Defense Systems) sind tragbare, mit Infrarotsuchköpfen ausgestattete Lenkflugkörper, die eine enorme Bedrohung für zivile und militärische Flugzeuge darstellen. DIRCM-Systeme arbeiten, indem sie den Suchkopf einer anfliegenden Rakete mit einem sogenannten „Jam Code“ stören, was dazu führt, dass die Rakete ihr Ziel verfehlt. Dies geschieht ohne dass die Besatzung des Flugzeugs aktiv eingreifen muss, was das System besonders zuverlässig und effizient macht. In der Praxis bedeutet dies, dass der Airbus A350 nun in der Lage ist, sich gegen eine der gefährlichsten Bedrohungen in der Luftverteidigung zu schützen. Die Technologie hat sich bereits in anderen Flugzeugen, darunter VIP- und Staatsoberhauptflugzeugen sowie militärischen Plattformen, bewährt. Mit der Einführung dieses Systems auf dem

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Eurojet liefert 59 Triebwerke für Spaniens Eurofighter-Flotte

Die Eurojet Turbo GmbH hat einen Vertrag mit der NATO-Behörde NETMA über die Lieferung von 59 EJ200-Triebwerken für die spanische Luftwaffe unterzeichnet. Die neuen Triebwerke, die Teil des Eurofighter-Beschaffungsprojekts „Halcón“ sind, werden ab 2029 ausgeliefert. Die Produktion erfolgt durch Rolls-Royce, MTU Aero Engines, ITP Aero und Avio Aero, wobei ITP Aero die Endmontage übernimmt. Das EJ200-Triebwerk gilt als Schlüsselkomponente der Eurofighter Typhoon-Flotte und trägt zur europäischen Verteidigungsfähigkeit bei.

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Bahrain stärkt Polizeieinsätze mit modernen Airbus-Hubschraubern

Das Innenministerium des Königreichs Bahrain hat einen richtungsweisenden Schritt unternommen, um die Fähigkeiten seiner Strafverfolgungsbehörden und Rettungsdienste zu erweitern. In einem millionenschweren Vertrag mit dem europäischen Luftfahrtkonzern Airbus wurde der Kauf von neun hochmodernen H145-Hubschraubern beschlossen. Die Maschinen sollen in verschiedenen Missionen, von Polizeieinsätzen bis hin zu medizinischen Notfalldiensten, eingesetzt werden und Bahrains Position als technologisch gut ausgerüsteter Akteur in der Region stärken. Die Entscheidung des Innenministeriums kommt nicht von ungefähr. Mit ihrem innovativen Fünfblattrotor, der die Nutzlast um 150 Kilogramm erhöht, und ihrer Vielseitigkeit gehört die H145 zu den leistungsstärksten und flexibelsten Hubschraubern ihrer Klasse. Weltweit sind mehr als 1.700 Maschinen dieses Typs im Einsatz, die zusammen bereits über acht Millionen Flugstunden absolviert haben. Vielseitigkeit und technische Exzellenz Die H145 bietet eine bemerkenswerte Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten. Die Konfigurationen des Hubschraubers erlauben den Transport von bis zu zehn Soldaten oder neun Mitgliedern von SWAT-Teams. Für Polizeieinsätze kann die Maschine zudem mit Arbeitsstationen für Bediener ausgestattet werden, um Einsätze vor Ort besser zu koordinieren. Diese Modularität macht die H145 zu einem unverzichtbaren Instrument für Strafverfolgung, militärische Zwecke und Rettungsdienste. Angetrieben von zwei Safran Arriel 2E-Triebwerken verfügt die H145 über ein fortschrittliches digitales Steuerungssystem, die sogenannte FADEC (Full Authority Digital Engine Control). Diese Technologie gewährleistet eine optimale Motorleistung bei gleichzeitig reduzierter Arbeitsbelastung für die Piloten. Ein 4-Achsen-Autopilot sorgt zusätzlich für Stabilität und erhöht die Sicherheit während der Flüge. Olivier Michalon, Executive Vice President für Global Business bei Airbus Helicopters, betonte die strategische Bedeutung des Vertrags: „Wir sind sehr stolz darauf, daß das

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Kasachstan erhält ersten Airbus A400M

Airbus Defence and Space hat den ersten Airbus A400M an die Republik Kasachstan übergeben, wodurch das Land seine taktischen und strategischen Lufttransportkapazitäten stärkt. Die Auslieferung erfolgte in Almaty, Südkasachstan, nach einem Überführungsflug von der Produktionsstätte in Sevilla, Spanien. Der A400M wird für Kasachstan eine entscheidende Rolle in der Luftverteidigung spielen, indem er außergewöhnliche Fähigkeiten für den Transport von schweren und übergroßen Frachtgütern sowie die Luftbetankung bietet. Jean-Brice Dumont, Leiter des Geschäftsbereichs Air Power bei Airbus, betonte die Bedeutung des A400M für die kasachischen Luftstreitkräfte und hob hervor, dass die erste von zwei bestellten Maschinen eine wichtige Erweiterung der Lufttransportkapazitäten des Landes darstellt. Ein zweites A400M-Modell wird 2026 geliefert und weiter zur Stärkung der Fähigkeiten beitragen. Seit seiner Einführung hat der Airbus A400M weltweit mehr als 200.000 Flugstunden absolviert und sich unter anderem bei humanitären und militärischen Einsätzen, wie der Evakuierung aus Afghanistan, dem Sudan und Niger, bewährt. Der A400M ist einzigartig in seiner Fähigkeit, sowohl taktische als auch strategische Transportaufgaben zu erfüllen.

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Norwegen verstärkt Sicherheitsmaßnahmen in Polen zur Unterstützung der Ukraine

Norwegen wird ab Dezember Kampfflugzeuge, Luftabwehrsysteme und Soldaten nach Polen entsenden, um den Flughafen in Rzeszow nahe der ukrainischen Grenze zu schützen. Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram erklärte, dass die Mission im Rahmen der Luft- und Raketenabwehr der Nato bis Ostern andauern werde. Vier F-35-Kampfflugzeuge und 100 Soldaten sollen die Sicherheit des zentralen Logistikstandorts gewährleisten. Der Flughafen ist ein entscheidender Knotenpunkt für den westlichen Waffentransport in die Ukraine, die durch Russland angegriffen wird.

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Kroatien modernisiert: Abschied von der MiG-21 und Übergang zur Dassault Rafale

Die kroatischen Luftstreitkräfte haben offiziell die MiG-21-Kampfjets ausgemustert und damit ein prägendes Kapitel ihrer Luftfahrtgeschichte abgeschlossen. Dieses sowjetische Überschallflugzeug war seit der Unabhängigkeit Kroatiens im Jahr 1991 ein zentraler Bestandteil der nationalen Verteidigung. Nun wird der Schutz des kroatischen Luftraums vorübergehend von italienischen Eurofighter Typhoons und ungarischen Saab Gripens übernommen, bevor die neue Flotte moderner Dassault Rafale-Kampfjets die Verantwortung vollständig übernimmt. Diese Umstellung markiert einen Meilenstein in der umfassenden Modernisierung der kroatischen Streitkräfte. Die MiG-21, die während des Kalten Krieges entwickelt wurde, galt als eines der erfolgreichsten Kampfflugzeuge ihrer Zeit. Über 60 Jahre diente dieses Modell in verschiedenen Ländern, darunter auch Kroatien. Dort wurde die Maschine im Jahr 1992 in Dienst gestellt und spielte eine zentrale Rolle im Verteidigungskonzept des jungen Staates. Doch wie bei anderen europäischen Ländern, etwa Rumänien, das seine MiG-21-Flotte 2023 stilllegte, wurde die begrenzte Lebensdauer des Flugzeugtyps schließlich ein Problem. Veraltete Technologie und steigende Wartungskosten führten zu der Entscheidung, auf modernere Systeme umzustellen. Der Übergang zur Rafale Im Rahmen eines 960-Millionen-Dollar-Vertrags erwarb Kroatien 12 gebrauchte Dassault Rafale-Kampfjets von Frankreich. Diese Flugzeuge, die in der Lage sind, sowohl Luftverteidigungs- als auch Bodenangriffsmissionen durchzuführen, stellen eine deutliche Steigerung der militärischen Kapazitäten des Landes dar. Die ersten sechs Maschinen wurden im April 2024 an Kroatien übergeben, begleitet von einem feierlichen Empfang in der Nähe von Zagreb. Der kroatische Premierminister Andrej Plenković betonte die strategische Bedeutung der Rafale-Flotte, die nicht nur die nationale Sicherheit stärke, sondern auch Kroatiens Rolle innerhalb der NATO festige. Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung ist die

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Kanada bestellt 19 PC-21 Trainingsflugzeuge bei Pilatus

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus liefert 19 PC-21 Trainingsflugzeuge an die Royal Canadian Air Force (RCAF). Die Lieferung erfolgt im Rahmen des Programms „Future Aircrew Training“ (FAcT), das die Ausbildung von Militärpiloten modernisieren soll. Ab 2026 werden die Flugzeuge auf der Luftwaffenbasis in Moose Jaw stationiert. Das integrierte Trainingssystem umfasst neben den Flugzeugen auch bodengestützte Trainingslösungen.

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Drohnensichtung über dem Hamburger Hafen: Untersuchung eingeleitet

Am Freitag wurde über dem Hamburger Hafen eine Drohne gesichtet, während der britische Flugzeugträger HMS Queen Elizabeth dort vor Anker lag. Die Bundeswehr bestätigte den Vorfall und setzte ein Drohnenabwehrteam mit einem Störsender HP-47 ein. Eine Schussabgabe erfolgte nicht. Die Drohne, etwa 1,5 Meter groß, verschwand Berichten zufolge in einem Containerterminal. Die Hintergründe des Vorfalls sind derzeit unklar. Die Präsenz des Flugzeugträgers in Hamburg ist Teil eines diplomatischen Besuchs zur Vertiefung der deutsch-britischen Verteidigungsbeziehungen. Auf der Queen Elizabeth fanden hochrangige Gespräche über die militärische Zusammenarbeit und Rüstungsbeschaffung statt, an denen Vertreter aus Deutschland und Großbritannien teilnahmen. Der Hafenbesuch markiert zudem die erste Ankunft eines Trägers dieser Klasse in Hamburg.

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Boeing erhält Milliardenauftrag für zusätzliche KC-46A Pegasus-Tankflugzeuge

In einer bedeutenden Entwicklung für die US-amerikanische Luftwaffe und die Luftfahrtindustrie hat Boeing einen Auftrag im Wert von 2,38 Milliarden US-Dollar für die Lieferung von 15 zusätzlichen KC-46A Pegasus-Tankflugzeugen erhalten. Dieser Vertrag gehört zum sogenannten Beschaffungslot 11 und ergänzt die bestehenden globalen Liefervereinbarungen, die bereits 168 KC-46A-Flugzeuge umfassen, welche sowohl der US-Luftwaffe (USAF) als auch internationalen Verbündeten dienen. Doch trotz dieses Erfolges gibt es weiterhin Herausforderungen und kritische Stimmen hinsichtlich der Technologie und Zuverlässigkeit des Pegasus-Tankers, die nicht unbeachtet bleiben dürfen. Die Bedeutung des KC-46A-Programms Die KC-46A Pegasus-Tankflugzeuge stellen eine Schlüsselkomponente der Luftbetankungsflotte der USAF dar. Sie sollen die älteren Modelle KC-135 Stratotanker und KC-10 Extender ersetzen, die seit den 1950er Jahren im Einsatz sind. Die Einführung des KC-46A ist somit nicht nur eine technologische Notwendigkeit, sondern auch ein strategischer Schritt zur Sicherstellung der globalen Einsatzfähigkeit der US-Luftwaffe. Die KC-46A basiert auf der Boeing 767-2C, einem kommerziellen Verkehrsflugzeug, das für militärische Zwecke umgebaut wurde. Boeing gewann 2011 den Wettbewerb für das KC-X-Programm, das darauf abzielte, die veralteten Tankflugzeuge der USAF zu ersetzen. Der Vertrag umfasst die Lieferung von insgesamt 179 Flugzeugen. Die ersten 89 KC-46A-Flugzeuge wurden bereits an die US-Luftwaffe ausgeliefert, und auch andere Nationen haben Interesse an dem modernen Tankflugzeug gezeigt. Japan bestellte sechs Einheiten, von denen bereits vier ausgeliefert wurden, und Israel sicherte sich einen Vertrag über die Lieferung von vier Flugzeugen im Wert von 927 Millionen US-Dollar. Technische Herausforderungen und Kritik Trotz des Erfolges bei der Gewinnung von Aufträgen und der Lieferung von Flugzeugen hat das KC-46A-Programm

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Kritik an der Personalsituation beim Bundesheer: Offiziersgesellschaft fordert dringende Reformen

Die Österreichische Offiziersgesellschaft (ÖOG) hat die Personalsituation beim Bundesheer erneut scharf kritisiert. Laut Präsident Brigadier Erich Cibulka führt der Mangel an qualifiziertem Personal, insbesondere im Bereich der Fluglotsen und der Luftverteidigung, zu erheblichen Sicherheitsrisiken. Bereits seit Jahren warnen militärische Führungskräfte und Experten vor den dramatischen Personalengpässen, die durch steigende Pensionierungen und den Abgang in besser bezahlte zivile Berufe weiter verschärft werden. Besonders gravierend ist die Lage in der Miliz, deren Mitgliederzahlen nach dem Wegfall der verpflichtenden Truppenübungen stark zurückgegangen sind. Laut Cibulka besteht die österreichische Armee aus einer „auf dem Papier existierenden“ Truppe, die im Ernstfall nicht ausreichend vorbereitet und trainiert ist. Die Offiziersgesellschaft fordert daher von der neuen Regierung eine konsequente Fortsetzung des Verteidigungsbudgets sowie einen nachhaltigen Personalaufbau. Drei konkrete Forderungen wurden gestellt: eine Erhöhung des Verteidigungsbudgets auf 2% des BIP bis 2028, ein personelles Aufwachsen des Österreichischen Bundesheers (ÖBH) im Frieden und im Einsatz sowie die Sicherstellung der Befähigung des ÖBH zur militärischen Landesverteidigung nach einer möglichen Mobilmachung. Die politische Verantwortung und die Notwendigkeit, diese strukturellen Defizite zu beheben, werden von Cibulka als existenziell für die nationale Sicherheit bezeichnet.

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