
Folgt Hercules auf Hercules?
Zu Jahresbeginn kündigte Verteidigungsministerin Claudia Tanner (ÖVP) neuerlich ein Investitionsprogramm für das Bundesheer in den kommenden Jahren an. Trotz enormer neuer Staatsschulden, verursacht durch die Coronakrise, sollen einige Teilbereiches des Heeres modernisiert werden. So auch die Lufttransportstaffel, bestehend aus derzeit drei aktiven Lockheed C-130 Hercules. Diese mittlerweile über 50 Jahre alten Transportflugzeuge wurden zwar in den letzten Jahren grundlegend überholt, deren Einsatzbereitschaft wird bis spätestens 2030 dennoch ein Ende gesetzt. Um sich jahrzehntelangen Notlösungen und teuren Mietverträgen, etwa mit der schwedischen Luftwaffe, zu entziehen, genehmigte die österreichische Bundesregierung unter Wolfgang Schüssel im Jahr 2001 die Beschaffung von drei gebrauchten Lockheed C-130 aus Beständen der Royal Air Force. Zu einem Systempreis von rund 40 Mio. Euro, zum Großteil gegenfinanziert durch einen Verkauf von 160 Panzer nach Ägypten, kamen bis 2004 die drei generalüberholten Hercules „Charlie Alpha“, „Charlie Bravo“ sowie „Charlie Charlie“ zur Lufttransportstaffel des Fliegerregiments 3 am Fliegerhorst Vogel in Hörsching. Neben den notwendigen Ersatzteilen und Gerätschaften, um den Betrieb zu ermöglichen, beinhaltete das Kaufpaket auch einen langfristigen Servicevertrag mit Marshall of Cambridge Aerospace, einem ausgewiesenen Experten in Sachen Wartung und Modernisierung der Lockheed C-130 Hercules. Gegenüber der Bevölkerung wurde die bemerkenswerte Beschaffung – immerhin begnügte man sich bislang mit zwei kleinen Shorts Skyvan als Transportflugzeuge – mit einer Anschlussverfolgung und für die Personalrotation im Ausland stationierter österreichischer Soldaten, etwa im Kosovo oder im Golan. Ein Ausfliegen von Österreichern aus etwaigen Krisengebieten sollte mit den Hercules ebenfalls ermöglicht werden, wie es 2011 nach den Terroranschlägen in Ägypten notwendig wurde. Mit den








