Militär

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Bremen und der Bund investieren in die militärische Nutzung von Flughafen und Überseehafen

Das Land Bremen und der Bund haben sich nach monatelangen Verhandlungen auf ein umfangreiches Infrastrukturprogramm geeinigt, um den Flughafen Bremen sowie die Hafenanlagen in Bremerhaven verstärkt für militärische Logistikzwecke nutzbar zu machen. Das Gesamtvolumen der geplanten Investitionen beläuft sich auf rund 1,55 Milliarden Euro. Während der Bund im Rahmen der NATO-Aktivitäten und der Bündnisverteidigung etwa 1,35 Milliarden Euro bereitstellt, übernimmt das Land Bremen einen Eigenanteil von rund 200 Millionen Euro. Die Vereinbarung umfasst insgesamt 42 konkrete Einzelmaßnahmen, die bis zum Jahr 2031 vollständig umgesetzt werden sollen. Ende September 2026 wird Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius im Bremer Rathaus erwartet, um das Abkommen gemeinsam mit Vertretern der Landesregierung offizielle zu unterzeichnen. Ausbau der Logistikflächen am Flughafen Bremen und Maßnahmen im Überseehafen Der zivile Flughafen Bremen soll im Zuge des Ausbauprogramms vor allem durch die Schaffung zusätzlicher Logistikflächen und erweiterter Stellplatzkapazitäten gestärkt werden. Diese Flächen dienen künftig dazu, im Bedarfsfall militärisches Gerät, Versorgungsgüter und Personal zügig umzuschlagen. Über die Erweiterung der Logistikareale hinaus sind technische und infrastrukturelle Anpassungen vorgesehen, um den parallelen Betrieb von zivilem Passagierverkehr und militärischen Transportflügen koordinieren zu können. Der überwiegende Teil der finanziellen Mittel fließt in den Hafenstandort Bremerhaven. Der Überseehafen nimmt als Drehkreuz für Truppentransporte und Materialverlegungen innerhalb der NATO eine Schlüsselstellung an der deutschen Nordseeküste ein. Zu den geplanten Bauvorhaben zählen die Ertüchtigung von Kaimauern für Schwerlasttransporte, der Neubau einer spezialisierten Feuerwache, die Verstärkung von Straßen- und Brückenverbindungen sowie der Ausbau der Schieneninfrastruktur im Hafenbereich. Durch diese Maßnahmen soll die Kapazität für die Abwicklung großer Militärtransporte nachhaltig gesteigert

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Eurofighter des Bundesheeres vorübergehend am Flughafen Klagenfurt stationiert

Die österreichischen Luftstreitkräfte verlegen im September 2026 für zwei Zeiträume Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter Typhoon an den Flughafen Klagenfurt. Die Maschinen des Überwachungsgeschwaders rücken am Freitag, 11. September 2026, an und verbleiben bis Montag, 14. September 2026, am Kärntner Zivilflughafen. Ein zweiter Einsatzzeitraum ist vom 25. bis 28. September 2026 terminiert. Der Flughafen Klagenfurt dient damit zum 18. und 19. Mal als Ausweich- und Abrollplatz für die Abfangjäger des Bundesheeres. Nach Abschluss der jeweiligen Abschnitte kehren die Luftfahrzeuge zu ihrem Heimatstützpunkt, dem Fliegerhorst Hinterstoisser im steirischen Zeltweg, zurück. Während der Tage in Klagenfurt führen die Piloten ausschließlich scharfe Einsätze zur aktiven Luftraumüberwachung durch, sogenannte Abfangeinsätze der Kategorie „Priorität Alpha“. Diese Bereitschaftsstufe wird ausgelöst, wenn zivile oder militärische Luftfahrzeuge ohne Funkkontakt den österreichischen Luftraum durchfliegen oder keine gültige Einfluggenehmigung vorliegt. Ausbildungs- und Trainingsflüge sind ab Klagenfurt nicht angesetzt. Die Verlegungen selbst dienen dem Militär jedoch dazu, die Verlegeverfahren des Bodengeräts zu testen sowie das Personal und die Infrastruktur am Hauptstandort Zeltweg zeitweise zu entlasten. Die Nutzung ziviler Infrastruktur für militärische Aufgaben gehört zum Standardkonzept der österreichischen Luftstreitkräfte zur Aufrechterhaltung der Souveränität im Luftraum. Neben Klagenfurt werden bei Bedarf auch andere Zivilflugplätze wie Hörsching bei Linz oder Graz als Ausweichbasen herangezogen, um bei Bahnreparaturen oder schlechten Witterungsbedingungen in Zeltweg die lückenlose Abfangbereitschaft zu sichern. Das Zusammenspiel zwischen dem zivilen Flugbetrieb der Klagenfurter Flughafen-Betriebsgesellschaft und den militärischen Einheiten erfordert eine präzise Abstimmung der Start- und Landeslots mit der zivilen Flugsicherung Austro Control. Kritiker verweisen jedoch darauf, dass temporäre Verlegungen an zivile Regionalflughäfen mit

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Österreichisches Bundesheer verzeichnet steigende Neueintritte

Das Österreichische Bundesheer meldet für das laufende Jahr einen Nettozuwachs bei den Beschäftigtenzahlen. Bis Anfang September 2026 standen 2.200 Neueintritten von zivilem und militärischem Personal insgesamt 1.719 Abgänge gegenüber, was einem Plus von 481 Mitarbeitern entspricht. Unter den Neuzugängen befanden sich 409 Frauen, wovon 107 ihren Dienst im uniformierten Bereich angetreten haben. Der überwiegende Teil der Fluktuation betrifft befristete Dienstverhältnisse wie Militärpersonen auf Zeit oder Verwaltungspraktikanten. Parallel zur allgemeinen Personalentwicklung verzeichnen auch die Ausbildungseinrichtungen für den Kaderbereich hohe Teilnehmerzahlen. Im September 2026 traten 1.065 Anwärter die Kaderausbildung für die Laufbahnen der Offiziere und Unteroffiziere im Berufs- und Milizstand an, darunter 75 Frauen. Der Ausbildungsweg beginnt mit der sechsmonatigen Kaderanwärterausbildung Teil 1, ehe sich die Pfade trennen. Während die Unteroffiziersanwärter nach 18 Monaten an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns als Wachtmeister ausgemustert werden, absolvieren angehende Offiziere ein dreijähriges Studium an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt. Die Steigerung der Rekrutierungszahlen erfolgt vor dem Hintergrund der eingeleiteten Modernisierungsvorhaben im Rahmen des Aufbauplans 2032+. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner führt die Entwicklung auf Anpassungen in der Personalgewinnung und die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zurück. Neben der Beschaffung neuer Ausrüstung und Waffensysteme ist der Aufwuchs an qualifiziertem Personal eine zentrale Voraussetzung, um die personelle Einsatzbereitschaft der Streitkräfte langfristig sicherzustellen. Militärökonomen und Beobachter betonen jedoch, dass dem schrittweisen Personalaufbau weiterhin eine hohe Abgangsrate gegenübersteht. Insbesondere der Wettbewerb mit der Privatwirtschaft um qualifizierte Fachkräfte in technischen und logistischen Bereichen setzt dem Streitkräfteamt Grenzen. Die Herausforderung für die Heeresführung besteht darin, das neu gewonnene Personal über die befristeten Verträge hinaus

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Generalleutnant Harald Vodosek wird neuer Generalstabschef des Österreichischen Bundesheeres

In der Führungsebene des Österreichischen Bundesheeres steht ein Personalwechsel bevor: Generalleutnant Harald Vodosek wird neuer Generalstabschef und übernimmt damit die höchste militärische Funktion der Streitkräfte. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner entschied sich nach persönlichen Gesprächen mit insgesamt sechs Bewerbern für den bisherigen Leiter der Rüstungsdirektion. Ministerin Tanner informierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber des Bundesheeres sowie den Zentralausschuss der Personalvertretung über den Auswahlentscheid. Die formelle Ernennung erfolgt nach der rechtlichen Prüfung durch die Hofburg. Der künftige Generalstabschef rückte 1982 beim Bundesheer ein und absolvierte die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt. Nach der Generalstabsausbildung durchlief Vodosek verschiedene Verwendungen im In- und Ausland, darunter Funktionen bei der 9. Panzergrenadierbrigade, in der österreichischen Militärvertretung in Brüssel sowie als Kommandant des Jagdkommandos. Zuletzt verantwortete er ab 2021 als Leiter der Direktion 5 (Beschaffung) und Nationaler Rüstungsdirektor die Beschaffungsprogramme der Truppe. Vodosek folgt in der Spitzenfunktion auf Generalleutnant Erich Csitkovits, der die Agenden nach dem Abgang von Robert Brieger interimistisch geführt hatte. In seiner neuen Funktion obliegt Vodosek die Umsetzung des militärischen Umbauprogramms „Aufbauplan 2032+“. Dieses Rahmenkonzept sieht vor, die militärische Landesverteidigung angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa durch Investitionen in Geräte, Infrastruktur und Mobilmachungsstrukturen zu modernisieren. Der Schwerpunkt von Vodoseks bisheriger Arbeit im Ministerium lag auf der Abwicklung umfangreicher Rüstungsprojekte, darunter die Beschaffung neuer Hubschrauber, Radfahrzeuge und Luftabwehrsysteme zur Schließung Fähigkeitslücken. Militärexperten weisen darauf hin, dass die Besetzung der Generalstabspitze mit einem ausgewiesenen Beschaffungs- und Rüstungsexperten die Dringlichkeit der materiellen Wiederaufrüstung unterstreicht. Gleichzeitig steht die Führung vor der Aufgabe, den Personalmangel

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Anerkennung als militärischer Ausbildungsbetrieb für Lufthansa Technical Training durch das Luftfahrtamt der Bundeswehr

Das Schulungsunternehmen Lufthansa Technical Training GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Lufthansa Technik AG, hat vom Luftfahrtamt der Bundeswehr die behördliche Zulassung als Ausbildungsorganisation nach den Vorgaben der Deutschen Militärischen Luftfahrt-Anforderungen erhalten. Die feierliche Überreichung der entsprechenden Zertifizierungsurkunde markiert den formalen Eintritt des zivilen Bildungsanbieters in die technische Qualifizierung von Instandhaltungspersonal für militärische Luftfahrzeugmuster. Das Zulassungsverfahren umfasste eine Überprüfung der betrieblichen Abläufe sowie mehrtägige Auditierungen vor Ort. Die Genehmigung erstreckt sich zunächst auf die theoretische Ausbildung in verschiedenen Lizenzkategorien und findet ihren ersten praktischen Anwendungsbereich bei der Schulung von Personal für das neue Seefernaufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeug P-8A Poseidon der Deutschen Marine. Die Einbindung privater Flugzeugwartungsbetriebe in die Ausbildungskette der Streitkräfte steht im Kontext steigender Anforderungen an die Verfügbarkeit militärischer Fluggeräte und spiegelt die engere Verflechtung zwischen der zivilen Luftfahrtindustrie und der Bundeswehr wider. Rechtliche Grundlagen der Zulassung und Auditierungsverfahren Die Ausbildung von technischem Personal für die militärische Luftfahrt unterliegt in Deutschland gesonderten Bestimmungen, die in den Deutschen Militärischen Luftfahrt-Anforderungen geregelt sind. Diese Regelungen leiten sich aus den europäischen Standards für militärische Lufttüchtigkeit ab und stellen sicher, dass das Wartungspersonal nach einheitlichen Sicherheits- und Qualitätsmaßstäben geschult wird. Eine Zulassung als ziviler Instandhaltungsbetrieb nach den Vorgaben der europäischen Luftfahrtsicherheitsbehörde EASA ist für den militärischen Bereich rechtlich nicht ausreichend, weshalb ein eigenständiges Genehmigungsverfahren durch das Luftfahrtamt der Bundeswehr erforderlich war. Im Zuge dieses Zulassungsverfahrens musste Lufthansa Technical Training nachweisen, dass die bestehenden Lehrpläne, das Schulungspersonal und die internen Qualitätsmanagementsysteme den spezifischen Erfordernissen der Streitkräfte entsprechen. Die Prüfungen erstreckten sich über mehrere Monate und schlossen

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Militärische Nutzung der Infrastruktur des Flughafens Klagenfurt und die Partnerschaft mit dem Österreichischen Bundesheer

Der Flughafen Klagenfurt übernimmt neben seiner Funktion für den zivilen Luftverkehr eine regelmäßige Rolle als logistischer und operativer Stützpunkt für das Österreichische Bundesheer. Im Rahmen von militärischen Ausbildungs- und Übungsvorhaben stellt der Kärntner Landesflughafen seine Start- und Landebahnen sowie Abstellflächen für unterschiedliche Luftfahrzeuge zur Verfügung. Ein aktuelles Beispiel für diese Kooperation bildet die Übungsserie SERE (Survive, Evade, Resist, Extract), die vom 24. August bis zum 4. September 2026 in Kärnten stattfindet. Rund 130 Angehörige des Jagdkommandos trainieren dabei spezielle Einsatzverfahren, wozu auch die Aus- und Fortbildung von Fallschirmspringern unter Nutzung der zivilen Infrastruktur gehört. Neben Übungen wie dieser nutzen die Luftstreitkräfte den Standort regelmäßig für temporäre Verlegungen von Abfangjägern des Typs Eurofighter sowie als Basis für Hubschraubereinsätze. Ablauf und Hintergründe der Übungsserie SERE in Kärnten Die Abkürzung SERE steht für die militärischen Kernfähigkeiten Überleben, Ausweichen, Widerstehen und Extraktion. Diese Ausbildungsinhalte sind darauf ausgerichtet, Personen in isolierten oder extremen Lagen auf das Verhalten hinter feindlichen Linien oder in unwegsamen Gebieten vorzubereiten. Das Jagdkommando als Spezialverband des Bundesheeres führt diese Einheiten durch, um die Handlungsfähigkeit in komplexen Szenarien aufrechtzuerhalten. Während der zwei Wochen dauernden Ausbildungsmassnahme dient der Flughafen Klagenfurt als Ausgangspunkt für fliegerische Operationen. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Transportflugzeug vom Typ C-130 Hercules. Von Klagenfurt aus starten die Maschinen, um Fallschirmabsprünge im Kärntner Luftraum und über ausgewählten Absetzzonen durchzuführen. Die Nähe des Flughafens zu den alpinen Trainingsräumen ermöglicht kurze Anflugzeiten und eine effiziente Abwicklung der Flugstunden. Das Spektrum der Kooperation zwischen Zivilflughafen und Streitkräften Die Nutzung des Standorts Klagenfurt durch

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Abfangjagd im ungarischen Luftraum und Notlandung eines entwendeten Kleinflugzeugs nahe dem Kernkraftwerk Paks

Ein Vorfall mit einem unbefugt gestarteten Kleinflugzeug hat im Süden Ungarns zu einem Alarmstart von Kampfflugzeugen der Streitkräfte sowie zu umfassenden Sicherheitsüberprüfungen auf den Flugplätzen des Landes geführt. Am Morgen des 29. August 2026 entwendete ein 24-jähriger Mann aus Szomor eine Cessna 172 vom Flugplatz Kalocsa und flog in Richtung des nahegelegenen Kernkraftwerks Paks. Die ungarische Luftverteidigung erfasste das Flugzeug unmittelbar nach dem Start und schickte zwei Abfangjäger vom Typ Saab JAS 39 Gripen zur Überprüfung in die Luft. Bevor die Abfangjäger Sichtkontakt herstellen konnten, führte die Sportmaschine auf einem Sonnenblumenfeld nahe Gerjen im Komitat Tolna eine Notlandung durch. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Zwischenfällen im ungarischen Luftraum ein und löste behördliche Inspektionen zur Luftsicherheit auf den nationalen Flugplätzen aus. Ablauf des Vorfalls und Auslösung des Militäralarms Nach Angaben des ungarischen Verteidigungsministeriums registrierten die militärischen Radarstationen am 29. August 2026 den ungenehmigten Start der Maschine vom Typ Cessna 172 auf dem Flugplatz Kalocsa unverzüglich. Um 10:02 Uhr Ortszeit gab Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi in einer offiziellen Erklärung bekannt, dass die Alarmrotte der Luftstreitkräfte unmittelbar nach der Radarfassung aufgestiegen sei. Die Maschine steuerte in Richtung des Kernkraftwerks Paks, woraufhin die Einsatzkräfte die Absicherung des Luftraums einleiteten. Wenige Minuten nach dem Start kam die Cessna 172 in der Nähe der Ortschaft Gerjen auf einem Acker zum Stehen. Die eingetroffenen Gripen-Kampfflugzeuge lokalisierten das beschädigte Kleinflugzeug am Boden und verblieben über dem Gebiet, bis ein Rettungshubschrauber und Bodeneinheiten der Polizei an der Unfallstelle eintrafen. Nach offiziellen Angaben gab es bei dem Vorfall

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Bundesheer übernimmt AW 169 „Lion“ Nummer 12

Mit der Landung des zwölften Hubschraubers des Typs AgustaWestland AW169 Lion im Flurnamen Fliegerhorst Fiala Fernbrugg in Aigen im Ennstal hat das Österreichische Bundesheer einen weiteren Meilenstein bei der Erneuerung seiner Luftstreitkräfte erreicht. Die Maschine wurde direkt vom Werk des italienischen Herstellers Leonardo überstellt und stellt den Abschluss des ersten Drittels der insgesamt 36 georderten Luftfahrzeuge dar. Der Beschaffungsprozess, der im Rahmen des Investitionspakets Aufbauplan 2032 abgewickelt wird, soll die veralteten Flotten der Alouette III und Teile der Bell 212 ersetzen. Der Zulauf verläuft nach Plan, wobei die Einführung der voll militärisch ausgerüsteten Variante ab dem Jahresende 2026 den Schwerpunkt der kommenden Liefertranchen bilden wird. Lieferplan und technische Spezifikationen der Beschaffung Der Überstellungsflug der zwölften Maschine wurde von Brigadier Wolfgang Luttenberger, dem Kommandanten der Luftunterstützung, persönlich durchgeführt. Dies unterstreicht die Bedeutung, die der Verband diesem Zulauf beimisst. Die bisher ausgelieferten zwölf Einheiten umfassen primär die Schulungs- und leichten Transportvarianten AW169 B. Die verbleibenden 24 Maschinen, deren Auslieferung bis Ende 2028 angestrebt wird, werden in der Version AW169 MA für Multirole Advanced geliefert. Diese militärische Variante unterscheidet sich von den bisherigen Mustern durch eine erweiterte Ausstattung mit Sensorik, Selbstschutzsystemen und der Option zur Bewaffnung. Dazu gehören unter anderem optretronische Sensoren zur Aufklärung bei Nacht und schlechter Sicht sowie Schnittstellen für leichte Lenkwaffen und Maschinengewehrträger. Durch die modulare Bauweise lässt sich die Zelle für unterschiedliche Einsatzprofile wie Truppentransport, Verletztenevakuierung und Luftunterstützung umrüsten. Verteilung auf die Standorte und logistische Infrastruktur Die Stationierung der AW169-Flotte konzentriert sich auf zwei Hauptstützpunkte des Bundesheeres. Neben dem

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Bundesheer bündelt Kapazitäten für Assistenzeinsätze und internationale Mandate

Das österreichische Bundesheer stellt derzeit knapp 1.000 Angehörige des Militärs für laufende Aufgaben im In- und Ausland bereit. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums stehen im August rund 540 Soldaten in internationalen Friedens- und Beobachtermissionen im Dienst, während weitere 480 Kräfte für sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsätze innerhalb Österreichs gebunden sind. Die Einsätze im Inland erfordern den Einsatz von Kaderpersonal sowie speziell ausgebildeten Milizsoldaten, um zivile Sicherheitsbehörden bei der Objekt- und Grenzüberwachung zu unterstützen. Der Schwerpunkt der inländischen Maßnahmen liegt auf dem sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz an den Staatsgrenzen im Burgenland, in der Steiermark, in Kärnten und in Tirol, wo mehr als 400 Soldaten die Landespolizeidirektionen bei der Grenzkontrolle unterstützen. Zudem bewachen über 80 Angehörige des Heeresschutzes im Wiener Stadtgebiet gefährdete Objekte, darunter ausländische Vertretungen sowie Einrichtungen der Israelitischen Kultusgemeinde. Die rechtliche Grundlage dieser Assistenzeinsätze beruht auf Anforderungen des Innenministeriums und soll zivile Polizeikräfte entlasten. Das größte Auslandskontingent stellt das Bundesheer im Rahmen der UNIFIL-Mission im Libanon mit rund 170 Kräften. Einen weiteren regionalen Schwerpunkt bildet der Westbalkan mit 150 Soldaten bei KFOR im Kosovo sowie 220 Kräften im Rahmen der EUFOR-Operation Althea in Bosnien und Herzegowina. Ergänzend beteiligt sich das österreichische Militär mit kleineren Beobachtergruppen an internationalen Mandaten der Vereinten Nationen, der EU und der OSZE in Regionen wie Armenien, Moldau, Georgien, Zypern und im Nahen Osten. Zusätzlich zu den fest eingeplanten Routine- und Überwachungsaufgaben ziehen Naturkatastrophen regelmäßig kurzfristige Hilfseinsätze nach sich. Im Jahresverlauf kamen Heereshubschrauber und Pionierkräfte wiederholt nach Lawinenlagediensten, Murenabgängen wie in Sölden sowie bei Unwettern im Kaunertal zum Einsatz. Auch zur Brandbekämpfung aus

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Bundeswehr vergibt Anfängerausbildung für Luftwaffenpiloten an Lufthansa-Tochter

Die Deutsche Luftwaffe zieht Konsequenzen aus internen Ausbildungskapazitäten und verlagert die fliegerische Grundschulung ihres Pilotennachwuchses an einen privaten Dienstleister. Der Zuschlag für den mehrjährigen Ausbildungsvertrag ging an die Lufthansa Aviation Training (LAT), eine Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns. Als zentraler Schulungsstandort wurde der Flughafen Rostock-Laage ausgewählt, an dem das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren zivile Flugschüler im Sicht- und Instrumentenflug unterweist. Damit greift die Bundeswehr auf bestehende Strukturen der zivilen Luftfahrtschule zurück, um die ersten Flugstunden angehender Militärflugzeugführer abzuwickeln. Die Kooperation umfasst die theoretische und praktische Anfängerausbildung auf propellergetriebenen Schulflugzeugen, bevor die Flugschüler für spezialisierte Ausbildungsabschnitte auf Jet- oder Transportmuster an militärische Standorte im In- und Ausland wechseln. Die Vergabe der Grundausbildung an zivile Dienstleister ist in NATO-Staaten kein neues Modell; Streitkräfte in mehreren europäischen Nachbarländern nutzen ähnliche Kooperationsformen, um eigene Instandhaltungs- und Personalressourcen bei den Streitkräften zu entlasten. Durch die Nutzung der zivilen Flotte der Lufthansa-Tochter können feste Flugstundenkontingente ohne eigene Flugzeugbeschaffung durch den Bund eingekauft werden. Branchenexperten und Militäranalysten bewerten die Vergabe zweischneidig. Einerseits ermöglicht der Rückgriff auf einen etablierten zivilen Anbieter eine flexible und verlässliche Durchführung der ersten Schulungsphasen ohne den Aufbau eigener Infrastruktur an Bundeswehr-Fliegerhorsten. Andererseits verweist die Auslagerung auf anhaltende Engpässe bei eigenen Trainingsflugzeugen und Fluglehrern innerhalb der Streitkräfte. Kritische Stimmen betonen zudem, dass zivile Ausbildungsstandards zwar solide Grundlagen schaffen, die militärspezifischen Anforderungen im Flugbetrieb jedoch erst in den nachfolgenden Abschnitten geschult werden können. Der Standort Rostock-Laage baut durch die Auftragsvergabe seine Position als kombinationsgenutzter Verkehrs- und Schulungsflughafen weiter aus. Neben dem zivilen Passagierverkehr und den Schulungsaktivitäten

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