Militär

Weitere Artikel aus der Rubrik

Militär

Deutschland forciert Ausbau der F-35A-Flotte und stellt europäisches Kampfjet-Projekt infrage

Die Bundesrepublik Deutschland steht vor einer weitreichenden Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung ihrer Luftstreitkräfte. Jüngsten Berichten zufolge plant die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz eine massive Aufstockung der bisher bestellten Flotte von Tarnkappenjets des Typs F-35A. Nachdem bereits im Jahr 2022 der Kauf von 35 Maschinen des US-Herstellers Lockheed Martin beschlossen wurde, verdichten sich nun die Hinweise auf eine zweite Tranche, die das Gesamtvolumen auf bis zu 85 Flugzeuge anheben könnte. Diese strategische Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Zweifel an der zeitgerechten Realisierung des deutsch-französisch-spanischen Prestigeprojekts Future Combat Air System, das als europäische Antwort auf die Herausforderungen der sechsten Generation von Kampfflugzeugen gilt. Während Berlin seine technologische Bindung an die Vereinigten Staaten vertieft, wächst der politische Druck, eine endgültige Entscheidung über die Fortführung oder Neuausrichtung der europäischen Kooperation zu treffen. Die Weichenstellungen der kommenden Monate werden maßgeblich bestimmen, ob Europa ein eigenständiges Kampfflugzeug der nächsten Generation entwickelt oder ob nationale Prioritäten und bewährte US-Technik den Vorrang erhalten. Die nukleare Teilhabe als treibende Kraft der Beschaffung Der ursprüngliche Entschluss für die F-35A war untrennbar mit der Verpflichtung Deutschlands zur nuklearen Teilhabe innerhalb der NATO verknüpft. Die veraltete Tornado-Flotte der Luftwaffe, die seit den 1980er-Jahren als Trägersystem für in Deutschland gelagerte US-Atombomben dient, erreicht das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Da die Zertifizierung des Eurofighters für diese spezifische Mission durch US-Behörden Jahre in Anspruch genommen hätte, blieb die F-35A als einzige einsatzbereite Option für den Ersatz der Tornados bis Ende dieses Jahrzehnts. Die nun diskutierte Erweiterung der Bestellung um mehr als 35

weiterlesen »

Diplomatische Bemühungen in der Schweiz und militärische Machtdemonstration im Persischen Golf

In einer Phase extremer geopolitischer Spannungen suchen Vertreter der Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran am Dienstag in Genf erneut das direkte Gespräch. Unter der Vermittlung des Omans findet die zweite Runde eines mühsamen Dialogs statt, der nach Jahren der Funkstille erst Anfang Februar 2026 wieder aufgenommen wurde. Während die Diplomaten über die Zukunft des iranischen Atomprogramms und mögliche Erleichterungen bei den Wirtschaftssanktionen beraten, verschärft sich die militärische Situation vor Ort zusehends. Parallel zu den Verhandlungen haben die USA die Verlegung eines zweiten Flugzeugträgers, der USS Gerald R. Ford, in die Region eingeleitet. Diese Doppelstrategie aus diplomatischem Angebot und militärischer Abschreckung spiegelt die Fragilität der aktuellen Lage wider. Gleichzeitig bleibt die zivile Luftfahrt von den Auswirkungen der Krise massiv betroffen. Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA hat ihre Warnungen drastisch verschärft und rät dringend davon ab, den iranischen Luftraum in jeglicher Höhe zu nutzen, da das Risiko von Fehlidentifizierungen durch die iranische Flugabwehr als kritisch eingestuft wird. Die Verhandlungen in der Schweiz finden somit vor dem Hintergrund einer drohenden militärischen Eskalation und einer düsteren innenpolitischen Lage im Iran statt. Fortsetzung der Genfer Gespräche unter Vermittlung des Omans Die Ankündigung der iranischen Nachrichtenagentur Irna, die Gespräche am Dienstag fortzusetzen, markiert einen vorsichtigen Hoffnungsschimmer in der ansonsten festgefahrenen Beziehung. Die iranische Delegation wird vom Außenminister Abbas Araghtschi angeführt, der bereits am Sonntag in Richtung Schweiz aufbrach. Der Oman fungiert dabei einmal mehr als unverzichtbarer Brückenbauer, der zwischen den tief zerstrittenen Parteien vermittelt. Ein zentraler Verhandlungspunkt bleibt das iranische Atomprogramm, das in westlichen Hauptstädten

weiterlesen »

Deutsch-ukrainisches Joint Venture zur Drohnenproduktion in Deutschland beschlossen

Der hessische Drohnenhersteller Wingcopter und das ukrainische Unternehmen TAF Industries haben am Rande der 62. Münchner Sicherheitskonferenz eine weitreichende Kooperation vereinbart. Im Rahmen eines neu gegründeten Joint Ventures soll die Produktion von Aufklärungsdrohnen und unbemannten Flugsystemen nach Deutschland verlagert und dort massiv skaliert werden. Die feierliche Unterzeichnung der Absichtserklärung fand in Anwesenheit hochrangiger Regierungsvertreter beider Länder statt. Ziel des Bündnisses ist es, die Fertigung kritischer Rüstungsgüter in einem sicheren industriellen Umfeld außerhalb der direkten Kriegszone zu gewährleisten und so die Versorgungssicherheit der ukrainischen Streitkräfte langfristig abzusichern. Die Partnerschaft ist Teil des „Build with Ukraine“-Programms und sieht eine enge technologische Verzahnung vor. TAF Industries, derzeit der größte Produzent von unbemannten Luftfahrzeugen in der Ukraine, bringt kampferprobte Designs und operative Expertise in die Kooperation ein. Wingcopter stellt im Gegenzug seine hochmoderne Infrastruktur und technisches Know-how im Bereich der autonomen Luftfahrt zur Verfügung. Um dieses Vorhaben organisatorisch zu stützen, hat Wingcopter die neue Geschäftseinheit „Wingcopter Security & Defence“ ins Leben gerufen. Diese Sparte soll das Potenzial der bestehenden Dual-Use-Technologien ausschöpfen und militärische Fracht- sowie Aufklärungsanwendungen zur Serienreife bringen. Über die unmittelbare Unterstützung der Ukraine hinaus verfolgen die Partner strategische Ziele für den europäischen Markt. Geplant ist die gemeinsame Entwicklung künftiger Drohnenplattformen, die speziell auf die Anforderungen der NATO-Staaten zugeschnitten sind. Durch den Aufbau lokaler Fertigungskapazitäten in Deutschland sollen nicht nur Lieferketten resilienter gestaltet, sondern auch hochqualifizierte Arbeitsplätze im Technologiesektor gesichert werden. Die Kooperation markiert einen Wendepunkt für Wingcopter, das sich bisher vornehmlich auf kommerzielle Lieferdrohnen für medizinische Güter konzentrierte und nun verstärkt als

weiterlesen »

Frankreich verhandelt über Ausstieg aus dem Eurodrone-Programm

Die europäische Kooperation im Bereich der unbemannten Luftfahrt steht vor einer Zäsur. Berichten vom Februar 2026 zufolge führt die französische Regierung derzeit intensive Verhandlungen mit ihren Partnernationen Deutschland, Italien und Spanien über die Bedingungen eines möglichen Rückzugs aus dem Eurodrone-Programm. Während die verbleibenden Partner das Projekt fortsetzen wollen, mehren sich in Paris die Zweifel an der operativen Relevanz des Systems für künftige militärische Szenarien. Im Kern der Debatte stehen die technischen Spezifikationen der Drohne, die als zu groß und für Konflikte hoher Intensität als unzureichend überlebensfähig eingestuft wird. Ein Ausstieg Frankreichs würde nicht nur eine strategische Lücke hinterlassen, sondern auch die finanzielle Belastung für die verbleibenden Nationen massiv erhöhen. Schätzungen gehen davon aus, dass die Programmkosten um mehr als 700 Millionen Euro steigen könnten, sollte der französische Finanzierungsanteil wegfallen. Gleichzeitig forcieren nationale Unternehmen in Frankreich bereits alternative Konzepte, was die Zukunftsfähigkeit des gemeinschaftlichen europäischen Rüstungsprojekts zusätzlich unter Druck setzt. Technische Dimensionen und industrielle Führung Das Eurodrone-Programm, das unter der Leitung der Rüstungsorganisation OCCAR steht, sieht die Entwicklung und Produktion von 20 Systemen vor. Ein System besteht in der Regel aus drei Luftfahrzeugen und zwei Bodenstationen, was eine Gesamtzahl von 60 Fluggeräten und 40 Kontrollstationen ergibt. Die industrielle Federführung liegt bei Airbus Defence and Space, während Dassault Aviation aus Frankreich und Leonardo aus Italien als Hauptpartner fungieren. Die technischen Daten des Entwurfs sind beeindruckend: Die Drohne ist als zweimotoriges Flugzeug mit einer Spannweite von 30 Metern konzipiert. Mit einem maximalen Abfluggewicht von etwa 13 Tonnen und einer Nutzlastkapazität von 2,3 Tonnen

weiterlesen »

Hochgebirgslandelehrgang der Luftstreitkräfte in den österreichischen Alpen

Das Österreichische Bundesheer führt vom 9. bis zum 20. Februar ein umfassendes Flugtraining im Hochgebirge durch. Schauplatz dieser intensiven Ausbildung ist der alpine Raum der Steiermark, Kärntens, Oberösterreichs, Salzburgs und Tirols. Als zentraler Ausgangspunkt dient der Fliegerhorst Fiala-Fernbrugg in Aigen im Ennstal. Zum Einsatz kommen dabei sämtliche Hubschraubertypen der Luftstreitkräfte, darunter der moderne Mehrzweckhubschrauber AW169 „Leonardo“, der Transporthubschrauber S-70 „Black Hawk“ sowie die Modelle AB212 und OH-58. Die Piloten üben unter anspruchsvollen Bedingungen das Manövrieren und Landen in schwierigem Gelände, wobei auch Nachtflüge auf dem Programm stehen. Die Ausbildung erfolgt durch die Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule, die für die Fachausbildung des gesamten Personals der Luftstreitkräfte zuständig ist. Ziel des zweiwöchigen Lehrgangs ist es, sowohl Flugschülern die Qualifikation zum Einsatzpiloten zu ermöglichen als auch erfahrenen Besatzungen den Erhalt ihrer Berechtigungen zu garantieren. Die geografischen Gegebenheiten Österreichs erfordern eine spezielle Expertise, da starke Winde und die dünne Luft in großen Höhen die Flugphysik massiv beeinflussen. Insbesondere bei Such- und Rettungseinsätzen sowie bei der Unterstützung der Truppe im Gebirge ist diese Präzision bei Außenlandungen abseits befestigter Flugplätze lebensnotwendig. Zusätzliche Hintergründe verdeutlichen die technische Bedeutung dieses Trainings: Der Fliegerhorst in Aigen im Ennstal gilt als das Kompetenzzentrum für Gebirgslandungen innerhalb der europäischen Luftstreitkräfte. Durch die Stationierung der neuen AW169-Flotte wird der Standort derzeit modernisiert, um den Anforderungen an die digitalisierte Avionik gerecht zu werden. Internationale Kooperationen zeigen zudem regelmäßig, dass die österreichische Expertise im Hochgebirgsflug weltweit geschätzt wird. Die Verteilung der Landezonen auf über 50 verschiedene Gebiete dient dazu, die Belastung für die Bevölkerung in

weiterlesen »

Positive Personalentwicklung beim Österreichischen Bundesheer im Jahr 2025

Das Österreichische Bundesheer hat im abgelaufenen Kalenderjahr 2025 eine erfolgreiche Bilanz seiner Rekrutierungsmaßnahmen gezogen. Im Zuge der großangelegten Personaloffensive „Mission Vorwärts“ konnten insgesamt 3.039 neue Mitarbeiter für den Dienst an der Waffe sowie für zivile Aufgaben gewonnen werden. Trotz einer natürlichen Fluktuation und Pensionierungen, die sich auf 2.344 Personen beliefen, verbleibt ein Nettozuwachs von 695 Beschäftigten. Damit setzt sich der Trend einer personellen Konsolidierung fort, nachdem die Streitkräfte über Jahre hinweg mit Überalterung und Personalmangel zu kämpfen hatten. Besonders hervorzuheben ist das Wachstum im militärischen Kernbereich, in dem ein Plus von 404 Soldaten verzeichnet wurde. Auch der zivile Sektor sowie die Ausbildung von Lehrlingen trugen maßgeblich zum Gesamtergebnis bei. Mit 105 neu aufgenommenen Auszubildenden, vornehmlich in technischen und administrativen Fachrichtungen, sichert die Institution langfristig benötigtes Fachpersonal. Regional betrachtet stechen Niederösterreich mit einem Zuwachs von 206 Personen sowie die Steiermark und Kärnten als starke Rekrutierungsgebiete hervor. Selbst an Großstandorten wie der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg überstiegen die Neuaufnahmen die Zahl der Abgänge deutlich. Zusätzliche Daten belegen, dass die Attraktivität des Dienstes durch Anpassungen bei den Gehaltsstrukturen und Zulagen im Rahmen der Besoldungsreform gesteigert wurde. Experten sehen in dem Zuwachs eine notwendige Voraussetzung für die Bedienung der neu beschafften Waffensysteme und die Umsetzung des Aufbauplans „Österreich 2032“. Die Erhöhung des Verteidigungsbudgets in den letzten Jahren ermöglichte nicht nur Investitionen in schweres Gerät, sondern auch die Finanzierung dieser zusätzlichen Planstellen. Die Stabilisierung des Personalstandes gilt als zentraler Faktor, um die militärische Landesverteidigung und die territoriale Souveränität angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa zu gewährleisten.

weiterlesen »

Embraer sichert technische Betreuung der ungarischen C-390-Flotte langfristig ab

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer hat eine umfassende Servicevereinbarung mit den ungarischen Luftstreitkräften zur Unterstützung ihrer C-390 Millennium-Flotte unterzeichnet. Der Vertrag umfasst die Wartung, logistische Planung sowie den technischen Support und nutzt dabei die europäische Infrastruktur des Herstellers. Ungarn hatte im November 2025 als weltweit erste Nation die Auslieferung aller bestellten Maschinen dieses Typs abgeschlossen und verfügt nun über zwei aktive Einheiten. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die hohe Einsatzbereitschaft der Flugzeuge, die seit ihrer Indienststellung Ende 2024 eine Missionsabschlussrate von über 99 Prozent verzeichneten, dauerhaft zu gewährleisten. Die ungarischen Maschinen nehmen innerhalb der weltweiten C-390-Flotte eine technologische Sonderstellung ein. Als erste Flugzeuge dieses Typs weltweit sind sie mit einer modularen medizinischen Intensivstation ausgestattet, die nach dem „Roll-on/Roll-off“-Prinzip schnell installiert werden kann. Neben der medizinischen Evakuierung ist die ungarische Konfiguration für ein breites Aufgabenspektrum zertifiziert, das von der Luftbetankung über den Truppentransport bis hin zu Präzisionsabwürfen aus der Luft reicht. Douglas Lobo, Vizepräsident für Kundensupport bei Embraer, betonte die Bedeutung dieser langfristigen Partnerschaft für die operative Exzellenz der ungarischen Luftwaffe innerhalb des NATO-Verbunds. Zusätzliche Branchenanalysen unterstreichen den strategischen Erfolg von Embraer auf dem europäischen Markt. Ungarn war nach Portugal der zweite NATO-Staat, der sich für den brasilianischen Transporter entschied, gefolgt von Ländern wie Österreich, den Niederlanden und der Tschechischen Republik. Die nun getroffene Servicevereinbarung ist ein wesentlicher Bestandteil der ungarischen Militärmodernisierung „Zrínyi“, in deren Rahmen veraltete sowjetische Transportkapazitäten durch westliche Technologie ersetzt wurden. Durch die Nutzung des europäischen Netzwerks von Embraer können Ersatzteilversorgung und technisches Training effizienter gestaltet werden, was die

weiterlesen »

Usbekistan wird erster zentralasiatischer Betreiber des Militärtransporters Embraer C-390

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer hat am 3. Februar 2026 auf der Singapore Airshow bekannt gegeben, dass die Republik Usbekistan der bislang anonyme Kunde für eine Bestellung des Transportflugzeugs C-390 Millennium ist. Damit ist Usbekistan die erste Nation in Zentralasien, die sich für dieses moderne Modell entscheidet. Die usbekische Luftwaffe beabsichtigt, die Maschinen primär für Transportaufgaben und humanitäre Missionen einzusetzen, um ihre militärische Mobilität grundlegend zu modernisieren. Bosco da Costa Junior, Präsident von Embraer Defense & Security, betonte die Bedeutung dieses Abschlusses für die Erschließung neuer Märkte in der strategisch wichtigen Region Zentralasien. Die C-390 Millennium gilt als technologisch fortschrittlichster Militärtransporter ihrer Klasse. Mit einer Nutzlast von 26 Tonnen übertrifft sie viele Konkurrenzmodelle bei gleichzeitig höherer Geschwindigkeit von bis zu 470 Knoten. Das Flugzeug ist für eine Vielzahl von Einsatzszenarien konzipiert, darunter der Abwurf von Truppen und Ausrüstung, medizinische Evakuierungen sowie Such- und Rettungseinsätze. Ein besonderes Merkmal ist die Fähigkeit, von unbefestigten oder provisorischen Pisten aus zu operieren, was für die geografischen Gegebenheiten Usbekistans von großem Vorteil ist. In der Konfiguration als KC-390 kann das Flugzeug zudem für die Luftbetankung genutzt werden. Parallel zur Bekanntgabe des usbekischen Auftrags vermeldete Embraer Fortschritte bei der Produktion für die südkoreanische Luftwaffe (ROKAF). Das erste für Südkorea bestimmte Flugzeug befindet sich in der Endmontage und wird in Kürze in die Testflugphase übergehen. Südkorea hatte die C-390 im Rahmen des „Large Transport Aircraft (LTA-II)“-Programms ausgewählt. Die Kooperation mit koreanischen Zulieferern stärkt laut Embraer die globale Lieferkette und unterstreicht die Reife der Produktionslinie. Der Konzern forciert derzeit

weiterlesen »

Bilanz des Entminungsdienstes 2025: Knapp 30 Tonnen Kriegsmaterial in Österreich geborgen

Der Entminungsdienst (EMD) des Bundesministeriums für Landesverteidigung blickt auf ein einsatzreiches Jahr 2025 zurück, in dem die Sicherheit der Bevölkerung durch die Bergung von 29.922 Kilogramm gefährlicher Altmunition massiv erhöht wurde. In insgesamt 1.094 Einsätzen bearbeiteten die Spezialisten Fundmeldungen im gesamten Bundesgebiet. Unter den Sicherstellungen befanden sich hochgefährliche Relikte wie 172 Streubomben, vier Anti-Personen-Minen sowie 13 schwere Bombenblindgänger mit einem Gewicht von jeweils über 50 Kilogramm. Die Schwerpunkte der Funde lagen regional in Niederösterreich und Wien, wo allein fast 16 Tonnen Material gesichert wurden. Die spezialisierten Einheiten des EMD kamen auch unter extremen Bedingungen zum Einsatz. Die Tauchgruppe barg über 5,5 Tonnen Kriegsmaterial aus österreichischen Gewässern, während die Alpingruppe im hochalpinen Gelände an der Grenze zu Italien 211 Kilogramm sprengkräftige Munition unschädlich machte. Zur fachgerechten Vernichtung wurden über 23 Tonnen der Relikte auf die Truppenübungsplätze Allentsteig und Großmittel transportiert. In 50 Fällen war die Gefahr jedoch so unmittelbar, dass eine Sofortsprengung direkt am Fundort eingeleitet werden musste. Laut Verteidigungsministerin Klaudia Tanner verliefen sämtliche Operationen ohne Personen- oder Sachschäden, was die hohe fachliche Expertise der Soldaten unterstreicht. Zusätzliche Erhebungen zeigen, dass die Funddichte in Österreich auch acht Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf einem konstant hohen Niveau bleibt. Baustellen, forstwirtschaftliche Arbeiten und sinkende Wasserstände in Seen führen regelmäßig zur Entdeckung vergrabener oder versenkter Kampfmittel. Die Experten des Bundesheeres warnen in diesem Zusammenhang eindringlich vor privater Schatzsuche mit Metalldetektoren, da chemische Zersetzungsprozesse die Zünder der Relikte über die Jahrzehnte oft noch empfindlicher gemacht haben. Der Entminungsdienst ist über die Standorte Wien,

weiterlesen »

Bundesheer schließt Luftraumsicherungsoperation Daedalus26 erfolgreich ab

Das Österreichische Bundesheer hat die Luftraumsicherungsoperation Daedalus26 nach dem Ende des Weltwirtschaftsforums in Davos planmäßig beendet. Vom 19. bis 23. Jänner 2026 sicherten die Luftstreitkräfte den Luftraum über Westösterreich, um die internationale Großveranstaltung in der Schweiz vor Gefahren aus der Luft zu schützen. Aufgrund der geografischen Nähe von Davos zum österreichischen Staatsgebiet wurde in einem Radius von rund 46 Kilometern ein Flugbeschränkungsgebiet eingerichtet. Während des Einsatzzeitraums verzeichneten die Radarsysteme 254 Flugbewegungen in der Sperrzone, wobei es zu drei Luftraumverletzungen kam, die ein direktes Einschreiten der Abfangjäger erforderlich machten. Insgesamt waren rund 1.150 Personen an der Operation beteiligt, darunter etwa 100 Milizsoldaten und 160 Zivilbedienstete. Die technische Ausstattung umfasste 21 Luftfahrzeuge, aufgeteilt in elf Flächenflugzeuge, darunter die Eurofighter-Abfangjäger, sowie zehn Hubschrauber der Typen S-70 Black Hawk und Agusta Bell 212. Ein wesentlicher Bestandteil der Mission waren die sogenannten Cross-Border Operations. Diese völkerrechtlich verankerten Verfahren erlauben es den Luftstreitkräften, verdächtige Flugzeuge auch über die Staatsgrenzen hinweg lückenlos zu verfolgen und an die Luftwaffe des Nachbarlandes zu übergeben. Generalmajor Gerfried Promberger betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung der hoheitlichen Luftraumüberwachung zur Wahrung der österreichischen Neutralität. Zusätzliche Recherchen belegen die Komplexität der bodengebundenen Infrastruktur während solcher Einsätze. Um eine lückenlose Erfassung von Tieffliegern im alpinen Gelände sicherzustellen, wurden mobile Radaranlagen und Fliegerabwehrsysteme auf Berggipfeln in Tirol und Vorarlberg stationiert. Diese taktische Aufstellung ergänzt das stationäre System „Goldhaube“ und sichert die Kommunikation über Richtfunkstrecken ab. Die logistische Vorbereitung begann bereits im Sommer 2025, wobei die Verlegung schwerer Geräte und die Errichtung der Feldlager bereits eine

weiterlesen »