Militär

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Belgien beschafft 18 Pilatus PC-7 MKX

Die belgische Regierung hat das hochmoderne Trainingssystem PC-7 MKX des Schweizer Flugzeugherstellers Pilatus als neue Ausbildungsplattform für ihre Luftstreitkräfte ausgewählt. Die Beschaffung umfasst eine Flotte von 18 PC-7 MKX Trainingsflugzeugen sowie ein umfassendes, integriertes bodengestütztes Trainingssystem. Am 27. November 2025 genehmigte die Regierung die Vergabe eines umfassenden 20-jährigen Dienstleistungsvertrags an Pilatus, der sowohl die Flugzeuge als auch den operativen Support abdeckt. Das neue System ersetzt die bisherigen Flugzeuge zur militärischen Grundausbildung. Die Trainingslösung von Pilatus umfasst neben den Flugzeugen auch fortschrittliche bodengestützte Mittel, darunter hochentwickelte Simulatoren, computergestützte Plattformen und Missionsplanungs- sowie Auswertungssysteme. Dadurch soll ein nahtloser Trainingsablauf vom Unterrichtsraum bis ins Cockpit gewährleistet werden. Das moderne Cockpit des PC-7 MKX basiert auf der Garmin G3000 PRIME Suite und ist speziell auf die militärischen Anforderungen zugeschnitten, um die nächste Generation von Militärpiloten optimal auszubilden. Die ersten Auslieferungen der Flugzeuge sind für 2027 geplant. Die Ausbildung der ersten Flugschüler soll 2028 auf dem Fliegerhorst Bevekom/Beauvechain beginnen, sobald die notwendige Infrastruktur, die Simulatoren und die Schulung der Ausbilder abgeschlossen sind. Die belgische Industrie spielt dabei eine wichtige Rolle: Pilatus arbeitet mit den belgischen Partnern Sabena Engineering und AG Real Estate zusammen, die für die Errichtung und Modernisierung der Einrichtungen sowie den umfassenden In-Service-Support verantwortlich sind. Belgien ist nach der Royal Netherlands Air and Space Force und der französischen Armée de l’Air et de l’Espace die dritte europäische Luftwaffe, die sich für das PC-7 MKX Trainingssystem entschieden hat. Markus Bucher, CEO von Pilatus, sieht in diesem Meilenstein eine Bestätigung des Vertrauens in die Pilatus-Trainingssysteme

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Boeing erhält weiteren Auftrag für 15 KC-46A Pegasus Tankflugzeuge von der US Air Force

Der amerikanische Luftfahrtkonzern Boeing hat von der US Air Force einen neuen Auftrag für 15 zusätzliche Tankflugzeuge des Typs KC-46A Pegasus erhalten. Der Vertrag für das sogenannte „Lot 12“ hat einen Wert von 2,47 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Bestellung erhöht sich die Gesamtzahl der vertraglich vereinbarten oder bereits in Dienst gestellten KC-46A Tanker weltweit auf insgesamt 183 Flugzeuge. Die Vertragsunterzeichnung sichert laut Jake Kwasnik, Boeings Vizepräsident und Programmmanager für die KC-46, die Produktionsstabilität des Programms, einschließlich der Lieferkette für Komponenten mit langer Vorlaufzeit. Die Pegasus-Flotte der US Air Force hat bereits mehr als 150.000 Flugstunden in Einsatz-, Trainings- und globalen Betankungsoperationen absolviert, was die intensive operative Nutzung der Flugzeuge unterstreicht. Von den weltweit 183 vertraglich vereinbarten Tankern wurden bislang 98 an die US Air Force ausgeliefert. Darüber hinaus befinden sich sechs Maschinen im Dienst der Japan Air Self-Defence Force, und vier Flugzeuge sind für die Israel Air Force vertraglich fixiert. Der Pegasus gilt als fortschrittlicher Multi-Mission-Tanker, der neben der Luftbetankung auch Fracht- und Passagiertransportaufgaben übernehmen kann. Boeing arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Leistungsfähigkeit der KC-46A. Jüngste Upgrades aus dem Jahr 2024 umfassten Erweiterungen der Missionsbereitschaft, die Verbesserungen bei Kommunikation, Datenkonnektivität und der Situationswahrnehmung mit sich bringen. Diese kontinuierlichen Verbesserungen sollen sicherstellen, dass der Pegasus für die US-Streitkräfte und deren Verbündete ein hochmodernes und einsatzbereites System bleibt.

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Polen bestellt 96 Apache-Kampfhubschrauber – Größter Auslandskunde Boeings

Polen wird zum größten Betreiber des Kampfhubschraubers AH-64E Apache außerhalb der Vereinigten Staaten. Am 26. November schloss Warschau mit dem US-Rüstungskonzern Boeing einen Vertrag im Rahmen eines Foreign Military Sales (FMS) ab, der die Produktion von 96 AH-64E Apache Angriffshubschraubern umfasst. Der Vertragswert wird mit nahezu 4,7 Milliarden US-Dollar angegeben und stellt den umfangreichsten Apache-Auftrag dar, den Boeing jemals von einem nicht-amerikanischen Kunden erhalten hat. Die Auslieferung der Hubschrauber an die polnischen Streitkräfte soll im Jahr 2028 beginnen. Im Vorfeld bereitet sich das polnische Ministerium für Nationale Verteidigung (MND) bereits aktiv vor. Zur Schulung von Piloten und Technikern werden derzeit acht Apache-Hubschrauber von der US Army geleast und in Polen genutzt. Der neue Apache-Kampfhubschrauber der AH-64E-Variante, auch als „Guardian“ bekannt, gilt als die modernste Ausführung und bietet verbesserte Tödlichkeit, Überlebensfähigkeit und Interoperabilität. Mit der Beschaffung beabsichtigt Polen, seine veralteten sowjetischen Hubschrauber des Typs Mil Mi-24 Hind schrittweise zu ersetzen. Als Teil einer Offset-Vereinbarung wird die polnische Industrie in die Logistik und Instandhaltung der Apache-Flotte eingebunden. Boeing verpflichtet sich, entsprechende Wartungs- und Unterstützungsrollen an die polnische Rüstungsindustrie zu übertragen. Darüber hinaus wird Boeing beim Aufbau von Schulungsprogrammen und der Entwicklung eines Verbundwerkstofflabors in Polen unterstützen. Diese Investitionen zielen darauf ab, die heimische Verteidigungsfähigkeit und technologische Basis Polens zu stärken. Polen wird das 19. Land, das sich für den Apache entscheidet, und folgt damit jüngsten Betreibern wie Australien, Indien und Marokko. Die massive Aufrüstung des polnischen Militärs ist Teil der weitreichenden Modernisierungsbestrebungen des NATO-Mitglieds, das seine Luftstreitkräfte in Reaktion auf die veränderte

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Ungarn schließt Beschaffung der Embraer C-390 Millennium als weltweit erster Betreiber ab

Ungarn hat am 21. November 2025 einen bedeutenden Meilenstein in der Modernisierung seiner Streitkräfte erreicht. Mit der Auslieferung des zweiten C-390 Millennium Mehrzweck-Transportflugzeugs des brasilianischen Herstellers Embraer auf dem Luftwaffenstützpunkt Kecskemét ist Ungarn der erste Betreiber weltweit, der seinen vollständigen Auftrag für diesen Flugzeugtyp erhalten hat. Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky nahm das Flugzeug in Empfang und bezeichnete die Auslieferung als einen transformativen Moment für die ungarischen Verteidigungsfähigkeiten. Die neue Flotte schließt eine seit langem bestehende Lücke in den luftgestützten Transportkapazitäten der ungarischen Luftwaffe und positioniert das Land als Frühnutzer eines Musters, das als künftiger Standardtransporter in der NATO und darüber hinaus gehandelt wird. Schließung einer strategischen Kapazitätslücke Die ungarische Luftwaffe verfügte seit längerer Zeit über keine moderne, flexible und leistungsfähige Transportflotte, die den Anforderungen moderner militärischer und humanitärer Einsätze gerecht wurde. Die älteren Transportkapazitäten waren entweder veraltet oder boten nicht die nötige Reichweite und Vielseitigkeit, um die zunehmend komplexen Aufgaben im In- und Ausland zu erfüllen. Verteidigungsminister Szalay-Bobrovniczky hob die zentrale Bedeutung der C-390-Auslieferung hervor: „Dies ist ein wirklich erhebender und freudiger Moment, ein unglaublich wichtiges Ereignis in der Entwicklung der ungarischen Luftwaffe. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass das ungarische Volk dadurch reicher und stärker geworden ist.“ Die nun verfügbare Transportfähigkeit sei ein essentieller Zugewinn für das Arsenal der ungarischen Streitkräfte. Das erste ausgelieferte ungarische C-390-Flugzeug ist bereits seit Ende 2024 im Einsatz und hat in verschiedenen Operationen eine beeindruckende Missionserfüllungsrate von 99 Prozent erreicht. Diese erfolgreiche Bilanz im ersten Betriebsjahr hat das Vertrauen Ungarns in die Plattform weiter gestärkt

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Drohnenaktivitäten legen Flughafen Eindhoven lahm und zwingen Militär zum Einsatz von Waffen

Der zivile und militärische Flugbetrieb am Flughafen Eindhoven (Eindhoven Airport, EHEH) in den Niederlanden musste am späten Samstagabend nach der Sichtung unbefugter Drohnen über Stunden eingestellt werden. Der Vorfall, der den zweitgrößten Flughafen des Landes nach Amsterdam Schiphol betraf, führte zu erheblichen Störungen im Flugplan und notwendigen Umleitungen von Flügen, unter anderem in den deutschen Luftraum. Die niederländische Verteidigung reagierte umgehend auf die Bedrohung und ergriff Maßnahmen, deren Details aus Sicherheitsgründen nicht mitgeteilt wurden. Dieser Vorfall steht in direktem Zusammenhang mit einem ähnlichen Ereignis, das sich bereits am Vorabend auf einem nahegelegenen militärischen Stützpunkt ereignet hatte, und verdeutlicht die zunehmende Herausforderung, die von unautorisierten Drohnenflügen für die nationale Sicherheit und den zivilen Luftverkehr ausgeht. Stillstand in Eindhoven und Umleitungen Die Drohnenaktivität am Samstagabend führte zur vollständigen Aussetzung sowohl des militärischen als auch des zivilen Flugbetriebs am Flughafen Eindhoven. Das Verteidigungsministerium, dem der Flughafen untersteht, bestätigte die Unterbrechung durch Minister Ruben Brekelmans auf der Plattform X. Die offizielle Mitteilung verwies auf ergriffene „Maßnahmen der Verteidigung“, wobei die Art der Intervention zum Schutz sensibler Informationen nicht näher erläutert wurde. Die Flughafensprecherin bestätigte die Störung, und die Webseite des Flughafens zeigte Umleitungen an, von denen auch Flughäfen in Deutschland betroffen waren. Der Flughafen Eindhoven ist ein bedeutender Knotenpunkt für den zivilen Low-Cost-Flugverkehr und dient gleichzeitig als wichtiger Stützpunkt der Königlich Niederländischen Luftwaffe. Die Störung demonstriert die kritische Abhängigkeit des zivilen Flugbetriebs von der Sicherheit und Unversehrtheit des Luftraums, insbesondere über militärisch genutzten oder dicht besiedelten Gebieten. Die mehrtägigen, aufeinanderfolgenden Vorfälle in der Region

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Deutschland ordert 60 Chinook-Helikopter: Milliardeninvestition stärkt Lufttransportkapazität der Bundeswehr

Das US-Verteidigungsministerium hat der Boeing Company einen Vertrag im Wert von nahezu 900 Millionen US-Dollar für die Lieferung von 60 schweren Transporthubschraubern des Typs CH-47F Block II Chinook an Deutschland erteilt. Diese Bestellung, die im Rahmen eines sogenannten Foreign Military Sales (FMS)-Abkommens abgewickelt wird, ist ein zentrales Element der umfassenden Modernisierung der Bundeswehr und zielt darauf ab, die seit Jahrzehnten genutzte Flotte der veralteten CH-53G Sea Stallion zu ersetzen. Mit dieser Entscheidung sichert sich Deutschland eine zeitgemäße und äußerst leistungsfähige Drehflüglerkapazität, die sowohl für die nationale Verteidigung als auch für die Verpflichtungen innerhalb des Nordatlantikpakts (NATO) von entscheidender Bedeutung ist. Die neuen Hubschrauber werden absehbar die größte einzelne Flottenverstärkung im Bereich des Lufttransports darstellen und Deutschlands Rolle im gemeinsamen Verteidigungsnetzwerk Europas massiv aufwerten. Die Auslieferung der Hubschrauber wird schrittweise erfolgen, mit dem Ziel, die CH-53-Operationen bis zum Jahr 2030 vollständig auslaufen zu lassen. Massive Investition in die Lufttransportkapazität Die Beschaffung des CH-47F Block II ist das Ergebnis des langjährigen Programms „Schwerer Transporthubschrauber“ (STH) der Bundeswehr. Die Notwendigkeit, die in die Jahre gekommene CH-53G-Flotte zu ersetzen, war aufgrund von steigenden Wartungsanforderungen und sinkender Verfügbarkeit längst akut geworden. Deutschland zählt neben den Vereinigten Staaten zu den wenigen Nationen, die eine dedizierte Flotte schwerer Transporthubschrauber betrieben haben. Die Aufrechterhaltung dieser Fähigkeit gilt als ein Kernbestandteil der deutschen Streitkräfte. Der Vertragswert von 900 Millionen Dollar ist ein erster Schritt zur Abdeckung der Kosten für die 60 Hubschrauber sowie für zugehörige Ausrüstung und Dienstleistungen. Insgesamt wird die Beschaffung dieses Projekts, die durch das nach dem

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Embraer schließt Abkommen mit VAE-Firmen: Fokus auf KC-390 Militärtransporter

Der brasilianische Luft- und Raumfahrtkonzern Embraer hat seine Präsenz im Nahen Osten mit der Unterzeichnung von zwei Absichtserklärungen (MoUs) mit den in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ansässigen Unternehmen AMMROC (Advanced Military Maintenance, Repair and Overhaul Center) und GAL (Global Aerospace Logistics) deutlich verstärkt. Diese strategischen Partnerschaften zielen darauf ab, gemeinsame Möglichkeiten in der Entwicklung und Unterstützung der Luftfahrt- und Verteidigungssektoren auszuloten. Im Fokus steht dabei insbesondere die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) sowie Schulungsdienstleistungen für das militärische Mehrzweck-Transportflugzeug KC-390 Millennium. Die Abkommen bilden die Grundlage für eine umfassendere Zusammenarbeit, die weit über bloße Wartungsdienste hinausgeht. In den kommenden Monaten werden Embraer, AMMROC und GAL detaillierte Arbeitspläne erarbeiten, um ihre jeweiligen Kompetenzen zu bündeln. Die Diskussionen umfassen die potenziellen Anforderungen der Endnutzer für den KC-390, die zukünftige Flottenunterstützung in der Region, Schulungsprogramme und technische Dienstleistungen für Flugzeugmodifikationen. Die Partner wollen regionale Verteidigungskunden mit umfassenden und innovativen Lösungen versorgen. Die Vereinbarung unterstreicht das erklärte Ziel der VAE, die eigenen souveränen Verteidigungs- und Luftfahrtkapazitäten zu stärken und die Position des Landes als regionales Drehkreuz für hochentwickelte Luftfahrtdienstleistungen auszubauen. Der KC-390 Millennium hat seine Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Performance seit der Indienststellung bei der brasilianischen Luftwaffe im Jahr 2019, gefolgt von der portugiesischen Luftwaffe (2023) und der ungarischen Luftwaffe (2024), unter Beweis gestellt. Die derzeitige Flotte weist eine Einsatzbereitschaftsrate von 93 Prozent und eine Missionsabschlussrate von über 99 Prozent auf. Das Flugzeug ist darauf ausgelegt, eine größere Nutzlast (bis zu 26 Tonnen) als andere mittelschwere Militärtransporter zu befördern und fliegt schneller und weiter (470

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Marokko modernisiert seine Luftflotte: Airbus H225M ersetzt die Puma-Helikopter und etabliert regionales Wartungszentrum

Marokko hat auf der Dubai Airshow 2025 einen Schritt zur Modernisierung seiner militärischen Luftfahrt vollzogen und sich für den Kauf des Mehrzweckhubschraubers H225M von Airbus Helicopters entschieden. Der neue Vertrag sieht die Ablösung der bestehenden, in die Jahre gekommenen Flotte von Puma-Helikoptern vor und beinhaltet ein umfassendes Service- und Unterstützungspaket. Dieses Abkommen festigt nicht nur die Jahrzehnte lange Partnerschaft zwischen Marokko und dem europäischen Luftfahrtkonzern Airbus, sondern etabliert das nordafrikanische Land auch als ein zentrales regionales Wartungs- und Service-Drehkreuz für Airbus Helicopters in Westafrika. Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters, äußerte sich auf der Messe erfreut über die Entscheidung Marokkos und betonte, dass der H225M, der weltweit für seine Zuverlässigkeit und Leistung in komplexen Missionen unter schwierigen Bedingungen bekannt ist, die ideale Wahl für die Kampfrettung (Combat Search and Rescue, csar) und Spezialeinsätze sei. Der Auftrag unterstreicht die aktuelle starke Marktposition des H225M-Programms. Der H225M als Nachfolger einer militärischen Ära Die Entscheidung Marokkos, die betagte Puma-Flotte durch den modernen H225M zu ersetzen, ist ein konsequenter Schritt zur Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit seiner Streitkräfte. Die Puma-Helikopter, die seit der Unterzeichnung eines Kaufvertrages mit Frankreich im Jahr 1974 in den Diensten der Königlichen Marokkanischen Luftwaffe stehen, wurden 2007 noch einmal umfassend modernisiert. Dennoch sind die technologischen Sprünge der letzten Jahrzehnte immens, und der Wechsel zum H225M, der zur Familie der Super Puma/Cougar gehört, bringt deutliche Vorteile. Der Airbus H225M (auch bekannt als EC725 Caracal) ist ein Langstrecken-Hubschrauber, der für eine breite Palette von militärischen Missionen konzipiert wurde, darunter taktischer Truppentransport, Spezialeinsätze, Katastrophenhilfe

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Geplante F-35-Lieferung an Saudi-Arabien markiert strategischen Wandel in der US-Nahost-Verteidigungspolitik

Die Vereinigten Staaten von Amerika beabsichtigen, hochmoderne Tarnkappenjets vom Typ F-35 an Saudi-Arabien zu verkaufen. Dies kündigte Präsident Donald Trump am 17. November 2025 an. Die geplante Veräußerung, die das Königreich mit bis zu 48 der fortschrittlichen Kampfflugzeuge ausstatten könnte, signalisiert eine tiefgreifende Verschiebung in der langjährigen US-Verteidigungspolitik im Nahen Osten und unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung Riads für Washington. Die Ankündigung erfolgte unmittelbar vor dem geplanten Besuch des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman im Weißen Haus und ist eng verknüpft mit Bemühungen der USA, eine umfassendere strategische Neuausrichtung in der Region zu fördern. Die mögliche Aufnahme der F-35 in die saudische Luftwaffe würde nicht nur die militärischen Fähigkeiten des Königreichs modernisieren und dessen Abschreckungsposition am Golf stärken, sondern auch die exklusive Stellung Israels als einziger F-35-Betreiber im Nahen Osten beenden. Obwohl die Verkaufsabsicht nun offiziell auf höchster Ebene bekundet wurde, steht das Vorhaben noch am Anfang eines komplexen Prozesses. Es sind noch wichtige Hürden zu nehmen, darunter die Exportgenehmigungen und die obligatorische Zustimmung des US-Kongresses, wo Bedenken hinsichtlich der Wahrung der militärischen Überlegenheit Israels und der Menschenrechtslage in Saudi-Arabien bestehen. Ein historischer Rüstungsexport mit politischer Tragweite Die Äußerung von Präsident Trump, die USA würden die F-35-Jets an Saudi-Arabien verkaufen, stellt einen präzedenzlosen Schritt in der militärischen Kooperation mit dem Königreich dar. Der F-35 Lightning II, hergestellt von Lockheed Martin, gilt als das weltweit modernste Kampfflugzeug der fünften Generation und zeichnet sich durch seine Tarnkappeneigenschaften, hochentwickelte Sensorik und vernetzte Operationsfähigkeit aus. Bisher hat die US-Regierung den Verkauf dieses Flugzeugtyps an

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Geopolitische Sicherheitsbedenken verzögern F-35-Verkauf an Saudi-Arabien

Die US-Regierung hat die Verhandlungen über die mögliche Lieferung von F-35-Tarnkappenjets an Saudi-Arabien wieder aufgenommen. Berichten der „New York Times“ zufolge geht es um die Beschaffung von bis zu 48 F-35-Kampfflugzeugen für das Königreich. Bislang ist der hochentwickelte Stealth-Fighter strikt auf NATO-Staaten und Israel begrenzt. Obwohl Saudi-Arabien bereits gegen Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump im Jahr 2020 kurz vor einem Deal stand, hatte die Biden-Regierung die Verkaufsabsichten aufgrund verschiedener Bedenken wieder auf Eis gelegt. Die Wiederaufnahme der Gespräche ist in Washington höchst umstritten. Das Pentagon hegt Berichten zufolge erhebliche Einwände gegen die geplante Transaktion. Topmilitärs befürchten einen Abfluss geheimer F-35-Fähigkeiten an China und auf Umwegen möglicherweise an Russland. Diese Sorge wird durch die jüngst vertiefte sicherheitspolitische Partnerschaft zwischen Saudi-Arabien und China verstärkt. Bereits 2020 hatte die US-Regierung als Kompromiss eine Lieferung nur mit einer Abschaltfunktion, einem sogenannten „Kill Switch“, in Aussicht gestellt, was Riad damals ablehnte. Die F-35 spielt eine zentrale Rolle in der NATO, da ihre Tarnkappenfähigkeiten – die extrem reduzierte Radarsignatur im Stealth-Modus – streng geheim sind und ihr Überraschungsmoment im Kriegsfall unentbehrlich machen. Die Brisanz der Technologieweitergabe zeigt sich in der strengen Geheimhaltung rund um die F-35. Bei Trainingsflügen oder Einsätzen in der Nähe feindlicher Aufklärungstechnik, etwa russischer oder chinesischer Radarsysteme, werden die tatsächlichen Stealth-Fähigkeiten des Jets bewusst verschleiert. Zu diesem Zweck starten F-35 oft mit physischen Reflektoren, die an Rumpf und Tragflächen montiert sind, um das Tarnkappenprofil aufzubrechen und die Flugzeuge für die feindliche Aufklärung sichtbar zu machen. Selbst Israel verzichtete bei militärischen Schlägen

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