
Saab GlobalEye setzt sich gegen US-Konkurrenz durch
Die kanadische Regierung hat eine richtungsweisende Entscheidung für die künftige Verteidigungsstrategie des Landes getroffen und das schwedische System Saab GlobalEye zum bevorzugten Lieferanten für ihr neues luftgestütztes Frühwarn- und Führungssystem (AEW&C) ernannt. Premierminister Mark Carney verkündete diesen Schritt am Rande der Rüstungsmesse CANSEC in Ottawa und markiert damit eine Abkehr von der bisher oft favorisierten US-amerikanischen Technologie. Das System, welches auf dem kanadischen Geschäftsreiseflugzeug Bombardier Global 6500 basiert, soll künftig eine zentrale Rolle bei der Überwachung des riesigen Staatsgebiets, insbesondere der strategisch bedeutsamen Arktis-Region, einnehmen. Durch die Kombination aus schwedischer Radarkompetenz und einer kanadischen Flugzeugplattform verspricht sich die Regierung nicht nur eine technologische Spitzenposition, sondern auch signifikante industrielle Synergieeffekte im eigenen Land. Die Entscheidung gegen die Boeing E-7 Wedgetail wird in Fachkreisen zudem als deutliches politisches Signal gewertet, das über die reine Rüstungsbeschaffung hinausgeht und die europäisch-kanadische Industriepartnerschaft stärkt. Technische Synergie zwischen Saab und Bombardier Das Herzstück der künftigen kanadischen Überwachungsflotte bildet die Integration des schwedischen Erieye-Extended-Range-Radars in die Zelle der Bombardier Global 6500. Diese Plattform zeichnet sich durch eine hohe Ausdauer und Reichweite aus, was für die Überwachung der rund 4,4 Millionen Quadratkilometer umfassenden kanadischen Land- und Seeflächen unerlässlich ist. Das Erieye-System von Saab gilt als eines der fortschrittlichsten Radarsysteme weltweit und ermöglicht eine simultane Aufklärung in der Luft, auf See und am Boden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Detektion kleiner und schwer fassbarer Ziele. Die Sensorik der GlobalEye ist in der Lage, selbst kleinste Objekte wie Drohnen oder Marschflugkörper über enorme Distanzen sicher zu identifizieren. In







