Militär

Weitere Artikel aus der Rubrik

Militär

Bundesheer: Eurofighter üben Landezwang am Flughafen Wien

Am Flughafen Wien-Schwechat wurde heute eine Flugzeugentführung simuliert. Während der Notfallübung kam es zu einem Großaufgebot an Einsatzkräften – der Flugverkehr blieb störungsfrei. Hauptbestandteil der behördenübergreifenden Übung war der Landezwang einer A320-Maschine von Austrian Airlines am Flughafen Wien. Dabei übten die Eurofighter-Piloten gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden und der zivilen Luftraumsicherung ein komplexes Verfahren zur Ausübung des Landezwanges einer zivilen Passagiermaschine. „Einsatzverfahren, die nicht geübt werden, funktionieren dann, wenn sie gebraucht werden, meist nicht. Speziell bei Einsatzübungen, in denen mehrere Akteure eingebunden sind, ist eine gediegene Vorbereitung notwendig“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner. Veranstaltet wurde die simulierte versuchte Flugzeugentführung am Wiener Flughafen laut Innenministerium von der Air-Marshal-Einheit des Einsatzkommandos Cobra/DSE im Rahmen des EU-Projekts „Enhancing In-Flight Security“. Beteiligt waren neben den österreichischen Air-Marshal-Kräften auch Eurofighter des Heeres und Zugriffsteams von Cobra und internationalen Sondereinheiten.

weiterlesen »

Fotogalerie: Fliegerische Special Visitors des Arraiolos-Treffens

In der vergangenen Woche fand in Malta das Treffen der so genannten Arraiolos-Gruppe statt. Es handelt sich um ein informelles Meeting von Staatsoberhäuptern von 15 EU-Staaten. Der Name des Treffens leitet sich von der portugiesischen Stadt Arraiolos ab, denn im Jahr 2003 fand dort das Meeting erstmals statt. Ursprünglich haben nur sechs Präsidenten an dieser Veranstaltung teilgenommen. Mittlerweile sind 15 Staatsoberhäupter von EU-Staaten vertreten. Im Jahr 2023 wird die Arraiolos-Gruppe ihr zwanzigjähriges Bestehen feiern. Anlässlich des Arraiolos-Treffens, das am 6. Oktober 2022 in Malta stattfand, wurde die Insel von einer Reihe interessanter Flugzeuge besucht. Nachstehende Slideshow zeigt eine Auswahl der Special-Visitors, die anlässlich des Arraiolos-Meetings auf dem Flughafen Luqa zu Gast waren:

weiterlesen »

Schweiz bestellt 36 Lockheed Martin F-35A

Die Schweiz hat nach Beschluss durch das Parlament mit der U.S.-amerikanischen Regierung einen Vertrag über die Lieferung von 36 Kampfjets des Typs Lockheed Martin F-35A unterschieben. Diese sollen zwischen 2027 und 2030 ausgeliefert werden. Die Eidgenossenschaft will damit die heutige unter anderem aus F/A-18 Hornet und F-5 Tiger bestehende Flotte erneuern. Geplant ist, dass die älteren Modelle Zug um Zug ausgeflottet werden sollen. Das Parlament der Schweiz hat für diesen Schritt bereits grünes Licht gegeben. Weiters hat man mit den USA eine so genannte Festpreisklausel vereinbart. Diese soll die Eidgenossenschaft vor etwaigen Mehrkosten schützen. Man hat auch die Kosten für die Integration der schweizerischen Führungs- und Informationssysteme vereinbart. Ein Teil des Kaufpreises soll auch über Gegengeschäfte kompensiert werden. Man hofft, dass Unternehmen aus der Eidgenossenschaft Aufträge von etwa 2,9 Milliarden Schweizer Franken erhalten werden.

weiterlesen »

Gemeinsam mit Deutschland: Bundesheer trainiert in Niederösterreich mit Helikoptern

Das österreichische Bundesheer führt zwischen 19. und 30. September 2022 in Kooperation mit deutschen Fliegerkräften im Raum Niederösterreich spezielle Absetz- und Aufnahmeübungen durch. Dabei handelt es sich um Schnellanlandungen und einsatzrelevante Seiltechniken am Luftfahrzeug. Insgesamt nehmen rund 120 Soldaten mit acht Hubschraubern (2 OH-58 „Kiowa“, 1 S-70 „Black Hawk“ aus Österreich und 5 H145M aus Deutschland) an dieser binationalen Übung teil. Vor allem am 20., 22. und 27. September kann es in der Nacht bis maximal 22:00 Uhr zu Lärmentwicklung im Raum Tulln, Raum Allentsteig und Raum Wr. Neustadt (Großmittel) kommen. „Um am Puls der Zeit zu bleiben, bedarf es einer ständigen Erweiterung und Anpassung der eigenen Fähigkeiten. Beim zweiwöchigen Workshop des Jagdkommandos mit eigenen Hubschraubern und mit Fliegerkräften der deutschen Bundeswehr, werden genau diese Fähigkeiten geübt. Ich wünsche allen eingesetzten Kräften einen unfallfreien und horizonterweiternden Übungsverlauf“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

weiterlesen »

Ostrava: Traditionelle Nato Days steigen am Wochenende

Am kommenden Wochenende gehen auf dem tschechischen Flughafen Ostrava wieder die traditionellen Nato Days über die Bühne. Am 17. und 18. September 2022 können Besucher zahlreiches militärisches Fluggerät erleben. Das österreichische Bundesheer wird mit Eurofightern vertreten sein. Die Flugshow in Ostrava hat bereits eine lange Tradition. Bei freiem Eintritt gibt es seit vielen Jahren so einiges zu zusehen. Nebst der Luftstreitkräfte der Tschechischen Republik werden auch zahlreiche andere Nato-Mitglieder vertreten sein. Zusätzlich nehmen unter anderem die Hersteller Saab und Embraer teil. Die Nato selbst wird ein Tankflugzeug des Typs Airbus A330 MRTT im Flying Display präsentieren. Viele weitere Flugzeuge und Helikopter werden als Static Display ausgestellt und können weitgehend auch besichtigt werden. Der genaue Plan des Flying Displays wird seitens der Veranstalter rund drei Tage vor dem Beginn veröffentlicht. Am Freitag, den 16. September 2022 gibt es als Auftakt zu den Nato Days die Möglichkeit Gespräche mit Piloten zu führen. Am Samstag startet die Veranstaltung um 9 Uhr 00 und endet gegen 17 Uhr 00. Weiter geht es dann am Sonntag ab 9 Uhr 00 bis voraussichtlich 16 Uhr 00. Der Eintritt ist frei. Personen, die mit dem Auto anreisen, müssen pro Tag Parkgebühren in der Höhe von 300 Tschechischen Kronen bezahlen. Da die Nato Days eine äußerst beliebte Luftfahrtshow in Tschechien sind, ist mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen rund um Ostrava zu rechnen. Auf der Radiofrequenz 95,2 FM informiert ein Rundfunksender regelmäßig über die aktuelle Situation. Besucher sollten dennoch ausreichend Zeit für die Anreise einplanen. Auf dem Schienenweg wird ausdrücklich

weiterlesen »

Syrien: Flughafen Aleppo bei Luftangriff bombardiert

Der Flughafen Aleppo wurde am Mittwochabend bombardiert. Die staatliche Nachrichtenagentur Syriens vertritt die Ansicht, dass es sich um einen Angriff der Luftstreitkräfte von Israel handeln soll. Nahe Damaskus wurde ein zweiter Luftangriff durchgeführt. Der Flughafen von Aleppo soll durch die Bombardierung schwere Schäden erlitten haben. Nähere Einzelheiten zum Umfang sind noch nicht bekannt. Fotos, die in sozialen Medien gepostet wurden, zeigen unter anderem Brände, die jedoch aus weiter Entfernung aufgenommen wurden. Es ist nicht das erste Mal, dass die Streitkräfte von Israel gezielte Luftangriffe auf Flughäfen in Syrien durchführen. Dahinter steckt unter anderem, dass man vorwirft, dass das Land Waffenschmuggel in den verfeindeten Iran bzw. aus diesem heraus gestatten würde. Die staatliche Nachrichtenagentur von Syrien behauptet aber auch, dass ein nicht näher genannter Raketenschutzschild regelmäßig angeblich aus Israel abgefeuerte Raketen abfangen würden. Diese Darstellung wird von Medien aus Israel in Frage gestellt, da aus deren Sicht Syrien gar nicht über ein solches System verfügen soll. Zu Beginn dieses Jahres wurde der internationale Flughafen von Damaskus durch Luftangriffe, die Israel zugeschrieben werden, schwer beschädigt, so dass der gesamte Flugverkehr für zwei Wochen zum Erliegen kam. Die Streitkräfte von Israel räumten damals ein, dass man einen gezielten Einsatz durchgeführt habe, um den Waffenschmuggel unterbinden zu können, durchzuführen. Unter anderem soll es um für die Hisbollah bestimmte Waffen gegangen sein. Die jüngste Bombardierung soll laut übereinstimmenden Quellen aus Israel und Syrien einem zivilen Frachtflugzeug gegolten haben. Es soll sich um die Antonow An-74T-200 mit der Registrierung EP-GOX handeln. Diese ist im Iran auf

weiterlesen »

Bundeswehr übernimmt zweiten Airbus A321LR

Die deutsche Bundeswehr hat den zweiten von Lufthansa Technik umgerüsteten Airbus A321LR übernommen. Dieser trägt die Registrierung 15+11 und wurde am Mittwoch von Hamburg nach Köln/Bonn überstellt. Im Juni 2022 hat die Luftwaffe mit der 15+10 den ersten A321LR bekommen. Die beiden Maschinen werden als Truppentransporter, aber auch für den parlamentarischen Flugbetrieb auf der Kurz-, Mittel-, und Langstrecke eingesetzt. Die Neuzugänge der Bundeswehr haben eine Kapazität für maximal 136 Passagiere. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde auf der Hamburger Lufthansa Technik Basis hatten alle Beteiligten das Flugzeug bereits am vergangenen Freitag offiziell verabschiedet. Dazu eingeladen war nicht nur das Projekt-Team von Lufthansa Technik, sondern unter anderem auch das involvierte Personal des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), der Wehrtechnischen Dienststelle 61 und der Luftwaffe, welches auch die 15+11 zuvor einem intensiven Test- und Abnahmeprogramm unterzogen hatte. Mit dessen Abschluss ist die erste Phase des Modifikations-Projekts nun beendet. Im kommenden Jahr werden beide A321LR dann allerdings nochmals zu Lufthansa Technik zurückkehren, um in der zweiten Projektphase auch für die sogenannte MedEvac-Rüstrolle modifiziert und zugelassen zu werden. Diese erweitert das Einsatzspektrum der Flugzeuge um Fähigkeiten zum qualifizierten Lufttransport von Verwundeten, Unfallverletzten und Kranken. In diesem Rahmen wird zukünftig in drei verschiedenen Konfigurationen der Transport von bis zu sechs Intensivpatienten oder von bis zu zwölf leicht- oder mittelschwer erkrankten/verletzten Patienten möglich sein. Dafür wird Lufthansa Technik insgesamt zwölf Einheiten und zwei Reserveeinheiten der Patiententransporteinheit Neuer Generation (PTE NG) an die Bundeswehr liefern. Diverse Vorarbeiten für den MedEvac-Einsatz, beispielsweise für die Sauerstoffversorgung

weiterlesen »

Luftwaffe: Deutschland setzt umstrittene Mali-Flüge vorerst aus

Die Bundesrepublik Deutschland wird den Bundeswehr-Einsatz in Mali vorläufig einstellen. Zuvor hatte die Militärregierung des westafrikanischen Staats ein Flugverbot verhängt. Dies führt dazu, dass die Maschinen der Luftwaffe keine Überflüge durchführen können. Die Streitkräfte von Deutschland sind seit einigen Jahren im Rahmen der UN-Mission Minusma in Mali im Einsatz. Es handelt sich um die größte Auslandsaktivität der Bundeswehr. Frankreich hatte sich bereits vor einigen Wochen aus Mali zurückgezogen, da man sich außer Stande sah die Mission weiterhin durchführen zu können. Die Militärregierung von Mali scheint wenig Freude über ausländische Streitkräfte bzw. die UN-Mission zu haben. Die Verweigerung der Überflugrechte bedeutet für die Bundeswehr, dass man den turnusmäßigen Personalwechsel nicht durchführen kann. Im Regelfall wurden hierfür stets Transportmaschinen des Typs Airbus A400M eingesetzt. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht erklärte nun, dass „die Operationen unserer Aufklärungskräfte und die Transportflüge“ vorläufig eingestellt werden. Von einem vollständigen Rückzug aus Mali will man aber nicht nicht sprechen und betont, dass insbesondere die Flüge zu einem späteren Zeitpunkt reaktiviert werden könnten. Ob es dazu kommen wird, bleibt abzuwarten.

weiterlesen »

Deutsche Luftwaffe hat weitere C130-J Super Hercules übernommen

Die deutsche Bundeswehr hat mit der 55+02 eine weitere Maschine des Typs C130-J Super Hercules übernommen. Insgesamt hat die Luftwaffe sechs Stück bestellt. Das erste Flugzeug wurde bereits gegen im Feber 2022 übernommen und trägt die Registrierung 55+01. Gemeinsam mit der französischen Armée de l´Air et de l´Espace baut die Luftwaffe in Evreux eine Staffel auf. Deutschland und Frankreich werden sich Flugzeuge, Techniker, Soldaten und die Infrastruktur teilen. Gestartet wird zunächst mit vier französischen Super Hercules C-130J, zwei davon in der Tankerversion. 2024 ist die Staffel mit zusätzlich sechs deutschen Maschinen komplett. Zum Verband werden dann insgesamt rund 300 Soldatinnen und Soldaten beider Nationen gehören. Das Besondere an diesem Verband ist die komplette Integration: Zum allersten Mal leben, trainieren und arbeiten hier französische und deutsche Piloten, Mechaniker, Avioniker und technische Ladungsmeister gemeinsam. Binationale Crews fliegen die Einsätze und am Boden werden deutsche und französische Maschinen ebenfalls gemeinsam gewartet. Die Flotte der deutsch-französischen Lufttransportstaffel wird künftig aus zehn Super-Hercules-Maschinen der Firma Lockheed Martin bestehen: fünf C-130J-30 und fünf 5 KC-130J (Tankerversion). Frankreich stellt zwei C-130J-30 und zwei KC-130J. Deutschland stellt drei C-130J-30 und drei KC-130J. Die C-130J-30 ist die Langversion der C-130J, die KC-130J verfügt über die Fähigkeit zur Luftbetankung. Die vier französischen Flugzeuge wurden zwischen Januar 2018 und Februar 2020 ausgeliefert und sind derzeit noch in Orléans-Bricy stationiert. Die erste deutsche Super Hercules wurde am 19. Februar 2022 ausgeliefert. Die weiteren folgen jeweils im Abstand von etwa sechs Monaten, so dass die Flotte 2024 komplett ist.

weiterlesen »

Mali verweigert Bundeswehr Überflüge mit Airbus A400M

Der Bundeswehreinsatz in Mali erweist sich für Deutschland immer mehr zum Problem, denn die örtliche Militärregierung verweigert neuerlich den Transportmaschinen des Typs Airbus A400M die Überfluggenehmigungen. Dies hat zur Folge, dass deutschen Stützpunkte in Mali nicht mehr erreicht werden können. Dem Verteidigungsausschuss des Bundestags teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit, dass die Versorgungs- und Rettungskette für das Minusma-Kontigent nicht mehr sichergestellt werden kann. Man habe seitens der Militärregierung von Mali angeblich keine nähere Begründung für die Verweigerung der Überfluggenehmigungen erhalten. Deutschland beteiligt sich an einer Blauhelm-Mission in Mali. Diese wurde eigentlich entsandt, um im krisengeschüttelten Mali für Ruhe zu sorgen und das Land zu stabilisieren. Die örtliche Militärregierung sieht das aber gänzlich anders und will die UN-Truppen, denen seit 2013 etwa 1.400 vor Ort stationierte Soldaten angehören, loswerden. Die Mission wird von den Militärs von Mali als Besatzung empfunden. Umgekehrt behauptet Deutschland, dass die Bundeswehr vor Ort schikaniert werden würde. Die Junta erlässt zunehmend einschränkende Restriktionen und hat beispielsweise die Räumung eines bislang von einem UN-Stützpunkt genutzten Teils des Flughafens Bamako verfügt. Beispielsweise musste die Liegenschaft von Sahel Aviation Services binnen drei Tagen „besenrein“ an die Regierung übergeben werden. Vor etwa zwei Wochen wurde der turnusmäßige Soldatenwechsel bei Minusma-Kontingenten untersagt. Kurzfristig hat dies für Deutschland eine untergeordnete Bedeutung, da der nächste Austausch erst Ende September/Anfang Oktober 2022 geplant ist. Kreml könnte Rückzug von Deutschland als Schwäche interpretieren Frankreich hat sich zwischenzeitlich entschlossen die Präsenz in Mali zu beenden und die Soldaten abzuziehen. Dies bezeichnete FDP-Wehrsprecher Alexander Müller als „hinauskomplimentiert“. Der

weiterlesen »