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Usbekistan wird erster zentralasiatischer Betreiber des Militärtransporters Embraer C-390

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer hat am 3. Februar 2026 auf der Singapore Airshow bekannt gegeben, dass die Republik Usbekistan der bislang anonyme Kunde für eine Bestellung des Transportflugzeugs C-390 Millennium ist. Damit ist Usbekistan die erste Nation in Zentralasien, die sich für dieses moderne Modell entscheidet. Die usbekische Luftwaffe beabsichtigt, die Maschinen primär für Transportaufgaben und humanitäre Missionen einzusetzen, um ihre militärische Mobilität grundlegend zu modernisieren. Bosco da Costa Junior, Präsident von Embraer Defense & Security, betonte die Bedeutung dieses Abschlusses für die Erschließung neuer Märkte in der strategisch wichtigen Region Zentralasien. Die C-390 Millennium gilt als technologisch fortschrittlichster Militärtransporter ihrer Klasse. Mit einer Nutzlast von 26 Tonnen übertrifft sie viele Konkurrenzmodelle bei gleichzeitig höherer Geschwindigkeit von bis zu 470 Knoten. Das Flugzeug ist für eine Vielzahl von Einsatzszenarien konzipiert, darunter der Abwurf von Truppen und Ausrüstung, medizinische Evakuierungen sowie Such- und Rettungseinsätze. Ein besonderes Merkmal ist die Fähigkeit, von unbefestigten oder provisorischen Pisten aus zu operieren, was für die geografischen Gegebenheiten Usbekistans von großem Vorteil ist. In der Konfiguration als KC-390 kann das Flugzeug zudem für die Luftbetankung genutzt werden. Parallel zur Bekanntgabe des usbekischen Auftrags vermeldete Embraer Fortschritte bei der Produktion für die südkoreanische Luftwaffe (ROKAF). Das erste für Südkorea bestimmte Flugzeug befindet sich in der Endmontage und wird in Kürze in die Testflugphase übergehen. Südkorea hatte die C-390 im Rahmen des „Large Transport Aircraft (LTA-II)“-Programms ausgewählt. Die Kooperation mit koreanischen Zulieferern stärkt laut Embraer die globale Lieferkette und unterstreicht die Reife der Produktionslinie. Der Konzern forciert derzeit

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Condor reaktiviert Traditionsroute Frankfurt-Tel Aviv zum Firmenjubiläum

Der deutsche Ferienflieger Condor nimmt im Mai 2026 die Flugverbindung zwischen Frankfurt am Main und Tel Aviv wieder in den regulären Flugplan auf. Die Entscheidung markiert einen historischen Meilenstein für das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert. Die Route nach Israel hat für die Fluggesellschaft eine besondere Bedeutung: Der erste Flug in der Geschichte des Unternehmens fand am 29. März 1956 statt und führte als Pilgerreise von Frankfurt in das Heilige Land. Mit der Wiederaufnahme dieser Strecke setzt Condor ein deutliches Zeichen für die strategische Erweiterung des Drehkreuzes Frankfurt und verbessert die Anbindung zwischen Europa, Nordamerika und der wirtschaftlich bedeutenden Metropole am Mittelmeer. Die neue Verbindung wird mit Flugzeugen des Typs Airbus A320 bedient. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer umfassenden Flottenmodernisierung und Netzwerkerweiterung, die Condor trotz eines wettbewerbsintensiven Marktumfelds vorantreibt. David Carlisle, verantwortlich für die Netzwerkplanung bei Condor, betont die Rolle Tel Avivs als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Durch die Einbindung in das wachsende Hub-System in Frankfurt sollen insbesondere Umsteigeverbindungen für Reisende aus dem nordamerikanischen Raum attraktiver gestaltet werden. Die Fluggesellschaft reagiert damit auf eine steigende Nachfrage nach flexiblen Reisemöglichkeiten in den Nahen Osten, die über die reine touristische Nutzung hinausgehen. Flankiert wird die Entscheidung durch politische Unterstützung aus der hessischen Landesregierung. Uwe Becker, Beauftragter für jüdisches Leben, hob die Bedeutung der Flugroute für die deutsch-israelischen Beziehungen hervor. Er sieht in der direkten Flugverbindung eine wichtige Brücke für den persönlichen Austausch und die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder. In der aktuellen geopolitischen Lage wird die Wiederaufnahme

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Eurowings: Max Kownatzki übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung

Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings hat mit Wirkung zum Februar 2026 Max Kownatzki als neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung eingesetzt. Der 53-jährige Manager tritt die Nachfolge von Jens Bischof an, der das Unternehmen zum Jahresende 2025 verlassen hat. Kownatzki ist in der Branche kein Unbekannter; er wechselt direkt von der Spitze der SunExpress, einem Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines, zurück zu Eurowings. Dort hatte er bereits 2015 die Gründung der Eurowings Europe als Chief Commercial Officer begleitet und später die strategische Geschäftsentwicklung des Konzerns verantwortet. Sein Amtsantritt am Standort Köln/Bonn markiert den Beginn einer neuen strategischen Phase für den größten deutschen Ferienflieger. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen die Erwartungen an den neuen CEO: Kownatzki gilt als Sanierungsexperte und Wachstumsstratege, der SunExpress erfolgreich durch die Krise führte und die Flotte dort auf über 85 Maschinen verdoppelte. Bei Eurowings trifft er auf eine stabilisierte operative Basis, die er nun durch den Ausbau des Streckennetzes in Richtung Osteuropa und den Kaukasus sowie eine verstärkte Digitalisierung des Vertriebs weiterentwickeln soll. Die Geschäftsführung wird durch Kai Duve und Edi Wolfensberger komplettiert, womit die Airline auf eine Mischung aus kaufmännischer Expertise und operativer Flugbetriebserfahrung setzt. Die berufliche Laufbahn Kownatzkis unterstreicht seine internationale Ausrichtung. Nach seiner Promotion in Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen war er unter anderem als Partner bei der Strategieberatung Oliver Wyman und als Strategiechef für die australische Jetstar tätig. Ein besonderes Merkmal des neuen Geschäftsführers ist seine kommerzielle Pilotenlizenz, die ihm ein tiefgreifendes Verständnis für die operativen Prozesse des Flugbetriebs ermöglicht. Diese Kombination aus strategischem Management

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Discover Airlines erweitert Streckennetz um Flüge nach Finnisch-Lappland

Die zur Lufthansa Group gehörende Discover Airlines forciert ihre Expansion in Nordeuropa und nimmt im kommenden Winterflugplan 2026/27 erstmals die finnische Destination Ivalo in ihr Programm auf. Ab dem 23. Dezember 2026 bedient der Ferienflieger die Strecke von München nach Ivalo einmal wöchentlich, jeweils am Mittwoch. Damit reagiert das Unternehmen auf das signifikant gestiegene Interesse an Reisen in die Polarregion während der Wintermonate. Ivalo gilt als infrastrukturelles Zentrum im Norden Finnlands und bietet durch seinen Flughafen den direkten Zugang zu den bekannten Wintersportzentren Saariselkä sowie zum Inari-See. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass Discover Airlines ihr Angebot in den nordischen Ländern konsequent zu einem ganzjährigen Standbein ausbaut. Neben der neuen Winterverbindung nach Finnland umfasst das Portfolio ab Mai 2026 auch neue Sommerrouten von Frankfurt nach Bodø sowie von München nach Evenes. Durch diese Ergänzungen steuert die Fluggesellschaft insgesamt sechs Ziele in Island, Norwegen und Finnland an. Mit bis zu 15 wöchentlichen Verbindungen erreicht das Nordics-Programm der Airline damit ein Rekordvolumen. Insbesondere am Drehkreuz München festigt das Unternehmen seine Position als führender Anbieter im Segment der Ferienflüge durch die gezielte Anbindung entlegener Regionen. Die strategische Entscheidung für Ivalo begründet sich auch in der wachsenden touristischen Bedeutung der Polarnacht und der Beobachtung von Polarlichtern, was zu einer hohen Auslastung der Maschinen in der Zeit von Dezember bis April führt. Operativ werden auf diesen Strecken Flugzeuge der Airbus A320-Familie eingesetzt. Die Einbindung in das Vertriebsnetz der Lufthansa ermöglicht zudem eine reibungslose Zubringerlogistik aus ganz Europa. Branchenexperten werten den Ausbau als Teil einer Diversifizierungsstrategie, um neben

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Iberia und LATAM vertiefen strategische Allianz bei Treueprogrammen

Die spanische Fluggesellschaft Iberia und die lateinamerikanische Airline-Gruppe LATAM haben zu Beginn des Jahres 2026 eine umfassende Erweiterung ihrer seit 2016 bestehenden Kooperation bekannt gegeben. Im Zentrum des neuen Abkommens steht die gegenseitige Anerkennung von Statusvorteilen in den jeweiligen Vielfliegerprogrammen Iberia Club und LATAM Pass. Passagiere profitieren dadurch bei Flügen mit der jeweils anderen Airline von Privilegien, die bisher weitgehend auf die eigene Stammgesellschaft beschränkt waren. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Attraktivität der Verbindungen zwischen Europa und Südamerika im harten Wettbewerb der transatlantischen Luftfahrtallianzen zu steigern. Das neue Servicepaket umfasst wesentliche Erleichterungen entlang der gesamten Reisekette. Statuskunden genießen Priorität beim Check-in, beim Boarding sowie bei der Gepäckausgabe. Darüber hinaus erhalten berechtigte Mitglieder Zugang zu den Flughafen-Lounges beider Partner und können von einer kostenfreien Sitzplatzwahl sowie zusätzlichem Freigepäck profitieren. Ein technischer Kernpunkt der Vereinbarung ist die duale Akkumulation: Während Reisende bei Iberia Elite-Punkte und Avios sammeln, werden bei LATAM qualifizierende Punkte und Meilen gutgeschrieben. Dies ermöglicht es den über 53 Millionen Mitgliedern des LATAM-Programms, ihren Status auch auf europäischen Routen effizienter zu sichern oder auszubauen. Branchenexperten bewerten diesen Schritt als Reaktion auf die veränderte Allianzdynamik, nachdem LATAM die Oneworld-Allianz verlassen hatte, aber weiterhin enge bilaterale Partnerschaften pflegt. Beatriz Guillén, Kundendirektorin bei Iberia, betont, dass die Kundenorientierung im Fokus der Strategie stehe, um den Mehrwert für treue Passagiere zu erhöhen. Auf lateinamerikanischer Seite wird das Projekt unter dem Titel „LATAM Pass Global Experience“ geführt. Laut CEO Cristián Ortiz soll dadurch ein konsistentes Reiseerlebnis geschaffen werden, das über die eigenen Flugkapazitäten hinausgeht

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Kritik an Standortpolitik nach Kapazitätsabbau von Ryanair in Wien

Der angekündigte Abzug von fünf Flugzeugen der Fluggesellschaft Ryanair vom Flughafen Wien-Schwechat sorgt für eine scharfe Debatte über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Österreich. Die irische Billigfluggesellschaft reduziert ihr Angebot im kommenden Sommerflugplan um rund eine Million Sitzplätze und streicht insgesamt neun Flugverbindungen. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die im internationalen Vergleich zu hohen Standortkosten und Gebühren. Matthias Krenn, Bundesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft, bezeichnete diesen Schritt als deutliches Warnsignal und kritisierte eine verfehlte Politik der Bundesregierung, die durch hohe Steuern und Abgaben Investoren abschrecke. Branchenanalysen stützen die Darstellung hoher Kostenbelastungen am Standort Wien. Neben der staatlichen Flugabgabe, die je nach Distanz gestaffelt ist, belasten steigende Luftsicherheitsgebühren und Infrastrukturkosten die Kalkulationen der Fluggesellschaften. Während Konkurrenten wie die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) ihre Präsenz am Drehkreuz Wien behaupten, verlagern Low-Cost-Carrier ihre Kapazitäten zunehmend auf kostengünstigere osteuropäische Flughäfen oder nach Italien. Experten warnen davor, dass der Rückzug von Anbietern wie Ryanair zu einer Schwächung des Wettbewerbs führen könnte, was mittelfristig steigende Ticketpreise für Konsumenten zur Folge hätte. Die Auswirkungen dieses Kapazitätsabbaus reichen weit über den Flughafenbetrieb hinaus. Die Freiheitliche Wirtschaft weist darauf hin, dass Tourismus, Handel und die Exportwirtschaft unmittelbar von einer schlechteren Anbindung betroffen sind. Da Mobilität ein wesentlicher Faktor für die internationale Wettbewerbsfähigkeit ist, wird eine umfassende Reform gefordert. Dazu zählen die Senkung der Lohnnebenkosten, der Abbau bürokratischer Hürden sowie eine Reduzierung der Ticketabgabe. Kritiker der aktuellen Kurssetzung bemängeln zudem, dass der Staatsapparat weiter wachse, während die Entlastung der produktiven Wirtschaftssektoren hinter den Erwartungen zurückbleibe. International steht Österreich in einem harten Standortwettbewerb.

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Flughafen Bremen steigert Passagierzahlen und erweitert Flugplan für 2026

Der Flughafen Bremen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und verzeichnet ein deutliches Wachstum bei den Verkehrserschließungen. Mit insgesamt 1,99 Millionen Fluggästen stieg das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Prozent. Parallel dazu erhöhte sich die Anzahl der Starts und Landungen um 5,1 Prozent auf 29.883 Flugbewegungen. Trotz der bundesweiten Herausforderungen im Luftverkehrssektor konnte der Standort Bremen seine durchschnittliche Sitzplatzauslastung stabil bei 77,4 Prozent halten. Flughafengeschäftsführer Dr. Marc Cezanne bewertet die Entwicklung als positives Signal für die wirtschaftliche Relevanz des Airports im Nordwesten Deutschlands. Ein wesentlicher Faktor für die positive Bilanz bleibt die Anbindung an große Luftverkehrsdrehkreuze. Fast 700.000 Passagiere nutzten die Verbindungen nach München und Frankfurt, womit diese Inlandsrouten das Ranking anführten. Im internationalen Bereich behauptete sich Palma de Mallorca als beliebtestes Ziel, gefolgt von Amsterdam und London-Stansted. Eine starke Marktstellung nimmt zudem der Verkehr nach Istanbul ein: Durch die Kombination der Flüge zum europäischen Hauptflughafen und zum asiatischen Airport Sabiha Gökçen reisten über 200.000 Passagiere in die türkische Metropole. Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Regionalflughäfen blieb Bremen von Streichungen im innerdeutschen Netz der Lufthansa verschont. Für das Jahr 2026 kündigt die Flughafenleitung einen weiteren Ausbau der Kapazitäten an. Erstmals wird ab Juni 2026 die türkische Küstenstadt Bodrum durch die Fluggesellschaft AJet direkt bedient. Zudem erweitert Corendon Airlines das Angebot nach Kreta, insbesondere während der nachfragestarken Herbstferien. Ein strategischer Zuwachs ergibt sich durch Austrian Airlines, die ihre Verbindung zum Drehkreuz Wien künftig auch in den Sommermonaten viermal wöchentlich anbietet. Während der Billigflieger Ryanair sein Engagement an

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Bilanz des Entminungsdienstes 2025: Knapp 30 Tonnen Kriegsmaterial in Österreich geborgen

Der Entminungsdienst (EMD) des Bundesministeriums für Landesverteidigung blickt auf ein einsatzreiches Jahr 2025 zurück, in dem die Sicherheit der Bevölkerung durch die Bergung von 29.922 Kilogramm gefährlicher Altmunition massiv erhöht wurde. In insgesamt 1.094 Einsätzen bearbeiteten die Spezialisten Fundmeldungen im gesamten Bundesgebiet. Unter den Sicherstellungen befanden sich hochgefährliche Relikte wie 172 Streubomben, vier Anti-Personen-Minen sowie 13 schwere Bombenblindgänger mit einem Gewicht von jeweils über 50 Kilogramm. Die Schwerpunkte der Funde lagen regional in Niederösterreich und Wien, wo allein fast 16 Tonnen Material gesichert wurden. Die spezialisierten Einheiten des EMD kamen auch unter extremen Bedingungen zum Einsatz. Die Tauchgruppe barg über 5,5 Tonnen Kriegsmaterial aus österreichischen Gewässern, während die Alpingruppe im hochalpinen Gelände an der Grenze zu Italien 211 Kilogramm sprengkräftige Munition unschädlich machte. Zur fachgerechten Vernichtung wurden über 23 Tonnen der Relikte auf die Truppenübungsplätze Allentsteig und Großmittel transportiert. In 50 Fällen war die Gefahr jedoch so unmittelbar, dass eine Sofortsprengung direkt am Fundort eingeleitet werden musste. Laut Verteidigungsministerin Klaudia Tanner verliefen sämtliche Operationen ohne Personen- oder Sachschäden, was die hohe fachliche Expertise der Soldaten unterstreicht. Zusätzliche Erhebungen zeigen, dass die Funddichte in Österreich auch acht Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf einem konstant hohen Niveau bleibt. Baustellen, forstwirtschaftliche Arbeiten und sinkende Wasserstände in Seen führen regelmäßig zur Entdeckung vergrabener oder versenkter Kampfmittel. Die Experten des Bundesheeres warnen in diesem Zusammenhang eindringlich vor privater Schatzsuche mit Metalldetektoren, da chemische Zersetzungsprozesse die Zünder der Relikte über die Jahrzehnte oft noch empfindlicher gemacht haben. Der Entminungsdienst ist über die Standorte Wien,

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US-Luftfahrtbehörde FAA verlängert Speicherpflicht für Cockpit-Stimmenrekorder auf 25 Stunden

Die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA hat eine grundlegende Änderung der Sicherheitsvorschriften für die zivile Luftfahrt verabschiedet. Ab dem Jahr 2027 müssen alle neu zertifizierten Passagierflugzeuge mit Stimmenrekordern (Cockpit Voice Recorders, CVR) ausgestattet sein, die eine Aufzeichnungskapazität von mindestens 25 Stunden aufweisen. Damit vervielfacht die Behörde die bisherige Pflichtspeicherdauer, die lediglich zwei Stunden betrug. Diese Entscheidung folgt auf langjährigen Druck der Unfallermittlungsbehörde NTSB. Die Ermittler hatten wiederholt kritisiert, dass bei Zwischenfällen wichtige Audiodaten durch den automatischen Überschreibungsprozess verloren gingen, da die Flugbesatzungen die Rekorder nach einer Landung oft nicht rechtzeitig deaktivierten oder die Maschinen den Flugbetrieb fortsetzten. Mit dieser Neuregelung harmonisieren die Vereinigten Staaten ihre Standards mit den europäischen Vorschriften der EASA, die eine 25-Stunden-Aufzeichnung bereits seit 2021 für neue Flugzeuge vorschreibt. Die technische Umsetzung betrifft insbesondere die Speichermodule der sogenannten Blackbox, die extremen Belastungen wie Hitze, Druck und mechanischer Einwirkung standhalten müssen. Ein wesentlicher Teil der Neuregelung ist zudem eine gesetzliche Frist des US-Kongresses: Bis zum Jahr 2030 müssen sämtliche im Dienst befindlichen Passagierflugzeuge in den USA auf den neuen Standard nachgerüstet werden. Dies stellt Fluggesellschaften vor logistische und finanzielle Herausforderungen, da die Avionik-Systeme älterer Flugzeugtypen teils aufwendig modifiziert werden müssen. Unfallanalysten betonen die Bedeutung langer Aufzeichnungszeiträume für die Rekonstruktion komplexer Fehlerketten. In der Vergangenheit kam es mehrfach vor, dass die entscheidenden Gespräche während der Vorbereitung eines Fluges oder bei Fehlern, die erst Stunden vor dem eigentlichen Zwischenfall auftraten, nicht mehr abrufbar waren. Der Stimmenrekorder zeichnet nicht nur die Kommunikation zwischen den Piloten und dem Funkverkehr auf, sondern erfasst über Umgebungsmikrofone auch

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British Airways zieht umstrittene Krawattenpflicht für Mitarbeiterinnen zurück

Die britische Fluggesellschaft British Airways hat nach deutlicher Kritik aus der Belegschaft eine geplante Änderung der Uniformvorschriften gestoppt. Im Zentrum der Auseinandersetzung stand eine neue Tragevariante des Halsschals für das weibliche Kabinen- und Bodenpersonal, die als zu maskulin empfunden wurde. Die fragliche Regelung sah vor, dass der Schal künftig in einer fest vorgegebenen, schmalen Form gebunden werden sollte, die optisch stark an eine klassische Herrenkrawatte erinnert. Zahlreiche Mitarbeiterinnen äußerten Unmut über diesen Designschritt, da sie darin einen Verlust an weiblicher Ästhetik und individueller Wahlfreiheit sahen. Die Airline reagierte kurz vor der endgültigen Implementierung und setzte die neue Vorschrift aus, um die Rückmeldungen der Angestellten in eine Überarbeitung einfließen zu lassen. Diese Kontroverse ist Teil der groß angelegten Einführung einer neuen Uniformkollektion, die vom britischen Modeschöpfer Ozwald Boateng entworfen wurde. Es handelt sich um die erste umfassende Erneuerung der Dienstkleidung seit etwa 20 Jahren, die bereits im Oktober 2023 schrittweise ihren Anfang nahm. Boatengs Entwürfe zielen darauf ab, Tradition mit modernen Elementen zu verknüpfen, stießen jedoch bereits in der Vergangenheit auf Hindernisse. Schon bei der Einführung der ersten Teile der Kollektion gab es Beschwerden über die Stoffqualität und Passformen, woraufhin die Fluggesellschaft bereits punktuelle Anpassungen vornehmen musste. Der aktuelle Rückzug bei der Krawattenlösung unterstreicht die Sensibilität, mit der Uniformänderungen bei großen Traditionsgesellschaften behaftet sind. Zusätzliche Branchenanalysen zeigen, dass British Airways mit diesen Schwierigkeiten kein Einzelfall ist. Viele internationale Fluggesellschaften versuchen derzeit, ihre Bekleidungsvorschriften an zeitgemäße Standards anzupassen, stoßen dabei aber oft auf den Widerstand von Gewerkschaften und Personalvertretern. Während Konkurrenten wie

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