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Lufthansa bestätigt Umweltmanagement nach EMAS-Standard

Die Fluggesellschaften Lufthansa Airlines (an den Drehkreuzen Frankfurt und München) sowie Lufthansa CityLine haben erneut die Validierung gemäß der strengen europäischen EMAS-Verordnung (Eco-Management and Audit Scheme) erhalten. Das externe Umweltgutachten bestätigt die kontinuierliche Weiterentwicklung und tiefgreifende Implementierung des betrieblichen Umweltmanagementsystems beider Unternehmen. Die Erneuerung der Validierung ist ein wichtiger Schritt in der Unternehmensführung und unterstreicht die Bemühungen, operative und wirtschaftliche Ziele durch optimierte Abläufe und einen effizienteren Ressourceneinsatz voranzubringen. Lufthansa CityLine feiert in diesem Kontext ein Jubiläum: Vor 25 Jahren, im Jahr 2000, erhielt sie als weltweit erste Fluggesellschaft die Validierung nach dem freiwilligen EMAS-Standard der Europäischen Union. Lufthansa Airlines begann am Standort München im Jahr 2018 mit einem zertifizierten Umweltmanagementsystem, welches 2022 mit Lufthansa CityLine zusammengeführt und im Dezember 2023 auf den Standort Frankfurt ausgedehnt wurde. EMAS ist ein von der Europäischen Union entwickeltes und freiwilliges System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Es sieht vor, dass das Umweltmanagementsystem von externen, unabhängigen Umweltgutachtern detailliert überprüft und validiert wird. Die Fortschritte der validierten Unternehmen werden in einer gemeinsamen Umwelterklärung veröffentlicht. Zur Umsetzung des Umweltmanagements sind in den Fachabteilungen von Lufthansa Airlines und Lufthansa CityLine rund 40 Umweltkoordinierende tätig. Die Fluggesellschaft setzt dabei auf digitale Lösungen zur transparenten Erfassung von Betriebswirkungen und zur Steuerung von Abläufen. Als Beispiele für fortgeführte und neue Maßnahmen aus dem Jahr 2024 werden das Abschalten von Triebwerken beim Rollen, ein verbessertes Konzept zur Wiederverwertung und die optimierte Beladung von Getränkereserven genannt, wodurch eine Reduzierung des Bordgewichts erreicht wird. Lufthansa Airlines baut durch die gemeinsame EMAS-Validierung ihre Ausrichtung stetig

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EU-Parlament sichert Fluggastrechte bei Verspätung ab

Das Europäische Parlament hat im Rahmen der laufenden Reform der Fluggastrechte eine maßgebliche Entscheidung zugunsten der Passagiere getroffen. Es spricht sich für die Beibehaltung der bisherigen Regelung aus, wonach Fluggäste bereits ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf eine pauschale Entschädigung haben. Diese Haltung steht im Gegensatz zu einem Vorschlag des EU-Rates, der eine deutliche Verschlechterung der Rechte für Reisende vorgesehen hatte. Der Mobilitätsclub ÖAMTC begrüßt die Position des Parlaments. Die Beibehaltung der Drei-Stunden-Frist sichere die Rechte der Flugreisenden langfristig. Der Vorschlag des EU-Rates, der im Juni vorgelegt wurde, sah vor, die Entschädigungspflicht für Fluggesellschaften erst ab einer Verspätung von vier Stunden auf Kurzstrecken und sechs Stunden auf Langstrecken greifen zu lassen. Zudem sollten Ansprüche bei Mittelstrecken entfallen und die Höhe der Entschädigungen bei Langstrecken reduziert werden. Diese Pläne stießen bei Verbraucherschützern auf breite Kritik, da sie einen Großteil der bisherigen Entschädigungsfälle eliminiert hätten. Ungeachtet der positiven Weichenstellung sieht der ÖAMTC weiteren Handlungsbedarf, um die Reform wirklich verbraucherfreundlich zu gestalten. Themen wie die Regelungen zum Handgepäck, die Höhe angemessener Pauschalen für Verpflegung bei Verspätungen und die generelle Höhe der Entschädigungszahlungen bedürfen nach Ansicht der Juristen einer Nachbesserung. Die aktuellen Entschädigungssummen, die je nach Flugstrecke zwischen 250 Euro und 600 Euro liegen, stehen somit ebenfalls zur Debatte. Die nun gefundene Position des Parlaments ist ein wichtiger Zwischenschritt im Reformprozess der EU-Verordnung 261/2004, welche die Rechte der Fluggäste bei Verspätung, Annullierung und Nichtbeförderung schützt. Die endgültige Regelung wird in den sogenannten Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Parlament, EU-Rat und EU-Kommission festgelegt.

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Flughafen Genf optimiert Betriebsabläufe für erwartetes Wachstum

Der Flughafen Genf treibt seine digitale Modernisierung voran, um das erwartete Passagieraufkommen von 20 Millionen Reisenden bis zum Jahr 2030 bewältigen zu können. Hierfür wurde ein neues, fortschrittliches Airport Operations System (AOS) des Technologieanbieters SITA implementiert, das auf eine umfassende Effizienzsteigerung der Betriebsabläufe abzielt. Das eingeführte System integriert das Management von Flugbewegungen, die Verwaltung der Abstellpositionen und die detaillierte Planung der Check-in-Schalter, Boarding-Gates sowie Gepäckbänder. Es vereint das Management, die Ressourcenplanung und die Fluginformationsanzeige auf einer zentralen Plattform. Diese vollständige Integration des AOS ermöglicht es allen Beteiligten – von Fluggesellschaften über Bodenabfertiger bis hin zu Flughafenteams – eine Echtzeitübersicht über den gesamten Betrieb zu erhalten, was schnellere Entscheidungen und eine optimierte Ressourcenkoordination erlaubt. Parallel zur Optimierung der Prozesse hinter den Kulissen profitieren auch die Passagiere von digitalen Lösungen. Am Ende des Jahres 2023 wurde erstmals die Self-Service-Gepäckaufgabe eingeführt, die nun mit erweiterten Funktionen versehen wurde, um den Check-in-Prozess schneller und intuitiver zu gestalten. Da alle Schalter für diese Selbstbedienung zur Verfügung stehen, konnte die Wartezeit merklich reduziert und die Zufriedenheit der Reisenden deutlich erhöht werden. Das neue System trägt damit zur Verbesserung der Abläufe an einem der verkehrsreichsten mittelgroßen Drehkreuze Europas bei. Die Einführung des AOS ist Teil der langfristigen Modernisierungsstrategie des Flughafens Genf, zu der auch das umfassende Projekt CAP2030 gehört, das den Ersatz des Hauptterminals von 1968 vorsieht. Bis 2032 soll das Terminal im Rahmen dieser Investitionen an moderne Standards angepasst werden und eine verbesserte Anbindung an verschiedene Verkehrsträger wie Bus und Bahn schaffen. Die digitale Transformation bildet

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Bundeswehr übernimmt ersten Pilatus PC-12 für Testpiloten-Ausbildung und Transport

Die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD 61) hat einen Pilatus PC-12 übernommen. Die Maschine, ein einmotoriges Turboprop-Flugzeug des Schweizer Herstellers, wird künftig am Fliegerhorst Ingolstadt/Manching stationiert sein. Dort soll sie primär zur Aus- und Weiterbildung von Testpiloten sowie für logistische Transportaufgaben eingesetzt werden. Der PC-12 ist das erste und bisher einzige Flugzeug dieses Typs im Bestand der Bundeswehr. Die Wehrtechnische Dienststelle 61, deren Aufgaben unter anderem in der Erprobung und Bewertung von Luftfahrtgerät für die deutschen Streitkräfte liegen, erhält mit der Maschine ein Flugzeug, das als kostengünstig im Betrieb und flexibel in der Anwendung gilt. Die Übergabe, die in einer speziellen Lackierung mit dem WTD-Logo erfolgte, markiert den Beginn einer neuen Partnerschaft zwischen Pilatus und der Bundeswehr. Die Verantwortlichen der WTD 61 betonen die Bedeutung des Neuzugangs für die Stärkung der Einsatzbereitschaft und die effiziente Durchführung von Training und Transport. Der PC-12 ist in der zivilen und militärischen Luftfahrt aufgrund seiner Zuverlässigkeit und Robustheit etabliert. Er soll die Standardisierungstrainings der Bundeswehr-Testpiloten unterstützen und gleichzeitig den Bedarf an Transportkapazitäten für Personal und Material decken. Pilatus unterstrich die Eignung des Flugzeugs für die anspruchsvollen Aufgaben der WTD 61. Die Auslegung der Kooperation beinhaltet dabei eine langfristige technische und logistische Unterstützung des deutschen Operators in den kommenden Jahren. Die Beschaffung des einzelnen Flugzeugs, das Berichten zufolge die Variante PC-12 NGX ist, lag unter dem Schwellenwert von 25 Millionen Euro, der eine Zustimmung des Deutschen Bundestages erforderlich gemacht hätte.

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Hydraulikproblem zwingt Tui-Max-8 zu ungeplanter Landung auf Gran Canaria

Eine Boeing 737 Max 8 der Tuifly Belgium musste am Samstagmorgen auf dem Weg von Brüssel zu den Kapverden ungeplant auf Gran Canaria landen. Flug TB2031 meldete nach dem Start in Brüssel-Zaventem einen technischen Defekt im Hydrauliksystem, der zu einem Flüssigkeitsaustritt in eines der Triebwerke führte. Die Besatzung der Maschine mit der Kennung OO-TMZ leitete daraufhin eine Ausweichlandung ein und landete sicher auf dem Flughafen Las Palmas. Nach Angaben der Fluggesellschaft erfolgte die Landung auf der Kanareninsel vorsorglich. Ein Sprecher von TUI betonte gegenüber Medien, dass die Sicherheit der Passagiere oberste Priorität habe. Nach der Landung ohne Zwischenfall wurde das Flugzeug umgehend von Technikern der TUI vor Ort einer eingehenden Prüfung unterzogen. Es wurde festgestellt, dass eine Hydraulikpumpe ausgefallen war, was zum beschriebenen Leck führte. Nach erfolgreicher Reparatur und der Freigabe durch die Wartungsmannschaft konnte die Maschine ihren Flug fortsetzen. Die Passagiere setzten ihre Reise noch am selben Nachmittag fort. Das Flugzeug startete gegen 13:50 Uhr (UTC+1) und nahm den Weiterflug zu den Kapverden auf. Dabei änderte sich die ursprüngliche Flugreihenfolge: Der Jet landete zuerst in Espargos (Sal), anstatt wie geplant in Boa Vista. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Maschine weiter nach Boa Vista. Es ist nicht der erste dokumentierte technische Vorfall, der Flugzeuge dieses Typs bei Tuifly Belgium betrifft. Berichten zufolge musste die gleiche Maschine, die OO-TMZ, bereits im Jahr 2021 einen Auslieferungsflug in Seattle wegen Problemen mit der Flugsteuerung abbrechen. Generell steht die Boeing 737 Max, wenn auch primär wegen Softwareproblemen in der Vergangenheit, weiterhin unter besonderer

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US-Regierung plant Verbot des russischen Luftraums für chinesische Passagierflüge

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat einen weitreichenden Vorschlag zur Korrektur einer seit langem bestehenden Wettbewerbsverzerrung in der Luftfahrtbranche vorgelegt. Das US-Verkehrsministerium (DOT) plant, chinesischen Fluggesellschaften die Nutzung des russischen Luftraums auf Passagierrouten in die und aus den Vereinigten Staaten zu untersagen. Die Maßnahme soll den als „unfair“ empfundenen Kostenvorteil chinesischer Carrier gegenüber US-Fluggesellschaften beenden, die seit den wechselseitigen Luftraumsperrungen zwischen Washington und Moskau im Jahr 2022 gezwungen sind, längere, kostenintensivere Routen zu fliegen. US-Fluggesellschaften kritisieren die aktuelle Situation, da chinesische Konkurrenten durch die Nutzung der kürzeren Transsibirien-Routen Flugzeit und Betriebskosten sparen. Das DOT argumentiert, diese Wettbewerbsungleichheit habe erhebliche nachteilige Auswirkungen auf amerikanische Luftfahrtunternehmen. Seit Beginn der Luftraumsperren haben chinesische Airlines ihren Anteil am Passagierverkehr zwischen den USA und China sowie auf Strecken nach Europa deutlich ausbauen können. Experten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) verzeichneten beispielsweise einen Anstieg des chinesischen Marktanteils auf der US-China-Route von 42 Prozent im Jahr 2019 auf über 60 Prozent im Jahr 2024. Der Vorschlag des DOT sieht vor, die Betriebsgenehmigungen der chinesischen Fluggesellschaften entsprechend zu ändern. Betroffen wären unter anderem Air China, China Eastern und China Southern. Frachtflüge sind von der geplanten Beschränkung explizit ausgenommen. Den betroffenen chinesischen Carriern wurde eine Frist von nur zwei Tagen zur Stellungnahme eingeräumt. Bei finaler Genehmigung könnte die Regelung bereits im November in Kraft treten. Peking äußerte umgehend Kritik an dem Vorstoß und warnte vor negativen Konsequenzen für den Reiseverkehr und die Kommunikation zwischen den beiden Ländern. Die angedachte Restriktion markiert eine weitere Eskalation im

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Emirates sichert A380-Bestand: Kauf von Leasingmaschine zum Vertragsende 2027

Die Fluggesellschaft Emirates hat eine Vereinbarung über den Kauf eines von ihr betriebenen Airbus A380-800 getroffen. Der Deal wurde mit dem Flugzeuginvestment-Spezialisten Stratos geschlossen und betrifft die Maschine mit der Seriennummer 190 und dem Kennzeichen A6-EOO. Die Übernahme des zehneinhalb Jahre alten Großraumflugzeugs ist als „Forward Sale“ konzipiert und wird mit dem Ende der aktuellen Leasinglaufzeit im Jahr 2027 wirksam. Der Airbus A380, der seit September 2015 für Emirates fliegt, soll damit dauerhaft in der Flotte des weltweit größten Betreibers des Superjumbos verbleiben. Die Transaktion wurde laut Stratos im Auftrag eines Konsortiums asiatischer institutioneller Investoren vereinbart, für die das Flugzeug seit dem ursprünglichen Leasingvertrag im Jahr 2015 gemanagt wurde. Die Entscheidung von Emirates, geleaste Flugzeuge in das eigene Eigentum zu überführen, unterstreicht die zentrale Rolle des A380 in der langfristigen Flottenstrategie der Airline, die dieses Modell – entgegen dem Branchentrend – auf lange Sicht einplant. Die Airline bekräftigte damit ihre Strategie, die Lebensdauer der A380, die nach eigenen Angaben bis in die 2040er Jahre fliegen sollen, zu verlängern. Dieser einzelne Kauf fügt sich in eine Reihe ähnlicher Beschlüsse ein. Angesichts der wiederholten Verzögerungen bei der Auslieferung der neuen Großraummaschinen Boeing 777X, von denen Emirates eine große Anzahl bestellt hat, setzt die Fluggesellschaft verstärkt auf den A380 zur Überbrückung des Kapazitätsbedarfs auf ihren hochfrequentierten Routen. Bereits im Jahr 2024 hatte Emirates fünf weitere A380-Maschinen von einem anderen Leasinggeber, Doric Nimrod Air Two, für jeweils 40 Millionen US-Dollar gekauft. Der kontinuierliche Kauf und die geplante Beibehaltung der A380 stellen einen wichtigen Beitrag

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Etihad Airways erhöht Genf-Frequenz: Schmalrumpf-Langstreckenjet A321LR kommt zum Einsatz

Etihad Airways baut ihre Präsenz in der Schweiz weiter aus. Die Fluggesellschaft aus Abu Dhabi plant, die Verbindung zwischen ihrem Drehkreuz und Genf ab dem 3. Februar 2026 deutlich zu verstärken. Berichten des Portals AeroRoutes zufolge soll die Frequenz von derzeit sieben auf zehn wöchentliche Flüge erhöht werden. Parallel zur Frequenzerhöhung wird auf der Strecke neben der Boeing 787-9 Dreamliner erstmals auch der neue Airbus A321LR der Airline eingesetzt. Der Kapazitätsausbau ermöglicht es der Fluggesellschaft, den wichtigen Schweizer Markt besser zu bedienen. Die neue abendliche Rotation mit der Flugnummer EY147/148, die dreimal pro Woche geflogen wird, kommt voraussichtlich dem Geschäftsreiseverkehr und Umsteigern entgegen, die späte Verbindungen von Genf nach Abu Dhabi und zu weiteren Zielen in Asien und Australien suchen. Die tägliche Tagesrandverbindung mit der Boeing 787-9 wird beibehalten, wodurch das Streckenangebot flexibler gestaltet wird. Die Einführung des Airbus A321LR auf der Langstrecke Genf ist Teil der konsequenten Flottenstrategie von Etihad, Schmalrumpfflugzeuge mit großer Reichweite für Routen mittlerer bis langer Distanz zu nutzen, die keine Kapazität eines Großraumflugzeugs benötigen. Der A321LR gilt als Schlüsselkomponente für das geplante Netzwerk-Wachstum der Golf-Airline in den Jahren 2025 und 2026. Etihad hat insgesamt 30 (bzw. nach jüngsten Angaben 35) Maschinen dieses Typs bestellt und stattet diese mit einer besonders hochwertigen Kabine aus, die sogar zwei private First Suiten und 14 Liegesitze in der Business Class in einer 1-1-Konfiguration umfasst. Mit dem A321LR kann Etihad neue, sekundäre Destinationen in Europa und Asien effizient erschließen oder, wie im Fall von Genf, die Frequenzen auf bestehenden Routen

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Sanierungsplan genehmigt: Spirit Airlines gibt Airbus-Flugzeuge an AerCap zurück

Die angeschlagene US-Fluggesellschaft Spirit Airlines hat im Rahmen ihres laufenden Chapter-11-Insolvenzverfahrens eine wichtige Einigung mit ihrem größten Flugzeug-Leasinggeber AerCap Ireland Limited erzielt. Diese Vereinbarung, die vom zuständigen US-Konkursgericht genehmigt wurde, ist ein zentraler Bestandteil der weitreichenden Flottenoptimierungs- und Restrukturierungsstrategie des Billigfliegers, der zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Gläubigerschutz beantragen musste. Die Einigung sieht vor, dass Spirit Airlines die Leasingverträge für 27 Flugzeuge vorzeitig beendet und diese Maschinen an AerCap zurückgibt. Ein wesentlicher Teil des Deals ist die Abtretung von wertvollen Lieferslots für 60 Airbus A320neo-Familienflugzeuge aus Spirits Bestellbuch an AerCap. Im Gegenzug leistet AerCap eine Zahlung von 150 Millionen US-Dollar an Spirit Airlines und löst damit alle bestehenden Forderungen und Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien. Die vorherige Kündigung von Vorfinanzierungsverträgen für 36 Airbus-Lieferungen durch AerCap und das in Verzug setzen Spirits bei Leasinggeschäften galt als maßgeblicher Auslöser für die erneute Insolvenzanmeldung der Airline im August. Der Sanierungsprozess der Spirit Airlines zielt auf eine signifikante Verkleinerung der Flotte ab, um Kosten zu senken und die Kapazität an die profitable Nachfrage anzupassen. Zusätzlich zu den 27 AerCap-Flugzeugen hat Spirit bereits die Ablehnung der Leasingverträge für weitere 87 Flugzeuge bei anderen Leasinggebern beantragt. Insgesamt plant der Carrier, seine Flotte von einst 214 auf etwa 100 Flugzeuge zu halbieren und sich zudem von über zwölf Flughäfen zurückzuziehen. Parallel zur Flottenbereinigung wurde Spirit Airlines eine Debtor-in-Possession (DIP)-Finanzierung von 475 Millionen US-Dollar gewährt, die die Liquidität im Sanierungsverfahren sichern soll. Die Einigung mit AerCap umfasst auch die künftige Leasing-Lieferung von 30 neuen A320neo- und A321neo-Flugzeugen

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ACI Europe meldet Passagierplus von 4,9 Prozent und neue Höchststände an den größten Drehkreuzen

Der europäische Flughafenverband ACI Europe hat seinen vorläufigen Luftverkehrsbericht für August 2025 veröffentlicht, der ein anhaltend starkes Wachstum im Passagierverkehr belegt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg das gesamte Passagieraufkommen über das europäische Flughafennetzwerk um 4,9 Prozent. Dieses Plus liegt über dem bisherigen Jahresdurchschnitt und bestätigt die robuste Sommernachfrage. Besonders bemerkenswert ist, dass die Passagierzahlen im August insgesamt 7 Prozent über dem Niveau von August 2019, also der Zeit vor der Pandemie, lagen. Getragen wurde das Wachstum primär durch den internationalen Flugverkehr, der um 5,6 Prozent zulegte, während der nationale Verkehr mit 1,6 Prozent deutlich verhaltener wuchs. Die Flugbewegungen nahmen insgesamt um 3,3 Prozent zu. Ein differenziertes Bild zeichnet sich bei der regionalen Betrachtung: Die Flughäfen der EU+ Region (EU, EWR, Schweiz und UK) verzeichneten mit 4 Prozent ein Wachstum unter dem kontinentalen Durchschnitt. Trotzdem gab es Ausreißer nach oben, wie in Polen (+15,1 Prozent), Slowenien (+11,7 Prozent) und Rumänien (+10,3 Prozent). Die größten Einzelmärkte in der EU+ Gruppe zeigten hingegen nur unterdurchschnittliche Zuwächse. So stieg das Fluggastaufkommen in Deutschland nur um 4,2 Prozent und in Spanien um 3,8 Prozent. Auch in Italien (+2,8 Prozent), Großbritannien (+1,7 Prozent) und Frankreich (+1 Prozent) lagen die Steigerungen im niedrigeren Bereich. Dies steht im Einklang mit der allgemeinen Entwicklung, bei der die Erholung des Passagieraufkommens in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 deutlich schwächer ausgefallen war als in vielen anderen europäischen Ländern, wobei etwa der innerdeutsche Verkehr nur etwa die Hälfte des Niveaus von 2019 erreichte. Die Flughäfen im restlichen Europa außerhalb der EU+ Zone

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