
Inbetriebnahme der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung für Windkraftanlagen im Burgenland
In Österreich hat eine neue Ära für den Betrieb von Windkraftanlagen begonnen. Als landesweit erster Betreiber hat die Burgenland Energie in Kooperation mit der Flugsicherung Austro Control die sogenannte bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) im Windpark Andau offiziell in den Regelbetrieb überführt. Damit wird das bisherige nächtliche Dauerblinken der roten Gefahrenfeuer an insgesamt 38 Windrädern beendet. Die roten Warnlichter werden künftig nur noch dann aktiviert, wenn sich tatsächlich ein Luftfahrzeug den Anlagen nähert. Die rechtliche Grundlage für diesen technologischen Schritt wurde zuvor durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur geschaffen, nachdem eine mehrmonatige Testphase die Zuverlässigkeit des Systems bestätigt hatte. Die technische Umsetzung der BNK basiert auf einer komplexen Integration von Radar- und Flugplandaten durch die Austro Control. Das System überwacht permanent den Luftraum und definiert einen Schutzbereich von mindestens acht Kilometern Radius um die Windkraftanlagen sowie eine Höhe von 600 Metern über dem höchsten Punkt des Hindernisses. Erst wenn ein Flugzeug oder Hubschrauber diesen definierten Raum betritt, schaltet sich die Befeuerung automatisch ein. Ein besonderes Sicherheitsmerkmal wurde für Rettungs- und Einsatzkräfte integriert: Piloten von Notfalleinsätzen können die Beleuchtung über die jeweiligen Leitstellen per Fernaktivierung jederzeit selbstständig einschalten, um eine maximale Hinderniswarnung zu gewährleisten. Der Windpark Andau fungiert als Pilotprojekt für eine flächendeckende Umstellung in der Region. Weitere Standorte in Neusiedl, Weiden und Parndorf befinden sich bereits im Genehmigungsverfahren für die technische Nachrüstung. Die Burgenland Energie plant, bis zum Jahr 2027 alle ihre Windkraftanlagen in Österreich mit dieser Innovation auszustatten. Auf den Anlagen in rund 150 Metern Höhe wurden hierfür spezielle








