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Amtsgericht Geldern verurteilt Fluggesellschaft zu Schadenersatz für Mietwagen-Zuschlag

Das Amtsgericht Geldern hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass Fluggesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen für Folgekosten aufkommen müssen, die Fluggästen durch verspätete Landungen entstehen. Im konkreten Fall (Az.: 4 C 448/25) forderte ein Passagier die Erstattung eines Säumniszuschlags in Höhe von 65 Euro von einer Fluggesellschaft. Weil der Abendflug mit einer Verspätung von über einer Stunde gelandet war, konnte der Kläger seinen im Voraus gebuchten Mietwagen erst nach dem offiziellen Ende der regulären Öffnungszeiten der Verleihstation entgegennehmen. Das Gericht gab der Klage statt und stufte die Zusatzgebühr als erstattungsfähigen Verzugsschadenersatz ein. In der juristischen Begründung, über welche die Fachzeitschrift „ReiseRecht aktuell“ berichtet, betont das Gericht die Wesentlichkeit von vereinbarten Flugzeiten. Für Reisende sei die Einhaltung des Flugplans von zentraler Bedeutung, da Folgelogistik wie die Übernahme von Mietwagen, Hotelreservierungen oder das Erreichen von Anschlussverkehrsmitteln wie Kreuzfahrtschiffen direkt an die Ankunftszeit gekoppelt sind. Die vertraglich zugesicherte Flugzeit stellt demnach eine wesentliche Pflicht des Luftfahrtunternehmens dar, deren schuldhafte Verletzung zu einer gesetzlichen Schadensersatzpflicht führt. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die Durchsetzung solcher Ansprüche an strenge Beweislasten geknüpft ist. Eine Erstattungspflicht entfällt, wenn die Fluggesellschaft nachweisen kann, dass die Verspätung auf außergewöhnlichen Umständen wie extremen Wetterbedingungen, Streiks des Flugsicherungspersonals oder unvorhersehbaren Sicherheitsrisiken beruhte. Zudem muss der geschädigte Fluggast den kausalen Zusammenhang zwischen der Verspätung und den Zusatzkosten lückenlos dokumentieren. Es muss nachweisbar sein, dass die regulären Geschäftszeiten des Drittanbieters exakt während der Verspätungszeit endeten und der Aufpreis ausschließlich auf die verspätete Ankunft zurückzuführen ist. Das Urteil stärkt zwar die Verbraucherrechte im Bereich der Passagierlogistik,

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Swiss streicht Position des Chief Commercial Officer nach Abgang von Heike Birlenbach

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines (Swiss) ordnet ihre Führungsstruktur grundlegend neu. Wie die Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns bekannt gab, wird Heike Birlenbach, die bisherige kommerzielle Leiterin (Chief Commercial Officer, CCO), das Unternehmen Ende September 2026 nach einer insgesamt 36-jährigen Laufbahn innerhalb der Lufthansa-Gruppe verlassen. Anstatt die frei werdende Führungsposition neu zu besetzen, hat sich der Verwaltungsrat der Airline dazu entschlossen, das Ressort komplett aufzulösen und die bisherigen Aufgabenbereiche auf andere bestehende Vorstandsabteilungen aufzuteilen. Im Zuge dieser internen Reorganisation übernimmt der Vorstandsvorsitzende der Fluggesellschaft, Jens Fehlinger, die direkte Verantwortung für den Bereich Kundenerfahrung (Customer Experience). Parallel dazu wird die Luftfrachtdivision Swiss World Cargo, die zuvor ebenfalls dem kommerziellen Ressort unterstellt war, dem Finanzressort der Fluggesellschaft unter der Leitung von Finanzchef Dennis Weber zugeordnet. Die Swiss begründet die Verkleinerung des Führungsgremiums und die Straffung der Managementebenen mit dem Ziel, administrative Prozesse innerhalb der Unternehmensführung zu vereinfachen und die Entscheidungswege zu verkürzen. Branchenanalysten bewerten die Streichung des kommerziellen Vorstandsressorts bei der nationalen Fluggesellschaft der Schweiz mit kritischem Blick. Die Zusammenlegung zentraler operativer und strategischer Aufgaben direkt beim Konzernchef sowie im Finanzressort deutet auf einen verschärften Spardruck hin, dem die Tochtergesellschaften innerhalb des Lufthansa-Konzerns ausgesetzt sind. Der Luftverkehrsmarkt im Jahr 2026 ist durch anhaltend hohe Betriebskosten, inflationsbedingte Belastungen und einen intensiven Wettbewerb auf den europäischen und interkontinentalen Routen geprägt. Die Reduzierung von Spitzenpositionen ist in diesem Umfeld ein bewährtes Mittel, um Personalkosten im administrativen Überbau einzusparen. Gleichzeitig weisen Marktbeobachter darauf hin, dass die direkte Zuweisung des Frachtgeschäfts zum Finanzressort Risiken bergen kann. Das

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Absolventen am Dortmund Airport beenden Ausbildung im Luftverkehr

Am Flughafen Dortmund haben vier Nachwuchskräfte ihre dreijährige Ausbildung zu Servicekaufleuten im Luftverkehr erfolgreich abgeschlossen. Die Absolventen wurden nach Bestehen der Prüfungen von der Flughafengeschäftsführung unter Ludger van Bebber sowie dem Betriebsrat übernommen und treten fortan feste Stellen in den operativen Bereichen des Airports an. Das Ausbildungsprogramm umfasste neben der Berufsschule praktische Stationen in der Passagier- und Flugzeugabfertigung, der Verkehrsleitung, der Buchhaltung und dem Marketing. Die neuen Fachkräfte werden künftig als Check-in- und Gate-Agents, als Ramp Agents in der Flugzeugabfertigung, in der Ausweisstelle sowie im Rahmen von Projektarbeiten zu den europäischen Bodenabfertigungsrichtlinien (EASA Groundhandling) eingesetzt. Arbeitsmarktexperten und Branchenanalysten betrachten die betriebliche Ausbildung an kleineren Regionalflughäfen vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftemangels in der Luftfahrtindustrie. Seit den personellen Verwerfungen während derコロナ-Pandemie leidet die gesamte Branche unter strukturellen Engpässen beim Boden- und Servicepersonal, was insbesondere in den Hauptreisezeiten zu Verzögerungen führt. Die direkte Übernahme von selbst ausgebildeten Fachkräften ist für Flughafenbetreiber eine gängige Methode, um den operativen Betrieb abzusichern. Gleichzeitig verweisen Ökonomen darauf, dass die Spezialisierung auf den Beruf des Servicekaufmanns im Luftverkehr stark an die konjunkturelle Entwicklung des Luftverkehrssektors gebunden ist, wodurch die Arbeitnehmer von der wirtschaftlichen Stabilität ihrer jeweiligen Arbeitgeber abhängig bleiben. Kritisch zu bewerten ist in diesem Zusammenhang die wirtschaftliche Situation von Regionalflughäfen wie Dortmund, die in hohem Maße von Billigfluggesellschaften und deren unbeständiger Routenplanung geprägt sind. Personalplanungen gestalten sich an dezentralen Standorten schwierig, da plötzliche Kapazitätsstreichungen von Großkunden wie Ryanair oder Wizz Air direkte Auswirkungen auf den Bedarf an Bodenpersonal haben. Gewerkschaften weisen zudem regelmäßig darauf hin, dass

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Crystal Cruises belegt erneut vorderen Platz in US-Leserabstimmung

Die Reederei Crystal Cruises ist bei der jährlichen Umfrage des US-amerikanischen Fachmagazins Travel + Leisure im Segment der mittelgroßen Hochseeschiffe ausgezeichnet worden. Die Erhebung basiert auf einer Leserbefragung, die seit dem Jahr 1995 durchgeführt wird. Für die Betreibergesellschaft A&K Travel Group, welche die Marke im Jahr 2022 nach einer Insolvenzphase der vormaligen Muttergesellschaft Genting Hong Kong mitsamt den Schiffen Crystal Serenity und Crystal Symphony übernommen hatte, bedeutet das Resultat eine Konsolidierung im Premiumsegment. Die Ergebnisse werden in der kommenden August-Ausgabe des Magazins publiziert. Das Management nutzt das mediale Echo, um auf anstehende Flottenprojekte aufmerksam zu machen. Nach Angaben von CEO Cristina Levis ist für das Jahr 2028 die Indienststellung eines Hotelneubaus unter dem Namen Crystal Grace projektiert. Um sich im margenstarken Luxussektor gegen Mitbewerber wie Seabourn oder Silversea zu behaupten, setzt das Unternehmen an Bord auf ein Betreuungsverhältnis zwischen Personal und Passagieren von nahezu eins zu eins sowie auf Kooperationen mit bekannten Gastronomiemarken wie der Restaurantkette Beefbar und dem Koch Nobuyuki Matsuhisa. Der Vertrieb im deutschsprachigen Raum erfolgt über spezialisierte Reisebüros und Agenturen. Branchenanalysten bewerten die wirtschaftliche Entwicklung von Crystal Cruises nach dem Neustart unter veränderten Eigentumsverhältnissen mit differenziertem Blick. Die Kreuzfahrtindustrie operiert im Jahr 2026 in einem von hohen Treibstoff- und Werftkosten geprägten Marktumfeld. Um die enormen Investitionen in Schiffsrenovierungen und die ambitionierten Neubauprogramme zu amortisieren, sind die Reedereien im Ultra-Luxussegment auf eine dauerhaft maximale Auslastung bei sehr hohen Ticketpreisen angewiesen. Verbraucherschützer weisen zudem darauf hin, dass die Exklusivität an Bord durch Zusatzangebote wie landseitige Ausflüge des Schwesterunternehmens Abercrombie

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Automobilmarkt: Zulassungsdaten belegen anhaltendes Ost-West-Gefälle bei Oberklassefahrzeugen

Die Verteilung von Automobilen der oberen Segmente in Deutschland ist durch ein ausgeprägtes regionales Gefälle geprägt. Eine Auswertung von Neuzulassungsdaten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) im Auftrag des Gewinnspielunternehmens Traumautoverlosung zeigt, dass der Anteil von Sportwagen, Oberklassemodellen und Fahrzeugen der oberen Mittelklasse in den südlichen Bundesländern sowie in den Stadtstaaten überproportional hoch ist. Spitzenreiter bei den Neuzulassungen in diesem Segment ist Baden-Württemberg mit einem Anteil von 9,8 Prozent, gefolgt von Bayern mit 8,3 Prozent sowie Berlin und Hamburg mit jeweils 8,0 Prozent. Am unteren Ende der Statistik rangieren die ostdeutschen Flächenländer, wobei Sachsen-Anhalt mit 3,6 Prozent den geringsten Wert aufweist. Wirtschaftsanalysten führen diese ungleiche Verteilung im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurück: die regionale Kaufkraftentwicklung und den sogenannten Heimat-Effekt der großen deutschen Automobilkonzerne. In den Bundesländern, in denen die Hersteller ihre Zentralen und Hauptproduktionsstätten unterhalten, ist die Dichte an Dienstwagen, Werksdienstwagen und Zulassungen über herstellereigene Niederlassungen traditionell hoch. So entfallen rund 40,5 Prozent aller Neuzulassungen der Marke Porsche auf Baden-Württemberg, während BMW 40,3 Prozent und Audi 37,0 Prozent ihrer inländischen Neuzulassungen im Heimatbundesland Bayern verzeichnen. Auch ausländische Exklusivmarken wie Rolls-Royce, McLaren oder Lamborghini konzentrieren ihre Zulassungen zu erheblichen Teilen auf den bayerischen Markt. Kritische Ökonomen weisen darauf hin, dass die KBA-Statistik der Neuzulassungen das tatsächliche Straßenbild und die privaten Vermögensverhältnisse nur bedingt widerspiegelt. Ein beträchtlicher Teil der Oberklasse- und Sportwagen wird in Deutschland nicht von Privatpersonen erworben, sondern über gewerbliche Halter als Firmenwagen zugelassen oder über Leasinggesellschaften finanziert, die ihren juristischen Sitz häufig in wirtschaftsstarken Ballungsräumen des Südens oder Westens haben. Die Daten

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Brussels Airport Company erwirbt Hotelobjekt in Flughafennähe

Die Betreibergesellschaft des Brüsseler Flughafens, die Brussels Airport Company, hat das Gebäude sowie das dazugehörige Grundstück des Novotel Brussels Airport erworben. Der Verkäufer des Immobilienobjekts ist die Investmentgesellschaft Covivio Hotels. Das Hotel befindet sich in einer Entfernung von weniger als zwei Kilometern zum Flughafengelände und liegt an einer projektierten Trasse für die künftige Flughafen-Straßenbahn, welche die Transferzeit zum Terminal nach Fertigstellung auf etwa fünf Minuten verkürzen soll. Trotz des Eigentümerwechsels bleibt die operative Führung der Hotelimmobilie unberührt: Der Beherbergungsbetrieb wird weiterhin durch den Betreiber Essendi unter der Markenverwaltung des französischen Hotelkonzerns Accor fortgeführt. Die Akquisition ist Teil eines langfristigen Programms der Brussels Airport Company zur Diversifizierung ihrer Einnahmequellen im unmittelbaren Flughafenumfeld. Durch den Kauf von Gewerbeimmobilien versucht der Flughafenbetreiber, seine wirtschaftliche Abhängigkeit von den volatilen Erlösen des reinen Flugbetriebs und den staatlich regulierten Start- und Landegebühren zu reduzieren. Der Konzern verfügt in diesem Segment bereits über Vorerfahrungen und ist Eigentümer des direkt auf dem Flughafengelände angesiedelten Sheraton-Hotels. Zudem sehen die Ausbaupläne der Betreibergesellschaft vor, bis zum Jahr 2032 eine weitere hoteleigene Beherbergungsstätte unmittelbar in den Terminalkomplex zu integrieren. Immobilienanalysten und Luftfahrtexperten betrachten den verstärkten Erwerb von Hotelobjekten durch Flughafenbetreiber mit einer gewissen Skepsis. Zwar sichern die Pachteinnahmen aus der Hotelhotellerie einen kontinuierlichen Cashflow im sogenannten Non-Aviation-Bereich, doch birgt der Markt im direkten Umkreis von internationalen Drehkreuzen auch beträchtliche Risiken. Die Auslastung von Flughafenhotels ist extrem anfällig für konjunkturelle Einbrüche im Geschäftsreisesektor sowie für Flugstreichungen und Kapazitätsreduktionen der dort operierenden Fluggesellschaften. Zudem verschärft der geplante Neubau eines zusätzlichen Terminal-Hotels bis 2032

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Liege verzeichnet deutliches Mengenwachstum bei abfliegenden Gütern

Der belgische Frachtflughafen Lüttich hat im ersten Halbjahr 2026 eine Steigerung des Frachtaufkommens verzeichnet. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres stieg das verarbeitete Gesamtgewicht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent auf 697.816 Tonnen. Parallel dazu legte die Anzahl der reinen Frachtflugzeugbewegungen um 3,3 Prozent auf 14.354 Starts und Landungen zu. Das Flughafenmanagement unter der Leitung von Frédéric Brun führt die überproportionale Zunahme des Transportvolumens im Vergleich zu den Flugbewegungen auf eine verbesserte Kapazitätsauslastung der operierenden Fluggesellschaften zurück. Allerdings flachte die Dynamik im zweiten Quartal mit einem Zuwachs von 7,5 Prozent gegenüber dem ersten Quartal mit 15,6 Prozent spürbar ab. Ein wesentlicher Faktor für das Wachstum im ersten Halbjahr war der Anstieg der Exportvolumina um 19 Prozent, während die Importe lediglich um sechs Prozent zunahmen. Diese Diskrepanz verschärfte sich insbesondere im zweiten Quartal, in dem die Ausfuhren um 18 Prozent zulegten, während die Einfuhren mit einem Plus von unter einem Prozent stagnierten. Die Zunahme der Exporte konzentrierte sich geografisch vor allem auf Destinationen in Asien mit einem Zuwachs von 17 Prozent sowie auf den nordamerikanischen Markt, der ein Plus von 51 Prozent verzeichnete. Als europäischer Logistikknotenpunkt fertigt der Flughafen Lüttich primär Expresspakete, E-Commerce-Waren, Pharmazeutika und Verderbliches ab. Trotz der positiven Mengenentwicklung blickt die Flughafenleitung mit Vorbehalten auf die veränderten regulatorischen Rahmenbedingungen in der Europäischen Union. Am 1. Juli 2026 ist eine neue EU-Gesetzgebung für den grenzüberschreitenden E-Commerce in Kraft getreten. Luftfahrtanalysten erwarten, dass diese rechtlichen Vorgaben und Zolländerungen das internationale Luftfrachtvolumen kurzfristig dämpfen könnten. Ähnliche Regulierungen in anderen

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Vielfliegerprogramm Flying Blue erzielt Erfolge bei Branchenabstimmung

Das Vielfliegerprogramm Flying Blue, das von der französisch-niederländischen Luftfahrtgruppe Air France-KLM betrieben wird, hat bei den jährlichen Freddie Awards 2026 mehrere Auszeichnungen erhalten. Im Rahmen der Verleihung, die als Gradmesser für Kundenbindungsprogramme in der Reisebranche gilt, errang das System in der Region Europa/Afrika Spitzenplatzierungen in Kategorien wie Programm des Jahres, Elite-Programm, Einlösemöglichkeiten und Kundenservice. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich im laufenden Jahr mehr als 4,2 Millionen Teilnehmer an der weltweiten Abstimmung, was die Relevanz dieses Branchenvotums unterstreicht. Das Management von Air France-KLM nutzt das Ergebnis, um die Durchdringung des Programms im Alltag der Konsumenten voranzutreiben. Flying Blue zählt nach Unternehmensangaben mittlerweile über 35 Millionen Mitglieder. Um das Sammeln von Bonuspunkten unabhängig vom eigentlichen Flugbetrieb zu intensivieren, setzt die Gesellschaft auf Kooperationen mit externen Dienstleistern und Handelsunternehmen. Neben Partnerschaften mit dem Technologiekonzern Apple, dem Fahrdienstvermittler Uber und dem Buchungsportal Booking.com ist das Programm auch mit der französischen Staatsbahn SNCF vernetzt, wodurch insgesamt über 100 markenübergreifende Kooperationen bestehen. Wirtschaftsanalysten betrachten die aggressive Ausweitung von Vielfliegerprogrammen im aktuellen Marktumfeld mit einer gewissen Skepsis. Das Geschäftsmodell hinter solchen Systemen hat sich gewandelt: Meilen fungieren zunehmend als komplementäre Währung, die von Partnerunternehmen eingekauft wird, um Kunden zu binden. Dies führt bei den Fluggesellschaften zu erheblichen bilanzierten Rückstellungen für zukünftige Leistungsansprüche. Zudem bemängeln Verbraucherschützer im Zuge von Programmanpassungen häufig die Entwertung angesammelter Punkte durch kurzfristige Erhöhungen der erforderlichen Meilenwerte für Freiflüge oder versteckte Zusatzgebühren bei der Einlösung. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Komplexität der modernen Statussysteme, die auf Punktemodellen basieren und für Gelegenheitsflieger kaum

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Steigende Nachfrage nach kombinierten Wellness- und Landwirtschaftsangeboten

Der Agrotourismus in Mitteleuropa verzeichnet eine deutliche Verschiebung der Kundenerwartungen. Nach einer aktuellen Datenauswertung des Buchungs- und Bewertungsportals bauernhofurlaub.info wählen Familien für den Sommerurlaub zunehmend landwirtschaftliche Betriebe als Alternative zu klassischen Hotelanlagen. Die Analyse von Suchanfragen und Gästebewertungen verdeutlicht, dass Verbraucher verstärkt nach Unterkünften verlangen, die traditionelle Elemente wie den direkten Tierkontakt und die Mithilfe im Stall mit modernen Erholungsstrukturen verknüpfen. Insbesondere Ausstattungsmerkmale wie Außenpools, Saunalandschaften und Badeteiche haben sich mittlerweile unter den zehn am häufigsten gesuchten Kategorien etabliert. Aus ökonomischer Sicht positioniert sich das Segment über differenzierte Preismodelle, die im Vergleich zur gehobenen Kettenhotellerie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Ein einwöchiger Aufenthalt für eine vierköpfige Familie auf den vorderen Plätzen des Portals – darunter das Landgut Furtherwirt in Tirol oder der Bergbauernhof Irxner in der Steiermark – schlägt im Durchschnitt mit rund 1.575 Euro inklusive Frühstück zu Buche. Regionale Disparitäten bleiben jedoch erheblich: Während die alpinen Destinationen in Österreich und Südtirol das gehobene Preissegment bedienen, sind Angebote in ostdeutschen Regionen wie Thüringen laut Statistik bereits ab 550 Euro pro Woche realisierbar. Tourismusökonomen und Agrarverbände bewerten die fortschreitende Professionalisierung des Wirtschaftszweigs durchaus mit kritischen Zwischentönen. Für viele landwirtschaftliche Familienbetriebe bietet der Tourismus zwar ein wichtiges Nebeneinkommen zur Kompensation sinkender Erzeugerpreise im primären Sektor. Die geforderten Investitionen in Wellnessbereiche und Poolanlagen erhöhen jedoch die Verschuldung der Höfe und verändern das betriebliche Profil. Branchenkenner geben zu bedenken, dass der erhebliche bürokratische und logistische Aufwand für Gästebetreuung, Haftungsfragen und Verpflegungsstandards zulasten der eigentlichen landwirtschaftlichen Produktion gehen kann, was mittelfristig zu einer Entfremdung vom realen Hofalltag

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Flughafen Köln/Bonn: Bäckereikette Kamps übernimmt umgebauten Store in Terminal 2

Am Flughafen Köln/Bonn hat am 1. Juli 2026 eine neue Filiale der Großbäckerei Kamps GmbH eröffnet. Nach einer umfassenden Modernisierungsphase wurde der bisherige Convenience-Store „Kampus“ auf der Ankunftsebene in Terminal 2 in eine klassische Bäckereifiliale umgewandelt. Das neue Konzept kombiniert einen gestalteten Aufenthaltsbereich mit einem vergrößerten Sortiment an Backwaren, Snacks und Brotspezialitäten. Für den Flughafenbetreiber stellt das Projekt einen Baustein dar, um das Gastronomie- und Dienstleistungsangebot in den öffentlich zugänglichen Flughafenbereichen für Reisende, Abholer und Flughafenbeschäftigte umzustrukturieren. Um die spezifischen Anforderungen eines internationalen Verkehrsflughafens zu erfüllen, wurde die Verkaufsstelle für den durchgehenden Betrieb an allen Wochentagen rund um die Uhr konzipiert. Neben dem klassischen Backwarensortiment integriert der Standort weiterhin ein SB-Angebot, das den Verkauf von Tabakwaren, Blumen und Kaltgetränken umfasst. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, sowie Katharina Keil, Vorsitzende der Geschäftsführung der Kamps GmbH, begründen den Umbau mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität im Ankunftsbereich zu erhöhen und die Versorgungskette an die volatilen Passagierströme des Schichtbetriebs anzupassen. Branchenexperten betrachten den Ausbau von standardisierten Systemgastronomie- und Bäckereikonzepten an Verkehrsflughäfen vor einem komplexen wirtschaftlichen Hintergrund. Für die Flughafenbetreiber sind die Mieteinnahmen aus den sogenannten Non-Aviation-Bereichen von existenzieller Bedeutung, um die hohen Fixkosten des Flughafenbetriebs zu decken. Da die Erlöse aus dem reinen Flugbetrieb aufgrund des harten Wettbewerbs unter den Fluggesellschaften limitiert sind, steigen die Anforderungen an die Profitabilität der Verkaufsflächen. Dies führt jedoch häufig zu einem spürbaren Preisaufschlag für Endverbraucher im Vergleich zu innerstädtischen Filialen, da Mieter die beträchtlichen Pachtgebühren und die Kosten für den durchgehenden Nachtbetrieb auf die

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