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Airbus forciert Auslieferungen zum Jahresende nach Zielkorrektur

Der europäische Flugzeughersteller Airbus unternimmt zum Ende des Jahres 2025 massive Anstrengungen, um seine revidierten Auslieferungsziele zu erreichen. Nachdem das ursprüngliche Ziel von 820 Flugzeugen aufgrund von Engpässen in der Lieferkette und technischen Problemen bei Rumpfbauteilen auf 790 Einheiten gesenkt wurde, verzeichnete das Unternehmen am 19. Dezember einen Rekordtag. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden zehn Maschinen des Typs A321neo an internationale Kunden übergeben. Diese konzertierte Aktion betraf Auslieferungen aus den Werken in Hamburg, Toulouse und dem chinesischen Tianjin, wobei insbesondere Großkunden wie Wizz Air und Air China ihre Flotten erweiterten. Trotz dieses kurzzeitigen Schubs bleibt die Erreichung der Jahresmarke eine logistische Herausforderung. Bis Mitte Dezember wurden lediglich 30 Flugzeuge ausgeliefert, was bedeutet, dass für das Erreichen des Ziels von 790 Maschinen im verbleibenden Zeitraum des Dezembers noch eine dreistellige Anzahl an Übergaben aussteht. Branchenanalysten bewerten dieses Vorhaben als äußerst ambitioniert, da Verzögerungen bei Zulieferern, insbesondere im Bereich der Triebwerke und Kabinenelemente, den Endmontageprozess weiterhin bremsen. CEO Guillaume Faury bezeichnete bereits den November als produktionsschwachen Monat, was den Druck auf die Fertigungsstraßen im Jahresendspurt zusätzlich erhöht hat. Ein wesentlicher Pfeiler der aktuellen Strategie ist der Ausbau der globalen Produktionsstandorte außerhalb Europas. Das Werk in Tianjin feierte kürzlich die Auslieferung des 800. in China montierten Flugzeugs und trägt mittlerweile rund 20 Prozent zur weltweiten Gesamtproduktion von Airbus bei. Auch der Standort im US-amerikanischen Mobile wurde im Oktober 2025 erweitert, um die Kapazitäten für den nordamerikanischen Markt zu erhöhen. Diese Dezentralisierung ermöglicht es dem Konzern, flexibler auf regionale Nachfragen zu reagieren und

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Modernisierung der spanischen Militärtransportflotte durch Airbus-Großauftrag

Das spanische Verteidigungsministerium hat den Erwerb von 18 Transportflugzeugen des Typs Airbus C295 vertraglich fixiert. Diese Beschaffung dient primär dem Ersatz der veralteten Bestände an CN235- und C212-Maschinen, die bisher für die Ausbildung von Piloten und Fallschirmspringern der spanischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte genutzt wurden. Durch die Vereinheitlichung der Flotte auf das Modell C295 strebt Spanien eine signifikante Steigerung der logistischen und operativen Synergien an. Nach Abschluss der Auslieferungen wird das Land insgesamt 46 Flugzeuge dieses Typs betreiben und damit nach Indien zum weltweit zweitgrößten Betreiber der C295 aufsteigen. Die Umsetzung des Rüstungsprogramms erfolgt in zwei Phasen. Die erste Tranche von Flugzeugen ist für die Militärtransportschule in Salamanca vorgesehen, wobei die Auslieferungen zwischen 2026 und 2028 stattfinden sollen. Diese Maschinen übernehmen Aufgaben im Bereich des Personentransports und der Pilotenschulung. Eine zweite Gruppe von Flugzeugen wird zwischen 2030 und 2032 an die Fallschirmspringerschule in Murcia übergeben. Diese Einheiten sind speziell für manuelle und automatische Abwürfe von Personal und Fracht konfiguriert. Die C295 zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, bis zu 70 Soldaten oder 50 Fallschirmspringer zu befördern und auch auf unbefestigten Pisten zu operieren. Zusätzlich zu den Fluggeräten umfasst der Kontrakt ein umfangreiches Paket für die Bodeninfrastruktur und Ausbildung. Hierzu gehören moderne Flugsimulatoren, computergestützte Lehrsysteme sowie eine dedizierte Software für das Trainingsmanagement an den Standorten Salamanca und Murcia. Der Vertrag sieht zudem eine umfassende logistische Unterstützung vor, die die Wartung der Maschinen und das Materialmanagement bis Ende 2032 sicherstellt. Die Endmontage der Flugzeuge erfolgt im Airbus-Werk in Sevilla, was die strategische Bedeutung

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Rekrutierungsinitiative durch filmische Einblicke bei Edelweiss Air

Die Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss Air hat im Rahmen ihrer neuen Employer-Branding-Strategie einen elfminütigen Dokumentarfilm mit dem Titel „Mehr als nur Fliegen“ veröffentlicht. Das Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Zürcher Videoagentur Lauschsicht realisiert wurde, gewährt detaillierte Einblicke in den Arbeitsalltag im Cockpit auf Kurz- und Langstreckenflügen. Ziel des Films ist es, potenziellen Bewerbern ein realistisches Bild der Unternehmenskultur sowie der professionellen Anforderungen zu vermitteln. Damit reagiert die Tochtergesellschaft der Lufthansa Group auf den anhaltenden Bedarf an qualifiziertem Flugpersonal und nutzt visuelles Storytelling, um sich im Wettbewerb um erfahrene Piloten zu positionieren. Das Arbeitsmodell bei Edelweiss zeichnet sich durch das sogenannte Mixed-Fleet-Flying-Modell (MFF) aus, welches es den Besatzungen ermöglicht, unterschiedliche Flugzeugtypen parallel zu bedienen. In Kombination mit der Einflottung des modernen Airbus A350, der sukzessive die älteren Airbus A340-Maschinen ersetzt, bietet die Airline ein technisch anspruchsvolles Umfeld. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen, dass Edelweiss insbesondere durch die Verbindung von globalen Ferienzielen und flexiblen Arbeitszeitmodellen am Boden punkten will. Diese Individualisierung der Dienstpläne soll die Attraktivität des Berufsfeldes erhöhen, indem sie neben dem reinen Flugbetrieb auch administrative oder ausbilderische Tätigkeiten integriert. Branchenbeobachter sehen in dieser Kampagne einen notwendigen Schritt, da der Markt für Cockpit-Personal in der Schweiz durch die Konkurrenz zur Konzernmutter Swiss sowie zu internationalen Mitbewerbern stark beansprucht ist. Edelweiss setzt hierbei auf eine Abgrenzung durch eine familiäre Betriebsatmosphäre und die Fokussierung auf das touristische Segment. Der Film fungiert als Instrument der Vorselektion, indem er fachlich qualifizierten Interessenten hilft, die Übereinstimmung ihrer persönlichen Vorstellungen mit den betrieblichen Werten von Teamgeist und Eigenverantwortung abzugleichen.

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Sondierungsgespräche zwischen Belavia und Boeing über künftige Zusammenarbeit

Die belarussische Staatsairline Belavia hat offizielle Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing aufgenommen. Wie Konzernchef Igor Tschurinez in einem Interview mit dem belarussischen Staatsfernsehen bestätigte, fanden bereits direkte Treffen zwischen dem Management der Fluggesellschaft und Vertretern des US-Konzerns statt. Hintergrund dieser diplomatischen und wirtschaftlichen Annäherung ist die Aussicht auf einen Wegfall der US-Sanktionen, die den Luftverkehrssektor des Landes in den vergangenen Jahren massiv eingeschränkt hatten. Die Gespräche zielen darauf ab, die operative Handlungsfähigkeit der Airline wiederherzustellen und den Zugriff auf westliche Hochtechnologie zu sichern. Im Zentrum der Verhandlungen steht eine umfassende Modernisierung und Erweiterung der Flotte ab dem Jahr 2026. Belavia setzt traditionell auf eine Mischflotte, in der Boeing-Modelle wie die 737-Serie eine tragende Rolle spielen. Neben der Beschaffung neuer Flugzeuge sind vor allem die Wiederaufnahme der offiziellen Wartungsdienste und der ungehinderte Zugang zu originalen Ersatzteilen von strategischer Bedeutung. Zudem wird über die Reaktivierung zertifizierter Software-Updates verhandelt, die für die Sicherheit und Effizienz des modernen Flugbetriebs unerlässlich sind. Ein weiterer kritischer Punkt der Gespräche ist die Normalisierung der Finanzströme, insbesondere die Abwicklung von Transaktionen in US-Dollar. Zusätzliche Branchenanalysen verdeutlichen, dass Belavia durch die bisherigen Sanktionen gezwungen war, Wartungsintervalle über Drittstaaten abzuwickeln oder auf russische Infrastruktur auszuweichen. Eine direkte Kooperation mit Boeing würde die Betriebskosten senken und die technische Zuverlässigkeit der Flotte erhöhen. Experten werten die Treffen als Indikator für eine mögliche politische Entspannung, die es dem US-Hersteller erlauben könnte, verlorene Marktanteile in Osteuropa zurückzugewinnen. Für Boeing stellt die Region trotz der geopolitischen Spannungen einen relevanten Absatzmarkt für Mittelstreckenjets dar, sofern

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Kollision zwischen Ryanair-Maschine und Tankfahrzeug in Edinburgh

Am Vormittag des 22. Dezember 2025 ereignete sich auf dem Flughafen Edinburgh ein operativer Zwischenfall mit einer Boeing 737 der Fluggesellschaft Ryanair. Die Maschine, die sich auf dem Weg zur Startbahn für den Flug nach Faro in Portugal befand, kollidierte während des Rollvorgangs mit dem Führerhaus eines stationären oder langsam fahrenden Tankfahrzeugs. Berichten zufolge streifte die Flügelspitze des Flugzeugs das Fahrzeug, was zu sichtbaren Schäden an beiden beteiligten Objekten führte. Trotz der Kollision gab es nach offiziellen Angaben des Flughafens und der Rettungskräfte keine Verletzten unter den Passagieren, der Kabinenbesatzung oder dem Bodenpersonal. Die Passagiere konnten das Flugzeug über die regulären Treppen verlassen und wurden zurück in das Terminalgebäude geleitet. Der Flughafen Edinburgh teilte mit, dass der Vorfall keine nennenswerten Auswirkungen auf den restlichen Flugbetrieb hatte, da die Unfallstelle zügig gesichert werden konnte und keine Start- oder Landebahnen blockiert wurden. Dennoch mussten die Reisenden auf eine Ersatzmaschine warten, was zu einer mehrstündigen Verspätung des Fluges in Richtung Algarve führte. Techniker der Fluggesellschaft und Vertreter der Flughafenbehörden begannen unmittelbar nach dem Ereignis mit einer Begutachtung der strukturellen Integrität des betroffenen Flügels. Zusätzliche Berichte aus lokalen Quellen deuten darauf hin, dass die Sichtverhältnisse zum Zeitpunkt des Unfalls gut waren, was die Ermittlungen nun auf mögliche menschliche Fehler oder Missverständnisse in der Kommunikation zwischen dem Cockpit und der Bodenkontrolle konzentriert. In der Luftfahrt werden solche Vorfälle als „Ground Incursions“ oder Bodenkollisionen eingestuft, die oft langwierige versicherungstechnische Nachspiele haben. Ryanair hat eine interne Untersuchung eingeleitet, um das genaue Manöver zu rekonstruieren, das zu der

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Easyjet stellt Flugverbindung zwischen Berlin und Paris-Orly ein

Die britische Fluggesellschaft Easyjet wird die direkte Verbindung zwischen dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und dem Pariser Flughafen Orly zum Ende des Winterflugplans 2025/26 einstellen. Damit verschwindet eine der zentralen Hauptstadttraversen aus dem Portfolio des Billigfliegers. In der Vergangenheit gehörte diese Route zu den am stärksten frequentierten Strecken der Airline ab Berlin und wurde in Spitzenzeiten bis zu viermal täglich bedient. Selbst im aktuellen Zeitraum vor der Einstellung war das Flugaufgebot mit bis zu sechzehn wöchentlichen Umläufen vergleichsweise hoch, was die Kurzfristigkeit dieser strategischen Entscheidung unterstreicht. Der Rückzug von der Strecke nach Paris-Orly ist Teil einer umfassenderen Neuausrichtung von Easyjet am Standort Berlin. Zusätzliche Branchenanalysen deuten darauf hin, dass die Fluggesellschaft ihre Kapazitäten verstärkt auf profitablere Urlaubsdestinationen im Mittelmeerraum und in Ägypten umschichtet. Hintergrund für die Streichung sind zudem die hohen Standortkosten am BER sowie gestiegene Flughafengebühren in Frankreich. Für Passagiere aus der Region Berlin-Brandenburg bedeutet dieser Schritt eine Einschränkung der Flexibilität, da Paris-Orly aufgrund seiner Nähe zum Stadtzentrum besonders bei Geschäftsreisenden und Städteurlaubern als bevorzugte Alternative zum größeren Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle galt. Trotz der Streichung nach Orly bleibt die französische Hauptstadt weiterhin vom BER aus erreichbar. Die Konkurrenten Air France und die Lufthansa-Tochter Eurowings bedienen weiterhin den Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle, während die Transavia, eine Tochtergesellschaft der Air-France-KLM-Gruppe, ebenfalls Präsenz auf dem Markt zeigt. Marktbeobachter werten das Ende der Easyjet-Verbindung nach Orly als Zeichen für den harten Verdrängungswettbewerb und die notwendige Erlösoptimierung der Fluggesellschaften im europäischen Kurzstreckenverkehr. Die freiwerdenden Slots in Berlin dürften für neue saisonale Ziele im Sommerflugplan 2026 genutzt werden.

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Lufthansa reaktiviert Flugverbindung zwischen München und Istanbul

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa plant für den Sommerflugplan 2026 die Wiederaufnahme der Nonstopverbindung zwischen ihrem Drehkreuz München und der türkischen Metropole Istanbul. Ab dem 29. März 2026 soll die Strecke wieder täglich bedient werden. Zum Einsatz kommen Flugzeuge der Airbus-Familie, konkret die Modelle A320 und A320neo. Mit diesem Schritt kehrt das Unternehmen nach einer über zehnjährigen Unterbrechung auf diese Route zurück. Zuletzt wurde die Verbindung im Oktober 2015 bedient, bevor sich die Fluggesellschaft im Zuge einer damaligen Netzoptimierung vorübergehend aus diesem Marktsegment zurückzog. Die Entscheidung zur Reaktivierung der Strecke erfolgt in einem Marktumfeld, das durch einen intensiven Wettbewerb mit türkischen Fluggesellschaften geprägt ist. Aktuell beherrschen Turkish Airlines und die Billigflugtochter Pegasus Airlines einen Großteil des Verkehrsaufkommens zwischen Bayern und dem Bosporus. Branchenexperten werten die Rückkehr der Lufthansa als Versuch, Marktanteile im lukrativen Geschäftsreiseverkehr sowie bei Umsteigeverbindungen über das Münchner Drehkreuz zurückzugewinnen. Istanbul gilt aufgrund seiner geografischen Lage und seiner wirtschaftlichen Bedeutung als eines der wichtigsten Ziele im osteuropäischen und vorderasiatischen Raum, das zudem eine hohe Nachfrage im Segment der Besuchsreisen aufweist. Durch die tägliche Anbindung ab Ende März 2026 erweitert die Lufthansa ihr Angebot am Flughafen München signifikant. Die Einbindung der modernen A320neo-Maschinen deutet auf eine kapazitätsorientierte Planung hin, da diese Flugzeuge für Mittelstrecken dieser Distanz optimiert sind. Die strategische Neuausrichtung am Standort München zielt darauf ab, das Drehkreuz gegenüber Frankfurt weiter zu profilieren und Passagieren aus Süddeutschland sowie Österreich direktere Reisemöglichkeiten in die Türkei zu bieten. In der Vergangenheit hatte die Airline die Strecke teilweise an ihre Verbundpartner überlassen,

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Untersuchung nach Todesfall an Bord einer Easyjet-Maschine in Malaga

Ein Vorfall am Flughafen von Malaga sorgt für intensive Ermittlungen der Behörden und der Fluggesellschaft Easyjet. Eine fünfköpfige Personengruppe brachte eine 89 Jahre alte Frau im Rollstuhl an Bord eines Airbus mit Ziel London-Gatwick. Augenzeugen berichteten, dass die Seniorin bereits beim Boarding vollkommen regungslos gewirkt habe und von ihren Begleitern physisch in den Flugzeugsitz gehoben werden musste. Das Verhalten der Gruppe erregte das Misstrauen anderer Passagiere sowie des Kabinenpersonals, woraufhin der Kapitän das Rollmanöver zur Startbahn abbrach und zum Gate zurückkehrte. Dort konnte ein herbeigerufener Notarzt nur noch den Tod der Frau feststellen. Im Zentrum der Untersuchungen steht nun der exakte Todeszeitpunkt der Passagierin. Es besteht der Verdacht, dass die Angehörigen versuchten, eine bereits verstorbene Person als lebenden Fluggast zu tarnen, um die hohen Kosten für eine professionelle Leichenüberführung von Spanien nach Großbritannien zu umgehen. Solche Rückführungen erfordern spezielle Zinksärge, behördliche Genehmigungen und verursachen oft Kosten im vierstelligen Bereich. Die spanische Polizei prüft in diesem Zusammenhang Zeugenaussagen, wonach die Frau schon während des Check-in-Prozesses keinerlei Lebenszeichen mehr von sich gegeben haben soll. Die Kritik der Mitreisenden richtet sich massiv gegen das Bodenpersonal am Flughafen Malaga. Passagiere äußerten Entsetzen darüber, dass eine offensichtlich leblose Person die Sicherheitskontrollen und das Boarding passieren konnte, ohne dass eingegriffen wurde. Der Vorfall führte zu einer Verspätung des Fluges nach London von rund zwölf Stunden, da die Maschine nach dem medizinischen Notfall und der polizeilichen Spurensicherung erst spät wieder für den Betrieb freigegeben werden konnte. Easyjet bestätigte den Vorfall und kündigte eine umfassende interne Aufarbeitung der

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Qualitätsmängel bei Zulieferer zwingen Airbus zur Korrektur der Jahresziele

Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus sieht sich mit erheblichen Qualitätsproblemen bei Rumpfbauteilen konfrontiert, die weitreichende Auswirkungen auf die Produktionszahlen des Jahres 2025 haben. Ursache sind Abweichungen bei Rumpfpanelen für die Modellreihen A320neo und A321neo, die vom spanischen Zulieferbetrieb Sofitec Aero mit Sitz in Sevilla gefertigt wurden. Berichten zufolge entsprechen die gelieferten Teile in Bezug auf Materialstärke und Herstellertoleranzen nicht den strengen Vorgaben des Konzerns. Infolgedessen musste Airbus sein ursprüngliches Auslieferungsziel für das laufende Jahr von 820 auf 790 Flugzeuge reduzieren. Der Hersteller betonte jedoch, dass trotz der Abweichungen kein unmittelbares Sicherheitsproblem für den aktiven Flugbetrieb bestehe. Die Dimension des Problems ist beachtlich, da insgesamt 168 bereits an Kunden ausgelieferte Maschinen einer Überprüfung unterzogen werden müssen. Zudem sind Panele für rund 460 weitere Flugzeuge betroffen, die sich derzeit noch in verschiedenen Stadien der Endmontage befinden. Airbus hat eine Task Force ins Leben gerufen und eigene Mitarbeiter direkt in das spanische Werk entsendet, um die Qualitätskontrollen vor Ort zu verschärfen und die Produktionsrückstände abzufangen. Ziel des Konzerns ist es, die Fehlmengen bis Anfang 2026 vollständig auszugleichen und die Lieferketten wieder zu stabilisieren. Zusätzlich zu den technischen Mängeln belasten Berichte über interne Missstände beim Zulieferer die Situation. Eine lokale Gewerkschaft informierte Airbus über mutmaßliche Unregelmäßigkeiten im Fertigungsprozess bei Sofitec Aero. Zu den Vorwürfen gehören die nachträgliche Manipulation von Datumsangaben in Produktionsprotokollen sowie die Verwendung von abgelaufenen Dichtmitteln und Farben. Auch nicht autorisierte Reparaturen an Bauteilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) stehen im Raum. Airbus untersucht diese Hinweise derzeit intensiv, um sicherzustellen, dass sämtliche Sicherheits- und

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Neuer Anlauf zur Privatisierung der Pakistan International Airlines

Die pakistanische Regierung hat ein zweites öffentliches Bieterverfahren für die staatliche Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) eingeleitet. Bei einer live im Staatsfernsehen übertragenen Zeremonie reichten drei Konsortien ihre versiegelten Angebote für eine Mehrheitsbeteiligung ein. Dieser Schritt erfolgt unter erheblichem Druck des Internationalen Währungsfonds (IWF), der strukturelle Reformen und die Veräußerung defizitärer Staatsbetriebe als Bedingung für weitere Finanzhilfen fordert. Ein erster Privatisierungsversuch im vergangenen Jahr war gescheitert, da das einzige abgegebene Gebot massiv unter dem staatlich festgelegten Mindestpreis von rund 305 Millionen US-Dollar lag. Zu den aktuellen Bietern gehören zwei einheimische Industriekonsortien sowie die private Fluggesellschaft Air Blue. Das erste Konsortium wird von Lucky Cement Limited angeführt und umfasst Partner aus dem Energie- und Investmentsektor. Die zweite Gruppe steht unter der Leitung der Arif Habib Corporation und vereint Unternehmen aus der Düngemittelproduktion und der Immobilienwirtschaft. Die Regierung erhofft sich durch den Verkauf eine Entlastung des Staatshaushalts und eine Modernisierung der Fluggesellschaft, die über Jahre hinweg hohe Verluste angehäuft hatte. Im Vorfeld der Auktion übernahm der Staat einen Großteil der Altschulden der Airline, um die Attraktivität für Investoren zu steigern. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die PIA haben sich zuletzt stabilisiert. Nach zwei Jahrzehnten in der Verlustzone wies das Unternehmen kürzlich erstmals wieder einen Gewinn vor Steuern aus. Ein entscheidender Faktor für die Bewertung der Fluggesellschaft ist die Aufhebung des Flugverbots durch die Europäische Union und Großbritannien. Die Airline war aufgrund von Sicherheitsbedenken und Unregelmäßigkeiten bei Pilotenlizenzen jahrelang von lukrativen Langstreckenverbindungen ausgeschlossen. Die Wiederaufnahme dieser Routen verspricht eine deutliche Steigerung der Einnahmen und

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