
Berlin: Debatte um zusätzliche Landerechte für Emirates in Deutschland
Die Bundesregierung befasst sich aktuell mit der möglichen Ausweitung der Landerechte für die Fluggesellschaft Emirates. Die Airline aus Dubai strebt eine Verbindung zum Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) an, um den Standort an ihr globales Netzwerk anzubinden. Derzeit ist der Flugbetrieb von Emirates in Deutschland durch ein bilaterales Luftverkehrsabkommen auf die vier Standorte Frankfurt am Main, München, Düsseldorf und Hamburg begrenzt. Eine Aufnahme von Flügen nach Berlin würde entweder eine Erweiterung dieses Abkommens oder den Verzicht auf eines der bisherigen Ziele erfordern. Das Bundesverkehrsministerium hat bisher keine finale Entscheidung getroffen, während Emirates das Potenzial einer Berlin-Verbindung auf jährlich rund 140.000 zusätzliche Passagiere beziffert. Innerhalb der Bundesländer hat das Vorhaben eine kontroverse politische Diskussion ausgelöst. Die ostdeutschen Ministerpräsidenten sowie Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner fordern in einem Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz eine Stärkung der internationalen Anbindung des BER. Sie verweisen auf das massive Ungleichgewicht bei Langstreckenverbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland. Unterstützung erhalten sie aus Nordrhein-Westfalen, während die Regierungschefs von Bayern und Hessen, Markus Söder und Boris Rhein, das Vorhaben strikt ablehnen. Sie warnen vor einer Schwächung der nationalen Drehkreuze Frankfurt und München und sehen die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Luftfahrt gefährdet. Zusätzlich zum Standort Berlin bringt sich auch der Flughafen Stuttgart als potenzielles Ziel für Emirates ins Gespräch. Regionalpolitiker und die Flughafenleitung fordern, dass die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg bei einer etwaigen Neuregelung der Landerechte vorrangig berücksichtigt wird. Emirates selbst bezeichnete Stuttgart in Korrespondenzen als strategisch wichtiges Ziel. Parallel dazu wird die Marktsituation durch die Expansion anderer Golf-Airlines beeinflusst. So verfügt Qatar Airways bereits








