
Fraport bestätigt Jahresprognose trotz rückläufiger Passagierzahlen in Frankfurt
Der Flughafenbetreiber Fraport hat im Juni 2026 am Standort Frankfurt einen leichten Rückgang des Passagieraufkommens verzeichnet. Mit rund 5,7 Millionen Fluggästen lag das Verkehrsaufkommen 1,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Im gesamten ersten Halbjahr nutzten rund 28,9 Millionen Passagiere den größten deutschen Flughafen, was einem Minus von 0,8 Prozent entspricht. Dennoch hält das Unternehmen an seiner Finanzprognose für das Gesamtjahr fest. Als wesentliche Ursachen nennt Fraport die Streiks bei Lufthansa im Frühjahr, von denen nach Unternehmensangaben in Frankfurt insgesamt knapp 700.000 Passagiere betroffen waren. Hinzu kamen die Auswirkungen des Krieges im Iran, der zu Flugbeschränkungen und einem deutlichen Einbruch der Nachfrage auf Verbindungen in den Nahen Osten führte. Im ersten Halbjahr sank das Passagieraufkommen in diese Region um 35 Prozent. Gleichzeitig entwickelten sich andere Märkte gegenläufig: Die Nachfrage nach Flügen nach Afrika und Fernost legte spürbar zu und konnte einen Teil der Verluste ausgleichen. Bereits in den Monaten März und April hatten Streiks sowie geopolitische Entwicklungen die Verkehrszahlen erheblich belastet. Positiv entwickelte sich das Frachtgeschäft. Das Cargoaufkommen am Flughafen Frankfurt stieg im Juni um 2,0 Prozent auf 177.676 Tonnen, während im ersten Halbjahr ein Zuwachs von 1,0 Prozent auf rund eine Million Tonnen verzeichnet wurde. Dagegen gingen die Zahl der Flugbewegungen sowie das maximale Startgewicht der Maschinen weiter zurück. Konzernchef Stefan Schulte erklärte, dass das Passagieraufkommen in Frankfurt nach aktueller Einschätzung im Gesamtjahr voraussichtlich auf dem Niveau von 2025 liegen werde. Die finanzielle Jahresprognose werde trotz der schwächeren Verkehrsentwicklung weiterhin bestätigt. Außerhalb Deutschlands zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Mehrere








