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Corendon Airlines testet Self-Service-Terminals an europäischen Flughäfen

Die internationale Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines hat ein Programm zur Umstellung ihrer Bodenabfertigung auf automatisierte Systeme eingeleitet. An mehreren Drehkreuzen setzt das Unternehmen vermehrt auf digitale Kiosksysteme für den eigenständigen Check-in sowie auf automatisierte Gepäckabgabestationen (Self Bag Drop). Nach Angaben der Fluggesellschaft sind die Terminals an den Flughäfen Antalya, Manchester und Amsterdam bereits in den regulären Betrieb übergegangen. Derzeit läuft die Ausweitung des Angebots auf weitere europäische Destinationen, wobei sich die Installationen an den deutschen Standorten Düsseldorf und Nürnberg sowie in Warschau in einer Testphase befinden. Das technische Verfahren an den Terminals verlangt von den Passagieren das Scannen des Ausweisdokuments oder die manuelle Eingabe der Buchungsnummer. Das System ermöglicht im Anschluss die Sitzplatzwahl und die eigenständige Generierung der Kofferanhänger. Eine integrierte Zahlungseinheit verarbeitet Zusatzleistungen wie Übergepäck in verschiedenen Währungen, darunter Euro, Türkische Lira, US-Dollar und Britisches Pfund. Chief Operating Officer Atilay Batu begründet den Schritt mit einer notwendigen Beschleunigung der Abläufe vor dem Abflug, um die operativen Kosten in den Terminals zu senken und die Wartezeiten an den verbliebenen Personalschaltern zu reduzieren. Branchenexperten und Verbraucherschützer bewerten den forcierten Ausbau von Self-Service-Infrastrukturen bei Ferienfluggesellschaften differenziert. Zwar führt die Automatisierung bei reibungslosem Systemverlauf zu Zeitersparnissen für technikaffine Reisende, doch steigen bei technischen Störungen oder unvollständigen Buchungsdatensätzen die Verzögerungen in den Wartebereichen erheblich an. Zudem weisen Kritiker darauf hin, dass die Verlagerung von Dienstleistungen auf den Kunden oft mit einer Reduzierung des Servicepersonals vor Ort einhergeht. Insbesondere im Urlaubs- und Charterverkehr, der durch einen hohen Anteil an Familien und älteren Reisenden mit erhöhtem Erklärungsbedarf

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Verkehrsstatistiken des Flughafens Berlin Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 stagnieren

Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat die Verkehrszahlen für den Monat Juni sowie eine vorläufige Bilanz für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Den offiziellen Daten zufolge nutzten im Juni des laufenden Jahres 2,28 Millionen Passagiere den Flughafen BER. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Als verkehrsreichster Einzeltag des Berichtszeitraums wurde Freitag, der 26. Juni 2026, registriert, an dem 87.535 Reisende abgefertigt wurden. Für das gesamte erste Halbjahr summiert sich das Passagieraufkommen auf 11,9 Millionen Fluggäste, was ein Minus von 1,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 bedeutet. Parallel zu den rückläufigen Passagierzahlen reduzierte sich auch die Anzahl der Flugbewegungen im deutschen Hauptstadtregion-Luftverkehr. Im Juni 2026 wurden etwas mehr als 17.000 Starts und Landungen gezählt, was einem Rückgang von 0,6 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres entspricht. Eine gegenläufige Entwicklung verzeichnete hingegen das Segment der Luftfracht. Der Frachtumschlag stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um zwei Prozent an, sodass im vergangenen Monat insgesamt rund 4.400 Tonnen Luftfrachtgüter am BER abgewickelt wurden. Dennoch bleibt das Frachtgeschäft im internationalen Vergleich auf einem mäßigen Niveau. Luftfahrtanalysten und Branchenbeobachter werten die anhaltende Stagnation und den leichten Rückgang der Fluggastzahlen am BER als Beleg für strukturelle Probleme des deutschen Luftverkehrsstandorts. Während viele europäische Großflughäfen im Jahr 2026 deutliche Zuwächse melden und das Niveau vor der Pandemie wieder erreichen oder überschreiten, verharrt der Berliner Flughafen in einer Wachstumsbaisse. Als wesentliche Ursachen werden die im internationalen Vergleich hohen staatlichen Standortkosten, angehobene Luftverkehrsteuern sowie die Reduzierung von Flugangeboten durch große Billigfluggesellschaften wie Ryanair

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Alpenvereine starten Informationskampagne gegen Bettwanzenbefall

Die Alpenvereine aus Österreich, Deutschland und Südtirol haben eine gemeinsame Aufklärungskampagne gestartet, um der fortschreitenden Verbreitung von Bettwanzen in alpinen Schutzhütten entgegenzuwirken. Wie der Österreichische Alpenverein (ÖAV) in Innsbruck mitteilte, sind die ein bis acht Millimeter großen Insekten aufgrund des intensiven globalen Reiseverkehrs zunehmend auch in höher gelegenen Beherbergungsbetrieben anzutreffen. Da die Parasiten unbemerkt in Rucksäcken, Bekleidung oder Schlafsäcken transportiert werden, erfolgt die Verschleppung meist von Unterkunft zu Unterkunft. Die Initiative zielt darauf ab, das Thema zu enttabuisieren und Wanderer für einfache, aber wirksame Verhaltensregeln zur Vermeidung eines Befalls zu sensibilisieren. Die Leitlinien der Bergsportverbände sehen konkrete Verhaltensregeln für den Aufenthalt auf den Hütten vor. Demnach sollen Gäste Rucksäcke stets verschlossen und in maximaler Distanz zum Schlafplatz lagern. Zudem wird empfohlen, getragene Wäsche in luftdichten Beuteln aufzubewahren, da der menschliche Körpergeruch die Schädlinge anzieht. Nach Abschluss einer Tour sollte das gesamte Gepäck kontrolliert und Textilien entweder bei mindestens 40 Grad Celsius gewaschen oder alternativ für drei Tage bei minus 18 Grad Celsius tiefgekühlt werden. Einige Sektionen haben bereits strengere Hausordnungen erlassen, die beispielsweise die Nutzung privater Hüttenschlafsäcke untersagen, um das Einschleppen der Insekten zu verhindern. Aus der Perspektive der Hüttenbetreiber stellt ein Bettwanzenbefall ein erhebliches wirtschaftliches und logistisches Risiko dar. Obwohl im vergangenen Jahr bei 223 vom ÖAV betreuten Hütten lediglich fünf Verdachtsfälle gemeldet wurden, sind die Kosten für eine professionelle Schädlingsbekämpfung im alpinen Raum immens. Aufgrund der spezifischen Bauweise vieler historischer Schutzhütten mit zahlreichen Holzverkleidungen und Ritzen gestaltet sich die Tilgung zeitintensiv. Der Einsatz von Fachfirmen, chemischen oder thermischen

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Wiener Kleinod-Gruppe übernimmt Gastronomiefläche beim Film Festival

Die Wiener Gastronomiegruppe Kleinod engagiert sich im Sommer 2026 erstmals im Rahmen des Film Festivals auf dem Wiener Rathausplatz. Vom 4. Juli bis zum 6. September 2026 betreibt das Unternehmen im angrenzenden Rathauspark eine temporäre, zweistöckige Gastronomiefläche unter dem Namen „Prunkstück Sonnendeck“. Das rund 400 Quadratmeter große Areal ist für bis zu 250 Gäste ausgelegt und basiert architektonisch auf sechs modularen Containereinheiten aus dunklem Holz. Durch diese bauliche Struktur versucht der Betreiber, das Designkonzept seines stationären Barbetriebs in der Wiener Innenstadt auf eine Freifläche im öffentlichen Raum zu übertragen und so am konsumstarken Festivalgeschäft zu partizipieren. Die wirtschaftliche Umsetzung des Projekts erfolgt in enger Kooperation mit dem internationalen Spirituosen- und Weinkonzern Pernod Ricard. Die österreichische Tochtergesellschaft des Konzerns nutzt das temporäre Lokal als primäre Marketingplattform, um die im Jahr 2024 im heimischen Markt eingeführte französische Weinmarke Château Sainte Marguerite zu positionieren. Neben dem Weinsortiment liegt der Fokus des Angebots auf einer standardisierten Cocktailkarte sowie einer offenen Showküche, die auf kleine, hochpreisige Speisen wie Beef Tatar oder Wagyu-Brioche spezialisiert ist. Mit wöchentlichen Tagesveranstaltungen unter dem Titel „Daytime Society“ am Wochenende versucht das Gastronomie-Konsortium, zusätzliche Umsatzströme abseits des klassischen Abendprogramms des Film Festivals zu generieren. Branchenbeobachter und Stadtökonomen betrachten die fortschreitende Kommerzialisierung des Rathausplatzes und des umliegenden Parks mit gemischten Gefühlen. Das Film Festival, das jährlich erhebliche Besucherströme anzieht, wandelt sich zunehmend von einer primär kulturellen Kinoveranstaltung zu einer dicht gedrängten Event-Gastronomiemeile. Während die Einbindung etablierter Szenegastronomen wie der Kleinod-Gruppe das kulinarische Niveau anhebt, führt die Exklusivität solcher abgesperrten Loungebereiche zu einer

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Kommerzialisierung von Flughafenflächen: Flughafen München veranstaltet Sportevent im MAC-Forum

Die Flughafen München GmbH nutzt die Freifläche des München Airport Center (MAC) im Spommer 2026 für eine mehrwöchige Sportveranstaltung. Vom 15. August bis zum 6. September 2026 werden im überdachten Außenbereich des Flughafens drei temporäre Spielfelder für die Rückschlagsportart Padel-Tennis errichtet. In Zusammenarbeit mit der Kölner Agentur MMP Event GmbH, einer Tochtergesellschaft der DuMont Mediengruppe, soll das Areal unter dem Titel „Padel Days“ als Eventfläche etabliert werden. Das Programm umfasst neben freien Buchungszeiten für Amateure auch offizielle Turnierserien, darunter die bayerischen Landesmeisterschaften sowie ein Nachwuchsturnier in Kooperation mit dem Deutschen Tennis Bund. Die zeitweise Umwidmung des MAC-Forums ist Teil einer etablierten Praxis des Flughafenbetreibers, ertragsstarke Non-Aviation-Umsätze durch Veranstaltungen zu generieren. Die Miete für die Plätze ist nach Tageszeiten gestaffelt und schlägt in den gefragten Abendstunden mit 30 Euro pro Stunde zu Buche, während Leihgebühren für Sportgeräte zusätzliche Kosten verursachen. Um den logistischen Aufwand und den Zulauf an externen Besuchern zu bewältigen, bietet der Flughafen temporäre Parkrabatte im angrenzenden Parkhaus P20 an. Das Konzept reiht sich in frühere Großveranstaltungen auf dem Gelände ein, wie das winterliche Marktgeschehen oder temporäre Beachvolleyball-Anlagen, mit denen Passagiere und Bewohner des Umlands als Konsumenten angesprochen werden sollen. Wirtschafts- und Luftfahrtexperten beurteilen die zunehmende Eventisierung von Flughafeninfrastrukturen mit einer gewissen Skepsis. Während das Management versucht, die beträchtlichen Fixkosten der Immobilien abseits des reinen Flugbetriebs zu amortisieren, kritisieren Branchenbeobachter eine potenzielle Beeinträchtigung der eigentlichen Kernfunktion des Verkehrsknotenpunkts. Die Beschallung und der Publikumsverkehr bei Abendveranstaltungen wie dem geplanten Format „Padel & Party“ erfordern aufwendige logistische Trennungen, um die Passagierströme

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All Nippon Airways kündigt Sonderlackierung für Inlandsrouten an

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) wird im Rahmen einer langjährigen Partnerschaft mit der Marke Pokémon ein speziell gestaltetes Verkehrsflugzeug in den Liniendienst stellen. Das Flugzeug des Typs Boeing 787-8 mit der Registrierung JA819A erhält eine Sonderlackierung und wird ab dem 29. Juli 2026 unter dem Namen „Pokémon Jet Red“ auf japanischen Inlandsstrecken eingesetzt. Die offizielle Präsentation der Maschine erfolgt am Vortag in einer Wartungshalle am Flughafen Tokio-Haneda vor gelosten Mitgliedern des konzerneigenen Vielfliegerprogramms. Das Projekt markiert den Beginn einer angekündigten Reihe von drei Flugzeugen mit länderspezifischen Designmotiven, zu denen künftig auch die Versionen „Green“ und „Blue“ gehören sollen. Die operative Planung sieht vor, dass die Maschine am ersten Einsatztag viermal zwischen der Hauptstadt Tokio und der Metropole Fukuoka verkehrt. Neben der äußeren Farbgestaltung, die primär auf Figuren des fiktiven Franchises basiert, wird das Flugzeug auch im Innenraum mit thematisch angepassten Bordartikeln ausgestattet. Die Fluggesellschaft wies im Zuge der Ankündigung jedoch darauf hin, dass der Einsatz der Maschine aufgrund von kurzfristigen Wartungsarbeiten oder betrieblichen Engpässen im Rotationsplan modifiziert werden kann. Zudem wurde dem Kabinenpersonal aus Gründen der Flugsicherheit und zur Gewährleistung reibungsloser Abläufe an Bord das Signieren von privaten Logbüchern der Passagiere untersagt. Branchenanalysten betrachten solche aufwendigen Sonderlackierungen als etabliertes Instrument des Kundenbindungs- und Eventmarketings im asiatischen Luftverkehrsraum. ANA nutzt Werbeaktivitäten dieser Art bereits seit den späten 1990er- Jahren, um sich im wettbewerbsintensiven japanischen Inlandsmarkt visuell von Mitbewerbern wie Japan Airlines abzugrenzen und die Auslastung auf stark frequentierten Rennstrecken zu stabilisieren. Kritische Marktbeobachter geben jedoch zu bedenken, dass der

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Datenerfassung in der Erdatmosphäre: Lufthansa feiert Jubiläum bei internationalem Forschungsprogramm

Ein Langstreckenflugzeug des Typs Airbus A340-300 der Lufthansa Group hat ein langjähriges Dienstjubiläum im Bereich der meteorologischen Datenerfassung absolviert. Die Maschine mit der Registrierung „D-AIGT“ erfasst im regulären Linienbetrieb seit genau 15 Jahren kontinuierlich atmosphärische Messdaten für das europäische Forschungsprogramm IAGOS. Der Flug von New York nach Frankfurt markierte den Jahrestag dieser Kooperation, die im Juli 2011 in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich initiiert wurde. Ziel des Programms ist die Bereitstellung präziser Messwerte aus Reiseflughöhen, um globale Atmosphärenmodelle und Wettervorhersagen zu optimieren. Das Engagement des Luftfahrtkonzerns in der Atmosphärenforschung reicht bis in das Jahr 1994 zurück, als das Vorgängersystem MOZAIC auf Linienflügen zum Einsatz kam. Mittlerweile wurde die Messinfrastruktur innerhalb der Konzernflotte ausgebaut. Neben der genannten Lufthansa-Maschine sind zwei weitere Airbus A330-300 der Tochtergesellschaft Discover Airlines mit den entsprechenden Sonden und Messgeräten ausgestattet, die unterhalb des Cockpits verbaut sind. Die erfassten Daten zu Ozon- und Wasserdampfkonzentrationen werden nach der Landung automatisch an eine zentrale Datenbank des französischen Forschungszentrums CNRS in Toulouse übermittelt. Weltweit nutzen rund 400 Organisationen und meteorologische Dienste diese Informationen. Luftfahrtexperten und Meteorologen weisen darauf hin, dass die Nutzung von regulären Passagierflugzeugen eine erhebliche Datenlücke schließt, da dedizierte Forschungsflüge oder Satellitenmessungen in den relevanten Flughöhen von neun bis 13 Kilometern oft zu kostspielig oder technisch limitiert sind. Dennoch wird das System auch kritisch betrachtet. Die Installation und das zusätzliche Gewicht der Messgeräte bedeuten für die Fluggesellschaften einen leicht erhöhten Treibstoffverbrauch im täglichen Betrieb. Zudem deckt das weltweite IAGOS-Netzwerk mit derzeit lediglich zehn ausgesetzten Flugzeugen bei acht Fluggesellschaften nur

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Reaktion auf Parlamentsbeschluss: Flughafen Wien begrüßt Novellierung des Luftfahrtgesetzes

Die Flughafen Wien AG hat sich positiv zu der vom Nationalrat beschlossenen Novelle des Luftfahrtgesetzes geäußert. Die Betreibergesellschaft des größten österreichischen Airports sieht in der gesetzlichen Neuregelung ein notwendiges Instrument, um den heimischen Luftfahrtstandort im internationalen Vergleich zu stärken. Nach Ansicht des Flughafenmanagements bringt die Reform wesentliche bürokratische Erleichterungen und Verfahrensvereinfachungen mit sich. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, betonte in einer Stellungnahme, dass die Anpassungen der nationalen Rahmenbedingungen angesichts des intensivierten globalen Wettbewerbs um Fluggesellschaften und Passagiere eine zentrale Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit des Drehkreuzes in Schwechat haben. Besondere Relevanz für den operativen Betrieb des Flughafens hat die überarbeitete Ausgestaltung der Zuverlässigkeitsüberprüfungen für das Personal in sicherheitsrelevanten Bereichen. Die Neuregelung zielt darauf ab, den Rechtsschutz für Beschäftigte zu verbessern und unverhältnismäßige Arbeitsverbote bei geringfügigen Vergehen zu verhindern, wodurch der akute Fachkräftemangel in der Bodenabfertigung abgefedert werden soll. Zudem sieht das reformierte Gesetz vereinfachte Verfahren für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen auf dem Flughafengelände vor. Das Flughafenmanagement wertet die Beschlüsse als Abkehr von einer zuvor restriktiveren Politik gegenüber dem Luftverkehrssektor und fordert im nächsten Schritt weitere Entlastungen, wie eine Senkung der nationalen Flugabgabe. Unabhängige Branchenanalysten bewerten die Reaktionen des Flughafenbetreibers als verständliche Interessenpolitik, mahnen jedoch eine differenzierte Betrachtung an. Während der Bürokratieabbau kurzfristig Kosten senken kann, steht die geforderte Reduktion der Flugabgabe im Widerspruch zu den budgetären Interessen des Staates. Zudem stieß die Novelle im Vorfeld auf heftige Kritik vonseiten der Opposition und von Arbeitnehmervertretern, die vor einer Aufweichung von Sicherheitsstandards bei der Überprüfung des Personals warnten. Die Debatte verdeutlicht

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Vereinigung Cockpit beruft Condor-Kapitän Felix Kuhlmay in den Vorstand

Der deutsche Berufsverband der Pilotenschaft, die Vereinigung Cockpit (VC), hat eine personelle Veränderung in ihrem Führungsgremium bekannt gegeben. Felix Kuhlmay wurde mit Wirkung zum Juli 2026 als neues Mitglied in den Vorstand der Gewerkschaft berufen. Kuhlmay, der als Kapitän auf Flugzeugen der Airbus-A320-Familie aktiv bei der Ferienfluggesellschaft Condor im Dienst steht, bringt langjährige Erfahrung in der betrieblichen Interessenvertretung mit. Er engagiert sich bereits seit 2018 in der Tarifkommission seines Arbeitgebers und gehört seit dem Jahr 2021 dem Beirat des gewerkschaftlichen Dachverbandes an. Mit dieser Personalentscheidung setzt die Vereinigung Cockpit ein deutliches Zeichen für eine breitere Repräsentanz innerhalb ihrer Führungsebene. Traditionell gilt der Verband aufgrund der historischen Mitgliederstruktur als stark durch Piloten des Lufthansa-Konzerns geprägt. Das Präsidium der Gewerkschaft unterstrich im Zuge der Ernennung, wie wichtig es für die Legitimität des Verbandes sei, dass im Vorstand unterschiedliche Perspektiven aus der gesamten deutschen Pilotenschaft abgebildet werden. Die Berufung eines Vertreters von einer Fluggesellschaft außerhalb der Lufthansa-Gruppe wird in Branchenkreisen daher als gezielter Versuch gewertet, die Interessen der Beschäftigten bei mittelständischen und ferienorientierten Fluglinien sichtbarer zu machen. Die Personalie erfolgt in einer Phase anspruchsvoller tarif- und berufsspolitischer Verhandlungen innerhalb der deutschen Luftfahrtindustrie. Die Gewerkschaft sieht sich mit veränderten Marktbedingungen, einer fortschreitenden Konsolidierung im europäischen Luftraum und anhaltenden Diskussionen über die Optimierung von Arbeitsbedingungen und Ruhezeiten konfrontiert. Kuhlmays bisheriger Fokus lag unter anderem auf der Ausgestaltung von Tarifverträgen im Bereich des Ferienflugverkehrs, der im Vergleich zum klassischen Liniennetzbetrieb durch stark saisonale Auslastungsspitzen und spezifische Einsatzmuster gekennzeichnet ist. Dieses Fachwissen soll nun in die übergeordnete

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Flughafen Münster/Osnabrück meldet Halbjahreszahlen und bereitet sich auf Ferienreiseverkehr vor

Der Regionalflughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven hat das erste Halbjahr des laufenden Kalenderjahres mit einer konstanten Entwicklung der Fluggastzahlen abgeschlossen. Nach offiziellen Angaben des Flughafenbetreibers nutzten zwischen Januar und Juni insgesamt 519.632 Passagiere das Angebot des Airports. Damit bewegt sich das Passagieraufkommen nahezu exakt auf dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Flughafengeschäftsführer Andrés Heinemann bewertete die Stabilisierung des Flugbetriebs als solides Ergebnis, insbesondere angesichts der anhaltenden weltpolitischen Spannungen und der generell volatilen Rahmenbedingungen in der europäischen Luftfahrtbranche, die durch veränderte Marktstrukturen und gestiegene Betriebskosten geprägt ist. Für die anstehenden Sommerferien in den Haupteinzugsgebieten Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen prognostiziert das Management des Flughafens eine deutliche Belebung des touristischen Verkehrs. Es wird mit einem Aufkommen von rund 320.000 Fluggästen gerechnet, was einer Steigerung von etwa zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Als maßgebliche Faktoren für diese Prognose nennen Marktbeobachter die zeitliche Überschneidung der Ferienzeiten in beiden Bundesländern sowie Anpassungen im aktuellen Flugplan. Unter anderem hat die Fluggesellschaft Leav Aviation neue Verbindungen nach Fuerteventura, Kreta und Rhodos aufgenommen. Die am stärksten frequentierten Ziele bleiben im Chartersegment weiterhin Antalya und Palma de Mallorca, während im Linienverkehr die Zubringerflüge der Lufthansa zum Drehkreuz München mit erwarteten 40.000 Passagieren eine zentrale Rolle einnehmen. Trotz der positiven Prognosen für das Sommergeschäft verweisen Luftfahrtexperten auf organisatorische und regulatorische Herausforderungen, die den Betriebsablauf an Regionalflughäfen belasten können. So hat der FMO zur Bewältigung der Passagierspitzen zwar die terminalnahen Parkflächen optimiert sowie zusätzliche Self-Service-Check-in-Automaten installiert, dennoch müssen Reisende mit Verzögerungen rechnen. Branchenbeobachter mahnen insbesondere wegen der schrittweisen Einführung des neuen europäischen

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