Newsticker

Weitere Artikel aus der Rubrik

Newsticker

Netzregulierung auf der Schiene: Deutsche Bahn klagt gegen Trassenquoten der Bundesnetzagentur

Die Deutsche Bahn wehrt sich gerichtlich gegen eine Vorgabe der Bundesnetzagentur zur Vergabe von Streckenkapazitäten im Fernverkehr. Die für das Schienennetz zuständige Konzernsparte DB InfraGo kündigte ein Eilverfahren vor Gericht an, um den Beschluss der Regulierungsbehörde vorerst zu stoppen. Die Netzagentur hatte entschieden, dass der Infrastrukturbetreiber auf stark überlasteten Trassen künftig mindestens 25 Prozent der Kapazitäten für Wettbewerbsbahnen reservieren muss. Betroffen von der Regelung sind vor allem hochfrequentierte Nadelöhre und Großknotenpunkte wie Frankfurt am Main und München. Die Deutsche Bahn begründet ihren juristischen Schritt mit operativen und rechtlichen Bedenken. Aus Sicht des Staatskonzerns führt die starre Festlegung von Kapazitätsquoten zu einer Zunahme von Nutzungskonflikten bei der Vergabe von Abfahrtszeiten. Die Steuerung der Zugfahrpläne und die Abstimmung zwischen Fern-, Regional- und Güterverkehr auf ohnehin stark ausgelasteten Strecken werde dadurch erheblich erschwert. DB InfraGo sieht durch die Vorgabe die eigenständige und diskriminierungsfreie Bewirtschaftung des Netzes beeinträchtigt. Der Beschluss der Bundesnetzagentur steht in direktem Zusammenhang mit dem geplanten Markteintritt des privaten italienischen Bahnunternehmens Italo. Der Betreiber beabsichtigt, ab dem Jahr 2028 eigene Hochgeschwindigkeitszüge auf deutschen Fernverkehrsstrecken einzusetzen. Dafür plant das Unternehmen die Anschaffung von bis zu 40 Zügen beim Hersteller Siemens Mobility mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund drei Milliarden Euro. Um den Markteintritt privater Anbieter zu ermöglichen, fordert die Aufsichtsbehörde den verbindlichen Zugang zu den profitablen Fernverkehrskorridoren. Branchenbeobachter werten die Auseinandersetzung als richtungsweisend für den Wettbewerb auf dem deutschen Schienenmarkt. Während die Bundesnetzagentur und private Bahnunternehmen auf die Öffnung des Marktes dringen, um das Angebot im Fernverkehr zu vergrößern, verweisen Kritiker auf die

weiterlesen »

Netzausbau im Asien-Verkehr: Turkish Airlines nimmt Linienflüge nach Chengdu auf

Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines erweitert ihr Angebot auf dem chinesischen Festland und nimmt ab dem 11. November 2026 Direktflüge nach Chengdu auf. Die Hauptstadt der Provinz Sichuan wird damit nach Peking, Shanghai und Guangzhou das vierte Ziel der Fluggesellschaft in China. Mit über 21 Millionen Einwohnern gilt die Metropole als bedeutender Standort für Technologie, Automobilbau, Logistik und Finanzdienstleistungen. Das Unternehmen plant, die Strecke zwischen dem Drehkreuz Istanbul und dem modernen Chengdu Tianfu International Airport dreimal wöchentlich zu bedienen. Für den Flugbetrieb auf der neuen Route setzt die Airline Maschinen des Typs Boeing 787-9 Dreamliner ein. Die Flugzeuge verfügen über eine Konfiguration von 300 Sitzplätzen, aufgeteilt auf 30 Plätze in der Business Class und 270 Plätze in der Economy Class. Die Anflüge ab Istanbul erfolgen mittwochs, freitags und sonntags, während die Rückflüge ab Chengdu für montags, donnerstags und samstags terminiert sind. Neben dem Wirtschaftsverkehr zielt die Verbindung auch auf den Einreise- und Kulturtourismus ab, da die Region für kulinarische Traditionen sowie als Schutzzentrum für Große Pandas bekannt ist. Die Streckenaufnahme fügt sich in die kontinuierliche Wiederaufnahme und Aufstockung von Flugkapazitäten nach Ostasien ein. Luftfahrtanalysten verweisen jedoch darauf, dass der Ausbau europäisch-asiatischer Flugrouten weiterhin durch betriebliche und geopolitische Rahmenbedingungen beeinflusst wird. Während europäische Konkurrenten durch die Sperrung des russischen Luftraums mit längeren Flugzeiten und höheren Kerosinkosten auf Strecken nach China konfrontiert sind, nutzen Fluggesellschaften aus der Türkei und der Golfregion ihre geografische Lage für Umsteigeverbindungen über ihre Heimatdrehkreuze. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Tragfähigkeit neuer China-Verbindungen anspruchsvoll. Die Nachfrage im Geschäftsreiseverkehr entwickelt

weiterlesen »

City Airport Train stellt vorübergehend auf Busverkehr um

Der City Airport Train (CAT) hat seinen regulären Zugverkehr zwischen dem Bahnhof Wien Mitte und dem Flughafen Wien schrittweise ausgesetzt und durch einen Schienenersatzverkehr mit Reisebussen ersetzt. Die Busse verkehren mehrmals pro Stunde, um die Direktverbindung zur Flughafeninfrastruktur aufrechtzuerhalten. Die Fahrzeit für die Strecke beträgt rund 21 Minuten. Die gewohnten Betriebszeiten zwischen 05:37 Uhr und 23:37 Uhr bleiben auch während des Ersatzbetriebs bestehen. Ein wesentlicher Teil des gewohnten Serviceangebots entfällt jedoch: Der City Check-In am Bahnhof Wien Mitte, bei dem Passagiere bereits im Stadtzentrum Gepäck aufgeben und Bordkarten beziehen konnten, bleibt für die Dauer der Umstellung ausgesetzt. Die Einstiegsstellen für den Ersatzverkehr wurden auf beiden Seiten der Strecke angepasst. In der Wiener Innenstadt befinden sich die Haltestellen in der Marxergasse gegenüber dem Einkaufszentrum Wien Mitte The Mall. Am Flughafen halten die Ersatzbusse unmittelbar vor dem Terminal 3. Um den Ausfall der Zugverbindung zu kompensieren und die Nutzbarkeit für Fahrgäste flexibel zu halten, gilt eine erweiterte Ticketanerkennung. Fahrscheine des CAT werden während der Sperre in den Fernverkehrszügen der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), in den Schnellbahnverbindungen sowie in den Bussen der Vienna Airport Lines akzeptiert. Begleitend zur Umstellung werden Tarifanpassungen und Preisabschläge gewährt. Beim Online-Kauf von Tickets wird derzeit ein Nachlass von zehn Prozent gewährt. Inhaber von Dauerkarten wie der Wiener Linien Jahreskarte, dem KlimaTicket oder der ÖBB Vorteilscard erhalten eine Ermäßigung von 50 Prozent auf den Normalpreis. Kinder unter 15 Jahren befördert das Unternehmen im Ersatzverkehr kostenfrei. Das Reisegepäck der Fahrgäste wird in den Gepäckräumen der eingesetzten Busse mitgeführt, was jedoch bei

weiterlesen »

Flottenanpassung bei Corendon Airlines: Rückgabe einer Boeing 737 Max 8 an den Leasinggeber

Die türkische Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines hat ihre erste Boeing 737 Max 8 mit türkischem Kennzeichen aus dem aktiven Dienst genommen und an das Leasingunternehmen BOC Aviation zurückgeführt. Die Maschine mit der Kennung TC-MKS gehörte seit dem Jahr 2018 zur Flotte des Anbieters. Nach Ablauf der vereinbarten achtjährigen Leasingdauer erfolgte die Überführung des Flugzeugs vom Flughafen Antalya zum französischen Standort Tarbes-Lourdes-Pyrénées. Dort wurde das Flugzeug unter der neuen irischen Registrierung EI-HUC eingetragen, wo es bis zur Weitervermittlung an einen neuen Betreiber verbleibt. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin erfolgte die Rückgabe im Rahmen der regulären Vertragsfristen und war im Flugplan eingeplant. Den Wegfall der Passagierkapazität fängt die Fluggesellschaft für die verbleibende Sommersaison durch bereits eingeplante betriebliche Reserven ab. Corendon betreibt neben dem türkischen Stammbetrieb weitere Ableger in Europa, darunter Corendon Airlines Europe mit Sitz in Malta, und setzt bei der Bedienung touristischer Strecken weiterhin auf eine gemischte Flotte aus Maschinen der Typreihe Boeing 737-800 sowie verbliebenen Boeing 737 Max. Flottenveränderungen bei Ferienfluggesellschaften spiegeln die aktuellen Herausforderungen bei der Bereitstellung von Fluggeräten wider. Während der weltweite Markt für Schmalrumpfflugzeuge durch Lieferverzögerungen bei Neuwagen und Engpässe bei Triebwerkswartungen geprägt ist, entscheiden sich Carrier vermehrt für das Auslaufenlassen von Leasingverträgen, um Flottenstrukturen zu vereinheitlichen oder betriebliche Fixkosten anzupassen. Der Standort Tarbes dient in diesem Kontext als zentraler Knotenpunkt für die Zwischenlagerung, Wartung und Wiederaufbereitung von Leasingrückläufern im europäischen Raum. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die fristgerechte Rückgabe ohne unmittelbare Neubestellung die Kapazitätsplanung von Corendon in einem intensiven Marktumfeld fordert. Insbesondere auf den Kernrouten zwischen Deutschland, den Niederlanden

weiterlesen »

Auswirkungen der neuen EU-Zollabgabe: Rückgang beim Online-Handel belässt Frachtvolumen am Flughafen Lüttich im Wandel

Die Einführung einer pauschalen EU-Zollabgabe von drei Euro auf Kleinsendungen im Online-Handel zum 1. Juli 2026 hat zu spürbaren Anpassungen bei den Importströmen am Flughafen Lüttich geführt. Im ersten Monat nach Inkrafttreten der Regulierungsmaßnahme ging das Volumen der E-Commerce-Pakete in der Zollzone Liège Bierset im Vergleich zum Juli 2025 um 24 Prozent zurück. Gegenüber dem Vormonat Juni 2026 fiel das Aufkommen sogar um 41 Prozent. Noch deutlicher war die Entwicklung bei den Zolldeklarationen für Warensendungen mit einem Wert von unter 150 Euro: Hier verzeichnete die Zollbehörde einen Einbruch um 67 Prozent im Vergleich zum Juni 2026 sowie um 52 Prozent im Vorjahresvergleich. Trotz des Einbruchs im Segment der preiswerten Direktimporte zeigt der belgische Frachtflughafen Ausweichbewegungen im Markt. Nach Angaben aus Zollkreisen stieg das Frachtaufkommen von Paketen mit einem Warenwert von über 150 Euro im selben Zeitraum um zehn Prozent an. Dies verdeutlicht, dass Logistikunternehmen ihre Frachtstrukturen kurzfristig auf höherwertige Güter umstellen. Parallel dazu stieg das insgesamt umgeschlagene Tonnagevolumen am Flughafen Lüttich im Juli 2026 um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, obwohl die Zahl der reinen Frachtflugbewegungen im gleichen Zeitraum um vier Prozent sank. Dieser Effekt weist auf eine veränderte Auslastung der eingesetzten Transportflugzeuge hin. Die Zunahme der Frachttonnage stützt sich vor allem auf traditionelle Luftfrachtsegmente wie pharmazeutische Produkte, Ausrüstungsgüter für Rechenzentren sowie den Transport von Schnittblumen. Als reines Frachtdrehkreuz profitiert der Standort Lüttich von spezialisierten Abfertigungskapazitäten und Infrastrukturen für temperaturgeführte Transporte. Um die Auswirkungen der geänderten EU-Rahmenbedingungen auf den grenzüberschreitenden Online-Handel zu erörtern, veranstalten der Flughafen Lüttich und die Wallonische

weiterlesen »

Wechsel in der Unternehmensführung: Marabu Airlines besetzt Finanzressort neu

Die estnische Ferienfluggesellschaft Marabu Airlines hat Rūta Dabašinskaitė-Vitkė mit Wirkung zum 1. August 2026 zur neuen Chief Financial Officer (CFO) und Mitglied des Management Boards berufen. Sie übernimmt die Verantwortung für das Finanzressort und die wirtschaftliche Steuerung des Unternehmens von Mattias Tammeaid, der das Unternehmen aus privaten Gründen auf eigenen Wunsch verlassen hat. Dabašinskaitė-Vitkė bringt über 20 Jahre Führungserfahrung im Finanzbereich mit und war zuletzt als Finanzvorständin bei der isländischen Billigfluggesellschaft Play sowie zuvor bei der Frachtfluggesellschaft Bluebird Nordic tätig. Die Fluggesellschaft Marabu Airlines, die im Jahr 2022 von der Investmentgesellschaft Attestor gegründet wurde und als Schwestergesellschaft der deutschen Condor agiert, befindet sich seit ihrer Betriebsaufnahme in einer Konsolidierungsphase. In der Vergangenheit hatte der Anbieter mit Anlaufschwierigkeiten, Flugverspätungen und einer starken Abhängigkeit von Wet-Lease-Partnern zu kämpfen. Der Wechsel im Finanzressort erfolgt vor dem Hintergrund, die internen Unternehmensstrukturen und die operative Wirtschaftlichkeit nach der ersten Expansionsphase im europäischen Ferienflugverkehr zu stabilisieren. Luftfahrtanalysten werten den Führungswechsel als Schritt zur fachlichen Absicherung der Finanzprozesse innerhalb der Carrier-Gruppe. Die Aufstellung im hart umkämpften Charter- und Point-to-Point-Markt erfordert ein striktes Kostenmanagement, da Marabu an deutschen Flughäfen wie Hamburg, München oder Leipzig in direktem Wettbewerb mit etablierten Low-Cost-Anbietern steht. Die Führungserfahrung der neuen Finanzvorständin im Umfeld von Niedrigkosten-Airlines wie Play soll dazu beitragen, die Marge des Unternehmens abzusichern und die operativen Abläufe betriebswirtschaftlich effizient zu steuern. Die künftige Ausrichtung von Marabu Airlines wird maßgeblich davon abhängen, wie erfolgreich das Management die Flottenauslastung steuert und die Abhängigkeit von externen Flugzeugchartern reduziert. Während der bisherige CFO Tammeaid die

weiterlesen »

Flughafen Brüssel verzeichnet Passagierplus bei zeitgleichem Rückgang im Frachtgeschäft im Juli 2026

Der Flughafen Brüssel verzeichnete im Juli 2026 ein Fluggastaufkommen von knapp 2,6 Millionen Passagieren, was einem Zuwachs von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Dies stellt das höchste monatliche Passagierergebnis an dem belgischen Drehkreuz seit dem Jahr 2019 dar. Das Passagierwachstum wurde maßgeblich durch den Beginn der Sommerferien sowie Großveranstaltungen wie das Tomorrowland-Festival und das Formel-1-Rennen in Spa-Francorchamps getrieben. Am verkehrsreichsten Tag des Monats, dem 20. Juli, wurden über 92.000 Reisende abgefertigt. Der Anteil der Umsteigepassagiere lag im Juli bei 11 Prozent, was für die Hauptreisezeit typisch ist, da der Anteil an Freizeitreisenden dominiert. Zu den am stärksten nachgefragten Reisezielen gehörten Spanien, Italien, Griechenland, die Türkei und Marokko. Gleichzeitig verzeichnete das Frachtgeschäft am Flughafen Brüssel im Juli 2026 einen Rückgang. Das Gesamtvolumen sank um 3,2 Prozent auf rund 66.600 Tonnen. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung war ein Einbruch beim getruckten Ersatzverkehr um 15,2 Prozent sowie ein Rückgang bei den Expressdiensten um 12,4 Prozent. Demgegenüber steht ein Anstieg bei den Vollfrachtchartern um 6,6 Prozent und bei der Beiladefracht in Passagierflugzeugen um 11,4 Prozent. Die wichtigsten Transportrouten im Import- und Exportbereich verblieben die Verbindungen nach Asien, Lateinamerika und Nordamerika. Die Gesamtzahl der kommerziellen Flugbewegungen stieg moderat um 1,1 Prozent. Während die Passagierflüge um 2,5 Prozent zulegten, schrumpfte die Anzahl der reinen Frachtflüge um 6,9 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung pro Passagierflug lag bei 152 Personen und bewegte sich damit auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Aufstockung des Flugangebots durch die Stationierung eines vierten Flugzeugs der Low-Cost-Airline Transavia glich dabei Ausfälle auf anderen Strecken aus.

weiterlesen »

Tarifpolitik und Flugplan im Nischensegment: Beond schaltet Winterflugplan 2026/27 frei

Die auf Luxusreisen spezialisierte Fluggesellschaft Beond hat ihren Flugplan für die Wintersaison 2026/27 zur Buchung freigegeben. Um Kunden in einem volatilen Umfeld für internationale Fernreisen zu gewinnen, hat das in den Malediven ansässige Unternehmen Sonderkonditionen angekündigt. Für alle Flugscheine, die bis zum 31. Oktober 2026 ausgestellt werden, entfallen die Gebühren für Terminänderungen. Passagiere können ihre Reisedaten ohne Aufpreis beliebig oft anpassen. Ergänzend bleibt eine seit November 2025 standardmäßig integrierte Reiseversicherung bestehen, die Störungen im Flugablauf, medizinische Notfälle sowie Gepäckverluste abdeckt. Das operative Konzept der Fluggesellschaft basiert auf Direkt- und Zwischenstoppverbindungen zwischen europäischen Flughäfen wie München, Zürich oder Mailand und der maledivischen Hauptstadt Malé. Auf Strecken mit technisch bedingtem Zwischenstopp, etwa zum Auftanken in Riad oder Dubai, verbleiben die Fluggäste an Bord der Maschine. Durch das Verbleiben im selben Flugzeug entfallen Terminalwechsel, erneute Sicherheitskontrollen sowie das Risiko von Anschlussverlusten. Die Flotte der Airline besteht aus umgebauten Schmalrumpfflugzeugen des Typs Airbus A319 und A320, die mit einer durchgehenden Business-Class-Bestuhlung in einer flachen Liegekonfiguration ausgestattet sind. Branchenbeobachter und Luftfahrtanalysten betrachten das Geschäftsmodell der reinen Premium-Airlines im Nischensegment traditionell mit Skepsis. Historische Beispiele verfehlt operierender Anbieter im All-Business-Segment verdeutlichen die Schwierigkeit, die hohen Betriebskosten von Schmalrumpfflugzeugen auf Langstrecken dauerhaft über eine exklusive Bestuhlung einzuspielen. Während etablierte Netzwerkanbieter wie Emirates, Qatar Airways oder Lufthansa über flexible Zubringernetze und gemischte Kabinenklassen eine stabile Grundauslastung sichern, ist Beond stark von saisonalen Schwankungen im hochpreisigen Touristikverkehr abhängig. Die Kulanzregeln bei Umbuchungen sowie die automatische Absicherung durch Reiseversicherungen dienen der Kundenbindung auf einem hart umkämpften Markt. Dennoch verweisen Finanzexperten

weiterlesen »

Flottenausbau bei Lufthansa City Airlines: Schlichtungsvereinbarung mit Vereinigung Cockpit greift nicht

Die jüngst geschlossene Schlichtungsvereinbarung zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bremst den Ausbau der Flotte bei der Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines nicht. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in einer Information an die Beschäftigten mitteilte, bleibt der Zugang neuer Maschinen für die jüngst gegründete Fluggesellschaft von den tariflichen Einschränkungen unberührt. Das Unternehmen kann somit sowohl fabrikneue Flugzeuge als auch Maschinen, die aus dem Hauptbetrieb der Lufthansa transferiert werden, in die eigene Flotte aufnehmen. Weitere Zugänge von Flugzeugen sind bereits für die kommenden Wochen eingeplant. Die im Rahmen des Schlichtungsverfahrens ausgehandelte mengenmäßige Begrenzung bezieht sich ausschließlich auf eine festgelegte Anzahl von Flugzeugen innerhalb des Kernkonzerns. Neben der Lufthansa Passage sind von dem Verfahren und seinen potenziellen Ergebnissen die Frachtsparte Lufthansa Cargo, die Eurowings GmbH sowie die schrittweise aufgelöste Lufthansa CityLine betroffen. Lufthansa City Airlines hingegen operiert unter einem eigenen Flugbetriebsbetriebszeugnis (AOC) und mit gesonderten Tarifverträgen, was den Betrieb von den Einschränkungen der Muttergesellschaft entkoppelt. Der Aufbau von Lufthansa City Airlines ist innerhalb der Konzernstruktur und bei Arbeitnehmervertretern umstritten. Die Führung des Lufthansa-Konzerns nutzt die neue Tochtergesellschaft, um Zubringerdienste an den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München zu niedrigeren Personalkosten als im Kernunternehmen abzuwickeln. Gewerkschaften und Betriebsräte kritisieren dieses Vorgehen regelmäßig als Umgehung des Konzerntarifvertrags der etablierten Cockpit-Besatzungen. Da das Schlichtungsergebnis diese Ausgliederung nicht stoppt, bleibt die strukturelle Verschiebung von Fluggeräten und Arbeitsplätzen innerhalb des Konzerns ein zentraler Streitpunkt. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass die Entkopplung von Lufthansa City Airlines von den Tarifeinschränkungen der Muttergesellschaft dem Management zwar operative Flexibilität verschafft, jedoch

weiterlesen »

Condor weitet Direktverbindungen ab Zürich im Sommer 2027 aus

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor ergänzt ihr Streckenangebot ab dem Flughafen Zürich im Sommerflugplan 2027 um zwei europäische Zieldestinationen. Ab dem 17. Mai 2027 nimmt die Fluggesellschaft Flüge nach Lamezia Terme in der süditalienischen Region Kalabrien auf. Die Strecke wird zweimal wöchentlich mit Flugzeugen des Typs Airbus A320 bedient. Zusätzlich ergänzt der Ferienflieger ab dem 2. Juli 2027 das Griechenland-Angebot ab der Schweiz mit einer Verbindung nach Korfu. Diese Route startet zunächst mit einer wöchentlichen Rotation, bevor ab dem 21. Juli 2027 eine zweite wöchentliche Frequenz hinzugefügt wird. Auf den Flügen nach Korfu kommt unter anderem ein Airbus A320neo zum Einsatz. Die Neuerungen ordnen sich in die Neuausrichtung von Condor auf dem Schweizer Markt ein. Nach dem Ende der Kooperation mit dem Reiseveranstalter DER Touristik und der Insolvenz von FTI stellte die Fluggesellschaft ihre Vertriebs- und Kapazitätsplanung um, um Strecken verstärkt in Eigenregie und im Einzelplatzverkauf zu vermarkten. Der Flughafen Zürich dient dabei als wichtiger Einzugsraum im deutschsprachigen Alpenraum, auf dem Condor in direktem Wettbewerb mit etablierten Anbietern wie Edelweiss Air und Swiss steht. Luftfahrtanalysten werten das vergrößerte Flugangebot als Versuch, Marktanteile im Schweizer Touristiksegment zu sichern. Die Auslastung und Wirtschaftlichkeit der neuen Rotationen wird jedoch maßgeblich davon abhängen, wie gut sich die Kapazitäten gegen die starke lokale Konkurrenz ansetzen lassen. Der Markt für Mittelmeer-Massenreisen ab Zürich gilt als weitgehend gesättigt, was den Preisdruck auf Nischenverbindungen erhöht.

weiterlesen »