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Rücknahme der Luftverkehrsteuer sorgt für politische Kontroverse

Das schwarz-rote Regierungsbündnis hat in den Beratungen des Koalitionsausschusses eine kontroverse Entscheidung zur Entlastung der Luftfahrtbranche getroffen: Die von der Vorgängerregierung beschlossene Erhöhung der Luftverkehrsteuer (Ticketsteuer) soll mit einem Volumen von 350 Millionen Euro jährlich zurückgenommen werden. Die Senkung auf das Niveau vor dem 1. Mai 2024 ist für den 1. Juli 2026 geplant. Während die Luftfahrtbranche die Maßnahme als „Beginn einer echten Trendwende“ in der deutschen Luftfahrtpolitik lobt, löst sie bei Opposition und Aktivisten scharfe Kritik aus. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) und Fluggesellschaften sehen in der Rücknahme der Steuererhöhung einen notwendigen Schritt, um die im internationalen Vergleich zu hohen Standortkosten in Deutschland zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Branche argumentiert seit Jahren, dass hohe Abgaben zur Verlagerung von Flugkapazitäten ins Ausland führen. Die Entscheidung des Koalitionsausschusses wird daher als Signal gewertet, diese Verlagerungstendenzen zu stoppen (Recherche). Demgegenüber steht die harsche Kritik von Vertretern der Grünen und Aktivisten. Felix Banaszak (Grüne) warf Bundeskanzler Friedrich Merz und den Koalitionsspitzen Mutlosigkeit vor und nannte die Maßnahme stark vermessen im Angesicht der Wirtschaftskrise. Die Aktivistin Luisa Neubauer bezeichnete die Pläne als ein „als Konsumgeschenk getarntes Steuergeschenk an die Flugindustrie“. Sie verwies auf die kürzliche Verteuerung des 49-Euro-Tickets und sieht in der Entscheidung eine Stärkung des fossilen Kurses der Regierung. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte die Steuersenkung als „fatales Signal“ und „schlechten Scherz“, da sie in direktem Widerspruch zu internationalen Bemühungen zur Senkung von Emissionen stehe.

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Türkisches Löschflugzeug stürzt in Kroatien ab – Pilot stirbt bei Wartungsflug

Ein Löschflugzeug des türkischen Landwirtschafts- und Forstministeriums ist in Kroatien abgestürzt. Der Pilot der Maschine kam bei dem Unglück ums Leben. Der türkische Minister für Landwirtschaft und Forsten, Ibrahim Yumaklı, bestätigte den Absturz am Donnerstag und sprach der Familie des Piloten, den er als Märtyrer bezeichnete, sein Beileid aus. Das Wrack des Flugzeugs wurde in der Nähe der kroatischen Küstenstadt Senj gefunden, nachdem zuvor am Abend der Funkkontakt abgebrochen war. Die Maschine vom Typ Air Tractor AT-802, ein einmotoriges Löschflugzeug amerikanischer Bauart, war gemeinsam mit einem zweiten Flugzeug desselben Typs auf einem Überführungsflug. Beide Flugzeuge waren am Vortag in der Türkei gestartet und auf dem Weg nach Zagreb für planmäßige Wartungsarbeiten. Aufgrund schlechten Wetters mussten die Piloten jedoch eine Zwischenlandung auf dem Flughafen Rijeka an der kroatischen Küste einlegen. Am Donnerstag versuchten beide Flugzeuge, ihre Reise fortzusetzen, wurden aber durch sich verschlechternde Wetterbedingungen zur Umkehr gezwungen. Während das erste Flugzeug sicher in Rijeka landen konnte, ging der Kontakt zur zweiten Maschine um 18:25 Uhr türkischer Zeit verloren. Die Absturzstelle nahe Senj liegt in einer bergigen Region, bekannt für starke Winde und schwierige Wetterlagen, was die Wetterverhältnisse als wahrscheinliche Ursache für den Kontrollverlust in den Fokus der Ermittlungen rückt.

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Skyexpress startet neue Flugverbindung zwischen Thessaloniki und Düsseldorf

Die griechische Fluggesellschaft Skyexpress hat eine neue Flugroute zwischen Thessaloniki (SKG) in Griechenland und Düsseldorf (DUS) in Deutschland eröffnet. Die Verbindung markiert eine gezielte Expansion in den deutschen Markt und stärkt die internationale Anbindung des Makedonia-Flughafens Thessaloniki, der als wichtiges Drehkreuz in Nordgriechenland dient (Recherche). Die neue Route wird dreimal wöchentlich, jeweils am Mittwoch, Freitag und Sonntag, bedient. Damit ergänzt Skyexpress ihr Flugangebot ab Thessaloniki. Die Verbindung nach Düsseldorf ist nach der Route nach Larnaka auf Zypern, die 2022 eingeführt wurde, die zweite direkte internationale Strecke der Fluggesellschaft von Thessaloniki aus. Skyexpress verfolgt eine Strategie, die griechische Regionalflughäfen stärker mit wichtigen europäischen Metropolen zu verbinden, um den Tourismus- und Geschäftsverkehr zu fördern. Gerasimos Skaltsas, Chief Commercial Officer von Skyexpress, bezeichnete den neuen Dienst als einen wichtigen strategischen Schritt für das Wachstum der Airline und die Verbesserung der globalen Reichweite des Flughafens Makedonia. Die Entscheidung für Düsseldorf ist wirtschaftlich begründet, da Nordrhein-Westfalen (NRW) zu den bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands zählt und traditionell ein bedeutender Quellmarkt für Reisen nach Griechenland ist (Recherche). Durch die drei wöchentlichen Frequenzen wird die Erreichbarkeit zwischen den beiden Regionen deutlich verbessert.

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Cathay Pacific nimmt Flüge nach Adelaide wieder auf

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific hat nach mehrjähriger Unterbrechung die Direktflüge zwischen Hong Kong (HKG) und Adelaide (ADL) in Südaustralien wieder aufgenommen. Der Erstflug startete am 11. November, womit Cathay Pacific zu einer Destination zurückkehrt, die sie erstmals im Jahr 1992 bediente. Die Verbindung wird dreimal wöchentlich mit modernen Airbus A350-900 Maschinen bedient und soll die Reise-, Handels- und kulturellen Beziehungen zwischen Asien und Australien stärken. Die erneuerte Route zwischen Hong Kong, einem der wichtigsten Luftverkehrsdrehkreuze Asiens, und der Hauptstadt Südaustraliens ist für beide Seiten von Bedeutung. Cathay Pacifics Chief Customer and Commercial Officer, Lavinia Lau, betonte die Bedeutung der Rückkehr nach Adelaide als „lebendige Stadt, die für ihre kulinarische Szene, Weltklasse-Weine und Küstenschönheit bekannt ist“. Die Fluggesellschaft bietet in den Kabinen Business, Premium Economy und Economy den Passagieren umfassende Dienstleistungen, einschließlich spezieller Bordverpflegung. Mit der Wiederaufnahme der Adelaide-Verbindung stärkt Cathay Pacific ihr Netzwerk in Ozeanien erheblich. Die Fluggesellschaft bedient nun sechs australische Destinationen – Adelaide, Brisbane, Cairns, Melbourne, Perth und Sydney – sowie Auckland und Christchurch in Neuseeland. Insgesamt führt Cathay Pacific in diesem Winter fast 100 wöchentliche Hin- und Rückflüge von Hong Kong nach Ozeanien durch (Recherche). Darüber hinaus wird die neue Route zusätzliche Frachtkapazität bieten, was den Handel zwischen den Regionen weiter begünstigt.

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Dubliner Gericht verurteilt Ryanair-Passagier nach Flugstörung

Ein Passagier, der an Bord eines Ryanair-Fluges von Dublin nach Teneriffa am 24. September 2022 randaliert und einen anderen Fluggast körperlich angegriffen hatte, wurde vom Bezirksgericht Dublin verurteilt. Der Mann bekannte sich schuldig und erhielt eine dreimonatige Bewährungsstrafe. Das Urteil wurde von der irischen Fluggesellschaft Ryanair begrüßt und dient als Bestätigung ihrer strengen Null-Toleranz-Politik gegenüber störendem Verhalten an Bord. Die Billigfluggesellschaft verfolgt mit der konsequenten Verfolgung solcher Vorfälle das Ziel, die Sicherheit und den Komfort für alle Kunden und Besatzungsmitglieder zu gewährleisten. Ryanair erklärte, dass das Urteil eine der vielen Konsequenzen zeige, denen sich störende Fluggäste ausgesetzt sehen. Dazu gehören auch Flugverbote und Bußgelder für die entstandenen Kosten. Der Vorfall von 2022 ist kein Einzelfall; Störungen durch Passagiere, oft im Zusammenhang mit Alkoholmissbrauch, stellen ein zunehmendes Problem für die gesamte Luftfahrtindustrie dar (Recherche). Jade Kirwan, Kommunikationsdirektorin bei Ryanair, äußerte die Hoffnung, dass die Verurteilung ein weiteres Abschreckungssignal aussende. Die Airline bekräftigte ihre Absicht, auch weiterhin konsequente juristische und betriebliche Schritte gegen randalierende Passagiere einzuleiten, um die Ordnung in ihren Flugzeugen aufrechtzuerhalten. Die gerichtliche Bestätigung in Dublin unterstreicht die Entschlossenheit der Fluggesellschaft, solche Vorfälle nicht nur intern, sondern auch strafrechtlich verfolgen zu lassen.

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LOT Polish Airlines startet neue Langstreckenverbindung nach San Francisco

Die LOT Polish Airlines baut ihr Langstreckennetzwerk in Nordamerika gezielt aus und startet eine neue transatlantische Verbindung zwischen dem Flughafen Warschau Chopin (WAW) und dem Internationalen Flughafen San Francisco (SFO). Der Erstflug für die neue Route ist für den 6. Mai 2026 angesetzt. Der Ticketverkauf für die Flüge hat bereits begonnen. Mit dieser Verbindung stärkt LOT ihre Präsenz in den Vereinigten Staaten, einem der wichtigsten Fernverkehrsmärkte der Fluggesellschaft. Die neue Strecke wird während der Sommersaison viermal wöchentlich bedient, und zwar jeden Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Als Fluggerät kommt der moderne Boeing 787 Dreamliner zum Einsatz. Die Flugzeit wird voraussichtlich etwa elf Stunden und 30 Minuten betragen. Mit San Francisco bietet LOT nach Chicago, New York, Newark, Miami und Los Angeles nun eine sechste Destination in den Vereinigten Staaten an. Allein in den letzten zwölf Monaten hat LOT auf ihren transatlantischen Strecken rund 800.000 Passagiere befördert (Recherche). Die Aufnahme von San Francisco in den Flugplan ist strategisch bedeutsam. San Francisco gilt als globales Zentrum für Technologie und Innovation, was die Verbindung sowohl für Geschäftsreisende als auch für den Tourismus hochattraktiv macht. Robert Ludera, Leiter der Netzwerkabteilung bei LOT Polish Airlines, betonte, dass die neue Verbindung nicht nur das Herz Europas mit dem Technologie-Hub verknüpfe, sondern auch neue Möglichkeiten für Privat- und Geschäftsreisen eröffne. Die Airline setzt damit ihre Expansion an der US-Westküste fort und stärkt ihre Position als wichtiges Drehkreuz in Ostmitteleuropa.

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Embraer-Bericht zur Luftfahrt in China: Strategische Neuausrichtung gefordert

Der Flugzeughersteller Embraer hat auf seinem Airline Business Seminar China 2025 in Huizhou einen neuen Marktbericht mit dem Titel „A New Course for Profitability in China’s Aviation Market“ veröffentlicht. Die Studie geht über die bloße Diagnose des intensiven Wettbewerbs hinaus und präsentiert einen strategischen Rahmen, der chinesischen Fluggesellschaften den Weg zu nachhaltiger Rentabilität ebnen soll. Embraer betont, dass das bloße Wachstum der Passagierzahlen allein nicht ausreiche, um die Profitabilität im chinesischen Markt wiederherzustellen. Patrick Peng, Managing Director von Embraer China, erklärte, dass die Zukunft der Rentabilität von operativer Exzellenz und strategischen Entscheidungen abhänge. Schlüsselstrategien seien eine Kombination aus Preissetzungsmacht, gezielter Expansion in sogenannte „Blue Ocean“-Märkte und Flottendifferenzierung durch den Einsatz von Flugzeugen der „richtigen Größe“. Die Analyse des Berichts charakterisiert die überlasteten Hauptstrecken (Trunk Routes), auf denen ein intensiver Verdrängungswettbewerb herrscht, als „Red Ocean“. Der Bericht identifiziert die „Blue Ocean“-Märkte – unterversorgte Gebiete und Strecken mit geringer Wettbewerbsintensität – als entscheidend für die Wiederherstellung der Preissetzungsmacht. Hierzu zählen unterversorgte Städte der Kategorien 2, 3 und 4, Strecken, die nicht parallel zur Hochgeschwindigkeitsbahn verlaufen, sowie Kurzstrecken-Auslandsverbindungen. Diese Segmente bieten Fluggesellschaften die Möglichkeit, stärkere Margen zu erzielen. Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass taktische Preissenkungen zur Steigerung des Passagieraufkommens kontraproduktiv sind und die Rentabilität direkt schwächen. Entscheidend für den finanziellen Erfolg sei die Flottenoptimierung (Right-Sizing). Der Einsatz kleinerer Schmalrumpfflugzeuge und Regionaljets der neuen Generation ermögliche eine optimierte Betriebsstrategie. Diese Flugzeuge erlauben eine Erhöhung der Frequenz ohne das Risiko einer Überkapazität, was wiederum die Erträge schützt. Der Bericht unterstreicht, dass die Fluggesellschaften,

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Deutsche Aircraft feiert Richtfest für Endmontagelinie in Leipzig/Halle

Die Deutsche Aircraft und die Weerts Group haben am Flughafen Leipzig/Halle (LEJ) das Richtfest für die hochmoderne Endmontagelinie (Final Assembly Line, FAL) gefeiert. Das Ereignis markiert einen zentralen Meilenstein vor dem geplanten Start der Serienproduktion des Regionalflugzeugs D328eco. Mit der Errichtung der Anlage auf einem Areal von 60.500 Quadratmetern bekräftigt Deutschland seine Position als wichtiger Standort für die Entwicklung und Fertigung von Regionalflugzeugen. Die FAL ist auf eine geplante jährliche Produktion von bis zu 48 Flugzeugen ausgelegt. Der Produktionsstart der D328eco, einer modernisierten Weiterentwicklung der Dornier 328, soll Anfang 2026 beginnen. Die neue Turboprop-Maschine der nächsten Generation bietet 40 Sitzplätze und zielt darauf ab, die Betriebskosten durch eine signifikant verbesserte Treibstoffeffizienz im Vergleich zu Regionaljets derselben Klasse erheblich zu senken. Condor hat beispielsweise bereits Interesse an dem Muster gezeigt, was die internationale Relevanz des Flugzeugs unterstreicht (Recherche). Deutsche Aircraft investiert insgesamt 100 Millionen Euro in den Standort Leipzig/Halle. Die Endmontagelinie ist auf vollständige Digitalisierung und maximale Effizienz ausgelegt. Automatisierte und fahrerlose Transportsysteme sowie Augmented-Reality-Technologien sollen für Präzision in den Fertigungsprozessen sorgen. Kunden erhalten die Möglichkeit, die Montage ihres Flugzeugs in Echtzeit zu verfolgen. Durch das Projekt entstehen in Leipzig zwischen 250 und 350 hochqualifizierte Arbeitsplätze und stärken die Rolle des Flughafens Leipzig/Halle als strategischer Luftverkehrsstandort.

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Gewerkschaftsfreiheit in Serbien in Gefahr: Fluglotsen entlassen

Nach einem Streik der serbischen Fluglotsengewerkschaft SKL Ende September kam es zu weitreichenden Konsequenzen. Drei Fluglotsen der serbischen Flugsicherung SMATSA, von denen zwei führende Gewerkschaftsfunktionen innehatten, wurden entlassen. Serbische Medienberichte legen nahe, dass ihnen die für den Beruf notwendige Zuverlässigkeit entzogen wurde. Als Begründung werden geheimdienstliche Informationen über die Teilnahme der Betroffenen an Protesten gegen den serbischen Präsidenten Vucic genannt. Der Entzug der Sicherheitsfreigabe führte direkt zum Verlust des Arbeitsplatzes. Die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) und der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) verurteilen die Entlassungen scharf und fordern die sofortige Rücknahme der Entscheidungen. Daniel Liebhart, stellvertretender Vorsitzender des Flugsicherungsausschusses der ETF und Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt der österreichischen Gewerkschaft vida, bezeichnete den Entzug der Sicherheitsfreigabe als politisch motiviert und als schwerwiegenden Verstoß gegen die Vereinigungs- und Gewerkschaftsfreiheit. Die ETF sieht darin einen Versuch, unbequeme Verfechter von Arbeitnehmerrechten zum Schweigen zu bringen. Die europäischen Gewerkschaften appellieren an die EU und die EASA (Europäische Agentur für Flugsicherheit), dringend Maßnahmen zum Schutz der Gewerkschaftsrechte in Serbien zu ergreifen. Sie betonen, dass das Vorgehen Serbiens gegen grundlegende Verpflichtungen aus den Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und den Anforderungen an einen EU-Beitrittskandidaten verstoße. Serbien, das offiziell den Status eines EU-Beitrittskandidaten innehat (Recherche), muss die Achtung der Demokratie und der Arbeitnehmerrechte gewährleisten, um seinen Weg in die Europäische Union fortzusetzen. Die Debatte um die Zuverlässigkeitsprüfung wird auch in Österreich geführt, wo die Sicherheitsfreigabe ebenfalls aufgrund geheimdienstlicher Informationen entzogen werden kann und die Grundlage für eine Entlassung von Airline- und Flughafenpersonal bildet. Die Gewerkschaft vida kritisiert, dass Betroffene derzeit kein

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Bundestag sichert Flugsicherungskosten für Regionalflughäfen

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner jüngsten Bereinigungssitzung einen weiteren wichtigen Beschluss zur Stabilisierung des deutschen Luftverkehrs getroffen. Es wurde die Fortführung der Übernahme der Flugsicherungskosten für kleinere, regionale Flughäfen in Höhe von 50 Millionen Euro für das Jahr 2026 sichergestellt. Diese hoheitliche Aufgabe wird an diesen Standorten nicht zentral von der Deutschen Flugsicherung (DFS) wahrgenommen, sondern muss eigenständig von den Regionalflughäfen organisiert und finanziert werden. Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen), betonte die Bedeutung dieser Entscheidung. Ohne die finanzielle Unterstützung des Bundes wäre an den Regionalflughäfen eine massive Verzerrung des europäischen Wettbewerbs entstanden, da diese Kosten die Konkurrenzfähigkeit der kleineren Standorte empfindlich belasten. Die Flugsicherung ist ein essenzieller Betriebsfaktor, dessen Kosten die Regionalflughäfen in Deutschland in Relation zu Wettbewerbern in der EU stark benachteiligen (Recherche). Der Beschluss des Haushaltsausschusses erfolgte kurz nach dem Koalitionsausschuss, der bereits weitreichende Maßnahmen zur Entlastung des Luftverkehrsstandortes Deutschland beschlossen hatte. Darin enthalten sind unter anderem die Rücknahme der jüngsten Luftverkehrsteuererhöhung ab Mitte 2026 sowie ein umfassendes Paket zur Senkung staatlich verursachter Kosten. Die Branche verbindet mit den nun getroffenen Entscheidungen die Hoffnung, den jahrzehntelangen Teufelskreis aus stetig steigenden Abgaben und Gebühren zu durchbrechen und die Verlagerung von Flugzeugen und den Verlust von Strecken zu stoppen. Die nun gesicherten 50 Millionen Euro gelten als wichtiger, ergänzender Baustein dieser Trendwende.

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