
Markteintritt im europäischen Charterverkehr: Bulgarische Neugründung Fly Europe strebt Betriebsgenehmigung an
Das bulgarische Luftfahrtunternehmen Fly Europe bereitet den operativen Start seines Flugbetriebs vor. Wie das Branchenportal „CH-Aviation“ berichtet, wartet das Start-up-Unternehmen mit Sitz in der Hauptstadt Sofia derzeit auf die finale Erteilung des Luftverkehrsbetreiberzeugnisses (Air Operator Certificate) durch die zuständige bulgarische Zivilluftfahrtbehörde BGCAA. Für die geplante Aufnahme des Flugbetriebs hat das Unternehmen eine Flotte bestehend aus zwei Flugzeugen des Typs Airbus A320 vorgesehen. Die Gesellschaft war bis zum Jahr 2024 unter dem Namen Panamina registriert, bevor die Umbenennung und Neuausrichtung auf den gewerblichen Personenverkehr erfolgten. Hinter dem Luftfahrtprojekt steht als Hauptgesellschafter der Branchenmanager Petko Christoff. Dieser verfügt über einschlägige Erfahrungen auf dem südosteuropäischen Chartermarkt und leitete in der Vergangenheit bereits die bulgarische Fluggesellschaft Holiday Europe. Holiday Europe musste ihren Flugbetrieb vor einigen Jahren nach dem Entzug der Betriebslizenz durch die Behörden sowie im Zuge von Umstrukturierungen einstellen. Mit der Neugründung versucht das Management nun, an bestehende Kontakte zu europäischen Reiseveranstaltern und Brokern anzuknüpfen, um die Kapazitäten der beiden Mittelstreckenjets im Wet-Lease- und Chartergeschäft zu platzieren. Luftfahrtanalysten betrachten den geplanten Markteintritt von Fly Europe in dem aktuell hochkompetitiven Umfeld mit deutlicher Skepsis. Der europäische Markt für ACMI-Leasing (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) und Ferienflüge ist insbesondere in Osteuropa durch einen harten Preiskampf und erhebliche saisonale Schwankungen geprägt. Etablierte Konkurrenten aus der Region verfügen über deutlich größere Flotten und Skaleneffekte, was es für ein neues Unternehmen mit lediglich zwei Flugzeugen erschwert, langfristig profitable Verträge zu sichern. Zudem weisen Branchenkenner darauf hin, dass die Beschaffung von qualifiziertem Cockpit- und Kabinenpersonal angesichts des europaweiten Fachkräftemangels eine








