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Lufthansa will wieder nach Teheran fliegen

Ein Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs veranlasste die AUA-Tochter dazu, alle Iran-Verbindungen vorübergehend einzustellen. Damit soll schon wieder Schluss sein. Denn ab dem 16. April möchte die Kranich-Airline wieder in Teheran, der iranischen Hauptstadt, landen. Die Destination wurde seit Januar vergangenen Jahres nicht mehr angesteuert. Mittlerweile seien die Vorrausetzungen für einen sicheren Flugbetrieb in Irans Luftraum gegeben, so ein Konzern-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.  Am 8. Januar 2020 wurde eine Boeing 737-800 der Ukraine International Airlines (Flugnummer PS752) kurz nach dem Start irrtümlich durch zwei iranische Flugabwehrraketen abgeschossen. Unter den 167 Passagieren und 9 Besatzungsmitgliedern gab es keine Überlebenden.

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Easyjet-Chef Lundgren lehnt UK-Testpflicht ab

Der britische Premierminister Boris Johnson deutete in seiner jüngsten Rede an, dass bei der Einreise ins Vereinigte Königreich künftig negative Testbefunde notwendig sein könnten. Dies soll – sofern der Plan umgesetzt wird – auch für Reisende, die bereits gegen Covid-19 geimpft sind, gelten. Die UK-Regierung blickt angesichts des langsamen Impftempos auf dem Festland mit immer größeren Sorgen auf das Festland. Johnson meinte zuletzt, dass eine Art Reiseampel geschaffen werden könnte. Je nach Einstufung sind dann negative Testbefunde notwendig oder nicht. Alternativ könnte auch eine Testpflicht für alle Einreisenden – inklusive geimpfter Personen – eingeführt bzw. beibehalten werden. Davon will Easyjet-Chef Johan Lundgren nichts hören. Im Gespräch mit der BBC warnte er die Johnson-Regierung ausdrücklich vor einer Testpflicht. Diese würde das Reisen komplexer machen und obendrein die Kosten in die Höhe treiben. Lundgren kritisierte auch die hohen Kosten für PCR-Untersuchungen. Diese wären in vielen Fällen teurer als das Kurzstrecken-Flugticket. Testkosten sollen für Familien unleistbar sein Der Easyjet-Manager zeigte sich insbesondere darüber besorgt, dass eventuelle Testpflichten – im Extremfall beiderseitig – dazu führen könnten, dass Familienurlaube sprichwörtlich ins Wasser fallen, weil die Kosten für die Analysen für normalverdienende Familien nicht stemmbar sein sollen. In weiterer Folge könnte sich dies negativ auf die Nachfrage auswirken. Sofern es die Pandemielage zulässt, will der Landesteil England ab Mitte Mai wieder internationale Reisen freigeben. Je näher dieser Termin rückt, desto nervöser wird die Regierung rund um Boris Johnson. Hintergrund dürfte sein, dass die Coronalage auf dem europäischen Festland derzeit schlechter ist als im Vereinigten Königreich. Weiters

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Bangladesh bannt Europa und Inlandsflüge

Bangladesh bannt seit 5. April 2021 sämtliche Passagierflüge, die in Europa gestartet sind. Davon ausgenommen ist laut NOTAM nur das Vereinigte Königreich. Die Maßnahme soll bis vorerst 12. April 2021 andauern. Der Flugverkehr innerhalb des Landes wird temporär komplett untersagt. Abgesehen von wenigen Ausnahmen, beispielsweise aus medizinischen Gründen oder Cargo, sind sämtliche kommerziellen Flugbewegungen innerhalb von Bangladesh untersagt. Dies schließt ausdrücklich auch Charter und die General Aviation ein. Das Land will so die Bewegungsmöglichkeiten der Bevölkerung einschränken, denn im gleichen Zeitraum führt man einen so genannten Lockdown durch. Die internationalen Passagierflüge werden aus zahlreichen Ländern, darunter auch ganz Europa – ausgenommen UK – gebannt. Es ist derzeit nicht absehbar, ob die harten Maßnahmen tatsächlich per 12. April 2021 aufgehoben werden oder aber verlängert werden. Die Regierung will mit harten Lockdownmaßnahmen die jüngste Corona-Welle in den Griff bekommen.

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Kommentar: Die Krux mit der Kurzarbeit

Die Kurzarbeit wird immer wieder von Politik, Unternehmern, aber auch Gewerkschaften als Wundermittel zur Überwindung der Coronakrise dargestellt. Bislang konnten viele Arbeitsplätze so gerettet werden, doch gerade in der Luftfahrt zeigen sich vermehrt Schwachstellen, die von Arbeitgeberseite bei der Ausverhandlung von Kollektivverträgen nicht bedacht wurden. In Österreich ist nur der Grundlohn von der Kurzarbeit erfasst. Das bedeutet, dass für die Berechnung keine variablen Gehaltsbestandteile herangezogen werden. Auch bei Austrian Airlines wirkt sich das besonders bei Flugbegleitern äußerst nachteilig auf dem Bankkonto aus, so dass einige Nebenjobs ausüben müssen. Da die Gastronomie schon länger geschlossen ist und keinerlei Aussicht auf eine baldige Öffnung besteht, ist die Situation besonders schwer. Bereits im Herbst machten die Gewerkschaft Vida und einige Medien auf diese komplizierte Situation aufmerksam. Vida-Fachgruppenobmann Daniel Liebhart verwies auf die Warnungen der vergangenen Jahre, denn im Falle einer Krise, die mittels Kurzarbeit überbrückt werden muss, sind die variablen Lohnbestandteile nicht erfasst. Das bedeutet, dass das reale Einkommen nicht etwa 80 Prozent beträgt, sondern deutlich darunter liegt, denn für das Arbeitsmarktservice sind aus gesetzlichen Gründen die variablen Teile nicht existent. Auf Dauer ist das für Menschen in Kurzarbeit ein ernsthaftes Problem, denn die Löhne befanden sich bereits vor der Corona-Pandemie in einer Abwärtsspirale. Dies ist insbesondere dem harten Wettbewerb geschuldet. Während Austrian Airlines und deren Beschäftigte von der Kurzarbeit profitieren können, sieht es bei den Mitbewerbern Lauda Europe und Wizz Air noch härter für die Mitarbeiter aus. Diese haben ein Lohnsystem, das sich durch niedrige Grundlöhne kombiniert mit stunden- und/oder sektorabhänigen Bezahlungen

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Etihad fliegt nun zwischen Abu Dhabi und Tel Aviv

Golfcarrier Etihad Airways schrieb am Dienstag mit dem ersten Linienflug auf der Strecke Abu Dhabi-Tel Aviv ein Stück Luftfahrtgeschichte. Erstmals ist der staatliche Carrier des Emirates Abu Dhabi linienmäßig zwischen den beiden Staaten unterwegs. Das diplomatische Tauwetter führt nach und nach zur Aufnahme von immer mehr Verbindungen zwischen der Golfregion und Tel Aviv. Doch Etihad wird nicht lange im Monopol fliegen, denn auch Wizz Air Abu Dhabi will diese Route bedienen. Der Staatscarrier konzentriert sich auf den Hub-Verkehr während der Lowcoster eher Point-to-Point-Reisende ansprechen will. Dennoch bleibt die Einreise nach Israel aufgrund der Corona-Pandemie weiterhin schwierig. Es wird damit gerechnet, dass es zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Israel aufgrund der hohen Durchimpfungsraten bald zu Lockerungen kommen wird. Etihad Airways wird jedenfalls im April und Mai 2021 vorerst zweimal pro Woche zwischen den beiden Städten pendeln. Je nach weiterer Entwicklung der Pandemie soll die Frequenz auf bis zu sieben Flüge pro Woche angehoben werden. Vorläufig setzt der Golfcarrier Maschinen des Typs Boeing 787-9 ein, jedoch ist die Umstellung auf Airbus A321 geplant.

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SkyWork-Pleite: Konkursamt entlastet ehemaligen Airline-Chef

Im Nachgang der SkyWork-Pleite wurde der ehemalige Firmenchef Martin Inäbnit nun durch das Konkursamt Bern-Mittelland entlastet. Eine ausführliche Prüfung habe ergeben, dass sich keine Hinweise auf pflichtwidriges Verhalten ergeben haben. Im Sommer 2018 meldete der Carrier überraschend Konkurs an. Fast zwei Jahre lang prüfte die Insolvenzverwaltung das Gebaren der einstigen Regionalfluggesellschaft und kam zum Schluss, dass sich keine Hinweise auf pflichtwidriges Verhalten von Verwaltungsratspräisdent Martin Inäbnit ergeben. Daher wurde nun der Antrag gestellt, dass auf eventuelle Schadenersatzansprüche gegen das Management verzichtet wird. Dies geht aus einem Anschreiben an die rund 1.000 Gläubiger der SkyWork hervor. In der Konkursmasse befinden sich momentan 1,8 Millionen Schweizer Franken. Diese sollen in erster Linie zur Tilgung der Lohnforderungen des Personals und den damit zusammenhängenden Sozialversicherungskosten verwendet werden. Die übrigen Gläubiger sollen eine siebenprozentige Quote erhalten. Gegen den Verteilungsplan haben laut Berner Zeitung unter anderem ein ehemaliger Mitarbeiter (Forderung: 10.000 Franken) und der Leasinggeber Jetstream Aviation (Forderung: 650.000 Franken) ein Rechtsmittel eingelegt. Beim Vermieter soll sich allerdings eine Lösung abzeichnen, denn dieser soll laut dem Medienbericht das Saab-2000-Ersatzteillager zugesprochen bekommen. SkyWork Airlines musste im Sommer 2018 Konkurs anmelden. Die Airline galt zwar als angeschlagen, konnte sich jedoch finanziell erholen. Unter anderem wurde dem Unternehmen einige Monate vor der Pleite ein nachrangiges Darlehen über zehn Millionen Schweizer Franken gewährt. Über dieses wird ebenfalls gestritten, denn der Gläubiger könnte möglicherweise komplett leer ausgehen. Zum Zeitpunkt des Konkursantrags soll SkyWork flüssige Mittel in der Höhe von 2,36 Millionen Schweizer Franken gehabt haben. Dem gegenüber standen allerdings Verbindlichkeiten von

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Urteil mit Folgen: Nordica ist Rechtsnachfolger von Estonian Air

Ein Urteil, das Ende März 2021 in zweiter Instanz in Tallinn ergangen ist, könnte drastische Auswirkungen auf die Zukunft von Nordica und Xfly haben: Das Berufungsgericht urteilte, dass Nordica der Rechtsnachfolger der im Jahr 2015 in die Insolvenz geflogenen Estonian Air ist. Das hat zur Folge, dass Nordica laut lokalen Medienberichten für die Schulden von Estonian Air aufkommen muss. Der Carrier bezog nach Ansicht der EU-Kommission illegale staatliche Beihilfen. Die Rückzahlung wurde durch einen Insolvenzantrag umgegangen. Der Staat gründete anschließend Nordica als neuen Flag Carrier. Das Berufungsgericht ist der Ansicht, dass eine Art nahtloser Übergang erfolgt ist und daher die Neugründung als Nachfolger zu betrachten ist. Auch für die zur Rückzahlung angeordnete Staatshilfe, die zur Pleite von Estonian Air geführt hatte, muss nun Nordica aufkommen. Die Finanzlage ist aber angespannt, denn das staatliche Unternehmen wurde erst kürzlich mittels eines staatlich garantierten Darlehens und zusätzlicher Zuschüsse gerettet. Weiters muss Nordica laut dem Urteil auch für ausstehende Estonian-Löhne in der Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro sowie für alle anderen Verbindlichkeiten aufkommen. Allerdings äußerte sich zwischenzeitlich Nordica-CEO Erki Urva dahingehend, dass man die ausstehenden Estonian-Löhne bezahlen könne. Hinsichtlich der im Jahr 2015 zur Rückzahlung angeordneten Staatshilfe sagte er in einem TV-Interview, dass es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass die Regierung diese tatsächlich bei Nordica einfordern wird. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, denn gegen das Urteil kann noch eine Revision an das Höchstgericht eingelegt werden.

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Kontrollen in Deutschland: Erst gejammert, jetzt lästig?

Die Interpretation des Abkommens von Schengen ist seit dem Beginn der Flüchtlingskrise besonders in Deutschland ein Kapitel für sich. Während der Corona-Pandemie kontrollierte man im Flugverkehr oftmals gar nicht und verwies darauf, dass dies rechtlich im Schengen-Raum nicht möglich ist. Nun werden alle Flüge formell als “Non-Schengen-Ankünfte” betrachtet. Davon ausgenommen sind Inlandsverbindungen. Das hat zur Folge, dass die Bundespolizei auch Passkontrollen vornimmt. Gleichzeitig soll diese die zur Einreise notwendigen negativen Coronatests überprüfen. Laut Exekutive wird primär auf das Datum des Abstrichs geachtet. Weiters gleicht man die Daten auf dem Dokument mit jenen im Pass oder Personalausweis ab. Deutschland stand monatelang als “Schlupfloch” im Kreuzfeuer der Kritik, denn an den meisten Airports wurden auch aus so genannten Risikogebieten ankommende Passagiere überhaupt nicht kontrolliert. Die Folgen daraus waren, dass “Aussteigekarten” mit Fake-Daten abgegeben werden konnten, aber auch Passagiere ihre eigentliche Herkunft verschleiern konnten. Beispielsweise konnte in Wien angegeben werden, dass man aus Frankfurt kommt. Die nun durchgeführten Grenzkontrollen durch die Bundespolizei stoßen dann auch gleich wieder auf Kritik, denn laut Bayerischem Rundfunk sollen sich zahlreiche Mallorca-Rückkehrer über diese Maßnahme beschwert haben. Ohne negativen Test könne man ja gar kein Flugzeug besteigen. Eine “Vorab-Sichtung” durch die Airline ist aber keine behördliche Einreisekontrolle. Erschwerend kommt dazu, dass die spanischen Behörden einem deutschen Arzt, der mutmaßlich Gefälligkeitsatteste (PCR-Befunde) für Reisende ausgestellt haben soll, das Handwerk gelegt haben. Dem Mediziner deutscher Herkunft, der auf Mallorca eine Ordination unterhalten hat, wird vorgeworfen, dass er ohne Untersuchung negative PCR-Befunde ausgestellt habe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Falscher Flughafen: Ethiopian irrte sich doppelt

Es passiert nicht oft, aber doch hie und da mal: Piloten landen versehentlich auf dem falschen Flughafen. In Ndola (Sambia) wäre dies beinahe gleich zweimal hintereinander passiert. Der Frachtflug ET3891 landete irrtümlich auf dem neuen Airport und machte sich danach auf den Weg zum Vorfeld. Erst jetzt stellten die Flugzeugführer fest, dass sie auf einer Baustelle und nicht auf dem richtigen Airport gelandet sind. Laut lokalen Medienberichten sollen Arbeiter die Piloten mittels Handzeichen darauf aufmerksam gemacht haben, dass sie hier falsch sind und der neue Flughafen noch gar nicht eröffnet ist. Der Vorfall ereigente sich am 4. April 2021. Zum Einsatz kam die von Ethiopian betriebene ET-AYL. Die Maschine starte dann wieder und landete sicher und zwar diesmal auf dem richtigen Airport. Doch die wahre Krux liegt laut lokalen Medienberichten darin, dass sich einige Stunden später eine weitere Crew geirrt hat. Diese befand sich mit der ET-AQP im Anflug auf den “falschen Airport”, soll jedoch den Irrtum unmittelbar vor dem Aufsetzen erkannt haben. Der Kapitän leitete ein Durchstartemanöver ein und kurze Zeit später landete der ebenfalls von Ethiopian betriebene Jet sicher auf dem “richtigen” Flughafen. Warum die Baustelle des sich in Bau befindlichen Copperbelt-International-Airports für Flugzeugführer so verwirrend ist, ist unklar. Die Maschinen haben derzeit noch auf dem “alten” Flughafen Simon Mwansa Kapwepwe International zu landen und starten. Jedenfalls wollen die lokalen Behörden die Problematik nun genauer unter die Lupe nehmen. Eventuell würde es Sinn machen die sich nicht in Betrieb befindliche Copperbelt-Piste noch deutlicher als gesperrt zu kennzeichnen.

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Kassel-Calden saniert sich mit Verkauf von Grundstücken

Der bereits während der Bauphase heftig kritisierte Regionalflughafen Kassel-Calden besserte im Vorjahr die Kasse durch den Verkauf von Grundstücken auf. Insgesamt wurden 481.000 Euro eingenommen, wobei davon 450.000 aus Transaktionen mit der Hessischen Landesgesellschaft stammen. Diese Zahlen gehen aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Linkspartei im hessischen Landtag hervor. Über die Landesgesellschaft erwarb Hessen insgesamt drei Hektar Grund zum Preis von 450.000 Euro. Laut FAZ handelt es sich bei dieser Firma um ein Siedlungsunternehmen, das ein Gewerbegebiet errichten will. Kassel-Calden bessert sich bereits seit einigen Jahren die Finanzen mittels Grundstücksverkäufen auf. So nahm man laut FAZ im Jahr 2019 1,47 Millionen Euro ein. Käufer von 8,65 Hektar für 1,3 Millionen Euro war ebenfalls die Hessische Landesgesellschaft. Somit griff Hessen wiederholt indirekt unter die Flügel. Der umstrittene Regionalflughafen gilt als defizitär und konnte sich auch vor der Corona-Pandemie keiner hohen Nachfrage erfreuen.

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