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Urteil mit Folgen: Nordica ist Rechtsnachfolger von Estonian Air

Ein Urteil, das Ende März 2021 in zweiter Instanz in Tallinn ergangen ist, könnte drastische Auswirkungen auf die Zukunft von Nordica und Xfly haben: Das Berufungsgericht urteilte, dass Nordica der Rechtsnachfolger der im Jahr 2015 in die Insolvenz geflogenen Estonian Air ist. Das hat zur Folge, dass Nordica laut lokalen Medienberichten für die Schulden von Estonian Air aufkommen muss. Der Carrier bezog nach Ansicht der EU-Kommission illegale staatliche Beihilfen. Die Rückzahlung wurde durch einen Insolvenzantrag umgegangen. Der Staat gründete anschließend Nordica als neuen Flag Carrier. Das Berufungsgericht ist der Ansicht, dass eine Art nahtloser Übergang erfolgt ist und daher die Neugründung als Nachfolger zu betrachten ist. Auch für die zur Rückzahlung angeordnete Staatshilfe, die zur Pleite von Estonian Air geführt hatte, muss nun Nordica aufkommen. Die Finanzlage ist aber angespannt, denn das staatliche Unternehmen wurde erst kürzlich mittels eines staatlich garantierten Darlehens und zusätzlicher Zuschüsse gerettet. Weiters muss Nordica laut dem Urteil auch für ausstehende Estonian-Löhne in der Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro sowie für alle anderen Verbindlichkeiten aufkommen. Allerdings äußerte sich zwischenzeitlich Nordica-CEO Erki Urva dahingehend, dass man die ausstehenden Estonian-Löhne bezahlen könne. Hinsichtlich der im Jahr 2015 zur Rückzahlung angeordneten Staatshilfe sagte er in einem TV-Interview, dass es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass die Regierung diese tatsächlich bei Nordica einfordern wird. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, denn gegen das Urteil kann noch eine Revision an das Höchstgericht eingelegt werden.

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Kontrollen in Deutschland: Erst gejammert, jetzt lästig?

Die Interpretation des Abkommens von Schengen ist seit dem Beginn der Flüchtlingskrise besonders in Deutschland ein Kapitel für sich. Während der Corona-Pandemie kontrollierte man im Flugverkehr oftmals gar nicht und verwies darauf, dass dies rechtlich im Schengen-Raum nicht möglich ist. Nun werden alle Flüge formell als “Non-Schengen-Ankünfte” betrachtet. Davon ausgenommen sind Inlandsverbindungen. Das hat zur Folge, dass die Bundespolizei auch Passkontrollen vornimmt. Gleichzeitig soll diese die zur Einreise notwendigen negativen Coronatests überprüfen. Laut Exekutive wird primär auf das Datum des Abstrichs geachtet. Weiters gleicht man die Daten auf dem Dokument mit jenen im Pass oder Personalausweis ab. Deutschland stand monatelang als “Schlupfloch” im Kreuzfeuer der Kritik, denn an den meisten Airports wurden auch aus so genannten Risikogebieten ankommende Passagiere überhaupt nicht kontrolliert. Die Folgen daraus waren, dass “Aussteigekarten” mit Fake-Daten abgegeben werden konnten, aber auch Passagiere ihre eigentliche Herkunft verschleiern konnten. Beispielsweise konnte in Wien angegeben werden, dass man aus Frankfurt kommt. Die nun durchgeführten Grenzkontrollen durch die Bundespolizei stoßen dann auch gleich wieder auf Kritik, denn laut Bayerischem Rundfunk sollen sich zahlreiche Mallorca-Rückkehrer über diese Maßnahme beschwert haben. Ohne negativen Test könne man ja gar kein Flugzeug besteigen. Eine “Vorab-Sichtung” durch die Airline ist aber keine behördliche Einreisekontrolle. Erschwerend kommt dazu, dass die spanischen Behörden einem deutschen Arzt, der mutmaßlich Gefälligkeitsatteste (PCR-Befunde) für Reisende ausgestellt haben soll, das Handwerk gelegt haben. Dem Mediziner deutscher Herkunft, der auf Mallorca eine Ordination unterhalten hat, wird vorgeworfen, dass er ohne Untersuchung negative PCR-Befunde ausgestellt habe. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Falscher Flughafen: Ethiopian irrte sich doppelt

Es passiert nicht oft, aber doch hie und da mal: Piloten landen versehentlich auf dem falschen Flughafen. In Ndola (Sambia) wäre dies beinahe gleich zweimal hintereinander passiert. Der Frachtflug ET3891 landete irrtümlich auf dem neuen Airport und machte sich danach auf den Weg zum Vorfeld. Erst jetzt stellten die Flugzeugführer fest, dass sie auf einer Baustelle und nicht auf dem richtigen Airport gelandet sind. Laut lokalen Medienberichten sollen Arbeiter die Piloten mittels Handzeichen darauf aufmerksam gemacht haben, dass sie hier falsch sind und der neue Flughafen noch gar nicht eröffnet ist. Der Vorfall ereigente sich am 4. April 2021. Zum Einsatz kam die von Ethiopian betriebene ET-AYL. Die Maschine starte dann wieder und landete sicher und zwar diesmal auf dem richtigen Airport. Doch die wahre Krux liegt laut lokalen Medienberichten darin, dass sich einige Stunden später eine weitere Crew geirrt hat. Diese befand sich mit der ET-AQP im Anflug auf den “falschen Airport”, soll jedoch den Irrtum unmittelbar vor dem Aufsetzen erkannt haben. Der Kapitän leitete ein Durchstartemanöver ein und kurze Zeit später landete der ebenfalls von Ethiopian betriebene Jet sicher auf dem “richtigen” Flughafen. Warum die Baustelle des sich in Bau befindlichen Copperbelt-International-Airports für Flugzeugführer so verwirrend ist, ist unklar. Die Maschinen haben derzeit noch auf dem “alten” Flughafen Simon Mwansa Kapwepwe International zu landen und starten. Jedenfalls wollen die lokalen Behörden die Problematik nun genauer unter die Lupe nehmen. Eventuell würde es Sinn machen die sich nicht in Betrieb befindliche Copperbelt-Piste noch deutlicher als gesperrt zu kennzeichnen.

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Kassel-Calden saniert sich mit Verkauf von Grundstücken

Der bereits während der Bauphase heftig kritisierte Regionalflughafen Kassel-Calden besserte im Vorjahr die Kasse durch den Verkauf von Grundstücken auf. Insgesamt wurden 481.000 Euro eingenommen, wobei davon 450.000 aus Transaktionen mit der Hessischen Landesgesellschaft stammen. Diese Zahlen gehen aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Linkspartei im hessischen Landtag hervor. Über die Landesgesellschaft erwarb Hessen insgesamt drei Hektar Grund zum Preis von 450.000 Euro. Laut FAZ handelt es sich bei dieser Firma um ein Siedlungsunternehmen, das ein Gewerbegebiet errichten will. Kassel-Calden bessert sich bereits seit einigen Jahren die Finanzen mittels Grundstücksverkäufen auf. So nahm man laut FAZ im Jahr 2019 1,47 Millionen Euro ein. Käufer von 8,65 Hektar für 1,3 Millionen Euro war ebenfalls die Hessische Landesgesellschaft. Somit griff Hessen wiederholt indirekt unter die Flügel. Der umstrittene Regionalflughafen gilt als defizitär und konnte sich auch vor der Corona-Pandemie keiner hohen Nachfrage erfreuen.

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Japan Airlines trennt sich von B777-200-Flotte

Das Rückgrat der Domestic-Flotte von Japan Airlines bildet nun nicht mehr die Boeing 777-200, sondern der Airbus A350-900. Der Carrier zieht nun sämtliche 777-200 mit PW4000-Triebwerken aus dem Verkehr. Ursprünglich war nur geplant, dass die Anzahl der zum Teil in die Jahre gekommenen Maschinen reduziert werden soll. Nach dem Triebwerkszwischenfall, der Japan Airlines gar nicht betroffen hatte, wurde die Ausflottung der B777-200 rasch vorangetrieben. Offiziell sind einige Maschinen lediglich geparkt, doch das Unternehmen bestätigte, dass es keinen Wiedereinsatz bei Japan Airlines geben wird. Verblieben sind nur noch sieben Exemplare, die noch nicht auf der offiziellen Liste zur Ausflottung stehen, doch dies ist laut der Airline nur noch eine Frage von wenigen Tagen. Der Betrieb der insgesamt 13 Boeing 777-300ER soll fortgesetzt werden. Diese sind zum Teil deutlich jünger und obendrein auch nicht mit dem in die Kritik geratenen Triebwerk angetrieben. Innerhalb von Japan sollen auf Strecken mit hoher Nachfrage künftig die acht Airbus A350-900 eingesetzt werden. Die bestellten Exemplare der längeren -1000er-Version will der Carrier primär auf internationalen Routen einsetzen. Gelegentlich könnten domestic auch Boeing 767-300ER aushelfen, jedoch die Ära der 777-200 endet bei Japan Airlines.

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Air Canada sagt Transat-Übernahme ab

Air Transat wird nicht vom Mitbewerber Air Canada übernommen. Die beiden Unternehmen teilten mit, dass die Transaktion nicht vollzogen wird. Grund dafür sind nahezu unüberwindbare Bedenken der EU-Kommission. Man habe zwar weitreichende Zugeständnisse angeboten, jedoch gingen diese Brüssel nicht weit genug. Für Air Canada wäre die Übernahme ein Schnäppchen gewesen, doch Air Transat gerät nun ordentlich unter Druck. Bereits vor einigen Wochen wies der Carrier in einer Mitteilung darauf hin, dass die Finanzmittel nahezu aufgebraucht sind. Beziffert wurde der Bedarf an frischem Geld mit rund 500 Millionen kanadischen Dollar. Andernfalls droht der Fluggesellschaft die Insolvenz. Der Transat-Konzern prüft nun die Airline-Tochter eigenständig fortzuführen, will aber auch mögliche andere Käufer unter die Lupe nehmen. Zuletzt zeigte ein kanadischer Investor Interesse, doch ob ein Vertrag abgeschlossen werden kann, wird sich noch zeigen. Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass ein Zusammenschluss von Air Canada und Air Transat zu einer starken Marktdominanz zwischen Europa und Kanada geführt hätte.

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FlyDubai kündigt B737-Max-Comeback an

Ab 8. April 2021 wird auch die Emirates-Konzernschwester FlyDubai wieder das Muster Boeing 737-Max kommerziell einsetzen. Derzeit hat man bereits 14 Stück in der Flotte und erwartet zahlreiche Auslieferungen Der Carrier teilte mit, dass der “Comeback-Flug” am 8. April 2021 von Dubai nach Sialkot durchgeführt werden soll. Schrittweise sollen die Maschinen streckennetzweit zum Einsatz kommen. Derzeit haben bereits fünf von 14 Exemplaren die erforderlichen Genehmigungen erhalten. FlyDubai will bei der Buchung ersichtlich machen, dass Flüge mit der Max durchgeführt werden. Sollte es zu einem Maschinentausch kommen, sollen die Passagiere per SMS und/oder E-Mail informiert werden.

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Air France: Slots abgeben oder keine Staatshilfe

Die EU-Kommission erhöht den Druck auf die französische Regierung und Air France in Sachen neuerlicher Staatshilfe: In Paris-Orly müssen definitiv Start- und Landerechte an Mitbewerber abgegeben werden, da es andernfalls keine Bewilligung für die Gewährung der Finanzmittel geben wird. Der französische Finanzminister Bruno Le Maire teilte dazu mit: „Wir haben eine Rahmenvereinbarung mit EU-Kommissarin Margrethe Vestager über neue Finanzhilfen für Air France”. Zuvor wurde wochenlang um eine Lösung gerungen, denn Air France war nicht bereit im Gegenzug für die Staatshilfe Slots an Mitbewerber abzutreten. Nun liegt es an der Fluggesellschaft: Wenn diese das Geld haben will, muss sie in Paris-Orly Start und Landerechte abgeben. Andernfalls gibt es kein Geld vom französischen Staat. Ursprünglich war die Rede davon, dass 24 Slotpaare abgetreten werden müssen. Le Maire wollte diese Stückzahl in einem TV-Interview nicht bestätigen und sagte, dass es weniger wären. Die genaue Anzahl ist daher noch nicht allgemein bekannt. Es ist auch nicht auszuschließen, dass um diese noch hinter den Kulissen verhandelt wird. Wenig überraschend meldete sich auch Ryanair schnell zu Wort: “Kommissarin Vestager muss in ihren Gesprächen mit der französischen Regierung standhalten. Entweder erhält Air France keine staatlichen Beihilfen, oder es sollten geeignete Abhilfemaßnahmen getroffen werden, um faire und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Fluggesellschaften zu gewährleisten. Dies muss beinhalten, dass Air France Kapazitäten an wichtigen französischen Flughäfen aufgibt. Die 24 täglichen Slots in Paris Orly, auf die in einigen Medienberichten verwiesen wird, reichen nicht aus, und die Kommission muss noch weiter gehen.”

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Kurzes Ryanair-Gastspiel in Dresden

Die irische Billigfluggesellschaft ist rund um Ostern kurzfristig nach Dresden zurückgekehrt, jedoch ist es nur ein schnelles Gastspiel, denn vorerst wurden nur zwei Umläufe angemeldet. Der erste der beiden fand am 3. April 2021 statt. Ziel war Palma de Mallorca. Laut Flughafen Dresden wird der irische Lowcoster diese Route nochmals am 10. April 2021 bedienen und dann voraussichtlich wieder ab 2. Juli 2021 fliegen. Ab diesem Termin sind derzeit vier Palma-Flüge pro Woche geplant. Die Mitbewerber Eurowings und Sundair wollen bereits ab Mai 2021 mehrmals wöchentlich zwischen Dresden und Mallorca fliegen. Die tatsächlichen Zeitpunkte der Wiederaufnahmen bzw. der angebotenen Frequenzen hängen bei allen Anbietern von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab.

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Fotogalerie: Erofey erneut in Erfurt zu Gast

Am Ostersonntag brachte die russische Fluggesellschaft Erofey erneut rund 17 Tonnen Corona-Schnelltests nach Deutschland. Eingesetzt war die Boeing 757 mit der Registrierung VP-BHM. Die Maschine landete auf dem Flughafen Erfurt-Weimar. Bereits vergangene Woche war selbige Airline auf diesem Airport zu Gast und lieferte Antigen-Tests sowie FFP2-Schutzmasken. Laut Flughafen Erfurt sind weitere Landungen dieser Cargo-Airline in den nächsten Tagen angekündigt. Der Besuch der VP-BHM in der Slideshow:

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