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Ryanair stellt Laudamotion-Homepage ab

Die Ryanair Group hat weitere Fakten zur Abschaffung des Lauda-Markenauftritts geschaffen. Die Homepage der österreichischen Tochter Laudamotion GmbH wurde nun abgestellt. Das SSL-Zertifikat hat man schon einige Zeit nicht mehr erneuert, so dass Besucher eine Warnmeldung angezeigt bekommen. Die Lauda-Homepage war unter der Eigentümerschaft von Ryanair nie eine echte eigene Seite, sondern lediglich eine umgefärbte Version der Website der Konzernschwester Ryanair DAC. Genau genommen war es nur eine Spracheinstellung, die dazu führte, dass die Internetseite des irischen Lowcosters mit Lauda-Logo und in roter statt blauer Farbe erschien. Damit ist jetzt Schluss. Wer laudamotion.com besucht, landet nun auf der „echten“ Ryanair-Page. Die Spracheinstellung „Lauda“ existiert nicht mehr. Im Zuge der Ummeldung der A320-Flotte von der österreichischen Laudamotion auf den maltesischen Nachfolger Lauda Europe wurde der sich unter dem Lauda-Schriftzug befindliche Hinweis auf die Internetseite ersatzlos entfernt. Ob das Unternehmen mit Sitz in Schwechat zwischenzeitlich AOC und Betriebsbewilligung zurückgegeben hat oder nicht, ist unklar: Es ist weiterhin auf der Homepage des Klimaschutzministeriums gelistet, jedoch beantwortete dieses eine entsprechende Rückfrage nicht. Wie fast alle Ryanair-Töchter verfügt auch Lauda Europe über eine eigene Internet-URL. Diese lautet laudaeur.com, allerdings gibt es im Gegensatz zur polnischen Konzernschwester Buzz keinen eigenen Internetauftritt. Derzeit wird die Domain ausschließlich für E-Mail-Adressen verwendet.

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Level Europe: Gericht lädt erneut zur Prüfungstagsatzung

Im Konkursverfahren, in dem sich Level Europe befindet, beraumte das Landesgericht Korneuburg eine nachträgliche Prüfungstagsatzung an. Diese wird am 20. Jänner 2021 stattfinden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird diese als Videokonferenz abgehalten. Eine nachträgliche Prüfungstagsatzung ist immer dann erforderlich, wenn Gläubiger ihre Forderungen so verspätet angemeldet haben, dass sie in der allgemeinen Prüfungstagsatzung nicht mehr verhandelt werden konnte. Über Level Europe wurde am 19. Juni 2020 das Konkursverfahren eröffnet, da der Carrier wegen der Corona-Pandemie unter Druck geraten ist und im Gegensatz zu Austrian Airlines keine Staatshilfe erhalten hat. Mittlerweile wurde die Flotte aus Wien ausgeflogen und wurde überwiegend auf dem AOC der IAG-Konzernschwester Vueling registriert. Mit dieser kooperierte man in der Vergangenheit hinsichtlich des Vertriebs. Auch die Schwester OpenSkies, die als Level France Langstreckenflüge ab Paris-Orly durchgeführt hat, steht vor dem Aus. Die Suche nach Investoren war erfolglos. Eigentümer International Airlines Group will die Billigmarke – operated by Iberia – nur ab Barcelona fortführen. Ab dem spanischen Airport wurden die Level-Langstreckenflüge zwischenzeitlich reaktiviert.

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Green Airlines bläst den Start erneut ab

Das Startup Green Airlines verschiebt bereits zum zweiten Mal äußerst kurzfristig den ersten Charterflug. Nun will man erst am 1. Feber 2021 starten. Zuvor verschob man vom 1. November 2020 auf den 1. Dezember 2020 und sorgte im Zuge der BER-Eröffnung für ein wenig Heiterkeit, da die von Chalair durchgeführten Flüge als gestrichen auf der Anzeigetafel ausgewiesen waren. Green Airlines ist keine Fluggesellschaft, da man die hierfür notwendigen Dokumente AOC und OL nicht besitzt. Das Unternehmen will 19-sitzige Beech 1900D bei der französischen Chalair chartern und die Sitze auf eigene Rechnung vermarkten. Gleichzeitig vermarktet man die geplanten Flüge zwischen Karlsruhe/Baden-Baden und Berlin-Brandenburg als besonders „grün“. Die Stückkosten sind bei diesem Maschinentyp allerdings äußerst hoch. Noch hat das Unternehmen, das die Rechtsform Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) hat, keinen einzigen angekündigten Flug durchgeführt, jedoch die Stationierung eines zweiten, ebenfalls von Chalair betriebenen, Flugzeugs in Paderborn angekündigt. Von dort aus will man Charterflüge nach Westerland und Zürich anbieten.

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Avion Express kündigt Insolvenzantrag an

Die Corona-Pandemie fand mit Avion Express ein weiteres Opfer. Das auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisierte Unternehmen teilte mit, dass man ein Insolvenzverfahren anmelden wird. Dieses ist nach litauischem Recht vergleichbar mit dem U.S.-amerikanischen Chapter-11. Derzeit laufen intensive Verhandlungen mit Dienstleistern und Lieferanten. Ziel ist, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann. Mit dem Sanierungsverfahren will man sich finanziell neu aufstellen. Einen genauen Zeitpunkt für die Einbringung des Antrags beim zuständigen Gericht in Vilnius wurde noch nicht kommuniziert. Jedenfalls soll dies nach den Verhandlungen mit den Gläubigern „in den nächsten Wochen“ erfolgen. „Die Pandemie ist für viele Unternehmen der Luftfahrtindustrie, einschließlich Avion Express, eine schwierige Zeit. Um die Herausforderungen der Pandemie zu bewältigen, wurden im Jahr 2020 viele Änderungen im Geschäft vorgenommen“, so Firmenchef Darius Kajokas. „Als weiteren Schritt haben wir uns zusätzlich zu den jüngsten Anpassungen und Optimierungen in den letzten acht Monaten entschlossen, eine finanzielle Umstrukturierung einzuleiten und Schutz gegen die Gläubiger des Unternehmens zu suchen. Eine solche Entscheidung zielt darauf ab, die Interessen unserer Gläubiger optimal zu koordinieren und die nachhaltige Kontinuität der Aktivitäten von Avion Express sicherzustellen“

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Tata greift Air Asia India unter die Flügel

Dem indischen Air-Asia-Ableger scheint das Schicksal der japanischen Schwester erspart zu bleiben, denn Großaktionär Tata erklärte sich dazu bereit Air Asia India zusätzliche Finanzmittel zu überweisen. So soll die Auflösung dieser Airline vermieden werden. Auch Vistara, an der Tata ebenfalls beteiligt ist, wird Unterstützung erhalten. Laut lokalen Medienberichten sollen 50 Millionen U.S.-Dollar für Air Asia India bereitgestellt werden. Diese sollen teilweise als Eigentümerzuschuss und als Kredite eingebracht werden. Tata Sons hält derzeit 51 Prozent. Die Air Asia Group wird sich nicht beteiligen, weshalb Tata die Beteiligung deutlich aufstocken wird. Erst kürzlich teilte der Konzern mit Sitz in Malaysia mit, dass man mit dem indischen Mehrheitseigentümer über einen Verkauf der Anteile spricht. Mit der nunmehrigen Kapitalmaßnahme werden bereits erste Fakten geschaffen. Tata Sons und Singapore Airlines werden gemeinsam 79,2 Millionen U.S.-Dollar in die Fluggesellschaft Vistara investieren. Die Beteiligungsverhältnisse (51 Prozent / 49 Prozent) werden beibehalten und demnach ist auch die Höhe der Eigentümerzuschüsse verteilt. Singapore Airlines steuerte heuer bereits 169,3 Millionen U.S.-Dollar bei. Wie viel seitens Tata bislang geflossen ist, ist nicht öffentlich bekannt. Anzunehmen ist aber, dass es ebenfalls zumindest ein dreistelliger Millionenbetrag in U.S.-Dollar war.

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Schweden: Tuifly Nordic steigt ins Inlandsgeschäft ein

Da wird sich Greta Thundberg aber freuen: Die schwedische Fluggesellschaft Tuifly Nordic wird ins Inlandsgeschäft einsteigen. Angeboten werden Flüge von Stockholm, Göteborg und Malmö zum Sälen Trysil Airport. Die Aufnahme soll laut CH-Aviation.com am 20. Dezember 2020 erfolgen. Die drei Routen werden je zweimal pro Woche mit Boeing 737-800 bedient. Zusätzlich sind einzelne Umläufe zum Scandinavian Mountains Airport (Sälen) ab Angelholm, Norrköping und Växjö geplant. Diese sollen im Feber 2021 durchgeführt werden. Der Flughafen Sälen wurde im Dezember des Vorjahres eröffnet und verwendet auch den Marketingnamen „Scandinavian Mountains Airport“. Hinter dem Projekt stehen die Betreiber zweier Schigebiete in Schweden und eines in Norwegen. Tuifly Nordic hofft darauf, dass man vom Inlandstourismus profitieren kann, da aufgrund der Einreise- und Quarantänebestimmungen viele Ressorts im Ausland momentan nur schwer erreichbar sind.

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Neos: „Austro Control hat RH-Empfehlungen mangelhaft umgesetzt“

Im Nachgang des KV-Abschlusses zwischen Austro Control und der Gewerkschaft Vida übt die Oppositionspartei Neos heftige Kritik. Man wirft der Geschäftsleitung vor, dass diese die Empfehlungen des Rechnungshofs weitgehend nicht umgesetzt habe. „Ich bin enttäuscht, dass die Austro Control die Empfehlungen aus dem Vorbericht des Rechnungshofes großteils links liegen gelassen hat“, sagt der Rechnungshofausschussvorsitzende und NEOS-Abgeordnete, Douglas Hoyos, zum aktuellen Follow-up-Bericht zur zivilen Flugsicherung. „Vor allem bei den Personalkosten der Austro Control besteht auch aus meiner Sicht dringender Handlungsbedarf. Der Personalaufwand ist alleine von 2015 bis 2018 um 49 Prozent gestiegen. Die Austro Control hat die Gehaltsschemata von beiden Kollektivverträgen leider nicht auf ein Niveau gedämpft, das mit dem des Bundes vergleichbar wäre“, so Hoyos. Der Oppositionspolitiker erklärt weiters, dass bei der ACG Abteilungsleiter rechnerisch rund 12.500 Euro pro Monat erhalten, während beim Staat im Schnitt 8.500 Euro bezahlen werden. Hoyos vertritt die Ansicht, dass das KV-Verhandlungsergebnis ein „richtiger Schritt“ ist und sagt: „Die Einsparungen von rund 80 Mio. Euro alleine im Jahr 2020 begrüßen wir. Beide Seiten haben große Bereitschaft gezeigt, vor allem jetzt in der Krise dazu beizutragen, dass die Austro Control auch in den nächsten Jahren gut arbeiten kann. Auch die Ankündigung, einen Kollektivvertrag für neu eintretende Mitarbeiter_innen auszuverhandeln, sehen wir grundsätzlich positiv, die bestehenden Kollektivverträge müssen aber ebenso angepasst werden“.

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Fraport-Chef Schulte bleibt ADV-Präsident

Der deutsche Flughafenverband ADV wählte einen neuen Vorstand. Präsident bleibt auch weiterhin Fraport-Chef Stefan Schule. Im sind Ludger van Bebber (Dortmund) und Andrea Gebbeken (München) als Vizepräsidenten zur Seite gestellt. „Unsere Branche kann sich langfristig nur erholen, wenn pauschale Quarantäneregelungen verbesserten Teststrategien Platz machen. Trotz aller hoffnungsvollen Nachrichten, dass Impfstoffe schon bald zur Verfügung stehen, braucht der Luftverkehr eine überzeugende Wiederanlauf-Strategie. Der Neustart des internationalen Flugverkehrs muss schon aus ökonomischen Gründen beginnen. Die Flughäfen als unverzichtbare Infrastrukturen in den volkswirtschaftlichen Versorgungsketten bleiben auch in der Krise zuverlässige Partner für Wirtschaft und Regionen“, so Schulte zum Auftakt seiner zweiten Amtszeit als ADV-Präsident. „Die deutschen Flughäfen nehmen beim Lärm- und Klimaschutz international eine Vorreiterrolle ein. Sie werden ihre eigenen CO2-Emissionen bereits bis 2030 um 50 Prozent reduzieren – unter anderem durch Investitionen in energieeffiziente Gebäude und elektrisch betriebene Fahrzeuge. Darüber hinaus haben sich die Flughäfen verpflichtet, ihre CO2-Emissionen weiter zu reduzieren mit dem verbindlichen Ziel, bis 2050 vollständig CO2-neutral zu sein. Um den gesamten Luftverkehr in Einklang mit dem Klimaschutz zu bringen, braucht es aber eine Flottenmodernisierung und einen Systemwechsel hin zu alternativen Kraftstoffen. Das wird nur gelingen mit einem fairen regulatorischen Rahmen, der neutrale Wettbewerbsbedingungen gewährleistet. Hierfür werde ich mich in Brüssel und Berlin einsetzen“. Das zukünftige ADV-Präsidium hat folgende Mitglieder: Stefan Schulte, Präsident (Flughafen Frankfurt) Andrea Gebbeken, Vizepräsidentin (Flughafen München) Ludger van Bebber, Vizepräsident (Flughafen Dortmund) Götz Ahmelmann (Mitteldeutsche Flughäfen) Michael Eggenschwiler (Flughafen Hamburg) Elmar Kleinert (Flughafen Bremen) Engelbert Lütke-Daldrup (Flughafen Berlin/Brandenburg) Thomas Schnalke (Flughafen Düsseldorf) Walter Schoefer (Flughafen Stuttgart)

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Wizzair versucht Geschäftsreisenden Charterflüge anzubieten

Bei Verfügbarkeit bieten die meisten Linienfluggesellschaften das Chartern ihrer Flugzeuge an. Bei Lowcostern kommt dies allerdings eher selten vor, da in normalen Zeiten die Flotte durchgetaktet ist und wenig Zeit für Sonderflüge bleibt. Wizzair bietet nun auf der Startseite der Homepage das Chartern ihrer Maschinen an. Interessant ist dabei der Slogan, der verwendet wird, denn dieser erinnert äußerst stark an jenen des Mitbewerbers Ryanair. Unter dem Claim „Charter Flights Made Simple“ versucht Wizzair Firmen bzw. Geschäftsreisende anzusprechen. Eine Onlinebuchung ist allerdings nicht möglich, denn es muss eine Anfrage in englischer Sprache an eine E-Mail-Adresse geschickt werden. Vorsorglich weist der Carrier sogar darauf hin, dass dieses Postfach nur für Anfragen für Vollcharterflüge und nicht für Auskünfte zu Linienflügen bestimmt ist. Ryanair wirbt mit dem Slogan „Low Fares Made Simple” und gründete vor einiger Zeit einen Ableger in Polen. Unter der Marke Ryanair Sun war die Tochtergesellschaft zunächst fast ausschließlich im Charter für Veranstalter tätig. Mittlerweile verpasste man dem Unternehmen den Namen Buzz und es fliegt primär im Auftrag der Konzernschwester Ryanair DAC. Allerdings führt man weiterhin vereinzelt Sonderflüge für polnische Tour Operator durch.

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Geisteraktie von Air Berlin erlebt unheimlichen Höhenflug

Eine Fluggesellschaft, die nicht fliegt und noch dazu pleite ist, scheint derzeit bei Börsenspekulanten interessant zu sein. Die Rede ist von Air Berlin, denn das noch immer börsennotierte Papier legte in den letzten Tagen auffällig stark zu. Im August 2017 musste die damals zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands Insolvenz anmelden und befindet sich seither in Abwicklung. Allerdings wird die Aktie noch immer an der Börse gehandelt und es gibt tatsächlich Spekulanten, die dieses Papier erwerben und das ungeachtet dessen, dass schon lange kein Geschäftsbericht mehr veröffentlicht wird und eigentlich jedem klar sein sollte, dass sich Air Berlin in Abwicklung befindet. Innerhalb eines Jahres konnte die Aktie an der Börse Stuttgart um stolze 198,1 Prozent zulegen. In den letzten vier Wochen war das Papier besonders stark gefragt und steigerte sich um 210 Prozent. Innerhalb der letzten sieben Tage lag der Wertzuwachs bei 63,2 Prozent. Selbstverständlich ist das Papier ein so genannter Penny-Stock und die Kursgewinne spielen sich im Cent-Bereich ab. Die Air-Berlin-Aktie hatte am 22. Jänner 2020 an der Börse Frankfurt mit 0,0026 ihr 52-Wochen-Tief. Am 16. November 2020 wurde das Papier mit 0,0260 Euro gehandelt. Ein beachtlicher Anstieg, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen pleite ist und sich in Abwicklung befindet. Am Donnerstag pendelte sich der Kurs bei etwa 21 Cent ein. Dass es Spekulanten gibt, die sich für insolvente Firmen interessieren, ist besonders in Deutschland kein Einzelfall. Die wohl berühmteste „Geisteraktie“ war jene der IG Farbenindustrie AG. Im Jahr 1952 wurde die Liquidation angeordnet und 1955 beschloss die Hauptversammlung die Abwicklung.

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