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VC kritisiert Abbruch der Tuifly-Verhandlungen

Die Vereinigung Cockpit ist über den einseitigen Abbruch der Krisengespräche durch das Tuifly-Management nicht erfreut. Die Gewerkschaft betont in einer Aussendung, dass man zuvor Bereitschaft zu einem „weitreichenden und schmerzhaften Maßnahmenpaket“ signalisiert habe. Dieses ging dem Management aber nicht weit genug. „Arbeitsplatzabbau, zum Beispiel im Rahmen eines Freiwilligenprogramms, müssen wir in dieser Lage hinnehmen – Kündigungen allerdings nicht. Wir erwarten vom Arbeitgeber, dass er mit uns gemeinsam um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpft“, so VC-Funktionär Marcel Gröls. „Der Arbeitgeber konfrontiert uns hier mit einer Friss-oder-Stirb-Mentalität, die eine bedingungslose Erfüllung seiner sämlichen Forderungen verlangt, um im Gegenzug nur einen Teil der fraglichen Arbeitsplätze möglicherweise zu sichern. Dabei befanden wir uns mitten in einem Prozess, um verschiedene Lösungswege zu erarbeiten. Diese Konfrontation ist völlig unnötig und unverständlich. Aus unserer Sicht ist es in der jetzigen Situation entscheidend, dass alle Stakeholder an den Tisch kommen – der Konzernvorstand und die niedersächsische Politik tragen gemeinsam mit uns die Verantwortung, tragfähige Lösungen zu entwickeln.” Tuifly will laut VC die bislang intern vorhandenen Kapazitäten extern einkaufen und dafür im Gegenzug loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Bilanz streichen. Solch eine perspektivlose Umstrukturierung ist keine Option – zumal für einen Konzern, der mit Milliardenbeträgen des Bundes gestützt wird. Die Vereinigung Cockpit fordert, die Konstellation und der Gesprächsrahmen müssen jetzt geändert werden, um gemeinsam eine Lösung im Sinne aller Beschäftigten der Tuifly zu erreichen.

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Tegel: Lufthansa wird mit Wasserfontäne verabschiedet

Am 7. November 2020 wird um 21 Uhr 20 der letzte Lufthansa-Linienflug ab Berlin-Tegel abheben. Der Carrier wird die Verbindung LH1955 mit einem Airbus A350-900 bedienen, da die Nachfrage eigenen Angaben nach äußerst hoch ist. Die Feuerwehr wird den Langstreckenjet mit einer Wasserfontäne verabschieden. Die letzte Lufthansa-Landung in Berlin-Tegel wird Flug LH1954, aus München kommend, sein. Die Ankunft ist für 20 Uhr 10 angekündigt. Der Kranich und die deutsche Bundeshauptstadt haben eine wechselvolle Geschichte, denn das ursprüngliche Unternehmen wurde im Jahr 1926 gegründet und hatte ihren Zentralflughafen in Tempelhof. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Berlin für die neugegründete Lufthansa tabu, denn nur Airlines der Siegermächte sowie einige aus neutralen Staaten durften Tempelhof, Tegel und Schönefeld anfliegen. Lufthansa ist eigenen Angaben nach mit sechs Fluggesellschaften des Konzerns in der deutschen Bundeshauptstadt vertreten und hält einen Marktanteil von 30 Prozent. Der Kranich selbst, Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Eurowings und im kommenden Sommerflugplan Air Dolomiti fliegen Berlin an.

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VC: „Lufthansa ist nicht an raschem Abschluss interessiert“

Ein wenig verschnupft reagiert die Vereinigung Cockpit auf die jüngsten Äußerungen von Lufthansa-Großaktionär Heinz-Hermann Thiele. Die Gewerkschaft betont, dass man für einen kurzfristigen Abschluss einer Vereinbarung eines Krisenbeitrags offen steht. Thiele meinte Anfang dieser Woche, dass wenn es nicht rasch zu einer Annäherung dar Tarifpartner kommen sollte, dass Lufthansa dann „unmittelbar Kündigungen im großen Stil“ aussprechen sollte. Die VC behauptet, dass der Konzernvorstand derzeit den Eindruck vermitteln würde, dass ein rascher Abschluss nicht erwünscht ist. „Wie am Tariftisch bereits thematisiert, stehen Kündigungen von Cockpitmitarbeitern ohne verlässliche Prognose im Widerspruch zu einem sozialpartnerschaftlichen Krisenumgang“, so Dr. Marcel Gröls, Vorsitzender Tarifpolitik. „Wir alle fahren zurzeit auf Sicht, weshalb wir von Lufthansa erwarten, dass sie den Verhandlungsprozess mit Augenmaß begleitet und nicht auf Kosten der Mitarbeiter versucht, aus der Krise Profit zu schlagen.“

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Fraport fährt millionenschweren Verlust ein

Dass die Flughäfen im Corona-Jahr Verluste einfahren, ist klar. Die Frage, die sich noch stellt: Wie rot sind die Zahlen unter dem Strich? Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport fährt im dritten Quartal einen Verlust von 304 Millionen Euro ein. Der Einbruch des Passagierverkehrs in der CoV-Krise und der geplante Stellenabbau haben den Airport im Sommer noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als befürchtet. Allein die Aufwendungen für den geplanten Abbau Tausender Arbeitsplätze belasteten das Unternehmen mit 280 Millionen Euro. Im Vergleichsjahr verzeichnete das im MDax gelistete Unternehmen noch einen Gewinn von 222 Millionen Euro, wie man am Mittwoch mitteilt. „Die Lage der Branche ist weiterhin sehr angespannt. Mit dem erneuten europaweiten Anstieg der Infektionszahlen in den vergangenen Wochen haben auch die Reiserestriktionen wieder deutlich zugenommen. Die Fluggesellschaften reduzieren ihr ohnehin geringes Angebot weiter. Wir rechnen frühestens im kommenden Sommerflugplan mit einer Erholung“, so Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

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Air Baltic-Chef ist jetzt A220-Pilot

In Zeiten von Corona kann sich die Führungsetage der Airlines nicht über zu wenig Arbeit beklagen. Für Martin Gauss darf es offenbar ruhig noch stressiger sein: Der Air Baltic-CEO darf jetzt offiziell Airbus A220 fliegen. Und damit erlangt er als erster Fluglinien-Chef weltweit diese Berechtigung. Gauss, der sich auch seit 1992 Boeing 737-Pilot nennen darf, habe das Type Rating zwischen Dezember 2019 und Oktober 2020 absolviert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt. Ob er wohl künftig Passagiere aus dem Cockpit eines Air Baltic-Fluges heraus begrüßt?

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Deutschland: Scheuer kündigt “Flughafen-Milliarde” an

Die Corona-Pandemie brachte einige deutsche Verkehrsflughäfen in finanzielle Schieflage. Das betrifft nicht nur “Luftschlösser”, die bereits vor der Krise regelrechte Milliardengräber für Subventionen waren, sondern auch Standorte, die noch im Vorjahr hohe Gewinne geschrieben haben. Nun stellt CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer kurzfristige Hilfen in Aussicht. Lokale Medien berichten, dass sich der Politiker dahingehend geäußert haben soll, dass sein Ressort kurzfristig eine Milliarde Euro zur Unterstützung notleidender Flughäfen bereitstellen werde. Manche Bundesländer, beispielsweise Nordrhein-Westfalen, stellten vereinzelt bereits Kreditgarantieren und/oder Zuschüsse bereit. Der Bund verhielt sich bislang zurückhaltend. Wiederholt wies der Flughafenverband ADV darauf hin, dass es an vielen deutschen Airports nur noch ums blanke Überleben geht. Die Situation ist so fatal, dass manche sogar ohne Hilfen Insolvenz anmelden müssen. Paderborn musste bereits den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Die ab 8. November 2020 geltende “deutsche Zwangsquarantäne”, auch dann wenn man einen negativen PCR-Test vorlegen kann, wird nach Ansicht der Branchenvertreter die Situation weiter verschärfen. Gefordert wird, dass der Bund mindestens die Vorhaltekosten, die während der Lockdown-Zeit im März und April 2020 entstanden sind, übernimmt. Scheuer äußerte sich dazu insofern, dass er meinte, dass kurzfristig eine Milliarde Euro bereitgestellt werden kann. Verbindlich wollte er freilich nichts sagen, sondern verwies auf einen zweiten “Luftfahrtgipfel”, der am Freitag in virtueller Form abgehalten werden soll. Der ADV warnt, dass vielen deutschen Airports spätestens Mitte 2021 das Geld ausgehen könnte.

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Tuifly und VC brechen Verhandlungen ab

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Tuifly und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit brachen die Verhandlungen über einen möglichen Stellenabbau ergebnislos ab. Den Tisch soll die Geschäftsleitung rund um Firmenchef Oliver Lackmann verlassen haben. Das Unternehmen plant die Flotte aufgrund der Krise zu halbieren. Demnach wird man künftig auch weniger Personal brauchen und dieses will die Tui Group abbauen. Laut einem Bericht von Airliners.de, der sich auf je ein Rundschreiben der Tuifly-Geschäftsführung und der VC-Tarifkommission bezieht, scheiterte es daran, dass die Arbeitnehmervertreter rein auf natürliche Fluktuation setzen wollten. Das war dem Unternehmen allerdings zu wenig, das offensichtlich auch betriebsbedingt abbauen will. Insbesondere die Tui Group stand in den letzten Monaten wiederholt im Kreuzfeuer der Kritik von Gewerkschaften, denn der Konzern wurde von der Bundesrepublik Deutschland mit einem milliardenschweren Betrag gerettet. Die Arbeitnehmervertreter sind darüber brüskiert, dass ihrer Ansicht nach das Steuergeld nicht für den Erhalt, sondern für die Streichung von Jobs eingesetzt wird. Die Nachfrage in der Touristik ist derzeit denkbar schlecht, was unter anderem an undurchblickbaren Einreise- und Quarantänebestimmungen, einer neuen “Lockdownwelle”, aber auch Schüren von Ängsten bzw. gezieltes “Schlechtmachen” von Auslandsaufenthalten liegen könnte.

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Oktober 2020: Deutlich weniger Passagiere bei Ryanair und Wizzair

Die Billigflieger Ryanair und Wizzair beförderten im Oktober 2020 abermals weniger Passagiere. Bei den Iren reduzierte sich das Aufkommen auf 4,1 Millionen Reisende. Im September 2020 hatte man noch 5,1 Millionen Fluggäste an Bord. Wizzair verschlechterte sich von 1,5 Millionen Reisenden im September auf 1,1 Millionen Passagiere im Oktober 2020. Die Ryanair Group beziffert die durchschnittliche Auslastung mit 73 Prozent. Der ungarische Mitbewerber gibt diese mit 65,9 Prozent aus. Zum Vergleich: Im Oktober 2019 beförderte der irische Lowcoster 13,8 Millionen Fluggäste. Bei Wizzair waren es 3,7 Millionen Passagiere. Bei beiden Carriern ist die Aussicht für November 2020 äußerst trüb, denn streckennetzweit werden die Angebote mangels Nachfrage sehr stark zurückgefahren.

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Blue Panorama ersetzt B767 durch A330

Die italienische Fluggesellschaft Blue Panorama Airlines stellte während einer Zusammenkunft mit den Gewerkschaften des fliegenden Personals die künftigen Langstreckenpläne vor. Das Unternehmen beabsichtigt ab Ende 2020 zwei Airbus A330-200 in die Flotte aufzunehmen. Im Gegenzug sollen spätestens Ende März 2021 zwei Boeing 767-300 außer Dienst gestellt werden. Laut einem Bericht des Portals CH-Aviation.com handelt es sich bei den Neuzugängen um die Maschinen mit den derzeitigen Registrierungen 9H-PTN und 9H-RTU. Diese werden von Castlelake geleast und standen vormals in den Diensten von Qatar Airways und Air Italy. DIe beiden Flugzeuge sollen in den Farben des Blue-Panorama-Brands “Luke Air” lackiert werden. Die Pläne, dass Luke Air in ein maltesisches AOC ausgegliedert weden soll, wurden zwischenzeitlich wieder verworfen.

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Reiseveranstalter FTI beantragt Staatshilfe

Der deutsche Reisekonzern FTI spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich und braucht gemäß einem Medienbericht nun Staatshilfe in der Höhe von 235 Millionen Euro. Diese soll in Form von staatlich besicherten Darlehen gewährt werden, berichtet das Portal “Business Insider”. Die FTI Group ist der drittgrößte Tour Operator in der Bundesrepublik. Nebst der Marke FTI gehören auch Sonnenklar.TV und Big Xtra zum Konzern. Der Umsatz lag im Vorjahr bei 4,1 Milliarden Euro. Die Finanzmittel, die dem Reiseveranstalter zur Verfügung gestellt werden sollen, stammen aus dem WSF-Fonds der Bundesrepublik Deutschland. Dieser ist mit 600 Milliarden Euro dotiert und wurde unter anderem bereits vom Mitbewerber Tui, aber auch von Lufthansa in Anspruch genommen.

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