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September: Boeing lieferte nur zehn Maschinen aus

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing lieferte im September 2020 zehn Verkehrsflugzeuge aus. Gleichzeitig konnte man – genau wie Airbus – keine einzige Neubestellung an Land ziehen. Allerdings kassierte man drei weitere Stornos für das Muster 737-Max. Laut Mitteilung des Herstellers wurden drei Boeing 787-9 an United Airlines übergeben, zwei weitere an Turkish Airlines und eine an den Lessor Aercap. An Eva Air wurde eine 787-10 ausgeliefert. Lufthansa Cargo übernahm eine Boeing 777F, FedEx eine 767-300F und UPS eine 747-8F. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres übergab Boeing insgesamt 98 Verkehrsflugzeuge an Kunden. Die Corona-Pandemie zeigt dabei deutliche Spuren, denn im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum gingen die Auslieferungen um mehr als zwei Drittel zurück. Rückschläge gab es für den Flugzeugbauer neuerlich im Bereich des Max-Programms. Drei BEstellungen wurden im September 2020 offiziell storniert. Boeing strich aber aufgrund finanzieller Unsicherheiten 48 weitere aus der Pipeline. Insgesamt wurden bislang 436 Boeing 737-Max storniert. Bei 570 weiteren Einheiten ist es unklar, ob die Aufträge jemals zur Auslieferung kommen werden.

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Fly Armenia will in die EU fliegen

Die neugegründete Fluggesellschaft Fly Armenia Airways stellte ihren Flugplan vor, der nach Aufhebung der armenischen Reisebeschränkungen, durchgeführt werden soll. Mit Prag und Marseille finden sich auch zwei Ziele in der Europäischen Union auf den Strecken. Im Eigenbetrieb könnte es sehr schwierig werden diese zu bedienen. Hintergrund ist laut dem Portal CH-Aviation.com der Umstand, dass die EU die armenische Luftfahrtbehörde auf der so genannten schwarzen Liste führt. Das hat zur Folge, dass es allen Airlines aus diesem Staat nicht gestattet ist den Luftraum der EU zu nutzen. Somit darf Fly Armenia Airways im Eigenbetrieb nicht in die EU fliegen. Um das Vorhaben dennoch umsetzen zu können, müsste sich der Carrier, der über AOC und OL verfügt, um einen Wetlease-Partner aus dem EU-Raum bemühen. Mit welchen Flugzeugen Fly Armenia Airways eigentlich fliegen will, ist auch etwas schwammig. Auf der Homepage werden Boeing 757, 737-300 und Airbus A319 angeführt. Bislang wurde jedoch keine Maschine dieser Typen auf das AOC des Unternehmens registriert. Ursprünglich kündigte man für die Passagierflüge 737 an. Die ab Eriwan geplanten Strecken sind: Kaliningrad (2x wöchentlich) Moskau-Vnukovo (täglich) Krasnodar (2x wöchentlich) Rostov (2x wöchentlich) Sotschi (2x wöchentlich) Marseille (2x wöchentlich) Prag (3x wöchentlich) Tel Aviv (2x wöchentlich) Damaskus (2x wöchentlich)

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Aeroméxico trennt sich von 616 Flugbegleitern

Aufgrund der Corona-Pandemie müssen bei Aeroméxico 616 Flugbegleiter das Unternehmen verlassen. Darauf einigten sich das Management und die zuständige Gewerkschaft. Der Austritt soll bis Ende Oktober 2020 vollzogen werden. Die betroffenen Mitarbeiter sollen Abfindungen in der Höhe von vier Monaten plus 20 Tagen pro Arbeitsjahr ausbezahlt bekommen. Bei einem späteren Wiedereintritt sollen diese bevorzugt behandelt werden und auch die Seniorität soll erhalten bleiben. Aeroméxico meldete in den Vereinigten Staaten ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 an. Derzeit setzt man lediglich zehn Prozent des Kabinenpersonals ein.

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Vida-Liebhart: „Lauda tritt österreichisches Recht mit Füßen“

Die Verlegung der Lauda-Basis von Wien nach Malta sorgt immer noch für Gesprächsstoff. Die Gewerkschaft Vida sieht nun die österreichische Regierung in der Pflicht. „Flucht vor der österreichischen Rechtsprechung und vor geregelten Arbeitsbedingungen, um den österreichischen Markt weiterhin mit Dumpingpreis-Tickets auf Kosten des Personals überschwemmen zu können“, reagiert Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt, auf den Rückzug von Laudamotion aus Wien. Generell sei dies absehbar gewesen. Denn schon im Sommer 2019 habe das Unternehmen begonnen, „österreichisches Recht mit Füßen zu treten und seine eigene Rechtsordnung in Österreich zu etablieren“, so Liebhart weiter. Die Politik müsse einem solchen Vorgehen in der Branche einen Riegel vorschieben – „auffällige“ Fluggesellschaften sollten in Zukunft behördlich kontrolliert werden. Und Strafzahlungen leisten, wenn sie sich nicht an die allgemeinen Spielregeln halten. Darüber hinaus fordert der Gewerkschaftler zwei weitere Maßnahmen gegen Lohn- und Sozialdumping: Die Umsetzung eines fairen Branchenkollektivvertrags oder Ermöglichung der KV-Satzung bei Airlines sowie ausreichend hohe Gebühren am Flughafen Wien und bei der Flugsicherung. „Die Billigpreispolitik bei den Flughafengebühren wirkt wie ein Magnet auf Billigairlines und Dumpingpreise“, so Liebhart. Sollten die zuständigen Behörden nicht rasch die Initiative ergreifen, so könnte die Corona-Pandemie nur eines von vielen Problemen am Flughafen Wien werden. „Wir sehen, dass jene Airlines, die versuchen, fair mit ihren Beschäftigten umzugehen und aktiv an der Sozialpartnerschaft mitwirken, mehr und mehr durch die Preistreiber unter Druck geraten. Es besteht daher die berechtigte Sorge, sollten nicht in den kommenden Wochen die ersten Maßnahmen dagegen ergriffen werden, dass nur die Dumping-Airlines als einzige das viel zitierte

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Malaysia Airlines droht Lessoren mit Liquidation

Sollten die Leasinggeber in den Verhandlungen mit Malaysia Airlines nicht nachgeben, so wird der staatliche Eigentümer die seit zwei Totalverlusten schwer angeschlagene Firmengruppe in die Insolvenz schicken und liquidieren. Dies teilte die Malaysia Aviation Group laut Reuters den Lessoren schriftlich mit. Die Agentur beruft sich dabei auf sechs unterschiedliche Quellen. Sollten diese Leasinggeber nicht nachgeben, so bedeutet dies das Aus für die Firmengruppe. Lassen diese sich jedoch auf Einsparungen ein, so soll der der Konzern mit frischem Kapital ausgestattet werden. „Sollte Plan A scheitern, wird der Aktionär (Khazanah) die Finanzierung für MAG einstellen und einen Liquidationsprozess für die Malaysia Aviation Group auslösen“, heißt es in dem Schreiben, aus dem Reuters zitiert. Der Plan B ist simpel: Die Malaysia Aviation Group – inklusive Malaysia Airlines – wird abgewickelt. Stattdessen sollen die staatlichen Finanzmittel in den Lowcoster Firefly eingebracht werden. Dieser soll dann in wesentlich kleinerem Ausmaß starten und sich zunächst auf Strecken im Inland und der näheren Umgebung konzentrieren. Firefly ist eine Tochter der Malaysia Aviation Group, die derzeit Turbopropflugzeuge betreibt. Das Unternehmen würde zuvor herausgelöst werden und mit Jets ausgestattet werden. Der Staat selbst schließt aus, dass Malaysia Airlines mit Finanzmitteln oder Kreditgarantien geholfen wird. Lediglich aus den Mitteln der Khazanah kann dem Unternehmen geholfen werden, aber eine mögliche Schließung wäre die ausschließliche Entscheidung dieses staatlichen Fonds. Eine entsprechende Anweisung dafür gibt es nicht.

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Graz: Lufthansa stockt Frankfurt-Anbindung auf

Lufthansa wird ab 15. November 2020 die Strecke Graz-Frankfurt aufstocken. Angeboten wird bislang ein täglicher Flug. Künftig wird wieder im doppelten Tagesrand geflogen. Die Durchführung der Flüge erfolgt weiterhin durch die Konzerntochter CityLine. Damit werden Salzburg – wie berichtet – und Graz wieder zweimal täglich an das Star-Alliance-Drehkreuz Frankfurt am Main angebunden sein. Ab dem steiermärkischen Airport ist München-Strecke, bedient von Cityline und Air Dolomiti, nach aktuellem Informationsstand voraussichtlich ab 28. März 2021 wieder verfügbar. Selbiges gilt auch für die Anbindung an das Swiss-Drehkreuz Zürich. Austrian Airlines fliegt ab Graz mehrmals täglich nach Wien sowie seit 5. Oktober 2020 nach Düsseldorf und Stuttgart. Im Regelfall erfolgt die Durchführung der Flüge mit DHC Dash 8-400, gelegentlich kommen auf der Hauptstadt-Route aber auch Embraer 195 zum Einsatz. Die Anbindung an das Skyteam-Drehkreuz Amsterdam-Schiphol wird am 25. Oktober 2020 von KLM reaktiviert. Vorerst sind fünf wöchentliche Umläufe geplant.

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Salzburg: Lufthansa stockt Frankfurt auf

Mit Beginn der Winterflugplanperiode wird Lufthansa die Anbindung an das Drehkreuz wieder aufstocken. Diese Strecke wird der Kranich künftig wieder zweimal täglich bedienen. Eurowings wird – wie berichtet – Köln/Bonn reaktivieren. Der Salzburger Flughafen teilte mit, dass damit wieder alle Deutschland-Verbindungen in Betrieb sein werden. Angeboten werden: Düsseldorf (bis zu zweimal täglich), Berlin (viermal wöchentlich), Hamburg (fünfmal wöchentlich), Frankfurt (bis zu zweimal täglich) sowie Köln/Bonn (viermal wöchentlich). Lufthansa führt derzeit sieben Flüge pro Woche ab Salzburg durch.

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Israel und Jordanien beenden gegenseitige Luftraum-Blockade

Israel und Jordanien pflegten bislang keine gute nachbarschaftliche Freundschaft. Das ging sogar soweit, dass im Flugverkehr die Überflüge über das jeweils andere Land verboten waren. Nun schlossen die beiden Staaten ein Abkommen, das alles ändern wird. Dieses Ereignis ist nicht nur als historisch wichtig zu betrachten, sondern wird Carriern beider Staaten künftig unnötige Umwege ersparen. Der Vertrag wird die Flugzeiten auf zahlreichen Strecken zu den Golfstaaten, nach Asien, Europa und Amerika erheblich verkürzen. Nicht zuletzt soll dadurch auch ein Beitrag für den Umweltschutz geleistet werden, so führen die verkürzten Flugzeiten zu deutlichen Kraftstoffeinsparungen und Schadstoffemissionen können reduziert werden. Das Abkommen wurde von den Zivilluftfahrtbehörden und der israelischen Flughafenbehörde in Israel und Jordanien unterzeichnet. Der erfolgreiche Abschluss der Verhandlungen ist das Ergebnis von jahrelangen Verhandlungen. Beschleunigt wurde das Luftverkehrsabkommen durch die kürzlich erfolgte Unterzeichnung des Friedensabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, was auch eine Freigabe des Luftraums Saudi-Arabiens für Flüge aus Israel zur Folge hatte. Mit der Öffnung des israelischen und jordanischen Luftraums für internationale Flüge soll auch der regionale Wirtschaftsfrieden gefördert werden. In naher Zukunft können Flugzeuge von Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain sowie aus dem Rest der Welt über Israel nach Europa und Nordamerika fliegen. Die Unterzeichnung des Abkommens wurde durch die intensive Zusammenarbeit und Koordinierung mit der Europäischen Luftverkehrsorganisation Eurocontrol und den zuständigen Luftfahrtbehörden in Israel ermöglicht.

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Zürich: Maschinen waren im September halbvoll

Im September 2020 nutzten 536.406 Reisende den Flughafen Zürich-Kloten. Damit lag man um 81,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Anzahl der Lokalpassagiere sank um 77,8 Prozent auf 457.263 Fluggäste. Der Anteil der Umsteiger reduzierte sich um 14,5 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent. Zürich hatte um 90,9 Prozent weniger Umsteiger und zählte 75.114 Reisende, die in Kloten das Flugzeug gewechselt haben. Die Anzahl Flugbewegungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 60,6 Prozent auf 9.606 Starts oder Landungen. Die durchschnittliche Passagieranzahl pro Flug lag mit 82 Fluggästen 38,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Auslastung sank um 31,3 Prozentpunkte auf 50 Prozent ab. Das Frachtaufkommen reduzierte sich um 36,5 Prozent auf 23.117 Tonnen.

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Australien: Grenzen bis Ende 2021 dicht

Wenig Hoffnung macht die Regierung Australiens auf eine baldige Öffnung der Grenzen. Lokale Medien berichten, dass diese bis voraussichtlich Ende 2021 geschlossen bleiben sollen. Zuvor könnte es lediglich schrittweise „sichere Reisekorridore“ geben. Touristische Einreisen sollen aber erst ermöglicht werden, wenn es einen Impfstoff gibt. Premierminister Scott Morrison befindet sich mit Ländern wie Südkorea und Singapur in Gesprächen über die Errichtung so genannter „sicherer Reisekorridore“. Mit europäischen Staaten gibt es laut lokalen Medien derzeit keine Gespräche. Sollte Australien die Grenzen tatsächlich so lange geschlossen halten, so könnte dies auch erhebliche Auswirkungen auf Fluggesellschaften wie Qantas und Virgin Australia haben. Deren Flugbetriebe ruhen weitgehend und fraglich ist auch wie viel Geld die Regierung aufwenden wird und kann, um ihre Airlines über einen so langen Zeitraum zu stützen.

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