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Air France: Staat arbeitet an weiterer Finanzspritze

Air France steckt wohl tiefer in der Krise als angenommen. Jetzt möchte die französische Regierung dem schwer getroffenen Flag-Carrier weiter unter die Flügel greifen und verhandelt dazu mit der Brüsseler EU-Kommission. Bereits in den ersten neun Monaten musste die Gruppe einen Nettoverlust von knapp 6,1 Milliarden Euro hinnehmen. Am kommenden Donnerstag wird der Konzern die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres vorlegen. Es deutet alles auf ein miserables 2020 hin. Verschiedene Analysten kommen zu dem verheerenden Entschluss, dass die Fluglinie einen Verlust in der Höhe von mehr als sieben Milliarden Euro verkünden wird. Deswegen schaltet sich jetzt die Regierung ein. Wie Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Montag in Paris sagte, befinden sich Vertreter beider Parteien schon in Brüssel.  Bei den Gesprächen mit EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gehe es um Gegenleistungen, die Air France für Hilfen erbringen muss. Wie diese genau aussehen, ließ er offen. Frankreich dringe jedoch darauf, dass die Auflagen für die Airline vertretbar seien, wie lefigaro.fr berichtet. Die Corona-Krise traf die Luftfahrt so schwer wie nur wenige andere Branchen. Regierungen retteten Air France-KLM und andere Fluggesellschaften wie die Lufthansa mit milliardenschweren Finanzhilfen vor dem Aus. Bei Air France-KLM sprangen dabei die Regierungen in Paris und Den Haag ein. Der Luftfahrtkonzern profitiert damit nach früheren Angaben von Finanzhilfen von über zehn Milliarden Euro, die direkt vom Staat kommen oder staatlich abgesichert werden.

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Lufthansa und Air France wollen Katar-Abkommen kippen

Lufthansa und Air-France wittern aufgrund der Corona-Pandemie eine Chance das Luftfahrtabkommen im Katar ins Wanken zu bringen. Dieses wurde im Jahr 2019 abgeschlossen, ist jedoch bis dato nicht in Kraft getreten. Die beiden Airline-Konzerne versuchen nun mittels gemeinsamer Lobbyarbeit das Vertragswerk zu Fall zu bringen. Grundsätzlich würde das Abkommen sowohl EU-Carriern als auch jenen aus Katar Erleichterungen bringen, allerdings profitiert davon in erster Linie Qatar Airways. Unter anderem Air France-KLM und Lufthansa habe sich schon im Jahr 2019 dagegen gestemmt, da man befürchtet, dass der der Oneworld-Allianz zugehörige Carrier im ganz großen Stil Passagiere aus der EU via Doha abziehen könnte. Anstatt sich auf die Verbesserung des eigenen Produkts zu konzentrieren, versucht man eben mit Lobbyarbeit die Interessen durchzusetzen. Qatar Airways ist in der Vergangenheit aufgrund der Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen geraten. Deshalb ist das Vertragswerk zwischen der EU-Kommission und Katar auch bei Gewerkschaften umstritten. Die europäische Pilotenvereinigung ECA wies bereits im Jahr 2019 auf ihre Bedenken hin und ist nun auch der Ansicht, dass Qatar Airways für Überkapazitäten sorgen könnte und damit die Erholung der europäischen Anbieter schwieriger werden könnte. Spohr und Smith in gemeinsamer Mission Air-France-KLM-Chef Ben Smith und Lufthansa-CEO Carsten Spohr versuchen nun bei ihren Regierungen zu intervenieren. Die Staatsführungen Deutschlands und Frankreichs gelten auf EU-Ebene als besonders einflussreich. Rückenwind gibt es aber auch vom Europäischen Parlament, denn der Ausschuss für Verkehr und Tourismus fordert seit Anfang Feber 2021, dass das CATA-Abkommen später in Kraft treten soll. Das Vertragswerk sieht vor, dass unter anderem Qatar Airways freien

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Tui Belgium: Wiedereinsatz der B737-Max steht bevor

In Kürze wird Tui Airlines Belgium mit der OO-MAX die Boeing 737 Max 8 wieder in den kommerziellen Flugdienst stellen. Ein Testflug wird am Mittwoch auf der Strecke Brüssel-Malaga-Alicante-Brüssel durchgeführt. Passagiere werden sich allerdings keine an Bord befinden. Laut einer Sprecherin werden insgesamt vier Maschinen dieses Typs für den Wiedereinsatz vorbereitet. Auch führte Tui Airlines Belgium in der vergangenen Woche einen ersten Testflug durch. Eine Sprecherin bestätigte, dass der Wiedereinsatz der Boeing 737 Max 8 “in den nächsten Tagen oder Wochen” erfolgen wird. Bis dahin wird man sämtliche Auflagen der EASA erfüllen. Die Max-Flotte der Tui Airlines Belgium besteht aus vier Einheiten. Diese waren seit März 2019 auf dem Flughafen Brüssel abgestellt. Der erste Testflug wurde am 10. Feber 2020 mit der OO-TMY durchgeführt. Am Montag folgte die OO-MAX. Weitere Bewegungen dieser Art werden in den nächsten Tagen folgen.

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Oman Air verkleinert die Flotte um ein Viertel

Die Fluggesellschaft Oman Air wird aufgrund der Corona-Pandemie die Flotte auf 36 Flugzeuge reduzieren. Vor der Krise war der Ausbau auf 70 Maschinen geplant, doch künftig werden um 25 Prozent weniger Maschinen betrieben. Firmenchef Mohammed Al-Barwani kündigte diesen Schritt gegenüber der Zeitung WAF an, nannte jedoch keine näheren Details. Insbesondere sagte er nicht welche Flugzeuge die Flotte von Oman Air verlassen werden. Anzunehmen ist, dass zunächst Leasingmaschinen an die Lessoren zurückgegeben werden. Laut CH-Aviaiton.com befinden sich die zehn Airbus A330, vier Embraer 170, zwei Boeing 737-800 und zwei Boeing 787-8 im Eigentum der Fluggesellschaft. Der Rest der Flotte wird von verschiedenen Leasinggebern geleast. Sollte es zum Verkauf eigener Maschinen kommen, so soll dies nach rationalen Kriterien ohne Druck erfolgen, betonte der Geschäftsführer von Oman-Air unter Verweis auf die momentan niedrigen Marktpreise. Auch wird man die Strecken von Muscat nach Athen, Beirut, Manchester und Casablanca aufgeben. Der Grund für diese Entscheidung ist, dass die genannten Routen defizitär sind. Gleichzeitig will Oman Air weitere Codeshare-Partnerschaften abschließen. Mit diesen soll die Verkleinerung des eigenen Netzwerks kompensiert werden.

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Neue Aktien: Jet2 organisiert sich 422 Millionen Pfund

Die britische Touristikkonzern Jet2, dem auch eine gleichnamige Fluggesellschaft angehört, organisierte sich über die Ausgabe neuer Aktien insgesamt 422 Millionen Pfund-Sterling. Der Preis pro Anteilsschein lag bei 1,18 Pfund-Sterling. Der Konzern erklärt in einer Mitteilung, dass diese sowohl von bestehenden als auch neuen Aktionären gezeichnet wurden. Weiters gab es eine “extreme Überzeichnung”, was vereinfacht gesagt bedeutet, dass die Nachfrage höher als das Angebot war.  “Auf der Grundlage der vom Management durchgeführten indikativen Szenarioplanung ist der Verwaltungsrat der Ansicht, dass der Erlös auf einer erweiterten und wahrscheinlich unvorhersehbaren Shutdown ausreichend Liquidität bereitstellen wird, um dieses ständig herausfordernde Handelsumfeld zu bewältigen”, so Konzernchef Philip Meeson. “Darüber hinaus sind die Direktoren der Ansicht, dass die Mittelbeschaffung es dem Management ermöglichen wird, weiterhin einen entscheidenden, aber umsichtigen und verantwortungsvollen Ansatz für das Finanzmanagement zu verfolgen. längerfristige strategische Entscheidungen treffen, um ein nachhaltiges langfristiges Gewinnwachstum zu unterstützen; und die Fähigkeit von Jet2 zu verbessern, die Pandemie in einer stabilen kommerziellen Position zu beenden, so dass es gut positioniert ist, um die Aufschwungschance zu nutzen, wenn sie eintrifft. Der Vorstand ist weiterhin der Überzeugung, dass unsere Kunden, sobald sie dazu in der Lage sind, entschlossen sein werden, die wunderbare Erfahrung eines wohlverdienten Jet2-Urlaubs zu genießen, und dass Jet2.com und Jet2holidays weiterhin eine blühende Zukunft haben werden und Millionen von britischen Urlaubern mitnehmen werden jährlich ins Mittelmeer, auf die Kanarischen Inseln und in europäische Freizeitstädte”. Jet2 hat sein Flugprogramm mindestens bis zum 15. April 2021 abgesagt, um auf die neuesten Reisebeschränkungen in Großbritannien zu reagieren, die kostspielige

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Antalya: Fraport erhält die Konzession verlängert

Der türkische Flughafen Antalya wird bis zumindest Ende 2026 von Fraport betrieben. Die Konzession wurde um zwei Jahre verlängert. Gleichzeitig gewährt die Türkei aufgrund der Corona-Pandemie ein Entgegenkommen. Die Konzessionsgebühr für das Jahr 2022 wird für zwei Jahre gestundet und muss daher erst in 2024 überwiesen werden. Antalya verzeichnete aufgrund des weltweit eingebrochenen Reiseverkehrs im Vorjahr einen 73-prozentigen Rückgang. Gezählt wurden 9,7 Millionen Fluggäste. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2019 hatte man 35,5 Millionen Passagiere.

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Madeira nimmt Geimpfte von Testpflicht aus

Die portugiesische Insel Madeira gestattet es ab sofort mit einem Nachweis, dass eine Corona-Infektion überstanden wurde oder aber eine Impfung erfolgt ist, ohne negativem Testbefund einzureisen. Laut Tourismusverband muss die Bestätigung in englischer oder portugiesischer Sprache vorliegen und neben Name, und Geburtsdatum auch detaillierte Informationen zur Impfung enthalten. Das bedeutet, dass die Zeitpunkte der Impfungen aus auch die Bezeichnung des Impfstoffs angeführt werden muss. Bei Genesenen kann auch ein Antikörper-Befund vorgelegt werden, sofern dieser in englischer oder portugiesischer Sprache ist.

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Österreich: Tourismus, Gastro und Co bleiben dicht

Wenig überraschend verkündete die österreichische Bundesregierung am Montag, dass es vorerst zu keinen Lockerungen kommen wird. Zwar will man am 1. März 2021 über mögliche weitere Schritte entscheiden, doch in Richtung Touristik, Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen gab es eine klare Ansage: Vor Ostern können diese nicht mit Öffnungen rechnen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte, dass die nächsten Lockerungsschritte “frühestens rund um Ostern” gesetzt werden sollen. Bis dahin setzt er auf die ausgedehnte Teststrategie, die ab Anfang März auch kostenlose Heimtests beinhalten wird. Vorsicht: Diese berechtigten nicht zum Zutritt beim Friseur oder zur Einreise. Hierzu dienen beispielsweise die Gratis-Testungen in den Apotheken. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bezeichnete die momentane Situation in Österreich als “stabil”. Die nächsten beiden Wochen wären unter besonderer Beobachtung und eine “Weichenstellung” für mögliche Öffnungen rund um Ostern. Ob dieser vage genannte Zeitpunkt halten wird, ist unklar. Die Kurzzusammenfassung der jüngsten Pressekonferenz der Kurz-Regierung ist mit wenigen Worten erledigt: Hotels bleiben für Touristen geschlossen, Gastronomie, Kultur und Veranstaltungen bleiben dicht. Damit dürfte sich auch ein in Wien geplante Luftfahrt-Großveranstaltung am 18. März 2021 quasi erledigt haben. Übrigens: Auch Lounges am Flughafen fallen unter das Gastro-Verbot und dürfen nur Takeaway anbieten. Selbst die “Raucherkammerln” wurden mittlerweile behördlich geschlossen.

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Heathrow bittet Passagiere für Corona-Kosten zur Kasse

London-Heathrow führt als erster Flughafen in Europa aufgrund der Corona-Pandemie eine Sonderabgabe, die Passagiere zu leisten haben, ein. Gerechnet wird damit, dass Einnahmen in der Höhe von rund 135 Millionen Euro pro Jahr generiert werden können. Diese ist von den Airlines zu kassieren und wird als “United Kingdom Exceptional Regulatory Charge” tituliert. Die Höhe der Sonderabgabe beiträgt 8,90 Britische Pfund und fällt immer dann an, wenn ab Heathrow geflogen wird. Die Länge des Fluges bzw. die Beförderungsklasse spielen dabei keine Rolle. „Heathrow bietet seinen Partnern wichtige Flughafendienste wie das Gepäcksystem, Kollegenparkplätze, Check-in-Schalter und Dienstprogramme für Fluggesellschaften. Die Gebühr für die Nutzung dieser Dienste wird lediglich zur Deckung der Kosten für deren Bereitstellung berechnet. Heathrow erzielt mit diesen Diensten absolut keinen Gewinn. Um sicherzustellen, dass dies auch weiterhin der Fall ist, wird die Gebühr von der CAA genau überwacht und jährlich überprüft und mit den Flughafennutzern vereinbart – wie dies bei der diesjährigen Gebühr der Fall war. Die Kosten pro Passagier zur Deckung dieser Dienste schwanken natürlich in Abhängigkeit von der Anzahl der Passagiere, die den Flughafen nutzen”, erklärt eine Sprecherin des London-Heathrow Airports.

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Schulden: Softwarefirma verhindert Montenegro-Restart

Die Regierung Montenegros wollte, dass die kollabierte Montenegro Airlines ab 8. Feber 2021 wieder auf der Strecke Podgorica-Belgrad fliegt. Daraus wurde aber nichts, denn aufgrund von Schulden in der Höhe von über 100.000 Euro bei einem IT-Anbieter funktioniert die EDV nicht so wie erforderlich. Ex-Yu-Aviation berichtet, dass der einstige Staatscarrier bei SITA in der Kreide steht und solange die Verbindlichkeiten nicht bezahlt werden, gibt es auch keine Dienstleistungen. Nun will die Regierung, dass Montenegro Airlines am 20. Feber 2021 erneut abhebt. Dies soll aber nur eine Übergangslösung sein, denn mit To Montenegro wird eine Nachfolgegesellschaft ins Leben gerufen. Für diese sollen nun Start- und Landerechte sowie Slots gesichert werden. Aufgrund der massiv angespannten Finanzlage von Montenegro Airlines wird die Regierung möglicherweise Geld bereitstellen müssen, denn der einstige Staatscarrier kann seit einigen Monaten die Löhne nicht mehr bezahlen. Man entschied sich in Podgorica jedoch gegen Staatshilfen und schickt stattdessen die staatliche Fluggesellschaft in die Liquidation und baut einen Nachfolger auf.

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