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Reichlich spät: BER denkt über Shuttlebus nach

Weltweit gesehen gibt es an fast allen Flughäfen, deren Terminals sehr weit voneinander entfernt sind, kostenfreie Beförderungsmöglichkeiten. Beispielsweise Busse, an manchen Airports gibt es bahnähnliche Angebote. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, doch am Flughafen BER zeigt sich nun eine absurde Diskussion. Die Abfertigungsgebäude des heutigen Schönefeld-Airports werden nach der Inbetriebnahme der BER-Gebäude als Terminal 5 geführt. Dazu passte die Betreibergesellschaft bereits die Bezeichnungen der Gates an. Die Krux an der Sache ist aber, dass die Terminals 1+2 sowie 5 äußerst weit voneinander entfernt liegen. Vereinfacht gesagt am jeweils anderen Ende vom Gelände. Daher ist es notwendig diese mit einem Verkehrsmittel miteinander zu verbinden, um Umsteigern den Wechsel der Abfertigungshalle zu ermöglichen. Oder noch viel simpler: Es kommt immer wieder vor, dass Reisende versehentlich oder in Unwissenheit zum falschen Terminal fahren. Laut einem Bericht der lokalen Zeitung MOZ war seitens des BER bislang geplant, dass der Transport zwischen den beiden Terminals mit den normalen Verbindungen des Nahverkehrs, also Bus und Schnellbahn, bewerkstelligt werden sollen. Hierfür sollten die normalen Fahrscheinpreise zu bezahlen sein. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte dies heftig, denn die unterschiedlichen Tarifsysteme der beiden lokalen Verbände dürften wohl für Nicht-Berliner oder Nicht-Brandenburger, die lediglich vom einen zum anderen Terminal wollen, fast undurchblickbar sein. Die Interessensvertretung fordert daher unmissverständlich, dass die Flughafengesellschaft einen kostenlosen Shuttlebus, wie an den meisten Großflughäfen üblich, einrichten soll. Hierbei verweist man auch darauf, dass dies international Standard ist und machte damit einen Seitenhieb darauf, dass sich der BER stets als Großflughafen in der Öffentlichkeit vermarktet. Nun reagierte auch

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Umbuchungen: Die Tarifdifferenz wird immer fällig

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa und ihre Töchter Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines erheben bis Ende Dezember 2020 in allen Tarifklassen keine Umbuchungsgebühr. Das betrifft auch Economy Light. Allerdings kann – je nach gebuchtem Tarif – dennoch eine Aufzahlung anfallen, wenn der neue Flug teurer ist. Die Airlines der Lufthansa Group und viele Mitbewerber könnten sich bei vielen potentiellen Kunden das Vertrauen durch die laut Bundesverband Verbraucherzentrale absichtliche Missachtung der gesetzlichen Frist für die Rückerstattung von Tickets, die aufgrund der Coronakrise nicht genutzt werden konnten, verspielt haben. Noch immer warten tausende Kunden auf die Rückzahlung ihrer Ticketgelder. Die Tarife, die nun als „flexibel“ beworben werden, bedeuten lediglich, dass bei einer Umbuchung die pauschale Gebühr, die sonst für diesen Vorgang erhoben wird, nicht anfällt. Eine eventuelle Tarifdifferenz ist weiterhin aufzuzahlen und wenn der neue Flug günstiger ist gibt es kein Geld zurück. Davon ausgenommen sind erstattbare Flexi-Tarife, die in den Bestimmungen explizit vorsehen, dass keine Aufzahlung anfällt. Insofern ist die „neue Flexibilität“, die von der Lufthansa Group nun erneut beworben wird, nur sehr beschränkt zutreffend. Lediglich die Pauschalgebühr, sie sonst zusätzlich zur Tarifdifferenz verrechnet wird, ist zumindest bis Ende Dezember 2020 nicht zu entrichten. 

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Cargolux setzt Boeing 747-8 eine Maske auf

Luxemburgs Cargolux zeigt sich modetechnisch voll auf der Höhe der Zeit. Die Fracht-Fluggesellschaft verpasst ihrem Jumbo-Jet eine neue Speziallackierung, die sich sehen lassen kann: Ab sofort trägt das Flugzeug nämlich auf allen Flügen eine blaue Corona-Schutzmaske. Vorbildlich! Darüber hinaus steht unter dem Cargolux-Schriftzug der Maschine mit dem Kennzeichen LX-VCF: „Not without my mask“ – nicht ohne meine Maske. Damit möchte der Fracht-Flieger augenscheinlich, dass die Pandemie und die zugehörigen Hygienemaßnahmen – wie etwa das Tragen einer Schutzmaske – nicht in Vergessenheit geraten.

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Turkish nun ohne Boeing 737-700

Das türkische Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines flottete am 17. August 2020 die letzte Maschine des Typs Boeing 737-700 aus. Die TC-JKO wurde via Keflavik und Toronto Pearson nach Marana überstellt, berichtet CH-Aviation.com. Das betroffene Flugzeug ist 14,6 Jahre alt. Die Mittelstreckenflotte von Turkish Airlines besteht nun aus sechs Airbus A319, dreizehn A320-200, 86 A321ceo, 20 A321neo, 104 Boeing 737-800 und 15 Boeing 737-900ER. 12 Flugzeuge des Typs Boeing 737-800 werden von SunExpress in den Farben der Turkish-Abteilung Anadolujet, die ohne eigenes AOC Bestandteil des Unternehmens ist, betrieben.  Dem Vernehmen nach befindet sich Turkish Airlines derzeit in Gesprächen mit Boeing und Airbus, die das Ziel haben, dass vereinbarte Liefertermine aufgrund der Coronakrise nach hinten verschoben werden können.

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Marke „Adria Airways“ nun zum halben Preis

Nachdem im ersten Anlauf kein Käufer für die Marke Adria Airways gefunden werden konnte, unternimmst der Insolvenzverwalter nun einen zweiten Versuch. Das Mindestgebot wurde auf 50.000 Euro halbiert. Interessierte können noch bis zum 28. September 2020 ein Angebot beim Masseverwalter des insolventen Carriers einreichen. Die Abläufe rund um die Markenrechte unter der Eigentümerschaft von 4K Invest sind in Slowenien derzeit Teil des Ermittlungsverfahrens. Im Jahr 2016 wurden diese an eine nahestehende Firma zum Preis von acht Millionen Euro verkauft, ehe Anfang 2019 die auf Malta ansässige Gesellschaft in Adria Airways fusioniert wurde. Der Vorwurf, für den die Unschuldsvermutung gilt: Die Bücher der Fluggesellschaften sollen so aufgeblasen werden, um diese besser aussehen lassen zu können.

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Croatia will A320neo nicht mehr

Das kroatische Star-Alliance Mitglied Croatia Airlines soll sich mit Airbus in Verhandlungen über die Stornierung von vier Airbus A320neo befinden. Ursprünglich hätten die ersten beiden Einheiten im Jahr 2022 übergeben werden sollen. Die beiden anderen Exemplare wären in 2023 gefolgt. Laut Ex-Yu-Aviation leistete der Carrier bereits Anzahlungen in der Höhe von 8,5 Millionen Euro an Airbus. Zu welchem Preis die vier Mittelstreckenjets erworben wurden, wurde zu keinem Zeitpunkt öffentlich kundgemacht. Nun versucht man aus den Verträgen herauszukommen und bemüht sich in Verhandlungen zu erreichen, dass die bereits geleisteten Zahlungen für andere Dienstleistungen der Airbus Group genutzt werden können, so eine Sprecherin von Croatia Airlines gegenüber dem Portal.

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FlyBosnia steckt einziges Flugzeug in die Schrottpresse

Das einzige Flugzeug von FlyBosnia wird nun verschrottet. Die E7-FBA, ein 17 Jahre alter Airbus A319, wird an den Leasinggeber zurückgegeben und anschließend wartet das Scrapping auf den Mittelstreckenjet. Der Carrier selbst will künftig sämtliche Flüge von anderen Airlines durchführen lassen, berichtet Ex-Yu-Aviation. In diesem Zusammenhang baut FlyBosnia nochmals Personal ab. Auf den Linienstrecken kommt derzeit ein von GetJet Airlines betriebener Airbus A320 zum Einsatz. Auch ist es zum Wechsel an der Spitze der jungen Fluggesellschaft gekommen: Haris Čoloman stieg zum Chief Executive Officer auf. Sein Vorgänger hat das Unternehmen verlassen. Künftig will sich FlyBosnia stärker auf Charterverbindungen fokussieren und hat dabei Ziele von und nach Italien, Ägypten, Tunesien und Türkei ins Auge gefasst. Die eigenen Linienflüge, unter anderem nach Kuwait-City, werden momentan nur in sehr reduziertem Umfang durchgeführt.

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Weiterhin Käufer für Level Europe gesucht

Im Konkursverfahren der IAG-Tochter Level Europe GmbH ordnete das Landesgericht Korneuburg die weitgehende Schließung des Unternehmens an. Lediglich zwei Teilbereiche vorbehaltlich weiterer Entscheidungen des Insolvenzgerichts offen.  Dabei handelt es sich offensichtlich um jene Abteilungen, die für einen eventuellen Verkauf aus luftfahrtrechtlichen Gründen obligatorisch sind. Konkret handelt es sich laut Veröffentlichung des Gerichts um die Bereiche „Nominated Persons“ (vormals Postholder) und die Verwaltung, die beide nur sehr wenige Mitarbeiter umfassen. Bereits Ende Juni 2020 ordnete das Landegericht Korneuburg die Schließung der Teilbetriebe Niederlande, Deutschland und Österreich ein. Davon ausgenommen blieben in der Zentrale vorläufig die im vorherigen Absatz genannten Bereiche. Ende Juli 2020 ordnete der Konkursrichter nochmals explizit an, dass lediglich die Teilbetriebe Nominated Persons und Verwaltung vorläufig fortgeführt werden. Der Masseverwalter befindet sich derzeit auf der Suche nach einem möglichen Käufer für Level Europe GmbH und/oder einzelner Assets. Die zuletzt aus zwei Airbus A320 und vier A321 bestehende Flotte war geleast und wurde zwischenzeitlich an die Lessoren zurückgegeben und überwiegend bereits ausgeflogen. Einige Maschinen wurden nach Madrid überstellt. Ein wichtiges Datum im Konkursverfahren ist der 19. September 2020. Um 11 Uhr 30 wird findet eine Prüfungstagsatzung, die aufgrund der Corona-Pandemie als Videokonferenz durchgeführt wird, statt. Der Zweck des Termins ist: „Zur Prüfung der erst nach 15.07.2020, aber vor 29.08.2020 angemeldeten Forderungen. Alle bis 28.08.2020 eingebrachten Forderungsanmeldungen gelten als rechtzeitig eingebracht.“

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AK: KLM zahlt erst nach Klage zurück

Besonders in diesen Krisenzeiten muss sich die Kundschaft der Fluggesellschaften in Geduld üben, wenn es um Ticketrückerstattungen geht. Denn aufgrund der zahlreichen Anfragen kann es zu längeren Verzögerungen kommen. So auch bei einem österreichischen Ehepaar: Die Steirer hatten direkt bei der niederländischen KLM einen Flug von Graz nach Amsterdam und retour für Anfang April gebucht. Aufgrund der Corona-Pandemie hob die Maschine aber nie ab.   Zwei Monate versuchten die Steirer selbst, die 687 Euro für die beiden Flugtickets zurückzuerhalten – ohne Aussicht auf einen Erfolg. Als der Geduldsfaden endgültig riss, wandten sie sich an den AK-Konsumentenschutz. „Wir haben sofort an die KLM geschrieben, bekamen aber auch nur Standardantworten“, so Bettina Schrittwieser, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes. Ende Juli reichte man schließlich Klage auf Rückzahlung der Flugkosten ein. „Nach Klagseinbringung teilte die Airline mit, dass sie zahlen werde. Mitte August war das Geld da“, so die Konsumentenschützerin: „Unsere Gerichtskosten zahlten sie aber nicht. Diese klagen wir nun ein.“ Die KLM ist aber nicht die einzige Fluggesellschaft, die zurzeit geklagt wird: „Wir bereiten Klagen unter anderem gegen die Lufthansa, Ryanair, Eurowings, Emirates oder Turkish Airlines vor“, berichtet Schrittwieser. Sie alle sollen Flüge annulliert haben und würden nun die Ticketkosten nicht zurückzahlen, wie die Arbeiterkammer Steiermark mitteilt.

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EU-Kommission: Grünes Licht für Brussels-Rettung

Die EU-Kommission gibt grünes Licht und genehmigt die Staatshilfe der  Lufthansa-Tochter Brussels Airlines. Die belgische Regierung darf somit dem angeschlagenen Carrier unter die Flügel greifen.  Und das tut sie auch: Bereits Ende Juli einigte man sich auf eine staatliche Unterstützung in Höhe von 290 Millionen Euro. Die restlichen 170 Millionen Euro des Hilfspakets fließen von der Muttergesellschaft. Bereits zu Wochenbeginn sei das Paket vom deutschen Rettungsschirm für Unternehmen – dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) – genehmigt worden.  „Wir sind erleichtert, dass die Staatshilfe genehmigt wurde und werden uns jetzt ganz auf die rechtzeitige Umsetzung unseres Turnaround-Plans konzentrieren. Dank der Unterstützung und des Vertrauens, das wir von unserem Aktionär Lufthansa, der belgischen Regierung und all unseren Mitarbeitern erhalten, können wir eine starke und wettbewerbsfähige Brussels Airlines mit langfristigen Perspektiven schaffen. Dafür danke ich allen Beteiligten aufrichtig“, so Dieter Vranckx, CEO von Brussels.

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