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Reisen in einer unsicheren Welt: Auswärtiges Amt warnt vor Gefahren im Umgang mit Geld und Wertsachen im Urlaub

Die Ferienzeit ist für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres. Doch auch auf Reisen lauert die Gefahr, Opfer von Diebstahl oder Betrug zu werden. Eine aktuelle Analyse des Multi-Währungskonten-Anbieters Wise hat die Reiseempfehlungen des deutschen Auswärtigen Amtes für 50 beliebte Urlaubsländer ausgewertet und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. In einem Großteil der untersuchten Destinationen wird Reisenden geraten, besondere Vorsicht im Umgang mit Geld und Wertsachen walten zu lassen. Die Empfehlungen reichen von der Mitnahme von nur wenig Bargeld bis hin zur strikten Vermeidung von Abhebungen an Geldautomaten. Die Analyse zeigt, wie wichtig es ist, sich vor der Reise genau über die Sicherheitslage im jeweiligen Urlaubsland zu informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden. Sicher unterwegs: Die allgemeine Empfehlung des Auswärtigen Amtes Die allgemeine Grundregel für Reisende, so die Analyse von Wise, lautet: In allen 50 untersuchten Ländern sollten wichtige Dokumente, Geld und Ausweise an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Die Empfehlungen gehen jedoch weit darüber hinaus und werden von Land zu Land spezifischer. In 38 Ländern rät das Auswärtige Amt, nur das für den Tag benötigte Bargeld mitzunehmen und unnötige Wertsachen wie teuren Schmuck oder hochwertige Elektronik am besten im Hotel oder in der Ferienwohnung zu lassen. Diese Warnung betrifft nicht nur Länder in Afrika, Asien oder Südamerika, sondern auch Destinationen wie Australien, Neuseeland und die USA, die gemeinhin als sicher gelten. Eine weitere wichtige Empfehlung ist die Bevorzugung von bargeldlosen Zahlungen. Für 31 Länder wird geraten, nach Möglichkeit auf die Verwendung von Bargeld zu verzichten und stattdessen mit Karte

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Verkehrsbüro-Gruppe auf Expansionskurs: Radikaler Umbau der Hotelsparte und Fokus auf internationale Marken

Die österreichische Verkehrsbüro-Gruppe, einer der größten Tourismuskonzerne des Landes, leitet eine umfassende strategische Neuausrichtung ihrer Hotelsparte ein. Der Konzern, der bisher vor allem auf die Eigenmarke Austria Trend setzte, verlagert seinen Fokus nun auf die Kooperation mit globalen Hotelgiganten. In den kommenden Jahren sollen die meisten Hotels schrittweise in die Brands internationaler Partner wie Hilton, Marriott und Accor überführt werden. Dieser Schritt markiert eine Abkehr von der bisherigen Markenpolitik und ist Teil einer ehrgeizigen Expansionsstrategie, die nicht nur auf den Ausbau im Inland, sondern auch auf die Übernahme von Hotels in angrenzenden Nachbarländern zielt. Der Umbau, so der Vorstandsvorsitzende Martin Winkler, sei eine Reaktion auf die dynamischen Marktbedingungen und soll die nachhaltige Weiterentwicklung des gesamten Unternehmens sichern. Abschied von der Eigenmarke: Hin zu globalen Franchise-Partnern Bislang betrieb die Verkehrsbüro-Gruppe 21 Hotels unter ihrer Hausmarke Austria Trend. Lediglich drei Häuser, darunter ein Radisson Blu in Salzburg, waren bereits Teil von Franchisevereinbarungen. Diese Strategie ändert sich nun grundlegend. Die Gruppe hat beschlossen, die Zahl der Franchiseverträge mit den drei großen Playern der internationalen Hotellerie – Hilton, Marriott und Accor – zu intensivieren und zu exklusiven Partnern zu machen. Diese Umflaggung der Hotels, auch als „Rebranding“ bezeichnet, hat bereits begonnen und wird in den nächsten Jahren konsequent fortgesetzt. In Wien, dem größten Hotelleriestandort der Gruppe, sind bereits zwei Hotels als Spark by Hilton am Markt. Ein drittes, das historische Hotel Astoria, wurde nach einer umfassenden Renovierung als Curio by Hilton wiedereröffnet. Die Strategie zielt darauf ab, die Markenbekanntheit und Reichweite der internationalen Partner

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Berlin gegen EU-Pläne: Bundesregierung lehnt Aufweichung der Fluggastrechte ab

Die deutsche Bundesregierung lehnt eine geplante Aufweichung der EU-Fluggastrechte entschieden ab. In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen positioniert sich die Regierung gegen eine vom Rat der EU-Verkehrsminister beschlossene Reform. Der EU-Vorschlag sieht vor, die Schwelle für Entschädigungszahlungen für verspätete Flüge von derzeit drei auf bis zu sechs Stunden zu erhöhen und die Entschädigungsbeträge anzupassen. Die Bundesregierung hält eine solche „Abschwächung des Verbraucherschutzniveaus“ für inakzeptabel und tritt weiterhin für einen ausgewogenen Interessenausgleich zwischen Fluggästen, Luftfahrtunternehmen und der Reisebranche ein. Die Haltung Berlins ist ein klares Signal für den Erhalt der bewährten dreistündigen Verspätungsgrenze und könnte die laufenden Verhandlungen auf europäischer Ebene maßgeblich beeinflussen. Ein Vorschlag, der die Fluggäste benachteiligt: Die EU-Reformpläne Die Diskussion über eine Reform der EU-Fluggastrechteverordnung (EG 261/2004) ist nicht neu und wird seit Jahren auf europäischer Ebene geführt. Fluggesellschaften klagen immer wieder über die hohe finanzielle Belastung, die mit den Entschädigungszahlungen verbunden ist, und fordern eine Entlastung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Am 5. Juni dieses Jahres schien der Rat der EU-Verkehrsminister eine politische Einigung gefunden zu haben, die den Forderungen der Fluggesellschaften entgegenkommt. Der Vorschlag sieht eine drastische Erhöhung der Entschädigungsschwellen vor. Demnach sollen Passagiere erst ab einer Verspätung von vier bis sechs Stunden Anspruch auf Entschädigung haben, je nach Flugdistanz. Bislang haben Fluggäste gemäß der geltenden Verordnung ab einer Verspätung von drei Stunden Anspruch auf pauschale Zahlungen. Diese Staffelung soll nach dem Vorschlag des Ministerrates zugunsten der Fluggesellschaften verändert werden. Eine solche Reform würde die Verbraucherrechte deutlich einschränken und

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Künstliche Intelligenz: Deutsche Bahn testet Reiseassistenten „Kiana“ am BER

Reisende am Hauptstadtflughafen BER (Berlin Brandenburg) können seit Kurzem auf einen neuen digitalen Service der Deutschen Bahn zurückgreifen. Unter dem Namen „Kiana“ hat die Bahn eine mit Künstlicher Intelligenz (KI) betriebene Informationssäule im Terminal 1 aufgestellt. Das Pilotprojekt, das noch bis Mitte Oktober 2025 läuft, soll Passagieren mittels fortschrittlicher Sprachmodelle Auskunft über die schnellste und günstigste Bahnverbindung in die Berliner Innenstadt geben. Obwohl der digitale Assistent noch nicht ohne menschliche Unterstützung auskommt, markiert dieser Testlauf einen weiteren Schritt der Deutschen Bahn in die Digitalisierung ihrer Kundenbetreuung. Ein digitales Gesicht der Bahn: Die Funktionsweise von „Kiana“ Die unscheinbare, aber mit modernster Technik ausgestattete Säule steht auf der Zwischenebene des Terminal 1. Sie verfügt über einen Touchscreen, Lautsprecher und ein Mikrofon, die es Reisenden ermöglichen, direkt mit der Künstlichen Intelligenz in Interaktion zu treten. „Kiana“ nutzt sogenannte „Large Language Models“ (LLM), eine Technologie, die es der KI ermöglicht, menschliche Sprache zu verstehen und darauf basierend sinnvolle Antworten zu generieren. Das Ziel des Projekts ist es, Reisenden eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit zu bieten, Informationen über ihre Weiterreise zu erhalten. Fahrgäste können „Kiana“ Fragen stellen wie „Wie komme ich am schnellsten zum Alexanderplatz?“ oder „Was kostet die nächste Fahrt nach Berlin-Hauptbahnhof?“. Die Säule gibt daraufhin Auskunft über die nächste und die günstigste Bahnverbindung. Einige Einschränkungen gibt es jedoch: Ein Pilotprojekt mit Startschwierigkeiten Wie bei vielen neuen Technologien verläuft auch der Testbetrieb von „Kiana“ nicht reibungslos. Die Verantwortlichen der Deutschen Bahn räumen ein, daß die Sprachassistenz noch „holprig“ läuft. Die Technik versteht die Anfragen

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Airbus kämpft mit Herausforderungen: Auslieferungszahlen im Juli 2025 und die Erfüllung des Jahresziels

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat im Juli 2025 insgesamt 67 Flugzeuge an seine Kunden übergeben. Obwohl die Auslieferungen im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr etwas zurückgingen, hat das Unternehmen damit nach den ersten sieben Monaten des Jahres 373 Maschinen ausgeliefert und somit 45 Prozent seines ehrgeizigen Jahresziels von 820 Flugzeugen erreicht. Die Zahlen spiegeln die anhaltenden Herausforderungen wider, denen sich der Konzern gegenübersieht. Insbesondere Lieferengpässe bei Triebwerken und anderen wichtigen Bauteilen bremsen die Produktion. Trotz dieser Schwierigkeiten hält das Management unter Führung von Konzernchef Guillaume Faury an den Zielen fest. Der Ausblick auf das zweite Halbjahr bleibt somit von der Frage geprägt, ob der Konzern die Produktion so hochfahren kann, daß das Jahresziel noch erreicht wird. Die nackten Zahlen: Einblicke in die Julibilanz Im Juli 2025 wurden 67 Flugzeuge ausgeliefert, was einem Rückgang von zehn Maschinen im Vergleich zum Juli 2024 entspricht. Die Auslieferungen verteilten sich auf die verschiedenen Flugzeugfamilien von Airbus. Nach sieben Monaten des laufenden Geschäftsjahres steht Airbus nun bei 373 Auslieferungen. Um das Jahresziel von 820 Maschinen noch zu erreichen, müßte der Konzern im zweiten Halbjahr, also in den verbleibenden fünf Monaten, die Produktion deutlich steigern und im Durchschnitt mehr als 89 Flugzeuge pro Monat ausliefern. Dies wäre eine enorme Steigerung der Auslieferungsrate. Historisch gesehen sind die Auslieferungen im vierten Quartal immer am höchsten, da die Hersteller versuchen, ihre Jahresziele zu erfüllen. Ob diese Steigerung ausreichen wird, ist jedoch die entscheidende Frage. Herausforderungen in der Lieferkette: Triebwerke und Materialknappheit Ein wesentlicher Grund für die Verzögerungen sind

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Boeing 777-9 absolviert wieder Testflug: Meilenstein auf dem Weg zur Zertifizierung

Die Boeing 777-9, das größte zweistrahlige Passagierflugzeug der Welt, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Ein neu gebautes Flugzeug dieses Typs absolvierte am 5. August 2025 in Washington einen Testflug. Damit ist es das erste Mal seit fast fünf Jahren, daß eine neue Variante der 777X-Familie in die Luft stieg. Der erfolgreiche Erstflug, der rund zweieinhalb Stunden dauerte, ist ein bedeutender Fortschritt für das Langstreckenprogramm von Boeing, das in den letzten Jahren mit erheblichen Verzögerungen und technischen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Der Flug ist ein wichtiges Signal für die Kunden, die bereits mehr als 550 Flugzeuge der 777X-Familie bestellt haben. Ein Flug über Washington: Präzision und Technik am Himmel Der Erstflug der neuen Boeing 777-9 startete um 11:03 Uhr Ortszeit vom Paine Field in Everett, dem Produktionsstandort von Boeing. Die Maschine, die von einem erfahrenen Team aus Testpiloten und Ingenieuren gesteuert wurde, befand sich 2 Stunden und 27 Minuten in der Luft. Die Besatzung bestand aus Captain Ted Grady, dem Chefpiloten der 777X, und Captain Mark Brown, dem Projektpiloten der 777-9, sowie einer Reihe von Flugingenieuren und Analysten. Während des Fluges erreichte das Flugzeug eine Höhe von 39.000 Fuß (11.887 Meter) und eine Geschwindigkeit von 511 Knoten. Die Flugroute führte über den Bundesstaat Washington, bevor die Maschine um 13:30 Uhr sicher wieder auf dem Paine Field landete. Captain Grady äußerte sich nach der Landung sehr zufrieden: „Die 777-9 fliegt sich wunderschön, und dieses Flugzeug hat sich genau so verhalten, wie wir es erwartet haben.“ Seine Aussagen sind ein deutliches Zeichen des

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Ende einer intergalaktischen Partnerschaft: All Nippon Airways verabschiedet sich von Star Wars

Eine zehnjährige Zusammenarbeit zwischen der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) und dem Film-Franchise „Star Wars“ geht zu Ende. In einer offiziellen Mitteilung vom 4. August 2025 gab die Airline bekannt, daß die Partnerschaft im März 2026 ausläuft. Als Folge dieser Entscheidung wird das ikonische „R2-D2 ANA JET“, ein Boeing 787-9 Dreamliner mit einer auffälligen Lackierung, die an den beliebten Droiden erinnert, seinen letzten Flug am 6. August 2025 absolvieren. Das Ende dieser Zusammenarbeit markiert den Abschied von einer der bekanntesten Werbekampagnen in der jüngeren Luftfahrtgeschichte, die weltweit die Aufmerksamkeit von Luftfahrtenthusiasten und Filmfans gleichermaßen auf sich zog. Eine Reise in die Galaxie: Die Star Wars-Partnerschaft von ANA Die Partnerschaft zwischen ANA und dem Star Wars-Universum begann im Jahre 2015. Zum Auftakt der Kooperation lackierte die Fluggesellschaft einen ihrer Dreamliner (Boeing 787-9, Kennzeichen JA873A) im Design des Droiden R2-D2. Die Lackierung, die sich über den gesamten Rumpf des Flugzeugs zog, machte das Flugzeug zu einem sofortigen Publikumsliebling. Die Kooperation wurde in den darauffolgenden Jahren noch ausgeweitet. Im Jahre 2016 gesellte sich eine weitere Lackierung dazu: Ein Boeing 777-300ER (JA789A) erhielt ein Design, das dem Droiden BB-8 nachempfunden war. Diese Maschine wurde im Jahre 2022 ausgemustert. Ein drittes Flugzeug, ein Boeing 777-200 (JA743A), wurde im Design des goldenen Droiden C-3PO bemalt und trägt seitdem den Namen „C-3PO ANA JET“. Dieses Flugzeug ist neben der R2-D2-Maschine das zweite, das noch im aktiven Dienst der Fluggesellschaft steht. Die Lackierungen waren nicht nur ein äußerliches Merkmal. Auch das Kabinendesign und die Ausstattung an Bord

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Antwerpen im Minus: Flughafenbetreiber verzeichnet deutlichen Verlust und blickt sorgenvoll in die Zukunft

Der Flughafen Antwerpen (Deurne) befindet sich in einer schwierigen finanziellen Lage. Der Betreiber, die LEM Antwerpen, hat für das Jahr 2024 einen Nettoverlust von 658.000 Euro gemeldet, was eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Das operative Ergebnis des Flughafens wird maßgeblich durch staatliche Subventionen gestützt, was die strukturellen Defizite des Standorts offenlegt. Die Unternehmensleitung blickt auch für das Jahr 2025 mit Sorge in die Zukunft und warnt vor anhaltenden Verlusten. Der Flughafen sieht sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, darunter technische Probleme der wichtigsten Fluggesellschaft, steigende Betriebskosten und unklare staatliche Finanzierung. Finanzielle Schieflage: Subventionen als Rettungsanker Obwohl der Gesamtumsatz des Flughafens Antwerpen im Jahr 2024 mit 4,83 Millionen Euro leicht anstieg, reichte dies nicht aus, um die Verluste zu verhindern. Das gesamte Betriebsergebnis belief sich auf 10,81 Millionen Euro, wovon ein erheblicher Teil – nämlich 5,42 Millionen Euro – aus staatlichen Zuschüssen der flämischen Regierung stammte. Dies unterstreicht die Tatsache, daß der Flughafen ohne staatliche Unterstützung nicht eigenständig überlebensfähig wäre. Der Betreiber führt den gestiegenen Verlust auf mehrere Faktoren zurück. Ein wesentlicher Grund war die temporäre Einstellung der Flüge der Fluggesellschaft TUI während der Hauptsaison im Sommer. Diese Unterbrechung war auf technische Schwierigkeiten mit den neuen Embraer E2-Flugzeugen der Fluggesellschaft zurückzuführen, die eine wichtige Basis am Flughafen hat. Die Ausfälle in der lukrativsten Reisezeit trafen den Flughafen in seiner Einnahmenstruktur schwer. Zusätzlich zu den Umsatzeinbußen kämpft der Flughafen mit gestiegenen Kosten. Dazu gehören Ausgaben im Zusammenhang mit der Erneuerung von Umweltgenehmigungen, zusätzlichen Studien und, wie das Management

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Air Canada droht Streik: Flugbegleiter fordern faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen

Die Fluggesellschaft Air Canada sieht sich mit der drohenden Gefahr eines Streiks konfrontiert. Mehr als 10.000 Flugbegleiter von Air Canada und der Tochtergesellschaft Air Canada Rouge bereiten sich auf eine mögliche Arbeitsniederlegung im August 2025 vor, um gegen „unbezahlte Arbeit und Armutslöhne“ zu protestieren. Nach monatelangen, ergebnislosen Verhandlungen stimmten die Gewerkschaftsmitglieder mit überwältigender Mehrheit von 99,7 Prozent für einen Streik, sollte keine Einigung mit der Unternehmensleitung erzielt werden können. Die Flugbegleiter, vertreten durch die Air Canada-Sparte der kanadischen Gewerkschaft für öffentliche Angestellte (CUPE), beklagen, daß ihre Gehälter trotz der Milliardengewinne des Konzerns stagnieren. Die Airline betont derweil, daß sie an fairen Verhandlungen interessiert sei, um eine Störung der Reisepläne von hunderttausenden Passagieren zu vermeiden. Das Votum: Ein Zeichen tiefer Frustration Die Entscheidung für einen Streik ist der Höhepunkt einer langen Phase der Frustration bei den Flugbegleitern von Air Canada. Das überwältigende Votum von 99,7 Prozent, das in einer Gewerkschaftsabstimmung erzielt wurde, spiegelt die „tiefe Unzufriedenheit“ der Mitarbeiter wider. Laut der Gewerkschaft liegt die Schuld bei der Fluggesellschaft, die sich „weigert, in den Kernfragen fair zu verhandeln“. Wesley Lesosky, der Präsident der Air Canada-Sparte der CUPE, erklärte in einer Stellungnahme, daß die Airline die Verhandlungen unnötig in die Länge ziehe, anstatt sich auf die Anliegen der Mitarbeiter einzulassen. „Jetzt haben die Flugbegleiter Gelegenheit bekommen, sich zu äußern und dem Unternehmen mitzuteilen, daß es an der Zeit ist, ernsthaft zu verhandeln“, so Lesosky. Das Hauptaugenmerk der Gewerkschaft liegt dabei auf zwei zentralen Punkten: der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen. Die Verhandlungen über einen

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Künstliche Intelligenz und Flugpreise: US-Regierung untersucht KI-basierte Preisgestaltung bei Airlines

Die Diskussion um den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) in der Luftfahrtindustrie erreicht eine neue Ebene. US-Verkehrsminister Sean Duffy hat eine offizielle Untersuchung zum Einsatz von KI bei der individuellen Preisgestaltung von Flugtickets angekündigt. Diese Ankündigung folgt auf Bedenken, die von demokratischen US-Senatoren geäußert wurden. Sie befürchten, daß Fluggesellschaften KI nutzen könnten, um Preise bis zum „persönlichen Schmerzpunkt“ der Verbraucher zu erhöhen. Während Fluggesellschaften wie Delta Air Lines dementieren, KI für die individuelle Kundenpreisgestaltung einzusetzen, haben die jüngsten Entwicklungen eine Debatte über die Ethik und die Regulierung von KI-gesteuerten Preissystemen im Flugverkehr ausgelöst. Die Situation ist angespannt und könnte zu neuen gesetzlichen Regelungen führen, die den Einsatz dieser Technologie einschränken. Die Debatte um den „persönlichen Schmerzpunkt“: Eine Sorge der Politik Der aktuelle Konflikt entzündete sich, als drei demokratische US-Senatoren Ende Juli ihre Besorgnis über die KI-Strategie von Delta Air Lines äußerten. Sie befürchteten, daß die Fluggesellschaft KI-Technologie einsetzen könnte, um die Zahlungsbereitschaft einzelner Passagiere zu analysieren und die Ticketpreise entsprechend zu optimieren. Das Ziel wäre, den Preis so weit zu steigern, wie es der Kunde gerade noch akzeptiert – der sogenannte „persönliche Schmerzpunkt“. Eine solche personalisierte Preisgestaltung, die auf der Analyse von Kundendaten basieren würde, würde die traditionellen Modelle der dynamischen Preisgestaltung in der Luftfahrt über den Haufen werfen. Bisher haben Fluggesellschaften seit über dreißig Jahren dynamische Preisgestaltung verwendet, die Faktoren wie die aktuelle Nachfrage, die Treibstoffpreise und die Preise der Konkurrenz berücksichtigt. Der Einsatz von KI würde die Preissetzung jedoch auf eine neue, mikroskopische Ebene heben, indem sie potenziell Daten

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