
Emirates zieht sich vorerst aus dem israelischen Markt zurück
Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wirken sich weiterhin stark auf den kommerziellen Flugverkehr nach Israel aus. Jüngster Ausdruck dieser Entwicklung ist die vollständige Entfernung der Tel Aviv-Flüge aus dem Flugplan von Emirates für das Jahr 2026. Die Golf-Airline hatte ursprünglich geplant, ihre Verbindung von Dubai nach Tel Aviv im April 2026 wieder aufzunehmen, hat diese Pläne jedoch nun verworfen. Diese Entscheidung von Emirates spiegelt einen breiteren Trend wider: Zahlreiche internationale Fluggesellschaften, darunter namhafte Betreiber wie Turkish Airlines, Virgin Atlantic, Korean Air und American Airlines, hatten ihre Israel-Routen nach dem Konfliktbeginn im Jahr 2023 ausgesetzt oder eingestellt und viele davon noch nicht wieder aufgenommen. Aktuelle Daten zeigen, dass die Flugkapazität nach Israel im Vergleich zum Jahr 2023 deutlich zurückgegangen ist. Laut dem Luftfahrtanalyseanbieter Cirium haben die Fluggesellschaften 10,8 Prozent weniger Flüge nach Israel im Plan als vor zwei Jahren. Während Emirates einen vollständigen Rückzug aus dem Markt signalisiert, trotzt der Codeshare-Partner flydubai dem Trend und bedient die Strecke Dubai-Tel Aviv weiterhin mit einer Rekordfrequenz von bis zu zehn täglichen Flügen. Diese konträren Strategien innerhalb des Emirate-Flugbetriebs werfen ein Schlaglicht auf die Komplexität der kommerziellen Luftfahrt in einer geopolitisch sensiblen Region. Emirates‘ vorläufiger Marktaustritt Emirates hatte den Flugbetrieb nach Tel Aviv erst im Juni 2022 aufgenommen, was den ersten Markteintritt der Airline in Israel markierte. Die Verbindung, die mit einer Boeing 777-300ER bedient wurde, galt als großer Erfolg und bot Reisenden direkten Zugang zu Dubai sowie attraktive Weiterreisemöglichkeiten zu Zielen in Asien und Ozeanien, darunter Australien, die Malediven und Thailand.








