
EASA-Chef dämpft Erwartungen an schnelle Zulassung chinesischer Comac C919
Die Hoffnungen des chinesischen Flugzeugherstellers Comac auf eine baldige Zulassung seines Passagierjets C919 durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) haben einen deutlichen Dämpfer erhalten. Florian Guillermet, der geschäftsführende Direktor der EASA, erklärte gegenüber der französischen Publikation L’Usine Nouvelle, dass die Behauptungen von Comac, eine europäische Zertifizierung noch in diesem Jahr zu erhalten, unzutreffend seien. Er stellte klar, dass die C919 im Jahr 2025 keinesfalls zertifiziert werden könne und rechnet mit einem Abschluss des Zulassungsprozesses frühestens in drei bis sechs Jahren. Diese Aussage des EASA-Chefs widerspricht den optimistischen Prognosen aus China und wirft ein neues Licht auf die internationalen Ambitionen des chinesischen Flugzeugbauers. Formeller Antrag von Comac steht noch aus Guillermet betonte, dass die EASA zwar seit mehreren Jahren in Gesprächen mit Comac stehe, das chinesische Unternehmen jedoch noch keinen formellen Antrag auf Zertifizierung der C919 gestellt habe. Dieser Schritt ist jedoch eine zwingende Voraussetzung für die Einleitung des aufwendigen Zulassungsprozesses. Laut Guillermet würde eine Zertifizierung die umfassende Prüfung der Flugzeugzelle und ihrer Komponenten sowie die Durchführung von Testflügen beinhalten. Dies verdeutlicht, dass Comac noch einen erheblichen Aufwand betreiben muss, bevor die C919 die Voraussetzungen für den Betrieb im europäischen Luftraum erfüllt. Die Comac C919 ist ein Schmalrumpfflugzeug, das in seiner Größe mit Modellen wie dem Airbus A320 oder der Boeing 737 vergleichbar ist. Bislang wird dieser Flugzeugtyp jedoch ausschließlich von chinesischen Fluggesellschaften betrieben. Die aktuellen Schwierigkeiten des US-amerikanischen Herstellers Boeing, verbunden mit einem möglichen Handelskrieg, der Boeings Flugzeuge in vielen Märkten verteuern könnte, eröffnen theoretisch Chancen für Comac, in







