
SBB zieht Konsequenzen aus anhaltenden Verspätungen deutscher Eurocity-Züge
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben aufgrund chronischer Unpünktlichkeit von Eurocity-Zügen aus Deutschland drastische Maßnahmen ergriffen. Seit dem 29. April verkehren zwei bedeutende Linien, der EC 7 von Hamburg-Altona nach Interlaken Ost und der EC 9 von Dortmund nach Zürich, planmäßig nur noch bis zum Baseler Hauptbahnhof (Basel SBB). Für den Weiterverkehr innerhalb der Schweiz ab Basel setzt die SBB Ersatzzüge ein. Diese Entscheidung bedeutet für Reisende aus Deutschland, die diese Verbindungen nutzen möchten, einen zusätzlichen Umstieg in Basel. Die SBB begründet diesen ungewöhnlichen Schritt mit den erheblichen Beeinträchtigungen des eigenen, fein aufeinander abgestimmten Taktfahrplans durch die ständigen Verspätungen der Züge aus dem nördlichen Nachbarland. Der Schweizer Bahnbetrieb ist bekannt für seine hohe Pünktlichkeit und die nahtlosen Übergänge zwischen verschiedenen Zuglinien. Die verspätete Ankunft deutscher Eurocity-Züge in der Schweiz hatte in der Vergangenheit wiederholt zur Folge, daß sich diese Verspätungen auf das gesamte Schweizer Schienennetz übertrugen und somit die Pünktlichkeit vieler anderer Züge innerhalb der Eidgenossenschaft negativ beeinflußten. Um diese Kaskadeneffekte zu vermeiden und die Zuverlässigkeit des eigenen Angebots zu gewährleisten, sah sich die SBB nun zu diesem Schritt gezwungen. Betroffene und nicht betroffene Zuglinien Die von der Maßnahme betroffenen Linien EC 7 und EC 9 stellen wichtige Verbindungen zwischen Deutschland und beliebten Reisezielen in der Schweiz dar. Der EC 7 verbindet Norddeutschland über bedeutende Städte wie Hannover und Frankfurt am Main mit dem Berner Oberland und Interlaken Ost, einem touristischen Zentrum. Der EC 9 bietet eine Direktverbindung aus dem Ruhrgebiet über Köln und Mannheim nach Zürich, dem wirtschaftlichen Zentrum der








