
Schlafmangel und Sicherheitsrisiken: Reformbedarf nach Vorfall in der Terminal Control Unit Cairns
Am 3. September 2024 legte das Australian Transport Safety Bureau (ATSB) einen kritischen Sicherheitsbericht vor, der eine dringende Neubewertung der Arbeitszeiten und Ermüdungsmanagementsysteme für Fluglotsen in Australien fordert. Der Bericht beleuchtet einen alarmierenden Vorfall, bei dem ein Fluglotse aus Brisbane während einer Nachtschicht in der Terminal Control Unit (TCU) in Cairns schlafend am Schreibtisch gefunden wurde. Dieser Vorfall wirft ernsthafte Fragen zur Sicherheit und den Arbeitsbedingungen im australischen Luftverkehrsmanagement auf und zwingt zu weitreichenden Reformen. Der Vorfall ereignete sich am 8. Dezember 2022, als ein Anfluglotse in der TCU in Cairns für eine planmäßige Nachtschicht von 22:00 bis 06:00 Uhr Ortszeit eingeteilt war. Gegen 05:15 Uhr des folgenden Tages fand ein Kollege den Fluglotsen schlafend zwischen zwei Stühlen und mit einer Decke zugedeckt vor. Der Kollege weckte den schlafenden Fluglotsen, überprüfte, ob sich Verkehr im Luftraum befand oder Warnungen auf dem Display angezeigt wurden, und übergab anschließend die Kontrolle an den nächsten Lotsen. Ursachen und Sicherheitsmängel Der ATSB-Bericht stellt fest, dass der Fluglotse seine siebte Nachtschicht innerhalb von neun Tagen geleistet hatte und am Ende des Schichtblocks insgesamt zehn Nachtschichten in zwölf Tagen absolviert hatte. Die Verkürzung der Ruhezeiten führte zu einem signifikanten Schlafmangel, der als eine der Hauptursachen für den Vorfall identifiziert wurde. Laut Bericht trugen mehrere Faktoren zu diesem Zustand bei, darunter die aufeinander folgenden Nachtschichten, die Tageszeit und eine sehr geringe Arbeitsbelastung. Ein zentrales Manko war das unzureichende Ermüdungsmanagement. Das von Airservices Australia eingesetzte Instrument zur Bewertung und Kontrolle von Müdigkeit (FACT) konnte Situationen erkennen, die sich








