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Vereinigung Cockpit fordert flächendeckende Detektionsstandards und klare staatliche Zuständigkeiten

Ein Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat die Debatte über die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs in Deutschland neu entfacht. Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne auf dem Flughafengelände weist die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auf strukturelle Mängel bei der Erkennung und Bewertung unbemannter Flugsysteme hin. Der Verband sieht die primäre Schwachstelle nicht in fehlenden Abwehrtechnologien, sondern in der mangelhaften Früherkennung und uneinheitlichen Erfassung von Drohnensichtungen im Umfeld von Verkehrsflughäfen. Zudem fordert die Vereinigung Cockpit klar definierte Kompetenzen zwischen Flughäfen, Flugsicherung, Polizeibehörden und dem Bund sowie den Verbleib von Abwehrrechten in staatlicher Hand. Erfassungsdefizite und steigende Zahl von Verdachtsmeldungen Aus den Daten der Deutschen Flugsicherung (DFS) geht hervor, dass im ersten Halbjahr 2026 bundesweit 145 Behinderungen des zivilen Flugverkehrs durch unbemannte Luftfahrzeuge registriert wurden. Experten der Vereinigung Cockpit betonen jedoch, dass diese Zahlen differenziert bewertet werden müssen. Der Anstieg von Meldungen sei teilweise auf eine punktuell verbesserte Erfassungstechnik an einigen Standorten sowie auf erhöhte Aufmerksamkeit der Sicherheitsbehörden zurückzuführen. Seit dem Vorfall in Leipzig wurden die Kontroll- und Meldeverfahren an mehreren Großflughäfen intensiviert, was zu einer Häufung von Verdachtsmeldungen führte, von denen sich jedoch nicht alle im Nachhinein bestätigen ließen. Zwischen dem 4. August 2026 und Mitte August 2026 kam es an den Verkehrsflughäfen München, Hamburg, Hannover und Köln/Bonn zu zeitweisen Einschränkungen des Flugbetriebs, da Drohnensichtungen gemeldet wurden. In etlichen Fällen konnte das Vorhandensein eines Fluggeräts im Nachgang nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Für die Pilotenvertretung verdeutlicht dies, dass der Luftverkehr derzeit häufig auf ungesicherter Datengrundlage mit Betriebseinstellungen reagieren muss, da einheitliche

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Flughafen Wien und Heereslogistikschule vereinbaren Partnerschaft im Bereich der Logistik und Ausbildung

Die Flughafen Wien AG und die Heereslogistikschule des Österreichischen Bundesheeres haben eine engere Zusammenarbeit in mehreren logistischen und technischen Disziplinen beschlossen. Wie die Beteiligten im Rahmen der offiziellen Verleihung der Auszeichnung „Partner des Bundesheeres“ am Flughafen Wien bekanntgaben, erstreckt sich die Kooperation auf die Felder Luftfracht, Fahrzeugtechnik, Instandhaltung, Krisenlogistik sowie die gemeinsame Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Angesichts einer veränderten Sicherheitslage in Europa soll das Abkommen die zivil-militärische Schnittstelle an Österreichs wichtigstem Luftfahrtkreuz stärken. Das Vorhaben reiht sich ein in Bestrebungen, zivile Transportkapazitäten und militärische Versorgungsanforderungen im Rahmen der nationalen Krisenvorsorge enger aufeinander abzustimmen. Fünf operative Schwerpunkte der zivil-militärischen Zusammenarbeit Die Vereinbarung zwischen dem Flughafenbetreiber und der Bildungseinrichtung des Streitkräftebasiskommandos baut auf fünf definierten Themenfeldern auf. Ein primärer Fokus liegt auf der Luftfrachtlogistik und der Abwicklung spezieller Transporte. Die Heereslogistikschule und die Flughafen Wien AG planen gemeinsame Schulungsmaßnahmen, Workshops und den gegenseitigen Austausch von Fachpersonal. Dazu gehören Hospitationen und Praktika für Auszubildende und Führungskräfte beider Organisationen. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Kooperation im Bereich der Fahrzeugtechnik und Instandhaltung. Aufgrund der am Flughafen vorhandenen Werkstätten und Fuhrparks für Spezialfahrzeuge versprechen sich beide Seiten Synergien bei der Wartung und der technischen Qualifizierung. Darüber hinaus umfasst die Vereinbarung den Bereich der Qualitäts- und Prozesslogistik. Hierbei geht es um den Transfer von Know-how in der digitalen Lagersteuerung, der Qualitätsprüfung sowie der Handhabung von Gefahrgut nach internationalen Zivilluftfahrt- und Militärstandards. Krisenlogistik und Notfallmanagement im Fokus Einen zentralen Pfeiler der Partnerschaft stellt die Ausarbeitung gemeinsamer Konzepte für die Krisenlogistik und das Notfallmanagement dar. Geplante Übungsszenarien sollen

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Ungeplanter Zwischenstopp und gesetzliche Dienstzeitgrenzen verlängern Transatlantikflug von Delta Air Lines

Ein Flug der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines von Frankreich an die Westküste der Vereinigten Staaten hat sich am 13. August 2026 zu einer außergewöhnlich langen Reise entwickelt. Der Flug mit der Nummer DL81 sollte die rund 8.000 Kilometer lange Strecke vom Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle zum Zielort Seattle-Tacoma gewöhnlich in etwas mehr als zehn Stunden bewältigen. Aufgrund eines technischen Defekts an den Sanitäreinrichtungen sowie der im Anschluss überschrittenen Höchstarbeitszeiten der Besatzung benötigte die Maschine jedoch mehr als zwanzig Stunden und zwei ungeplante Zwischenlandungen in London und New York, um das Ziel zu erreichen. Der Vorfall verdeutlicht die betrieblichen Herausforderungen im internationalen Langstreckenverkehr, wenn technische Defekte mit luftfahrtrechtlichen Vorgaben zusammentreffen. Technische Beeinträchtigung in der Kabine und Umleitung nach London Die Maschine vom Typ Airbus A330-900 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen N410DZ hob am Nachmittag des 13. August 2026 in Paris ab. Kurze Zeit nach dem Erreichen der Reiseflughöhe stellten die Flugbegleiter einen Defekt an einer der Bordtoiletten fest. Austretende Flüssigkeit breitete sich in Teilen des Kabinenbodens aus, woraufhin die Flugbesatzung entschied, den Flug über dem Vereinigten Königreich abzubrechen und den Flughafen London-Heathrow anzusteuern. Da Delta Air Lines an diesem europäischen Großflughafen über eigenes technisches Bodenpersonal verfügt, sollte der Schaden vor Ort behoben werden. Für die Landung in London war eine Sondergenehmigung erforderlich, da das Flugzeug für einen Transatlantikflug voll aufgetankt war und somit das maximal zulässige Landegewicht überschritt. Da der Flugzeugtyp A330neo nicht über ein System zum Schnellablassen von Treibstoff verfügt, erklärten die Piloten vorsorglich einen Luftnotfall, um eine bevorzugte Landeerlaubnis zu erhalten. Die

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Emirates beantragt Streckenrechte für Flüge von Mailand nach Südamerika und fordert die Lufthansa-Gruppe heraus

Die Golf-Fluggesellschaft Emirates plant einen Ausbau ihres Streckennetzes ab Norditalien in Richtung Lateinamerika. Wie aus Berichten italienischer Medien hervorgeht, hat die Fluggesellschaft Streckenrechte für eine Direktverbindung vom Flughafen Mailand-Malpensa nach Lima in Peru beantragt. Das Vorhaben basiert auf der Nutzung von Sonderregeln des internationalen Luftrechts und trifft direkt auf die Pläne der Deutschen Lufthansa, die nach der geplanten Übernahme der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways ihr eigenes Angebot auf den Verbindungen über den Atlantik ausbauen möchte. Der Vorstoß von Emirates unterstreicht die veränderten Passagierströme und den zunehmenden Wettbewerb ausländischer Fluggesellschaften um lukrative Langstreckenmärkte in Europa. Nutzung der Fünften Freiheit für transatlantische Verbindungen Grundlage für die Expansionspläne von Emirates ab italienischen Flughäfen ist das Prinzip der sogenannten Fünften Freiheit des internationalen Luftrechts. Diese Regelung gestattet es einer Fluggesellschaft, Fluggäste und Fracht zwischen zwei fremden Staaten zu befördern, sofern der jeweilige Flug im Heimatland des Anbieters beginnt oder endet. Da Direktflüge von Dubai nach Südamerika aufgrund der großen Distanzen und der damit verbundenen Einschränkungen bei der Zuladung betrieblich an Grenzen stoßen, nutzt Emirates europäische Drehkreuze als Zwischenstopp für die Überquerung des Atlantiks. In Mailand-Malpensa wendet Emirates dieses Betriebsmodell bereits seit mehreren Jahren auf der Verbindung von Dubai über Mailand nach New York an. Die beantragte Linie nach Lima würde demselben Muster folgen und es der Fluggesellschaft erlauben, Passagiere ausschließlich für die Teilstrecke zwischen Norditalien und Peru an Bord zu nehmen. Nach Informationen aus der Luftfahrtbranche reisen jährlich rund 150.000 Passagiere aus dem Einzugsgebiet von Mailand nach Lima. Neben der Route nach Peru prüft

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Vertriebsoffensive im Sporttourismus: Qatar Airways verknüpft Stopover-Angebote mit Formel-1-Tickets

Die staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways und ihr Reiseveranstalterarm Qatar Airways Holidays erweitern ihr bestehendes Transitprogramm um Kombinationspakete für den Formel-1-Grand-Prix von Katar. Erstmalig können Passagiere, die über das Drehkreuz Hamad International Airport fliegen, Drei-Tages-Tickets für das Rennwochenende vom 27. bis 29. November 2026 auf dem Lusail International Circuit direkt gemeinsam mit Flug und Hotelunterkunft buchen. Die Angebote umfassen Steh- und Sitzplatzkategorien auf der T16-Tribüne und werden in vier verschiedenen Unterbringungsstufen von Standard bis Premium Beach mit flexiblen Check-in-Zeiten angeboten. Das Angebot reiht sich in die fortlaufende Strategie des Emirats Katar ein, den Flughafen Doha nicht mehr rein als Umsteigepunkt für weltweite Langstreckenverbindungen zu nutzen, sondern gezielt Transitpassagiere für Kurzaufenthalte im Land zu gewinnen. Durch das Sponsoring der Rennserie und die direkte Verbindung von Flugkapazitäten mit Großveranstaltungen versucht die Fluggesellschaft, die Auslastung ihrer Maschinen im späten November zu erhöhen und die lokale Hotellerie zu stützen. Die Pakete ergänzen bereits bestehende Reiseangebote für Motorsportfans und sind im Monatsverlauf über die Buchungsportale des Konzerns verfügbar. Branchenbeobachter werten die Verknüpfung von Linienflügen mit Sportveranstaltungen als bewährtes Mittel zur Steigerung des Ertrags pro Passagier. Allerdings sehen Kritiker in dieser Form der Bündelung auch Risiken bezüglich der Kapazitätssteuerung und Preistransparenz. Da Großereignisse wie die Formel 1 zu hohen Auslastungsspitzen im Zielgebiet führen, stehen die angebotenen Hotelkapazitäten in direktem Wettbewerb mit dem regulären Geschäfts- und Reiseverkehr. Zudem hängen derartige Pauschalangebote stark von der termingerechten Verfügbarkeit der Kontingente ab. Der wirtschaftliche Erfolg dieses Vertriebskonzepts bemisst sich daran, ob es gelingt, auch außerhalb der Spitzenzeiten des Rennwochenendes eine dauerhafte

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Neue Ermittlungsergebnisse zum Zwischenfall eines Airbus A320neo von Air India

Der Zwischenfall auf dem Air India Flug 2379 am 4. August 2026 rückt zunehmend in den Fokus internationaler Luftfahrtbehörden und Sicherheitsexperten. Was auf dem Weg von Phuket nach Delhi zunächst als Folge unvorhersehbarer Turbulenzen in Reiseflughöhe eingestuft wurde, erweist sich nach Auswertung der Flugdatenrekorder als komplexes technisches Versagen. Eine vorläufige technische Analyse des Flugzeugherstellers Airbus stellt fest, dass die Maschine des Typs Airbus A320neo mit dem Kennzeichen VT-EXO binnen kürzester Zeit einen Druckverlust in allen drei Hydraulikkreisläufen erlitt. Infolgedessen sackte das Flugzeug um rund 300 Fuß (etwa 90 Meter) ab, was zu erheblichen Unruhen in der Kabine und Verletzungen bei Passagieren und Besatzung führte. Parallel zu den technischen Ermittlungen belasten positive Drogentests beim Flugkapitän die Untersuchung. Sequenzieller Druckverlust in allen drei Hydrauliksystemen Flugzeuge der Airbus-A320-Familie verfügen über drei voneinander unabhängige Hydrauliksysteme, die intern als grüner, blauer und gelber Kreislauf bezeichnet werden. Diese Dreifachredundanz soll sicherstellen, dass selbst beim Ausfall von zwei Systemen die Manövrierfähigkeit des Flugzeugs jederzeit gewährleistet bleibt. Ein gleichzeitiger oder unmittelbar aufeinanderfolgender Ausfall aller drei Systeme galt in der zivilen Luftfahrt bislang als äußerst unwahrscheinlich. Die Auswertung des Digital Flight Data Recorders zeigt jedoch, dass kurz vor dem Zwischenfall über dem Bundesstaat Odisha sequenziell der Druck in allen drei Leitungen abfiel. Erst fiel das grüne System aus, binnen einer Sekunde folgten das blaue und das gelbe System. Durch diesen vollständigen Verlust des Hydraulikdrucks standen den Piloten für etwa vier Sekunden wichtige Steuerflächen – darunter das Höhenruder für die Längsneigung und die Querruder für die Rollbewegung – nicht zur

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Finanzielle Restrukturierung bei Air Baltic: Anleihegläubiger stimmen Zahlungsaufschub zu

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat einen ersten Schritt zur Abwendung einer unmittelbaren Liquiditätskrise vollzogen. Wie das Unternehmen am 17. August 2026 mitteilte, haben die Inhaber seiner Anleihe im Gesamtvolumen von 380 Millionen Euro und einem Zinssatz von 14,50 Prozent maßgeblichen Zugeständnissen zugestimmt. Damit setzt das Management eine Übergangsregelung durch, die Zinszahlungen vorerst aussetzt und dem Carrier Atempause bei der Verfolgung eines umfassenden Sanierungsplans verschafft. Die Maßnahme geht mit einer drastischen Verkleinerung der Flugzeugflotte, einer Konzentration auf das Drehkreuz Riga sowie dem Versuch einher, weiteres Kapital im dreistelligen Millionenbereich einzuwerben. Kapitalisierung von Zinsen und Aussetzung von Auflagen Die Gläubiger billigten auf einer Gläubigerversammlung am 17. August 2026 Beschlüsse, die bereits am 28. Juli 2026 im Wege einer Ergänzungseinladung angekündigt worden waren. Die notwendigen Quoren wurden erreicht: Es waren Investoren anwesend, die mehr als 25 Prozent des ausstehenden Nennwerts vertraten, und mehr als 75 Prozent der abgegebenen Stimmen fielen zugunsten der Vorschläge aus. Kern der Vereinbarung ist die Kapitalisierung der am 14. August 2026 und am 14. November 2026 fälligen Zinszahlungen. Diese Beträge werden nicht liquide ausgezahlt, sondern dem Hauptbetrag der bis 2029 laufenden Anleihe zugeschlagen. Darüber hinaus gewähren die Gläubiger ein vorübergehendes Aussetzen der Mindestliquiditätsquote bis zum 14. November 2026. Flankierend wurden Bestimmungen bezüglich des Reservekontos für den Schuldendienst ausgesetzt sowie Fristen und Beschlussfähigkeit für künftige Versammlungen angepasst. Diese Entlastungen bieten dem Unternehmen zwar kurzfristigen Spielraum, lösen das Grundproblem der hohen Schuldenlast jedoch nicht dauerhaft. Restrukturierung und deutlicher Flottenrückbau Das Flugunternehmen sieht sich zu einem tiefgreifenden Umbau gezwungen. Am 11.

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Indien will 60 Transportflugzeuge beschaffen

Das indische Verteidigungsministerium hat am 12. August 2026 mit der förmlichen Ausgabe einer Ausschreibung den Wettbewerb für die Beschaffung von 60 mittleren Transportflugzeugen eingeleitet. Das Projekt hat ein geschätztes Finanzvolumen von etwa einer Billion Rupien, was rund 10,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Ausschreibung richtet sich an fünf indische Industrieunternehmen, die im Rahmen der nationalen Rüstungsinitiative mit ausländischen Flugzeugbauern zusammenarbeiten müssen. Ziel des Vorhabens ist der schrittweise Ersatz der veralteten sowjetischen Transportflotten der Typen Antonow An-32 sowie der schwereren Iljuschin Il-76. Im Zentrum des Wettbewerbs stehen derzeit die Muster C-130J Super Hercules des US-amerikanischen Herstellers Lockheed Martin und die C-390 Millennium des brasilianischen Konzerns Embraer. Ausschreibungsverfahren und indische Industriepartner Das Verfahren zur Beschaffung der neuen Flugzeuge wird unter Einbindung der heimischen Verteidigungsindustrie durchgeführt. Die Anforderungsspezifikationen wurden vom indischen Verteidigungsministerium direkt an fünf inländische Unternehmen übermittelt. Dazu gehören die privaten Industrie- und Rüstungskonzerne Tata Advanced Systems, Mahindra, Adani Defence and Aerospace sowie Reliance Defence. Als einziger staatlicher Luftfahrtkonzern ist zudem Hindustan Aeronautics Limited an dem Verfahren beteiligt. Die Ausschreibung sieht vor, dass jedes der ausgewählten indischen Unternehmen ein Konsortium mit einem internationalen Flugzeugentwickler bildet. Zwei dieser Partnerschaften wurden bereits im Vorfeld der offiziellen Tender-Veröffentlichung öffentlich bekannt gemacht. Tata Advanced Systems schloss am 10. September 2024 eine Kooperationsvereinbarung mit Lockheed Martin zur Vermarktung der C-130J-30 Super Hercules. Bereits am 9. Februar 2024 unterzeichneten Mahindra und Embraer in Neu-Delhi eine Absichtserklärung über die gemeinsame Angebotserstellung für die C-390 Millennium. Die drei übrigen indischen Unternehmen haben bisher noch keine ausländischen Partner für das Verfahren genannt.

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Verschiebung im Reiseverhalten der deutschen Bevölkerung: Höchstwert bei Inlandsreisen und Erholung im Segment der Dienstreisen

Das Reiseverhalten der Bevölkerung in Deutschland wies im Jahr 2025 signifikante Veränderungen auf. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, sank die Gesamtzahl der mehrtägigen Privat- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 1,1 Prozent auf insgesamt 274 Millionen Fahrten. Während die Auslandsreisen spürbar zurückgingen, verzeichneten Reisen innerhalb der Bundesrepublik einen Höchststand. Parallel dazu hat sich der Markt für geschäftlich veranlasste Reisen weiter gefestigt und das Niveau aus der Zeit vor den weltweiten Reisebeschränkungen nahezu wieder erreicht. Bei den genutzten Transportmitteln ergaben sich hingegen keine wesentlichen Veränderungen. Das Automobil blieb das mit Abstand am häufigsten gewählte Verkehrsmittel für Urlaubs- und Dienstreisen. Rekordwerte bei Inlandsreisen und Rückgang im Auslandsgeschäft In der Summe führte der Trend im Jahr 2025 zu einer Bündelung der Reiseaktivitäten auf das Bundesgebiet. Das Statistische Bundesamt registrierte für das Inland insgesamt 169 Millionen mehrtägige Reisen. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,9 Prozent gegenüber dem Jahr 2024. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem letzten Vergleichsjahr vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, lag die Zahl der Inlandsreisen um 5,0 Prozent höher. Entgegengesetzt entwickelte sich die Nachfrage nach Reisezielen im Ausland. Die Zahl der grenzüberschreitenden Fahrten sank 2025 um 8,3 Prozent auf 105 Millionen Auslandsreisen. Trotz dieses Rückgangs im Vorjahresvergleich verblieb das Niveau der Auslandsreisen noch um 5,4 Prozent über dem Wert des Jahres 2019. Der Auslandsmarkt verzeichnete somit nach der dynamischen Erholungsphase der ersten Nach-Corona-Jahre eine merkliche Dämpfung. Hinsichtlich der Zielgebiete im internationalen Reiseverkehr zeigte sich eine hohe Kontinuität. Wie in den Jahren zuvor blieb Italien

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Schweizer Plattform Peakjet erprobt Semi-Private-Flüge ab Zürich

Die Schweizer Technologie- und Vertriebsplattform Peakjet hat am 1. August 2026 ihren kommerziellen Erstflug zwischen dem Flughafen Zürich und Palma de Mallorca durchgeführt. Das Unternehmen erprobt damit die Übertragung des in den USA verbreiteten Konzepts der Semi-Private Aviation auf den europäischen Flugreisemarkt. Bei diesem Modell buchen Passagiere einzelne Sitzplätze in Geschäftsreiseflugzeugen, anstatt das gesamte Flugzeug zu chartern oder reguläre Linienflüge zu nutzen. Da Peakjet über kein eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis verfügt, erfolgt die flugbetriebliche Abwicklung über den etablierten Business-Aviation-Anbieter VistaJet auf Maschinen des Typs Embraer 650 Legacy. Das Vorhaben wird von erfahrenen Führungskräften der Luftfahrtbranche geleitet und zielt auf das Marktsegment der gehobenen Freizeit- und Geschäftsreisen ab. Das Geschäftsmodell basiert auf einer vermittelnden Marktplatz-Technologie, steht jedoch vor den betriebswirtschaftlichen Herausforderungen schwankender Auslastungsraten und hoher fixer Flugstundenkosten. Konzept und operative Struktur der neuen Flugplattform Das Prinzip der Semi-Private Aviation versucht die zeitlichen und organisatorischen Abläufe der allgemeinen Luftfahrt mit den Einzelplatz-Vertriebsstrukturen des klassischen Linienflugverkehrs zu kombinieren. Passagiere nutzen für den Abflug und die Ankunft die separaten Terminals der General Aviation, wodurch sich die Abfertigungszeiten vor dem Start im Vergleich zum regulären Terminalbetrieb verkürzen. Bei Peakjet liegt das Zeitfenster für den Check-in bei rund 45 Minuten vor dem geplanten Abflug. Ein zentrales Merkmal der Unternehmensstruktur ist der Verzicht auf eine eigene Flugzeugflotte und ein eigenes Betreiberzertifikat. Die Muttergesellschaft Peak Plus AG versteht sich als digitale Buchungs- und Marktplatzplattform. Das operative Risiko der Durchführung, die Wartung der Luftfahrzeuge sowie das Stellen der Flugbesatzungen liegen vollständig bei Partnerunternehmen wie der deutschen Tochtergesellschaft der VistaJet GmbH. Für

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