
Ryanair rechnet mit weiterer Konsolidierung der Luftfahrt
Die Ryanair Group vermutet, dass es innerhalb der nächsten beiden Jahre zu einer weiteren Konsolidierung der europäischen Luftfahrt kommen wird. Die Anbietervielfalt werde sich weiter reduzieren und dies würde unweigerlich zu Lasten der Passagiere gehen, denn dadurch würden auch die Ticketpreise steigen. Erst vergangene Woche wurde bekanntgegeben, dass Lufthansa mit vorerst 41 Prozent bei Ita Airways einsteigen wird. Zu einem späteren Zeitpunkt will man den Alitalia-Nachfolger, der momentan tief in der Verlustzone steckt, komplett übernehmen. Damit kauft man sich in großen Stil in den italienischen Markt ein und wischt gleichzeitig dem Skyteam eines aus, denn mit dem Übertritt in die Star-Alliance ist zu rechnen. In Portugal sucht man nach einem Käufer für Tap. Mal wieder, denn der Carrier wurde vor einigen Jahren bereits privatisiert, jedoch in mehreren Schritten schleichend erneut verstaatlicht. Für das Star-Alliance-Mitglied sollen sich die IAG, Air France-KLM und Lufthansa interessieren. In Spanien wurde Air Europa mehr oder weniger schon an die International Airlines Group verkauft, jedoch gibt es noch kein grünes Licht seitens der EU-Kommission, die erhebliche wettbewerbsrechtliche Bedenken hat. Schon vor der Corona-Pandemie galt SAS als potentieller Übernahmekandidat . Immer wieder wurde Lufthansa nachgesagt, dass man am skandinavischen Star-Alliance-Partner großes Interesse habe. Zu offiziellen Übernahmeverhandlungen ist es bislang nicht gekommen. Es dürfte aber nur noch eine Frage der Zeit sein bis sich zumindest die staatlichen Mehrheitseigentümer von ihren Anteilen trennen werden. Auf der anderen Seite der Ostsee soll die staatliche Air Baltic wieder privatisiert werden, jedoch gibt es noch keinen Zeitplan für einen etwaigen Verkauf. Weitere








