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Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht: Wizz Air Abu Dhabi sagt Russland-Flüge ab

Die Fluggesellschaft Wizz Air Abu Dhabi wollte eigentlich ab Herbst 2022 wieder zwischen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und Moskau-Vnukovo fliegen. Diesen Plan hat man nun abgesagt und den Verkauf eingestellt. Während man mit dem ungarischen AOC aufgrund der gegenseitigen Luftraumsperren Ziele in der Russischen Föderation nicht anfliegen darf, wäre dies mit dem Zertifikat der Tochtergesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten möglich. Wizz Air Abu Dhabi wäre auch nicht der einzige Anbieter, jedoch jener, der aufgrund des starken Europabezugs im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. So ist es nicht verwunderlich, dass sich Wizz Air in sozialen Medien einen regelrechten Shitstorm eingehandelt hat. Einerseits bewirbt man, dass man Freitickets an ukrainische Staatsbürger vergibt und diese damit unterstützen möchte und auf der anderen Seite will die VAE-Tochtergesellschaft wieder die russische Hauptstadt ansteuern. Dass dieser Spagat nicht gelingen kann, zeigen unzählige Reaktionen in sozialen Medien. Allerdings dürfte hinter der Entscheidung, dass die Russland-Flüge auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt werden, auch ein gänzlich anderer Umstand stecken. Die komplette Flotte der Wizz Air Group ist geleast. Äußerst viele Maschinen sind Eigentum U.S.-amerikanischer Lessoren und dazu kommt, dass die börsennotierte Muttergesellschaft beispielsweise mit IndiGo-Partners große Aktionäre aus den Vereinigten Staaten von Amerika hat. Die USA legen die Sanktionen gegen Russland sehr streng aus und verpflichten amerikanische Unternehmen auch, dass diese sicherstellen müssen, dass diese auch von Töchtern bzw. Beteiligungen im Ausland eingehalten werden. Die Folge daraus: Wizz Air Abu Dhabi bekommt indirekt erheblichen Druck aus den Vereinigten Staaten von Amerika und weil den U.S.-Unternehmen bei

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Herbst 2022: SAS streicht abermals 1.600 Flüge

Die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft SAS dehnt die Kürzungen im Flugplan weiter aus. Von etwa 39.000 im Herbst 2022 geplanten Flugverbindungen werden rund 1.600 gestrichen. Die überwiegende Mehrheit betrifft den Verkehr innerhalb Europas. Das Unternehmen nennt als Ursachen sowohl Personalmangel als auch die verspätete Übernahme von Neubestellungen. Man habe im Herbst 2022 auch deshalb zu wenige Piloten zur Verfügung, weil viele ihre Jahresurlaube nachholen würden. Im Juli 2022 legten die Flugzeugführer den SAS-Flugbetrieb über mehrere Tage hinweg lahm. Die Muttergesellschaft SAS Group meldete in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 an. Mit den Pilotengewerkschaften wurde eine Einigung erzielt.

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Air Baltic verlängert Wetlease-Verträge mit Carpatair

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat die seit einiger Zeit bestehenden Wetlease-Verträge mit Air Balitc bis vorerst 29. Oktober 2022 verlängert. Das rumänische Luftfahrtunternehmen fliegt mit einer Fokker 100 und einem Airbus A319 ab Riga auf zahlreichen Strecken für Air Baltic. Der lettische Carrier selbst ist derzeit mit mehreren A220-300 im Auftrag von Eurowings Discover, Eurowings und SAS im Wetlease-Einsatz. Im Winterflugplan 2022/23 wird man mit sechs Maschinen dieses Typs für Swiss fliegen. Bedingt dadurch, dass ein nicht unerheblicher Teil der Air-Baltic-Flotte für andere Airlines unterwegs ist, hat man im eigenen Streckennetz einen Engpass. Diesen kompensiert man mit eigemietetem Fluggerät. Weiters muss Air Baltic mit Wirksamkeit September 2022 das Angebot reduzieren, da Airbus Canada derzeit Lieferprobleme im Bereich benötigter Ersatzteile hat. Aus einer Kombination aller Gründe hat man die Wetlease-Verträge mit Carpatair bis zum Ende der Sommerflugplanperiode 2022 verlängert. Neu unter Vertrag genommen hat Air Baltic die Fluggesellschaft Cyprus Airways. Seit Juli 2022 fliegt das zypriotische Luftfahrtunternehmen mit einem Airbus A320 für die Letten. Die Maschine kommt überwiegend ab der Homebase Riga zum Einsatz. Vorerst ist der Wetlease-Auftrag bis Ende August 2022 befristet, jedoch besteht die Option auf Verlängerung.

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München: Blue Air zieht Iasi-Start vor

Die rumänische Billigfluggesellschaft Blue Air plant die Nonstopverbindung zwischen Iasi und München früher als ursprünglich angekündigt aufzunehmen. Der Carrier will bereits ab 30. Oktober 2022 zwischen den beiden Städten fliegen. Zunächst sollen zwei wöchentliche Umläufe, die an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag durchgeführt werden sollen, angeboten werden. Als Fluggerät sind Boeing 737-500 und -800 geplant. Mit Wirksamkeit zum 1. Dezember 2022 bis 22. Dezember 2022 sowie von 8. Jänner 2023 bis 29. Jänner 2023 will man dreimal wöchentlich fliegen. Der dritte Umlauf soll jeweils am Verkehrstag Dienstag durchgeführt werden. Außerhalb der zuvor genannten Zeiträume sind zwei Rotationen pro Woche geplant, die für die Verkehrstage Donnerstag und Sonntag geplant sind. Der rumänische Flughafen Iasi befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Grenze zur Republik Moldau. Dieser Airport wird zunehmend als Alternative für Chisinau genutzt. Die Fahrzeit zwischen dem Flughafen Iasi und der Hauptstadt der Republik Moldau beträgt etwa 2,5 Stunden. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert es erheblich länger.

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Lufthansa kürzt den Winterflugplan 2022/23

Deutschlands größte Fluggesellschaft, Lufthansa, nimmt bereits jetzt zahlreiche Verbindungen aus dem Winterflugplan 2022/23 heraus. Die Kürzungen betreffen in erster Linie den innerdeutschen und europäischen Verkehr, jedoch reduziert man auch die eine oder andere Langstrecke. Der Carrier informierte die Vertriebspartner in einem Rundschreiben über die jüngsten Anpassungen. Ans Begründung nennt Lufthansa unter anderem, dass man den „Fluggästen einen verlässlichen und planbaren Flugplan anbieten“ will. Bereits jetzt sollen betroffene Passagiere direkt bzw. über ihre Reisebüros über etwaige Streichungen informiert werden. Der Kranich-Konzern nennt keine Details wie viele Flüge man tatsächlich aus der Planung genommen hat. Es soll sich jedoch überwiegend um Verbindungen, für die es Ersatzbeförderungsmöglichkeiten gibt, handeln. Ab Frankfurt und München wird auch das Angebot auf der Langstrecke punktuell reduziert. Lufthansa musste den Sommerflugplan 2022 in mehreren Schritten aufgrund von akutem Personalmangel kürzen. Dieser betrifft sowohl den eigenen Konzern als auch Flughäfen, die man im Streckennetz hat. Die jüngsten Kürzungen sind ein Indiz dafür, dass man nicht damit rechnet, dass man den Engpass über den Winter 2022/23 in den Griff bekommen wird. Allerdings nehmen auch andere Fluggesellschaften viele Flüge aus der Planung, denn in der Branche rechnet man damit, dass aufgrund der starken Inflation, aber auch wegen möglicher neuerlicher Coronamaßnahmen, die Nachfrage stark einbrechen könnte.

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Spanien: Zehntägiger Streik bei Iberia Express steht bevor

Bei der Fluggesellschaft Iberia Express steht ein zehntägiger Streik des Kabinenpersonals bevor. Sofern zuvor keine Einigung erzielt wird soll dieser im Zeitraum von 28. August bis 6. September 2022 über die Bühne gehen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich rund 517 in Madrid beschäftigte Mitarbeiter der Iberia-Tochter beteiligen könnten. Hintergrund der Unstimmigkeit zwischen Arbeitnehmervertretern und Arbeitgeber ist, dass die Gewerkschaften der Ansicht sind, dass sich im neuen Tarifvertrag die Arbeitsbedingungen bessern müssen. Die Gewerkschaft USO kritisiert die Geschäftsführung von Iberia Express heftig und wirft dieser vor, dass geforderte Verhandlungen nicht ernst genommen werden. Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter bestehe die einzige Möglichkeit den Druck zu erhöhen in einem Streikaufruf. Sollte der Streik tatsächlich stattfinden, würde er den Betrieb am 28., 29., 30. und 31. August sowie am 1., 2., 3., 4., 5. und 6. September 2022 beeinträchtigen. Die tatsächliche Beteiligung an den Arbeitsniederlegungen bleibt es abzuwarten, denn beim Konkurrenten Ryanair rief USO wiederholt zum Streik auf, jedoch nahmen daran nur wenige Mitarbeiter teil. In Spanien konkurrieren mehrere Gewerkschaften um die Gunst des Kabinenpersonals.

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Norse Atlantic UK hat behördlichen Abnahmeflug absolviert

Das sich im Zulassungsverfahren befindliche Luftfahrtunternehmen Norse Atlantic UK absolvierte am Donnerstag den behördlichen Abnahmeflug. Dieser wurde ab Newquay mit der Boeing 787-9 mit der Registrierung G-CKOF durchgeführt. Norse plant auf dem Flughafen London-Gatwick eine Basis zu errichten. Derzeit werden die LGW-Flüge im Rahmen der Fünften Freiheit von Oslo aus durchgeführt. Das wird sich künftig ändern, jedoch ist hierfür ein AOC des Vereinigten Königreichs notwendig. Dies hat man vor einiger Zeit bei der britischen Zivilluftfahrtbehörde beantragt. Norse Atlantic UK befindet sich im finalen Zulassungsprozess. In diesem Rahmen musste die künftige Fluggesellschaft auch einen behördlichen Abnahmeflug absolvieren. Dieser fand am 18. August 2022 statt und führte von/nach Newquay. Bereits am 29. Juli 2022 absolvierte der junge Carrier einen Testflug ab diesem Airport. Die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung durch die Zivllluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs wird für die nächsten Tage erwartet. Das erste Flugzeug von Norse Atlantic UK ist die Boeing 787-9 mit der Registrierung G-CKOF. Es handelt sich um ein 4,6 Jahre altes Flugzeug, das von AerCap geleast wird. Ursprünglich wurde dieser Dreamliner an die nicht mehr existierende Norwegian Air UK ausgeliefert.

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Kroatien: ETF Airways stockt Flotte um zwei Maschinen auf

Die kroatische Fluggesellschaft ETF Airways will im kommenden Jahr expandieren. Die Flotte soll um zwei weitere Maschinen erweitert werden. Noch macht man keine Angaben zum Typ, jedoch ist davon auszugehen, dass es sich um Boeing 737 handeln wird. ETF Airways ist auf die Erbringung von Charter- und ACMI-Dienstleistungen spezialisiert. Derzeit verfügt man über drei Boeing 737-800, die im Kundenauftrag außerhalb von Kroatien stationiert sind. Eine Maschine fliegt ab Pristina, die zweite ab Amsterdam und die dritte ab Paris. Für die beiden Neuzugänge hat man offenbar schon Auftraggeber in Aussicht. „ETF hat nicht das Ziel, eine große Linienfluggesellschaft zu werden. Unser Hauptziel ist es, die Chancen zu nutzen, die wir in den kommenden Jahren durch Charterflüge und ähnliche Vereinbarungen, vor allem auf dem EU-Markt, durch einen flexiblen und zuverlässigen Service erwarten“, so der Carrier in einer Stellungnahme. Einer breiten Öffentlichkeit wurde die kroatische Fluggesellschaft aufgrund des Kaninchen-Vorfalls in Bremen bekannt. Im Nachgang forderte das Unternehmen vom deutschen Flughafen Schadenersatz für das beschädigte Triebwerk. Auch verewigte man das Nagetier in Form eines Piktogramms, das unterhalb des Fensters des Kapitäns der betroffenen Boeing 737-800 angebracht wurde.

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Lufthansa hatte 598 Leerflüge in sechs Wochen

In den letzten Wochen führt Lufthansa verstärkt Positionierungsflüge durch. Diese werden aufgrund des Umstands, dass sich keine Passagiere an Bord befinden, umgangssprachlich auch „Geisterflüge“ genannt. Allein im Zeitraum von 1. Juni bis 18. Juli 2022 soll man 598 Leerflüge durchgeführt haben. Diese Zahl geht aus einer Anfragebeantwortung des hessischen Wirtschaftsministeriums hervor. Die Partei AfD hatte im Landtag eine entsprechende Anfrage an die Landesregierung gestellt. Lufthansa ist der Ansicht, dass die Positionierungsflüge notwendig sind, um Stabilität in den Flugplan zu bringen. Allerdings kam es wiederholt auch zu kuriosen Umständen. Beispielsweise wurden die Passagiere einer Flugverbindung von Frankfurt nach Berlin ohne jegliche Betreuung sitzen gelassen und die Maschine flog dann leer in die Hauptstadt und mit Passagieren wieder zurück an die Homebase. Die Medienstelle der Lufthansa war mit besagtem Flug zunächst ein wenig verwirrt, konnte jedoch dann für Aufklärung sorgen. Auch die italienische Konzernschwester führte beispielsweise ins österreichische Innsbruck wiederholt Leerflüge durch.

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Flusskreuzfahrten: Niedrige Pegelstände besorgen Reedereien

Anbietern von Flusskreuzfahrten bereiten die aufgrund der starken Hitze stark gesunkenen Pegelstände vieler europäischer Gewässer zunehmend Kopfzerbrechen. Frachtschiffe, die häufig wesentlich mehr Tiefgang haben, sind bereits jetzt punktuell betroffen und können beispielsweise einige Bereiche des Rheins nicht mehr passieren. Noch gibt man sich seitens der größten Anbieter von Flusskreuzfahrten zuversichtlich, dass die für die nächsten Wochen angekündigten Regenfälle das Problem von selbst aus der Welt schaffen werden. Allerdings räumt Phoenix-Reisen-Chef Benjamin Krumpen gegenüber Reise-vor-9 ein, dass die aus acht Schiffen bestehende Flotte bereits einige Routenänderungen vornehmen musste. Nicko Curises habe bislang die Fahrten, die auf dem Rhein und auf der Donau angeboten werden, weitgehend planmäßig durchführen können. Man musste zunächst nur kleinere Änderungen durchführen, jedoch in den letzten Wochen insgesamt sechs Ausfahrten komplett absagen. Hintergrund war laut dem Unternehmen jeweils, dass die Pegelstände zu niedrig waren. A-Rosa verweist unter anderem darauf, dass man in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden stehen würde. Man geht davon aus, dass auch bei niedrigem Pegelstand die Kreuzfahrten durchgeführt werden können, jedoch kann man kurzfristige Änderungen der Routenführungen nicht explizit ausschließen. Bis dato habe man aber noch keine Reise absagen müssen.

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