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Bodenpersonal: Gehaltsvorstellungen von Verdi und Lufthansa liegen weit auseinander

In den Tarifverhandlungen für das Lufthansa Bodenpersonal bahnt sich keine kurzfristige Lösung an. Die Gewerkschaft Verdi hat ein erstes Angebot als „unzureichend“ zurückgewiesen. Die Arbeitnehmervertreter sind der Ansicht, dass diese „nicht annähernd die Inflation ausgleichen“ soll. Seitens der Lufthansa wurde eine Kombination aus Festbeträgen sowie ergebnisabhängigen Bestandteilen bei einer Laufzeit von 1,5 Jahren angeboten. Verdi fordert für die rund 20.000 Beschäftigten 9,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von einem Jahr. Damit liegen die Vorstellungen von Arbeitgeber und –nehmervertretern weit auseinander. „Dieses Angebot gleicht nicht annähernd die Inflation aus, angesichts der aktuellen Preissteigerungen würde das für die Beschäftigten einen deutlichen Reallohnverlust bedeuten“, so Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle in einer Medienmitteilung. „Die Beschäftigten brauchen dringend mehr Geld und sie brauchen Entlastung – für sich selber und für die Passagiere.“ Auch verweist man seitens Verdi darauf, dass im Hinblick auf den Verzicht von Teilen des Lohns nun deutliche Steigerungen gerechtfertigt sein sollen. Je nach Berufsgruppe sollen die Anhebungen mindestens 350 Euro betragen. Auch will man im Hinblick darauf, dass im Oktober 2022 der deutsche Mindestlohn auf 12 Euro pro Stunde angehoben wird, dass der niedrigste Stundenlohn deutlich höher ist als das gesetzliche Minimum. Die nächsten Verhandlungsrunden finden am 3. und 4. August 2022 in Frankfurt am Main statt.

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Heathrow: Emirates wegen gedeckelter Fluggastzahlen empört

Die britische Hauptstadt London gilt als wichtiger Quellmarkt für Golfcarrier Emirates Airline. Daher ist die entrüstete Reaktion auf den vom Flughafen Heathrow eingezogenen Deckel von maximal 100.000 Passagieren pro Tag auch nicht verwunderlich. Das Luftfahrtunternehmen mit Sitz in Dubai bezeichnet die Maßnahme als „unsinnig und unverantwortlich“. Die Forderung der Heathrow-Geschäftsleitung, dass die Fluggesellschaften den Ticketverkauf einschränken sollen, weist Emirates zurück. Man verweist darauf, dass man nur 36 Stunden Zeit zur Umsetzung eingeräumt bekommen habe. „Nicht nur wurde in ihrer Kommunikation die genaue Zahl der Flüge diktiert, von denen wir zahlende Passagiere rauswerfen sollten, sondern es wurde auch mit juristischen Schritten bei Nichteinhaltung gedroht“, so der Golfcarrier. Der Flughafen Heathrow kann die Kritik nicht nachvollziehen und verweist darauf, dass nur etwa 70 Prozent des Personals zur Verfügung stehen würde. Das Fluggastaufkommen habe in etwa 80 bis 85 Prozent des Wertes, den man vor der Corona-Pandemie hatte, erreicht. Weiters erklärt eine Sprecherin, dass das gesamte Netzwerk weiter „unter coronabedingten Herausforderungen leiden“ würde. Vor wenigen Tagen verkündete der Flughafen London-Heathrow, dass bis vorerst 11. September 2022 maximal 100.000 Passagiere pro Tag abgefertigt werden können. Gleichzeitig forderte man die Kunden, also die Airlines, dazu auf, dass der Ticketverkauf eingeschränkt werden soll. Begründet wurde die Maßnahme unter anderem damit, dass das Servicelevel ein „nicht akzeptables Niveau erreicht“ habe.

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Sommer 2023: Air Cairo und SunExpress bauen Zusammenarbeit aus

Im Sommer 2023 werden „mindestens“ sechs Maschinen der Air Cairo im Rahmen der Kooperation mit SunExpress eingesetzt werden. Diese kommen ab Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Einsatz. Laut Mitteilung der beiden Unternehmen stockt man die Kapazität um 50 Prozent aus. Weiters evaluieren SunExpress und Air Cairo die Ausweitung der Zusammenarbeit auf die Destination Marsa Alam. „Es ist ganz klar: Kunden wollen die Kombination aus einem zuverlässigen ägyptischen Flugprodukt und der professionellen Marktexpertise von SunExpress“, kommentiert Peter Glade, Chief Commercial Officer bei SunExpress. „Die Ausweitung unserer Partnerschaft ist komplett marktgetrieben. Es ist uns gelungen, einen echten Volltreffer zu landen, der allen Beteiligten, also Kunden, Vertriebspartnern, AirCairo und SunExpress gleichermaßen Freude bereitet.“ „Die Zusammenarbeit mit SunExpress ist seit dem Start im Jahr 2021 stetig gewachsen – daher ist diese weitere Expansion der logische nächste Schritt“, bestätigt Hussein Sherif, Chairman & CEO von AirCairo. „Unsere hochmoderne Airbus A320neo-Flotte ist bereit, eine Rekordzahl von Gästen nach Hurghada und dank umfangreichem Inlandsnetz von AirCairo weiter nach Kairo, Luxor und zu anderen ägyptischen Inlandsflughäfen zu bringen. Wir arbeiten zudem gemeinsam konsequent daran, das Ägypten-Portfolio über Hurghada hinaus zu erweitern und Direktflüge zu anderen Zielen wie Marsa Alam, Sharm el Sheikh und Luxor anzubieten. Mit SunExpress als Partner an unserer Seite sind wir sicher, im nächsten Jahr den ersten Schritt in diese Richtung gehen zu können.“ Im Rahmen der Partnerschaft fliegt AirCairo mit einer A320neo-Flotte sowie ATR72-600 für die Inlandsverbindungen ab Hurghada, während SunExpress eine mehr als dreißigjährige Erfahrung und moderne IT-Infrastruktur für die gesamte kommerzielle

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Stuttgart zählt 2,8 Millionen Passagiere in der ersten Jahreshälfte

Am Flughafen Stuttgart sind von Januar bis Juni 2022 nach vorläufigen Zahlen 2.800.789 Fluggäste gestartet und gelandet. Das sind 338,5 Prozent mehr als im Vorjahr (638.667). Die Zahl der Flugbewegungen stieg um 189,4 Prozentpunkte auf 26.623 Starts und Landungen. Im Vergleich zu den Passagierzahlen von 2019, dem Rekordjahr vor Beginn der Corona-Pandemie, liege das Aufkommen an Fluggästen aktuell bei etwa zwei Dritteln, wie der Airport in einer Aussendung mitteilt. „Ab Ostern ist nach der Aufhebung der Reisebeschränkungen die Nachfrage sprunghaft angestiegen – nach zwei Jahren Beinahe-Stillstand in der Pandemie ist das ein Kraftakt für die gesamte Luftfahrt. Wir haben diesen bislang gut bewältigt und sind Stand heute für die zweite Jahreshälfte ebenfalls aufgestellt. Langfristige Prognosen sind unverändert schwierig, bis zum Jahresende erwarten wir aber über sechs Millionen Fluggäste“, so Walter Schoefer, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Stuttgart GmbH.

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Flughafen Ljubljana zählt im Juni mehr als 100.000 Passagiere

Der Flughafen Ljubljana begrüßte im Juni 102.392 Passagiere. Gegenüber dem Vergleichsmonat des letzten Jahres konnten um 266 Prozent mehr Fluggäste abgefertigt werden. An das Vorkrisen-Niveau konnte dadurch nicht angeknüpft werden, die Zahlen spiegeln einen Rückgang von 45,7 Prozent gegenüber dem gleichen Monat vor der Pandemie wider. Die Zahl der Flugbewegungen lag bei 2.118. Damit wurden in der ersten Jahreshälfte am Flughafen Ljubljana genau 383.634 Reisende abgefertigt, um 55,4 Prozent weniger als 2019. „Wir erwarten, dass sich das dynamische Verkehrswachstum bis zum Sommer fortsetzt und die monatlichen Passagierzahlen die 100.000er-Marke überschreiten. Dies wird es uns ermöglichen, unser Zielaufkommen für das Jahresende zu erreichen und hoffentlich sogar zu übertreffen“, so Babett Stapel, Geschäftsführerin von Fraport Slovenia. Im laufenden Jahr habe der Airport sich zum Ziel gesetzt, rund 880.000 Passagiere abzufertigen, wie das Online-Portal Ex-Yu-Aviation berichtet.

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Lufthansa setzt Streichkonzert vor: Weitere 2.000 Flüge nicht mehr im Flugprogramm

In einer dritten Welle hat die Lufthansa erneut zahlreiche Flüge abgesagt: Wegen Personalmangel streicht die Airline weitere 2000 Verbindungen.  Wegen der aktuellen Abfertigungsprobleme streicht die AUA-Muttergesellschaft weitere Flüge. Betroffen seien rund 2000 Verbindungen an den Drehkreuzen Frankfurt und München bis Ende August, wie ein Unternehmenssprecher erklärt. Man habe in der vergangenen Woche gesehen, dass man mit gezielten Streichungen den verbleibenden Flugplan stabilisieren könne. Dies habe man nun für die nächsten Wochen analysiert und umgesetzt. Abgesagt würden vor allem kurze Verbindungen zu Zielen innerhalb Deutschlands oder des nahen Auslands, für die es gute Alternativen gebe, erklärte der Sprecher. Bei innerdeutschen Flügen seien Umbuchungen auf Fernzüge der Deutschen Bahn möglich. Flüge in ausgesprochene Ferienziele würden nur in absoluten Ausnahmefällen gestrichen.  Es handelt sich bereits um die dritte Welle von Flugabsagen der Lufthansa in diesem Sommer. Zunächst hatte die Airline gut 3000 Flüge für die Monate Juli und August abgesagt und dann für die Woche bis einschließlich den 14. Juli 770 weitere Verbindungen gestrichen. Nun kommen für einen Zeitraum von sechs Wochen noch einmal 2000 Absagen hinzu. Vor allem die Verkehrsspitzen am Morgen und am Abend sollten entlastet werden, erläuterte der Sprecher. Zu diesen Zeiten sind die Bodenverkehrsdienste an den Drehkreuzen überlastet, so dass Maschinen warten müssen und Gepäck liegen bleibt.

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Italien: Streikaufruf für Beschäftigte von Easyjet, Malta Air, Ryanair und Volotea

In Italien rufen Gewerkschaften für den 17. Juli 2022 erneut zu Arbeitsniederlegungen bei Easyjet, Volotea, Ryanair und Malta Air auf. Je nach Streikbeteiligung kann es im Flugverkehr zu Einschränkungen kommen. Zuletzt war die Anzahl der italienischen Airline-Mitarbeiter, die die Arbeit niedergelegt haben, sehr unterschiedlich. Bei Malta Air und Ryanair haben nur wenige Beschäftigte teilgenommen, während bei Volotea und Easyjet die Beteiligung deutlich höher war. Passagiere, die am 17. Juli 2022 mit den genannten Fluggesellschaften von/nach Italien fliegen, sollten sich regelmäßig über den aktuellen Status ihrer Buchung informieren. Zum Streik aufgerufen sind die in Italien stationierten Beschäftigten der vier genannten Fluggesellschaften im Zeitraum von 14 Uhr 00 bis 18 Uhr 00. Aufgrund der Maschinenumläufe kann es bereits zuvor und danach zu Ausfällen und Verspätungen kommen.

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Lufthansa Group differenziert GDS-Gebühren

Vor einigen Jahren hat die Lufthansa Group unter großem Protest von Reisebüros einen Zuschlag für die Buchung über GDS-Systeme eingeführt. Derzeit verlangt man 19 Euro extra pro Flugschein, der über Systeme wie Amadeus, Galileo oder Sabre verkauft wird. Viele Agenturen greifen auf diese globalen Distributionssysteme zurück. Der Kranich-Konzern will mit dem Zuschlag erreichen, dass Vermittler die firmeneigene Plattform nutzen. Durchgesetzt hat sich das bislang nur in geringem Umfang. Nun passt die Lufthansa Group die so genannte Distribution Cost Charge“ an. Für Buchungen, die über Travelport getätigt werden, erhöht sich der Zuschlag auf 23 Euro. Über Sabre verlangt man neu 19,50 Euro. Lediglich über Amadeus wird es günstiger, denn die DCC fällt auf 17,50 Euro. Unverändert werden die Zuschläge automatisiert über den YR-Tax-Code automatisiert erhoben. In einem Vertriebsrundschreiben der Lufthansa werden die Änderungen unter anderem damit begründet, dass man mit den GDS-Kosten transparent umgehen will und diese „verursachungsgerecht weitergeben“ will. Gleichzeitig weist man darauf hin, dass bei Nutzung der eigenen Kranich-Vertriebsplattformen keine GDS-Gebühr anfällt.

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Amsterdam: Icelandair fliegt eigene Vorfeldarbeiter ein

Die Fluggesellschaft Icelandair greift aufgrund des akuten Personalmangels, der am Amsterdam-Schiphol-Airport herrscht, zur Selbsthilfe: Man nimmt auf den Keflavik-Flügen eigene Mitarbeiter, die die das Ein- und Auslanden von Gepäckstücken übernehmen, mit. Der größte Flughafen der Niederlande gilt nebst einigen anderen Airports als Chaos-Hotspot. Es mangelt in so ziemlich allen Bereichen an Personal. Die Regierung beschränkte zwischenzeitlich die Anzahl der Passagiere, die diesen Flughafen täglich nutzen dürfen. Dies brachte bislang allenfalls punktuelle Linderung, denn beispielsweise vor der Sicherheitskontrolle kommt es noch immer zu stundenlangen Wartezeiten. Da sich Icelandair in Schiphol wiederholt Verspätungen „eingefangen“ hat, weil kein Bodenpersonal für das Ein- und Auslanden von Gepäck zur Verfügung stand, nimmt man nun auf vielen Flügen eigene Mitarbeiter mit. Auch soll das Kabinenpersonal im Bedarfsfall mitanpacken. Der isländische TV-Sender RUV berichtet, dass der Carrier mit dieser Maßnahme Verspätungen verhindern will. Grundsätzlich sind Fluggesellschaften nicht verpflichtet Vorfelddienstleistungen von Flughäfen bzw. von Ground-Handling-Anbietern in Anspruch zu nehmen. Jeder Airline steht es frei sich selbst abzufertigen. In Europa ist die Eigenabfertigung mittlerweile eher selten geworden, jedoch in den USA durchaus häufig anzutreffen. Gelegentlich gibt es auf unserem Kontinent auch eine Kombination: Beispielsweise werden Check-in und Boarding („Passage“) an den Homebases von Netzwerkcarriern oftmals von eigenen Mitarbeitern erledigt während man auf der Rampe auf Dienstleistungen von Flughäfen bzw. Ground Handling Mitarbeitern zurückgreift. Ryanair hat an einigen Airports einen konzerneigenen Handlinganbieter.

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American Airlines mit Umsatzplus

Die US-Fluggesellschaft American Airlines konnte ihren Umsatz im zweiten Quartal trotz vieler Engpässe und Verspätungen steigern. Die Erlöse dürften um etwa 12 Prozent höher liegen als im entsprechenden Zeitraum des Vor-Corona-Jahres 2019. Damit liegt die Steigerung in der Mitte der prognostizierten Spanne von 11 bis 13 Prozent. Das in Sitzplatzmeilen gemessene Flugangebot habe dabei noch 8,5 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau gelegen, wie trend.at berichtet. Zuvor war das Management von 7 bis 8 Prozent ausgegangen. Unterdessen mussten die Passagiere noch tiefer in die Tasche greifen: Je angebotener Sitzplatzmeile nahm American Airlines rund 22,5 Prozent mehr ein als im zweiten Quartal 2019. Damit fiel der Anstieg noch höher aus als prognostiziert. Die endgültigen Quartalszahlen sollen am 21. Juli veröffentlicht werden. Ähnlich wie in Europa ist die starke Erholung der Ticketnachfrage von der Pandemie auch für Fluggesellschaften in den USA nur schwer zu bewältigen. Während die Menschen wieder reisen wollen und die Ticketpreise steigen, fehlen der Branche an vielen Stellen Mitarbeiter.

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