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Verlängerung der Zollaussetzung im transatlantischen Luftfahrtstreit: Europäische Union und USA vertagen Handelskonflikt

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich darauf geeinigt, die Aussetzung der Strafzölle auf in den USA hergestellte Waren, einschließlich Flugzeugen und Luftfahrtteilen, zu verlängern. Diese Entscheidung soll Brüssel und Washington zusätzliche Zeit verschaffen, um eine dauerhafte vertragliche Lösung in dem jahrzehntelangen Handelskonflikt um staatliche Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing auszuarbeiten. Die Strafzölle auf amerikanische Importe im Wert von vier Milliarden US-Dollar waren im Jahr 2020 von der Europäischen Union als Vergeltungsmaßnahme eingeführt worden, nachdem die USA zuvor Zölle auf europäische Waren im Wert von elf,five Milliarden US-Dollar erhoben hatten. Bereits im Jahr 2021 einigten sich beide Seiten auf ein vorläufiges Moratorium, um den Konflikt auf dem Verhandlungsweg beizulegen. Da eine finale Einigung jedoch bis heute aussteht und die aktuelle Frist am 11. Juli 2026 abgelaufen wäre, wurde nun die Verlängerung beschlossen. Die genaue Dauer dieser neuen Frist ist gegenwärtig noch Gegenstand von Verhandlungen zwischen den beteiligten Regierungen. Die historischen Ursachen des Subventionsstreits vor der Welthandelsorganisation Der Konflikt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika über die staatliche Unterstützung ihrer jeweiligen Luftfahrtkonzerne gilt als eines der langwierigsten Verfahren in der Geschichte der Welthandelsorganisation. Über einen Zeitraum von mehr als fünfzehn Jahren warfen sich die beiden Wirtschaftsmächte gegenseitig vor, durch illegale staatliche Beihilfen den Wettbewerb auf dem globalen Markt für zivile Großraumflugzeuge verzerrt zu haben. Während die USA die europäischen Startkredite für die Entwicklung neuer Airbus-Modelle kritisierten, prangerte die Europäische Union die verdeckte Unterstützung für Boeing durch Forschungsaufträge des amerikanischen Verteidigungsministeriums und der Luft- und Raumfahrtbehörde

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Konflikt um geplanten Börsengang von Sono International: Kleinaktionäre fordern regulatorischen Schutz

Die Minderheitsaktionäre von T’way Holdings haben sich mit einer offiziellen Petition an die südkoreanischen Finanzregulierungsbehörden gewandt. Sie fordern umfassende Schutzmaßnahmen, bevor die Mehrheitseigentümerin Sono International ihren geplanten Börsengang an der Korea Exchange vollzieht. Die Gruppe der Anteilseigner sieht durch die geplante Notierung des Mutterkonzerns erhebliche Risiken für die Corporate Governance und den langfristigen Wert ihrer eigenen Aktien. Da sowohl die Zwischenholding T’way Holdings als auch die operative Tochtergesellschaft T’way Air bereits eigenständig an der südkoreanischen Börse gelistet sind, würde durch die Zulassung von Sono International eine dreistufige, verschachtelte Börsenstruktur entstehen. Die Eingabe wurde zeitgleich bei der Börsenbetreibergesellschaft, der Finanzdienstleistungskommission sowie dem Finanzaufsichtsdienst eingereicht, um eine eingehende Prüfung des Zulassungsverfahrens zu erzwingen und verbindliche Transparenzpflichten für den Hauptaktionär durchzusetzen. Die Strukturkrise und die Bedenken der Kleinaktionäre In ihrer Beschwerdeschrift argumentieren die betroffenen Anleger, dass ein Börsengang von Sono International die bestehenden Ineffizienzen im Konzern verschärfen und zu einer Doppelnotierung führen würde, die den Interessen der Minderheitsaktionäre zuwiderläuft. Ein derartiges Konstrukt, bei dem eine Holding, eine Zwischenholding und die operative Tochtergesellschaft parallel an demselben Finanzplatz gehandelt werden, steht auf dem südkoreanischen Kapitalmarkt seit geraumer Zeit in der Kritik. Häufig führt diese Praxis zu einer spürbaren Abschwächung der Aktienkurse der nachgelagerten Gesellschaften, da Investoren dazu neigen, direkt in die Muttergesellschaft oder das primäre operative Vehikel zu investieren, wodurch die Zwischenebenen an Liquidität und Marktwert verlieren. Die Antragsteller verlangen von den staatlichen Aufsichtsbehörden, dass Sono International im Zuge des laufenden Prüfungsverfahrens gezwungen wird, detaillierte Zukunftspläne offenzulegen. Hierzu gehören explizite Angaben darüber, wie die künftige

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Neue internationale Buchungsoptionen bei Riyadh Air

Die neu gegründete saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air hat ihr Buchungssystem für drei weitere internationale Destinationen geöffnet. Seit dem 29. Juni 2026 können Flugscheine nach Kuala Lumpur in Malaysia, Malaga in Spanien und Dhaka in Bangladesch über die offizielle Plattform des Unternehmens erworben werden. Diese Expansion erfolgt kurz nach der Aufnahme des regulären Linienbetriebs, der aufgrund beschleunigter Flugzeugauslieferungen durch den US-amerikanischen Hersteller Boeing im Juni vorgezogen werden konnte. Während die Verbindung in die bangladeschische Hauptstadt als täglicher Liniendienst konzipiert ist und der Ganzjahresflug nach Malaysia dreimal wöchentlich bedient wird, handelt es sich bei der Route nach Andalusien um ein zeitlich befristetes Angebot für die europäische Sommersaison. Das Unternehmen verfolgt das verkehrspolitische Ziel, die saudi-arabische Hauptstadt bis zum Ende des aktuellen Jahrzehnts an über einhundert weltweite Ziele anzubinden, um den Wirtschafts- und Tourismusverkehr des Landes zu stärken. Branchenanalysten bewerten das rasche Wachstum im Kontext des intensiven Wettbewerbs mit den etablierten Netzwerk-Fluggesellschaften in den angrenzenden Golfstaaten. Zeitplan der Betriebsaufnahme und strukturelle Besonderheiten der neuen Routen Die Staffelung der neuen Flugverbindungen zeigt eine Fokussierung auf unterschiedliche Marktsegmente. Der Flugbetrieb nach Malaga wird am 14. Juli 2026 aufgenommen. Diese Verbindung wird dreimal pro Woche bedient, ist jedoch auf die sommerliche Nachfrage beschränkt und endet planmäßig am 8. September 2026. Kurz darauf, am 17. Juli 2026, folgt die bereits zuvor angekündigte Route in die spanische Hauptstadt Madrid. Das europäische Kernnetz wird zudem am 23. Juli 2026 durch Flüge nach Manchester im Vereinigten Königreich ergänzt, nachdem London-Heathrow bereits als erstes internationales Ziel bedient wurde. Im asiatischen Raum

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Miat Mongolian Airlines plant Beschaffung von zehn Airbus-Flugzeugen

Die mongolische Nationalfluggesellschaft Miat Mongolian Airlines beabsichtigt, ihre Flottenstruktur in den kommenden Jahren grundlegend zu verändern. Wie das Ministerium für Straßen und Verkehrsentwicklung in Ulaanbaatar Ende Juni 2026 bekannt gab, plant das staatliche Unternehmen den Kauf von zehn Verkehrsflugzeugen des europäischen Flugzeughersteller-Konsortiums Airbus. Diese Maßnahme zielt primär darauf ab, die hohe finanzielle Belastung durch bestehende Operating-Leasingverträge zu senken, da derzeit fast die gesamte aktive Flotte von externen Eigentümern gemietet ist. Die geplante Transaktion soll über langfristige Finanzierungsmodelle abgewickelt werden, wobei bereits konkrete Verhandlungen mit mongolischen Großbanken sowie französischen Finanzinstituten laufen. Branchenbeobachter bewerten das Vorhaben als den Versuch, die ökonomische Rentabilität der staatlichen Fluggesellschaft im Zuge des anhaltenden Ausbaus des internationalen Liniennetzes zu stabilisieren, verweisen jedoch gleichzeitig auf die erheblichen betrieblichen Risiken und Kosten einer plötzlichen Flottenumstellung. Wirtschaftliche Beweggründe und die Last hoher Leasinggebühren Der mongolische Verkehrsminister Borkhuu Delgersaikhan legte im Rahmen einer Medienpräsentation die wirtschaftlichen Defizite der aktuellen Betriebsstruktur offen. Von den derzeit zehn eingesetzten Verkehrsflugzeugen der nationalen Fluggesellschaft befinden sich neun im Besitz von internationalen Leasinggesellschaften. Diese Struktur führt dazu, dass ein erheblicher Teil der operativen Einnahmen direkt für die monatlichen Mietzahlungen aufgewendet werden muss. Trotz einer stabilen Nachfrage sowohl im inländischen Linienverkehr als auch auf den internationalen Routen nach Europa und Asien gelinge es der Gesellschaft aufgrund dieser Fixkostenblöcke nicht, ausreichende finanzielle Rücklagen oder nennenswerte Gewinne zu erwirtschaften. Durch den Erwerb von eigenen Flugzeugen im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen soll das Eigentum nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die Fluggesellschaft übergehen. Dadurch erhofft sich das Ministerium eine langfristige Entlastung der

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Gewerkschaft bricht Verhandlungen mit Air Corsica ab

Die laufenden Bemühungen zur wirtschaftlichen Sanierung der regionalen französischen Fluggesellschaft Air Corsica haben einen schweren Rückschlag erlitten. Die einheimische Arbeitnehmervertretung Syndicat des Travailleurs Corses hat am 22. Juni 2026 ihre offizielle Teilnahme an den gemeinsamen Verhandlungsrunden mit der Unternehmensleitung überraschend ausgesetzt. Die Gewerkschaft wirft dem Management vor, die Belegschaft im Zuge des im Mai 2025 initiierten Restrukturierungsplans getäuscht zu haben. Das vorgelegte Konzept habe in den vergangenen Monaten zu einer chronischen Unterbesetzung in Kernbereichen des Betriebs und zu gravierenden operativen Fehlfunktionen geführt. Bislang hatten die Arbeitnehmervertreter den Kurs mitgetragen und im Zuge von Zugeständnissen auch temporäre Lohnfestschreibungen akzeptiert, um das Unternehmen in einer Phase anhaltender finanzieller Verluste zu stützen. Die Führung der Fluggesellschaft weist die Vorwürfe zurück, betont die Notwendigkeit des Stellenabbaus von insgesamt 70 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2027 und erklärt sich weiterhin gesprächsbereit, um einen drohenden unbefristeten Arbeitskampf in der Hauptreisesaison abzuwenden. Hintergründe des Sanierungsprogramms nach anhaltenden Defiziten Die wirtschaftliche Ausgangslage von Air Corsica war bereits vor dem aktuellen Konflikt von einer strukturellen Ertragsschwäche geprägt. Die Fluggesellschaft, die eine Schlüsselrolle bei der territorialen Anbindung der Mittelmeerinsel an das französische Festland einnimmt, verzeichnete in den vergangenen fünf Geschäftsjahren kontinuierlich negative Bilanzen. Um den drohenden wirtschaftlichen Zusammenbruch abzuwenden und die Rentabilität wiederherzustellen, verabschiedete der Aufsichtsrat unter dem Vorsitz von Marie-Hélène Casanova-Servas im Mai 2025 ein umfassendes Transformationsprogramm. Dieses sieht vor, durch gezielte Sparmaßnahmen und operative Anpassungen eine jährliche Kostenreduktion von rund 30 Millionen Euro zu realisieren. Ein zentraler und hochgradig umstrittener Baustein dieses Programms ist die Verringerung der personellen Kapazitäten.

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USA: Heimatschutzministerium ersetzt etabliertes Programm durch neues Kontrollsystem

Die US-amerikanische Transportsicherheitsbehörde TSA bereitet das Ende eines langjährigen Privilegienprogramms für Pilotinnen, Piloten und Flugbegleitende vor. Das bisherige Verfahren mit der Bezeichnung Known Crew Member wird im Laufe des aktuellen Jahres schrittweise eingestellt und durch ein neues System namens Crew Member Access Point ersetzt. Damit geht die administrative Führung von den privaten Luftfahrtverbänden vollständig auf das US-Heimatschutzministerium über. Die Neuausrichtung hat für die Fluggesellschaften erhebliche finanzielle Konsequenzen, da das Ministerium künftig eine Gebühr von 19 US-Dollar pro registriertem Angestellten erhebt. Für große Netzwerkgesellschaften summiert sich dieser Betrag auf jährliche Millionenzahlungen. Grund für den Systemwechsel sind wiederholte Sicherheitsverletzungen und Schwachstellen in den externen Datenbanken des alten Programms, die eine stärkere staatliche Kontrolle erforderlich machten. Die vollständige Implementierung des Nachfolgeprogramms ist für das Jahr 2027 angesetzt, wobei erste Testphasen an ausgewählten US-Flughäfen bereits angelaufen sind. Strukturelle Unterschiede und die Übernahme staatlicher Kontrolle Das im Jahr 2011 eingeführte Programm Known Crew Member basierte auf einer Kooperation zwischen der Pilotengewerkschaft Airline Pilots Association und dem Branchenverband Airlines for America. Diese Verbände verwalteten die Stammdaten des fliegenden Personals und stellten diese der staatlichen Sicherheitsbehörde zur Verfügung. An den Kontrollpunkten der Flughäfen ermöglichte dieses Verfahren den Besatzungsmitgliedern eine beschleunigte Passage, bei der auf Standardprozeduren wie Röntgenkontrollen des Handgepäcks oder Metalldetektoren weitgehend verzichtet wurde, um die betrieblichen Abläufe vor dem Abflug zu beschleunigen. Mit der Einführung des neuen Systems übernimmt das Heimatschutzministerium die uneingeschränkte Hoheit über den gesamten Prozess. Die Behörde greift künftig direkt auf die Personallisten der inländischen und internationalen Fluggesellschaften zu und führt diese in

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Tansania: Drei Flughafenprojekte vor der Aufnahme des Passagierbetriebs

Die tansanische Regierung steht vor dem Abschluss mehrerer langjähriger Bauvorhaben im Bereich des inländischen und internationalen Luftverkehrs. Bis September 2026 sollen an drei Standorten im Land neue beziehungsweise umfassend modernisierte Flughäfen den regulären Passagierbetrieb aufnehmen. Diese Projekte, die zu Beginn des laufenden Jahrzehnts initiiert wurden, umfassen die Regionalflughäfen Musoma und Shinyanga sowie den vollständigen Neubau des internationalen Flughafens Msalato nahe der offiziellen Landeshauptstadt Dodoma. Die Eröffnung dieser Verkehrsknotenpunkte soll die Anbindung entlegener Wirtschaftsregionen verbessern und den administrativen Anforderungen der Regierungsinstitutionen gerecht werden. Erste technische Überprüfungen verliefen erfolgreich, wenngleich Analysten auf die anhaltenden finanziellen und betrieblichen Herausforderungen für die staatliche Fluggesellschaft verweisen, die das wachsende Netz bedienen muss. Instandsetzung und Wiederaufnahme des Linienverkehrs in Musoma Der Flugplatz in Musoma, gelegen am Victoriasee im Norden des Landes, steht unmittelbar vor der Reaktivierung für den zivilen Luftverkehr. Nach einem Zeitraum von acht Jahren ohne kommerzielle Flugverbindungen ist die Aufnahme des Passagierbetriebs für Juli 2026 angekündigt. Die dortigen Baumaßnahmen begannen im Jahr 2021 und beanspruchten ein Investitionsvolumen von rund 35 Milliarden Tansanischen Schillingen, was etwa 13,4 Millionen US-Dollar entspricht. Im Rahmen der Modernisierung wurde die Start- und Landebahn asphaltiert und verlängert, um die sichere Abfertigung von modernen Turboprop-Maschinen zu gewährleisten. Zudem wurden die Terminalgebäude und die Sicherheitszäune erneuert, da der Zustand der alten Schotterpiste zuvor kein kontinuierliches und sicheres Operieren zuließ. Die wirtschaftliche Relevanz des Standorts Musoma ergibt sich vor allem aus seiner geografischen Lage nahe den Grenzen zu Kenia und Uganda sowie der lokalen Fischerei- und Agrarwirtschaft. Durch den Wegfall verlässlicher Flugverbindungen waren

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Aktionäre beschließen Umbenennung und Neustrukturierung der AirAsia-Gruppe

Die Eigentümer der malaysischen Langstreckenfluggesellschaft AirAsia X haben im Rahmen ihrer ordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni 2026 einer tiefgreifenden organisatorischen Neuausrichtung zugestimmt. Mit einer Mehrheit von 99,9959 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde die Umbenennung der börsennotierten Holdinggesellschaft in AirAsia Group beschlossen. Diese Maßnahme bildet den formellen Abschluss eines komplexen Restrukturierungsprozesses, bei dem das gesamte Luftfahrtgeschäft des Konzerns unter einem gemeinsamen Dach konsolidiert wird. Im Zuge dieser Neuordnung wurden die Regionalfluggesellschaft AirAsia sowie die AirAsia Aviation Group vollständig in die bisherige AirAsia X integriert. Im Gegenzug wurden alle luftfahrtfremden Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften in die Schwestergesellschaft Capital A ausgegliedert. Ziel dieser Maßnahme ist es, die operativen Abläufe im hochgradig wettbewerbsintensiven asiatischen Luftverkehrsmarkt transparenter zu gestalten, administrative Doppelstrukturen abzubauen und die finanzielle Steuerung der einzelnen Unternehmensbereiche zu entflechten. Ergebnisse der Hauptversammlung und Details zur Stimmenverteilung Das Votum der Aktionäre bei der Versammlung in Kuala Lumpur fiel überaus eindeutig aus und spiegelt den breiten Konsens der Investoren bezüglich des gewählten Restrukturierungskurses wider. Für die Sonderresolution zur Namensänderung wurden insgesamt 1.376.985.778 Stimmrechte abgegeben, während lediglich 56,744 Stimmen gegen den Vorschlag verzeichnet wurden. Durch diese breite Unterstützung kann die Gesellschaft das Verfahren zur Registrierung des neuen Namens bei der malaysischen Firmenkommission umgehend zum Abschluss bringen. Der Namenswechsel von AirAsia X zu AirAsia Group markiert das Ende einer jahrelangen Epoche, in der das Kurzstrecken- und das Langstreckengeschäft der Marke als rechtlich und operativ getrennte Einheiten geführt wurden. Diese Trennung hatte in der Vergangenheit häufig zu Ineffizienzen bei der Flottenauslastung, bei der Abstimmung von Flugplänen und im Marketing

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Vorstoß im australischen Luftverkehr: Vietnamesische Fluggesellschaft plant inländischen Linienbetrieb

Die vietnamesische Fluggesellschaft Vietjet Air strebt den Aufbau einer eigenen Tochtergesellschaft für den australischen Inlandsmarkt an. Damit zeichnet sich nach über zehn Jahren erstmals wieder ein direkter Wettbewerb durch ein ausländisches Unternehmen gegen die etablierten Anbieter Qantas und Virgin Australia ab. Der Billigflieger hat bei der australischen Flugsicherheitsbehörde Civil Aviation Safety Authority die Erteilung eines Luftverkehrsbetreiberzeugnisses beantragt, um eine lokal registrierte Tochtergesellschaft zu gründen. Das Vorhaben sieht den Einsatz von zehn Flugzeugen des Typs Boeing 737 unter einem noch nicht benannten Markennamen vor. Das Streckennetz soll primär die Metropolen Sydney, Melbourne und Brisbane miteinander verbinden. Inmitten gestiegener Ticketpreise nach dem Marktaustritt regionaler Wettbewerber könnte dieser Vorstoß die Marktstrukturen verändern, obgleich der australische Luftverkehrsmarkt historisch erhebliche Eintrittsbarrieren und finanzielle Risiken für neue Marktteilnehmer aufweist. Einordnung des Vorstoßes im sogenannten Goldenen Dreieck Die operativen Pläne des neuen Marktteilnehmers werden durch konkrete Daten aus der Slot-Vergabe an den Hauptflughäfen untermauert. Die australische Bundesregierung bestätigte kürzlich, dass ein neues Luftfahrtunternehmen insgesamt 2.252 Start- und Landerechte für die kommende Flugplanperiode am Flughafen Sydney Kingsford Smith beantragt hat. Branchenberichte identifizieren Vietjet Air als den Akteur hinter diesem Antrag. Die beantragten Kapazitäten deuten auf die Absicht hin, bis zu sieben tägliche Flugverbindungen von und nach Sydney anzubieten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Flugkorridoren zwischen Sydney, Melbourne und Brisbane, die in der Fachwelt als Goldenes Dreieck bezeichnet werden. Diese Routen gehören zu den am intensivsten genutzten Flugstrecken weltweit. Laut Daten des Luftfahrtdienstleisters OAG belegt allein die Verbindung zwischen Sydney und Melbourne den sechsten Platz im globalen Ranking

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Sanktionen auf den russischen Luftverkehr: Hoher Anteil an stillgelegten Verkehrsflugzeugen im Sommerbetrieb

Der zivile Luftfahrtsektor in Russland sieht sich im Sommer 2026 mit spürbaren operativen Einschränkungen konfrontiert. Nach Erhebungen der russischen Wirtschaftszeitung Kommersant stehen gegenwärtig rund 19 Prozent der gesamten Flugzeugflotte des Landes flugunfähig am Boden. Haupttreiber für diese Entwicklung sind die anhaltenden internationalen Sanktionen, die den Zugang zu originalen Ersatzteilen, Triebwerken und zertifizierten Wartungsdienstleistungen westlicher Hersteller blockieren. Betroffen sind vor allem Maschinen der Produzenten Airbus und Boeing. Eine detaillierte Analyse von elf führenden russischen Fluggesellschaften, die zusammen mehr als 90 Prozent des nationalen Passagieraufkommens abdecken, zeigt, dass 130 von insgesamt 673 Verkehrsflugzeugen aufgrund von anstehenden Reparaturen oder Kontrollen nicht am regulären Flugbetrieb teilnehmen können. Die Situation verdeutlicht die strukturellen Probleme der Branche, offenbart jedoch gleichzeitig erhebliche Unterschiede zwischen staatlich gestützten Unternehmen und privaten Marktteilnehmern. Strukturelle Diskrepanzen zwischen staatlichen und privaten Fluggesellschaften Die Daten legen offen, dass die Krise die russische Luftfahrtindustrie ungleichmäßig trifft. Betrachtet man die staatliche Aeroflot-Gruppe, zu der neben der Kernmarke Aeroflot auch die Fluggesellschaften Rossiya und der Billigflieger Pobeda gehören, isoliert, zeigt sich ein vergleichsweise stabiles Bild. Die Kernmarke Aeroflot hat gegenwärtig lediglich vier Prozent ihrer Flugzeuge stillgelegt. Die Tochtergesellschaft Pobeda operiert nach den vorliegenden Flugspurdaten sogar mit ihrer vollständigen Flotte, ohne dass Ausfälle gemeldet wurden. Lediglich bei Rossiya Airlines stehen rund 22 Prozent der Maschinen am Boden. Sobald die Aeroflot-Gruppe jedoch aus der statistischen Gesamtbetrachtung herausgerechnet wird, verschärft sich das Bild für den verbleibenden Markt drastisch. Bei den verbleibenden, oft privat geführten Fluggesellschaften erhöht sich der Anteil der flugunfähigen Flugzeuge auf rund ein Drittel der verfügbaren Flotten.

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