
Expeditionsschiff Hondius nimmt nach Hantavirus-Ausbruch Kurs auf Rotterdam
Nach einem folgenschweren medizinischen Zwischenfall an Bord des Expeditionsschiffes Hondius nähert sich die Krise ihrer nächsten Phase. Das Schiff, das unter der Flagge des niederländischen Reiseveranstalters Oceanwide Expeditions operiert, befindet sich nach einer teilweisen Evakuierung auf den Kanarischen Inseln derzeit auf dem Weg nach Rotterdam. Anlass für die drastischen Maßnahmen waren mehrere Infektionen mit dem Hantavirus, die unter Passagieren und Besatzungsmitgliedern aufgetreten waren und mindestens einen tödlichen Verlauf nahmen. Das Unternehmen bestätigte, dass das Schiff am 17. Mai 2026 im Rotterdamer Hafen erwartet wird, wo eine umfassende Desinfektion und weitere medizinische Untersuchungen der verbleibenden Rumpfbesatzung stattfinden sollen. Während die betroffenen Gäste und ein Teil der Crew bereits in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind, steht die Branche vor der Herausforderung, die Sicherheitsvorgaben für künftige Arktis-Expeditionen neu zu bewerten. Die internationale Kreuzfahrtindustrie betont unterdessen die Wirksamkeit bestehender Hygienestandards, sieht sich jedoch mit Fragen zur Prävention seltener viraler Erreger konfrontiert. Rückführung der Betroffenen und aktuelle Lage an Bord Der niederländische Reiseveranstalter hat in einer großangelegten logistischen Operation insgesamt 122 Personen von Bord des Schiffes evakuiert. Darunter befanden sich 87 Gäste und 35 Besatzungsmitglieder, die über die Kanarischen Inseln die Heimreise antraten. Unter den Passagieren befanden sich auch zahlreiche deutsche Staatsbürger. Die Evakuierung wurde notwendig, nachdem sich die gesundheitliche Situation an Bord rapide verschlechtert hatte. Ein deutscher Passagier erlag bereits am 2. Mai 2026 den Folgen der Infektion. Sein Leichnam befindet sich weiterhin an Bord der Hondius und wird im Rahmen der aktuellen Überführungsfahrt nach Europa gebracht. Momentan verbleibt eine Rumpfbesatzung von 25 Crewmitgliedern auf








