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Türkische Regierung gründet neue Airline für Russland-Flüge

Die Türkei will auf Touristen aus Russland nicht verzichten und plant daher eine neue, staatliche Fluggesellschaft aufzusetzen, die Urlauber zwischen den beiden Staaten befördern soll. Man ist offenbar besorgt, dass die bestehenden Carrier sanktioniert werden könnten. Die Zeitung „Sabah“ berichtet unter Berufung auf Behördenkreise, dass in naher Zukunft eine neue türkische Fluggesellschaft abheben soll. Diese soll explizit im Russland-Verkehr eingesetzt werden und durch eine spezielle Konstruktion keine Versicherungsprobleme haben. Auch will man der russischen Zivilbevölkerung Urlaube in der Türkei schmackhaft machen und eine umfangreiche Werbekampagne starten. Der Sitz des geplanten Carriers soll in Antalya angesiedelt werden. Derzeit geht die Staatsführung davon aus, dass man rund eine Million Russen pro Jahr in Urlaubsgegenden der Türkei befördern wird. Die Flotte soll aus Flugzeugen bestehen, die kein „sekundäres Sanktionsrisiko“ haben und daher auch keine versicherungstechnischen Probleme haben sollen. Näher wollten die Verantwortlichen nicht auf dieses Thema eingehen. Der Flugverkehr zwischen der Türkei und Russland läuft weiter, da sich der Bosporus-Staat diversen Sanktionen nicht angeschlossen hat. Allerdings nutzen viele türkische Fluggesellschaften Leasingmaschinen von westlichen Lessoren. Diese untersagen aufgrund der Sanktionen, die unter anderem von der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Russland ausgesprochen wurden, den Einflug in den Luftraum der Russischen Föderation. Auch verweigern diverse Versicherer den Deckungsschutz. Davon unabhängig steuert beispielsweise Turkish Airlines weiterhin Moskau an, jedoch kommen primär Flugzeuge, die sich im Eigentum befinden, zum Einsatz. Mit welchem Fluggerät die „Russland-Konstruktion“ der türkischen Regierung an den Start gehen wird, ist derzeit völlig unklar. Auch ist nicht klar, ob es sich

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Bad Vöslau: Erstes Elektro-Flugzeug hebt ab

Auf dem niederösterreichischen Flugplatz Bad Vöslau startete mit der OE-ACW das erste in Österreich zugelassene Elektroflugzeug. Betreiber des Zweisitzers ist die Flugschule Watschinger. Der Strom, der zum Betrieb des elektrischen Antriebs benötigt wird, kommt aus der Photovoltaikanlage auf dem Hangardach und der Elektromotor ist absolut geräuscharm. Die Flugschule Watschinger setzt das E-Flugzeug im Rahmen der Piloten-Ausbildung beim sogenannten „Platzrunden-Training“ ein, wo Starts und Landungen geübt und nur kurze Flugrunden über dem Areal absolviert werden. Die Präsentation des E-Flugzeuges wurde in Anwesenheit von Austro-Control-Geschäftsführer Philipp Piper, Flugschulchef Georg Watschinger und Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner durchgeführt. „Am Flughafen Wien reden wir nicht nur über Klimaschutzstrategien, sondern wir setzen sie auch um. Gemeinsam mit dem Projektbetreiber und der genehmigenden Behörde ist es hier gelungen, einen echten Nutzen für die Bevölkerung und das Klima zu erzielen. Das macht dieses Projekt zu einem Musterbeispiel, wie effektiver Klimaschutz funktioniert: Durch den Einsatz neuer Technologien, lösungsorientierte Entscheidungen und Schaffung von innovationsfördernden Rahmenbedingungen“, so Flughafen Wien-Vorstand Günther Ofner. Zum Einsatz kommt das zweisitzige E-Flugzeug vom Typ „Velis Electro“ des slowenischen Herstellers Pipistrel: Angehende Piloten trainieren damit Starts und Landungen und absolvieren dabei kurze Rundflüge, sogenannte „Platzrunden“ über dem Flugplatz-Areal. Durch den absolut geräuscharmen E-Motor des Flugzeugs fällt die Lärmbelastung für die darunterliegenden Siedlungsgebiete de facto weg und CO2-Emissionen fallen ebenfalls keine an: Der Motor funktioniert rein elektrisch, der dafür notwendige Strom kommt aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hangargebäudes am Flugplatz. Die mögliche Flugdauer beläuft sich auf etwa 50 Minuten, was für den Trainingseinsatz absolut ausreichend ist. Während

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Oster-Streiks in Portugal abgesagt

Die für das Osterwochenende angekündigten Streiks an den portugiesischen Flughäfen Lissabon, Porto, Faro, Funchal und Beja wurden seitens der Gewerkschaft Sintac abgesagt. Ursprünglich sollte das Ground-Handling-Unternehmen Portway bestreikt werden. „Für Portway ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung eines konstruktiven sozialen Dialogs im Sinne einer Annäherung an Lösungen, die die Erholung und Stabilität des Unternehmens und die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen ermöglichen“, so Portway in einer Medienerklärung. Die Gewerkschaft warf dem Unternehmen vor, sich weder an die in der Betriebsvereinbarung vorgesehene Zahlung von Urlaubstagen noch an die Entwicklung der Laufbahnen zu halten. Laut Sintac wurden 90 Prozent der Portway-Beschäftigten in den Beurteilungen negativ benotet, ohne dass sie die Möglichkeit hatten, Einspruch zu erheben, was „eine Karriereentwicklung unmöglich macht“.

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Gericht: Etihad muss keinen Schadenersatz für Air-Berlin-Pleite leisten

Die millionenschwere Schadenersatzklage, die Air-Berlin-Insolvenzverwalter Lucas Flöther gegen Großaktionär Etihad Airways eingebracht hatte, ist nun endgültig vom Tisch. Der Londoner Supreme Court entschied zu Gunsten des Golfcarriers. Der Masseverwalter will das Verfahren nicht weiterverfolgen. Einige Monate vor der Pleite des Air-Berlin-Konzerns gab Etihad Airways eine millionenschwere Patronanzerklärung ab. In dieser verpflichtete man sich Air Berlin auch weiterhin mit Finanzmitteln zu versorgen. Im Sommer 2017 zog man diese aber einseitig zurück und Air Berlin und zahlreiche Töchter, darunter auch die österreichische Niki, mussten im weiteren Verlauf Insolvenz anmelden. Zwischen Air Berlin, die formell eine plc, also eine britische Aktiengesellschaft, als persönlich haftenden Gesellschafter der deutschen Kommanditgesellschaft hatte, und Etihad Airways war im Falle von Streitigkeiten London als Gerichtsstand vereinbart. In der Luftfahrt ist es gar nicht unüblich, dass das Vereinigte Königreich gewählt wird. Flöther war der Ansicht, dass der Großaktionär aufgrund der Patronanzerklärung haftet und diese erfüllen muss. Zunächst wurde in Berlin eine Klage eingebracht, wobei sich Etihad mit einer Gegenklage, die den Gerichtsstand feststellen sollte, wehrte. Ein Gericht in London erklärte sich dann für international zuständig und eröffnete das Verfahren. Die Klage in Deutschland wurde in weiterer Folge eingestellt, da die Zuständigkeit im Vereinigten Königreich festgestellt wurde. Der Supreme Court entschied nun zu Ungunsten der Insolvenzmasse von Air Berlin. Darüber berichtete zunächst die Berliner Morgenpost. Diesem Medium gegenüber erklärte Flöther auch, dass er das Schadenersatzverfahren gegen Etihad Airways nicht weiterverfolgen wird. Mit anderen Worten bedeutet das, dass ein Schlussstrich unter die Causa gezogen wird und der Golfcarrier auf Grundlage der

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Bulgaria Air befördert Hunde und Katzen von Ukrainern kostenlos

Die Fluggesellschaft Bulgaria Air lässt Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ihre Haustiere wie Hunde oder Katzen kostenfrei mitfliegen. Maßgeblich ist, dass diese einen ukrainischen Pass oder einen Flüchtlingsausweis vorweisen können. Bulgaria Air erklärt unter anderem, dass man weiß, dass die Tiere „Teil ihrer Familien sind“. Man habe festgestellt, dass zum Teil hohe Gebühren für die Mitnahme von Haustieren für Flüchtlinge eine hohe Hürde darstellen. Auch befördern die Billigfluggesellschaften Ryanair und Wizzair generell keine Tiere, wobei davon beispielsweise Blindenhunde aus gesetzlichen Gründen ausgenommen sind. Das Thema „ukrainische Haustiere“ ist sogar bei der EU-Kommission ein großes Thema. Diese forderte die Mitgliedsstaaten auf, dass diese dafür Sorge tragen sollen, dass die Bus-, Bahn-, und Fluggesellschaften die Tiere der ukrainischen Flüchtlinge unkompliziert befördern. Man will dadurch verhindern, dass Kriegsflüchtlinge ihre Tiere zurücklassen oder sich wegen diesen ihren Heimatort erst gar nicht verlassen. Bulgaria Air ist die erste Fluggesellschaft, die auf den Vorstoß der EU-Kommission reagiert hat und gestattet Ukrainern nun die unentgeltliche Mitnahme kleiner Haustiere wie Hunde und/oder Katzen. „Bulgaria Air hat schon immer eine sehr ernste soziale Verantwortung in Bezug auf verschiedene Ursachen gehabt, so dass es niemanden überrascht, dass wir selbst in einer ernsten Situation wie der aktuellen wieder die Hand ausstrecken und Hunderten von Menschen, die vor dem Krieg fliehen, einen Grund zum Lächeln geben“, so Hristo Todorov, Geschäftsführer von Bulgaria Air. Derzeit ist vorgesehen, dass Hunde und Katzen bis zu einem Gewicht von acht Kilogramm in einer Transportbox in der Kabine mitfliegen dürfen. Größere bzw. schwerere Tiere müssen in einem speziellen

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Mit ATR72: Binter nimmt Funchal-Marrakesch auf

Die Kanaren-Fluggesellschaft Binter Canaris streckt ihre Fühler in Richtung Portugal aus. Der Carrier plant eine Fifth-Freedom-Strecke zwischen Funchal und Marrakesch aufzunehmen. Diese soll am 3. Juli 2022 aufgenommen werden. Derzeit ist vorgesehen, dass zweimal pro Woche mit Turbopropflugzeugen des Typs ATR72 geflogen werden soll. Vorerst will man bis 24. September 2022 fliegen, wobei Verlängerung und Ausbau bei entsprechender Nachfrage vorstellbar sind. Derzeit gibt es keine Nonstop-Verbindung zwischen den Azoren und Marokko. Derzeit wird hauptsächlich in Porto und Lissabon umgestiegen. Für die Aufnahme der neuen Binter-Verbindung wird kein Flugzeug in Funchal stationiert, sondern man fliegt von Las Palmas aus. Derzeit hat man bereits eine Route innerhalb Portugals und zwar Funchal-Porto Santo.

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Einreise: Kroatien verlangt keine 3G-Nachweise mehr

Seit 9. April 2022 verlangt Kroatien bei der Einreise keine Corona-Nachweise mehr. Aus der Europäischen Union und der Schweiz kommend können Personen seither wieder ohne Impf-, Genesungs-, oder Testnachweis einreisen. Innenminister Davor Bozinovic sagte unter anderem, dass der 3G-Nachweis nicht für Personen, die aus Drittstaaten einreisen, entfallen wird. Konkret bedeutet das, dass zum Beispiel aus Slowenien kommend keine Unterlagen mehr notwendig sind, aber aus Serbien sehr wohl. Innerhalb Kroatiens wurde die unliebsame Maskenpflicht weitgehend aufgehoben. Mund-Nasen-Schutz muss nur noch in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern sowie in Alten- und Pflegeheimen getragen werden. In Restaurants, Einkaufszentren und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt diese nicht mehr. Auch ist die Sperrstunde gefallen und die bisherige Beschränkung der Personenanzahl bei Veranstaltungen wurde ebenfalls aufgehoben.

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ITA-Verkauf: Italien verlangt formelle Interessensbekundungen

Der Verkauf der Fluggesellschaft ITA Airways tritt in Kürze in die heiße Phase, denn das italienische Finanzministerium verlangt von potentiellen Käufern formelle Interessensbekundungen, die in Verkaufsverhandlungen münden sollen. Der momentane Zeitplan sieht vor, dass bis Mitte Juni 2022 der Kaufvertrag stehen soll. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf interne Quellen. Die italienische Regierung will ein offenes Verkaufsverfahren durchführen und lehnte zuletzt eine 90-tägige Exklusivität, um die das Konsortium MSC/Lufthansa gebeten hatte ab. Einige Konzerne, darunter auch Air France-KLM und Indigo Partners, haben öffentliches Interesse bekundet. Es bleibt daher abzuwarten, ob dies innerhalb der vom italienischen Finanzministerium gesetzten Frist auch formell geschehen wird. ITA Airways selbst favorisiert offensichtlich Lufthansa, denn in mehreren Interviews rollt man dem Kranich-Konzern regelrecht den roten Teppich aus.

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Flixbus und Flixtrain fahren Angebot wieder hoch

Der Fernbuslinien-Anbieter Flixbus fährt das Angebot in der Deutschland-Österreich-Schweiz-Region wieder hoch. Eigenen Angaben nach bedient man derzeit 270 Ziele. Man will bis zum Hochsommer das Niveau von 2019 wieder erreichen. Während der Corona-Pandemie musste Flixbus mehrfach den Fahrbetrieb einstellen. Viele Strecken pausieren noch immer. Die Konzernschwester Flixtrain hat ihr Angebot wieder auf 40 Haltestellen erhöht. Man hat unter anderem die Bedienung der Bahnhöfe München, Augsburg, Würzburg, Aschaffenburg, Mainz, Koblenz, Andernach, Remagen und Bonn wieder aufgenommen. Eine gänzlich neue Haltestelle ist Dresden. Bis Hochsommer 2022 will Flixtrain, dessen Züge währen der „Fahrpause“ modernisiert wurden, die Anzahl der Destinationen auf 70 erhöhen. Unter anderem wird man neu Hildesheim, Braunschweig, Freiburg und Karlsruhe ansteuern.

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Mit Test: Malta lässt wieder Ungeimpfte einreisen

Mit Wirksamkeit zum 11. April 2022 lockert die Republik Malta die Einreisebestimmungen. Ungeimpfte können dann wieder ohne Quarantäne einreisen. Allerdings muss ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Im Juli des Vorjahres führte Malta überraschend die 1G-Regel ein und hat seither nur vollständig Geimpfte ohne Absonderung einreisen lassen. Teilweise musste diese in Form einer teuren Hotelquarantäne verbracht werden. Neu ist jetzt, dass Ungeimpfte auch mit negativem PCR- oder Antigenschnelltest-Befund einreisen dürfen. Genesene können ihr Zertifikat vorweisen, sofern dieses nicht älter als sechs Monate ist. Analog zur bisherigen Praxis akzeptiert Malta ausschließlich die EU-Zertifikate mit QR-Code. Je nach EU-Land werden diese von den Teststellen automatisch ausgegeben oder müssen explizit verlangt werden. Letzteres kommt beispielsweise in Deutschland immer wieder vor. PCR-Befunde dürfen zum Zeitpunkt der Einreisekontrolle maximal 72 Stunden alt sein. Antigen-Schnelltests werden nur 24 Stunden lang akzeptiert. Wichtig: Malta besteht darauf, dass sowohl bei PCR als auch bei Antigen der Abstrich mit Wattestäbchen über die Nase genommen wurde. Die besonders in Österreich verbreiteten Gurgeltests werden nicht anerkannt. Für vollständig geimpfte Personen ändert sich nichts. Diese können weiterhin gegen Vorlage ihres Zertifikats ohne Quarantäne einreisen. Weiterhin muss das elektronische PLF-Formular ausgefüllt werden.

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